Schneekatze

Schnee und Sonne- ein Sahnesonntag! Hier muss ich morgen mal eine Putzorgie veranstalten. Es hat sich Besuch aus Kiel angekündigt, große Freude. Wir sehen uns nicht oft. Der eine hat kein Auto, die andere traut sich nicht mehr recht in die Stadt damit. Doch wir kennen uns mehr als dreißig Jahre, und da ist die Vertrautheit immer gleich wieder da.

Es ist merkwürdig mit der Ost-und Westküste. Für die im Osten von Schleswig-Holstein sind wir so weit weg wie der Mond. Und seit ich im Westen wohne, an der Nordsee, komme ich kaum noch da hinüber. Wir sind der rückständige Teil, nur Bauern, Moore, und ja es ist auch schon was Besonderes, wenn man eine Trommelgruppe findet oder etwas in der Art. Und das findet nun statt, da bin ich gespannt. Endlich ist der Schnupfen weg.

Und ich bin ja auch gerne mal in Nordfriesland, weiter oben, über die Eider rüber.

Die meisten alten Freunde in der Gegend von Kiel sind mir verloren gegangen. Sicher, die kennen sich alle da, es gibt immer was zu erzählen. Ich machte da eine Geomantieausbildung bei Eckernförde, und aus der Gruppe vor 20 Jahren nun kenne ich auch niemanden mehr, außer Hans Hansen und Uli Gappel, die jedes Jahr neue Ausbildungen veranstalten. Alle sind wir alt geworden. Es ist nicht mehr so viel Kapazität da für so viele Menschen, bei mir. Es ist nur eine Stunde Fahrt, das ist das Verrückte. Man könnte auch in Hamburg sein, schnell, aber darauf habe ich noch weniger Lust.

Ich zog viel umher. Lange genug. Ich mag meinen sicheren Rahmen, meine Komfortzone, die auch nicht immer ohne Probleme ist. Ich werde übermorgen 68 und das gilt es zu feiern. Wie immer, wird es nicht jeder durch Eis, Schnee und Glätte schaffen…Ich freue mich, dass meine Schwester dabei ist, im gleichen Jahr wie ich geboren, nur zum Ende hin…Sie blieb mir all die Jahre erhalten, durch alle Wirren. Und sie wohnt wie ich an der Westküste -in der Marsch, ich auf der Geest. Auch das schon ein himmelweiter Unterschied. Früher durften die nicht mal einen heiraten von der Geest, weil das schlechter Boden bedeutet. Moore Moore, Wasser, Schafe.

Und immer wieder bin ich froh über diesen riesigen Waldgarten, wie ein eigener Park, den meine Katzen selbstverständlich finden, ihr Zuhause. Ich werde mich aber doch mal verkleinern müssen. Wenn ich alt bin.

Langhaarkatze

Das ist wirklich etwas anders. Meine Kleine hier kommt vom Bauernhof, und sie ist Freigängerin, nicht wie die armen Rassekatzen, die in Wohnungen gesperrt werden, weil sie so teuer waren. Jetzt im Winter ist das Fell noch länger und dichter. Immer wenn sie wieder reinkommt, hängen Blätter am Bauch oder schlimmer….) Eine Schnecke musste ich mal rausschneiden. Die hatte sich eingewickelt. Aber den Winter findet Chilli wesentlich besser als den heißen Sommer. Da habe ich natürlich nicht drüber nachgedacht, als ich sie als Babykatze sah…Sie ist so unendlich weich und schmusig und fordert das auch ein…aber Haare abschneiden? Da fange ich mir eins. Selbstbewusst seit eh und je, behauptet sie sich gegen andere. Nur der Kater,der wilde, der tut gar nichts, aber es gab schon Brüder von dem, die sie überfallen haben. Das Dorf ist irgendwie voll mit weißscheckigen Katern.

Der traut sich jetzt auch in die Küche. Wenn der Hund abends kommt, verschwindet Chilli in „ihrem Zimmer“ Aber nun verschwindet ja auch der Wilde, wenn der Hund kommt, und das finden sie dann alle wieder gut und machen sich diesen Hund zum Verbündeten. Es ist ein ständiges Lernen und Abchecken, und Beobachten. Und geknurrt wird auch, wenn einer zu dicht kommt.

Von wegen süß.

Nichts los hier

Von einer echten Schamanin,der ich lange folge, lese ich im newsletter, dass sie den Krebs ohne Chemo und Operation umgewandelt hat. Immer wieder mal höre ich das. Würde schon gern an einem ihrer workshops teilnehmen. So oft fragen wir uns, warum habe ich dies oder jenes „bekommen“ . Sie sieht das so, dass es dem Lernen diente.

Der erste Schnee

Und ich bin doch davon überrascht, er bleibt sogar liegen und die Wiesen werden weiß. Stille senkt sich herab. Man hört die Flocken nicht, im Gegensatz zu Regen.

