Marlan wandert in einer unbekannten Zeit und sucht ihre Weggefรคhrten. Dabei wendet sie an, was sie im Laufe der Jahre gelernt hat, spirituelle Lehren tauchen auf, werden beleuchtet, doch zum รberleben dient die eigene Wahrnehmung der Natur, das Vertrauen in die innere Fรคhigkeit des Sehens und Vertrauen in das Gefรผhrtwerden durch Situationen der Orientierungslosigkeit hindurch, und den groรen Sinn hinter dem Ganzen.
sie ging los, in Richtung Sรผden. Die Erde hatte sich geschรผttelt und nicht viel war an seinem Platz geblieben. So wie die Tiere sich ihr Fell schรผtteln und die Trรถpfchen nach allen Seiten fliegen, hat sie ein paar Winzlinge auf der Oberflรคche durcheinander gebracht. Die Frau hatte graues Haar, doch sie fรผhlte sich jung. Es war, als sei ein neuer Morgen angebrochen, auf den sie lange im Dunkel gewartet hatte.
Es ist gelungen, die Domain zu verlรคngern. Und ja, es war mein Unverstรคndnis fรผr derartige Vorgรคnge. Ich lese dann auch die Erklรคrungen nicht richtig, weil ich schon glaube,…das kann ich nicht. Immer diese leichte Panik! Dabei machen sie es uns ja ziemlich leicht, auf eine Art. Man kann auf dem Hintern sitzen bleiben, muss nicht in den Frost oder Warteschlangen oder…
Mein Auto habe ich diese Woche verliehen und werde zum Einkaufen abgeholt. Ohne das Auto ist es hier ganz schรถn im Abseits. Welch ein Luxus, normalerweise, fรผr eine Kleinigkeit loszufahren. Und so unzeitgemรคร. Wรคre es mir mรถglich gewesen, in Spanien zu leben, so hรคtte ich weder Heizkosten noch diese anderen Kosten. Allerdings, meine Freunde dort , sie haben auch Autos. Denn der kleine Laden oben am Berg hat zugemacht. Sie kรถnnten die 6 Kilometer steil runter auch mit dem Bus fahren. Aber ich, hier,mit dem Fahrrad. Gestern war ich mal um die Ecke damit. Geht. Leider habe ich dann kurz darauf komische Krรคmpfe. Ebenso wie wenn ich schwere Einkaufstaschen oder Rucksack vom Bus nach Hause tragen mรผsste. Insofern ist der Luxus eben doch gesundheitserhaltend .
Nicole Bondani, 2025. Band 2 ,Seelen ins Licht fรผhren und Antworten empfangen/ Energieheilung, fรผr Bewusstsein, Ahnenarbeit, Karma und Raumheilung
Dieses Buch ist ein echter Lichtblick, ein vernรผnftiges Handbuch, von einer erfahrenen Frau geschrieben und besonders ausfรผhrlich, wie schon der Titel .
Das Pendel ist seit Jahren mein Begleiter und obwohl auch ich Tabellen zur Raumheilung verwende (Hans Hansen), bin ich doch eher strukturlos unterwegs und berate ja keine Klienten. Diese Struktur ist hier ganz meisterhaft in sehr vielen Tabellen (120) dargelegt, die man sich auch herunterladen kann als Leser.Denn im Buch sind sie sehr klein. Und dazu ist es nur einer von Fรผnf Bรคnden.
Ich denke, zum Erlernen und Nachschlagen ist es gleichermaรen geeignet. Wer es nicht stรคndig nutzt, denkt manchmal nicht an bestimmte Aspekte. Welches Pendel man nutzt, ist dabei wohl egal. Hauptsache, es tut sich was. Ich habe mal wieder ein chinesisches Billigpendel bestellt, von echtem Edelstein ist da nichts zu sehen…Doch sehe ich das so, dass mein geistiger guide durch alles spricht. Ich kann auch ohne Pendel. Es ist nur einfacher im Alltag und gut, es anzufassen.
Immer pendele ich die Menge von Tropfen aus oder globuli, wenn ich meine Medizin benutze. Das geht ja auch alles ohne Tabellen. Ich finde es aber sehr gut, wenn sich fรผr diese Themen zwischen den Welten, auf der Seelenebene , auch ganz praktische Fรผhrer finden. Das Buch wurde wohl selbst verlegt, sehr ordentlich gemacht.
Band zwei ist in neun Teile unterteilt, und hat insgesamt 18 Kapitel. Schicksale erdgebundener Seelen und auch von Rรคumen werden beispielhaft dargestellt und es orientiert sich auch an Familiensystemen wie bei Aufstellungen. Diese Werkzeuge, da beide medial, lassen sich auch gut verbinden. So kann ich auch in einer Aufstellung bei einzelnen Fragen pendeln, zum Beispiel ob noch eine weitere Person dazu muss oder welche. Ich weiร nicht mehr, wie das fรผr Anfรคnger ist.
Ich habe die Zwischenwelten zuvor ohne Pendel erforscht und bestimmte Bilder und Landkarten gespeichert. Ich denke, das meine guides durch dieses Pendel sich รคuรern. Aber auch anders, Trรคume sind immer wichtig, wenn ich auf ein Thema fokussiere.
„Innehalten und Nachspรผren“- nach jedem Kapitel gibt es dafรผr eine Seite. Und das ist besonders gut.
Ein Kapitel befasst sich mit dem Thema Organspende, welches mich auch schon sehr beschรคftigt hat. Ich bin dankbar, dazu etwas Neues zu erfahren. Denn ich habe groรe Abwehr gegen moderne Medizinmethoden. Bisher lag das auch zum Glรผck jenseits meiner Erfahrungen.
Fรผr die meisten Menschen sind diese Welten nicht sichtbar oder von falschen Vorstellungen durchdrungen. Aber diese Ebenen haben groรe Auswirkung auf uns. Es ist also sinnvoll, pragmatisch damit umzugehen anstatt geheimnisvoll esoterisch .
Kann es das geben, ein Zimmer zuviel? Fรผr mich schon. Dieses Zimmer ist deshalb das Kofferzimmer. Da ist alles abgestellt, was zuviel ist, aber vielleicht manchmal gebraucht wird. Was normalerweise im Keller wรคre, oder auf dem Dachboden. Das Zimmer hat ein Wandregal aus Holz und eine Holztรคfelung, es erinnert mich immer an eine Hรผtte, so wie ich am liebsten wohnte- in Holzhรผtten. Allerdings ist es etwas muffig dadurch.
Zum Schlafen zu muffig. Das finden die Katzen