Alle Katzen sind im Haus. Auch der „Wilde“. Es dauert, aber er fasst Zutrauen. Ich weniger…er stinkt. Zum Glück betritt er nur die Küche durch die Waschküche, unseren Hinterausgang. Ich habe eine Falle, aber ich will ihn nicht einfangen und zum Tierarzt schleppen. Anfassen- no way.

Ich werde mal fragen, ob man das anders lösen kann. Katzenschnupfen ist ein Elend.

Das Buch von gestern hat mich sehr bewegt, es war spannender als jeder Krimi ( Der verschwundene Buchladen). Es war nicht nur romantasy, sondern realer Geschichtshintergrund, Wissen um wertvolle Bücher und Schriften, Frauenrechte, oder vielmehr das Unrecht, dass ihnen-uns- immer wieder angetan. Es liest sich wohl anders, wenn man selbst davon betroffen war. Und auch wenn man schon mal etwas von den Schwestern Bronte gehört oder gelesen hat. (Bronte mit zwei Punkten über dem e)

Ich bin dankbar für das, was jetzt ist. Es passiert einiges um mich herum, manche sind krank und andere verlieren ihr Zuhause. Ich muss nicht weg morgens um sieben, ich habe alles.

Wir schauten einen Film aus den neunzigern. Das war doch …die Sprache ganz anders, und was heute alles unkorrekt wäre, jeder Witz …Ob Estevez das heute noch wagen würde…(Men at work) https://www.filmdienst.de/person/details/386/emilio-estevez

Es hat sich viel verändert, man merkt es ja dann erst. Und die Jungen, die da erst geboren wurden, was merken sie. Beneiden tu ich sie nicht.

Kleiner Herbststurm

Der Sturm zog durch, die Bäume rauschten laut, denn die Blätter waren ja noch daran. Das hat sich jetzt ziemlich verändert. Ein gelbes Blättermeer, wohin man schaut. Unten, am Boden. Sicherlich kam auch anderes herunter, die Eichhörnchen sind im Dauereinsatz unter dem großen Walnussbaum auf der Weide. Auch viele Meisen flattern ums Haus und sammeln kleine Spinnen aus dem Fensterecken.

Martha hingegen, ebenso wie die anderen Katzen, machten es sich lieber gemütlich. Der wilde Kater hat im Strandkorb seinen Platz gefunden, wo nun eine Hülle darüber ist, also windgeschützt, mit einer Lücke für ihn. Er streicht mir morgens um die Beine, wenn ich aber die Schüssel hinstelle, hackt er mir mit Krallen in die Hand. Das geht dann nur noch mit Handschuh…

In der Meditationsgruppe wollen wir Fotos unserer Ahnen mitbringen, und ich war immer noch mit Fotosortieren beschäftigt. Seltsam, dass manche Erinnerungen klar vor Augen stehen und andere nicht mehr. An den Fotos liegt es nicht nur. Meine Schwester erinnert sich an ganz andere Dinge als ich!

Max und Chilli aalen sich -im Baldriantee. Den trinke ich abends gern zum Schlafengehen, und den Teebeutel bekommen sie dann. Sie reißen ihn auf, wälzen sich und verteilen die Krümel auf dem Teppich. Gestern abend lag da noch der Hund des Freundes. und es macht sich gut, den Geruch zu verbessern…

Alte Fotos

Um den Ahnen zu gedenken demnächst, suchte ich meine alten Fotos aus wirren Kisten und Kästen. Und manche auch auf CD.

Dabei fand ich die Katzenfamilie, von denen nun keine mehr am Leben ist. Aber so entzückend empfinde ich sie immer wieder.

Inti, Mücke, Falti und Mauzer, Nasi und Bärchen…2011

Und das noch eine der Mamas, in der alten Heimat im Valle Gran Rey.

Der Beginn einer besonderen Freundschaft, Muckelchen die spätere Oma …auf dem Kompost gefunden. 2008

Black & White 2025 September

Zum Black&White Fotoprojekt von https://www.czoczo.de/2025/08/01/black-white-2025-august/.

Für September. Immerhin hat das Fotografieren im Garten und das Hochladen der Bilder funktioniert! Das sollte selbstverständlich sein- also mit der Kamera geht das schon…

Meine kleine Begleitung ist sehr quirlig, und da ich von Hand scharf stellen muss- jawohl- gab es nur einen richtigen Moment. Bei einer schwarz-weißen Katze sollte man meinen, sie kann sich gut verstecken. Das Gegenteil ist der Fall, man sieht sie immer. Die Grautiger dagegen verschmelzen mit jeder Umgebung. Die Mäuse erkennen sie wohl trotzdem nicht, nach der Anzahl, die sie so hereinbringt. Chilli, mein Augenstern, ist gerade ein Jahr alt geworden.

Tierarzt

Zum Arzt gehe ich sehr selten.

Doch da ich viele Katzen hatte, kannte der Tierarzt mich recht gut. Mittlerweile denke ich, dass ich das nicht mehr bezahlen will und auch nicht aushalten kann. Diese Art von Diagnosen, an deren Ende dann das Einschläfern steht, also es hat mich schon traumatisiert. Zahlreiche OPs, Zahnextraktionen, danach ständige Entzündungen im Maul der armen Tierchen, eigentlich hat es nicht geholfen! Man hofft ja. Aber man kann es auch lassen.

Der alte Tierarzt ist in den Ruhestand getreten, und die junge Frau macht, was auch Menschenärzte machen. Ein Freund wurde 800 Euro los für eine alte Katze, sie habe ein Schilddrüsenproblem und sollte Medikamente nehmen….er ging da nie wieder hin. Sie lebte noch ein Jahr.

Nein, das Leiden kann ich auch nicht aushalten. Aber tägliche Spritzen geben, um ein nierenkrankes Leben zu verlängern, Laserop , Cortison, all das – für wen macht man es? Ich habe zu viel erlebt. Geht man nicht hin, schleppt sich ein sterbendes Tier nach draußen, auch zweimal erlebt. Dann wird er auch noch bei Nachbarn auf der Fußmatte gefunden…nach umfangreicher Diagnose, 200 Euro, darf er dann sterben. Tausende von Euros….Die Schuldgefühle habe ich immer. Immer wenn es einer davon schlecht geht. Ich liebe sie sehr, jede einzelne. Jede wird gepäppelt, wenn sie krank ist. Aber irgendwie haben sie auch einen freien Willen. Das Sterben kann richtig lange dauern.

Ja, da liegen dann die Tabletten mit der chinesischen Medizin, wie in die Katze hineinbekommen? Sie frisst ja kaum. Meine alternative Tierheilgruppe hat 10tausende Mitglieder, und immer gibt es die gleichen Probleme. Ich staune, was es alles gibt.

Spookie ist 14, die letzte von 21 Geschwistern, die bei mir aufwuchsen. Dazu die fünf Mütter. Und ich denke, würde ich das noch mal machen? Never! Es war wunderbar, schrecklich, lehrreich, es waren die Katzenjahre. Man tut alles nur noch für sie….Aber Katzen aus dem Ausland würde ich heute nicht mehr mitnehmen. Sie hatten ihre Probleme mit der Kälte.

Hungern lasse ich auch keinen. Wir haben Glück, hier ist so viel Platz. Aber in einem engen Dorf, wo Haus an Haus grenzt und die Katzen in den Kartoffelacker scheißen, da gibt es Ärger. Ich finde es auch nicht schön, wenn sie im Tierheim leben müssen. Also kastriert, wenn immer möglich.

Die Klassische

Ein Beitrag zur Blogparade von Amorak

Die fehlte ja noch: Die klassische Goldrandtasse, hier- am Katzentisch. So hieß der Tisch für alleinstehende Personen, die im Restaurant in die Ecke gesetzt wurden, früher. Die klassische Goldrandtasse hatte 11 Geschwister, und ein Service von jeweils einem Dutzend Untertassen, flachen Tellern, Suppentellern, 2 großen Kaffeekannen, Saucieren, Schüsseln in mehreren Größen, und vermutlich kam das so auch bei meiner Oma auf den Tisch.

So viele Verwandte habe ich nicht mehr wie diese Tasse, die ich mal geschenkt bekam, nur noch drei der Tassen sind da, aber alles andere. Neulich sah ich mal eine ganze Kiste voll auf dem Flohmarkt, alles für’n Zehner. Mir ist es ja ziemlich egal, ob alles zusammen passt, und die gute Stube existiert auch nicht mehr. Es war jedenfalls einstmals wertvoll und guter Ton in guten Häusern, wie man so sagte, eben die, die sich das leisten konnten. Aber sicher bin ich aus gutem Hause, so wie diese Tasse. Aber eben etwas ramponiert.

So wie mein spanisches Kätzchen, schon 14 Jahre alt und zahnlos, die letzte von 26 aus einer Familie. Wir haben was erlebt zusammen! Und manchmal schleckt sie auch von Goldranduntertellern ihre Milch.

Schneelöwen

Von Photo Dharma from Penang, Malaysia – 033 Snow Lion, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=35300277

89 Snow Lion, Tibetan Temple, Bodhgaya

Von Photo Dharma from Penang, Malaysia – 033 Snow Lion, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=35300277

33 Snow Lion, Tibetan Temple, Bodhgaya

Von Photo Dharma from Penang, Malaysia – 033 Snow Lion, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=35300277

Photo Kayute sonnenspirit 2025

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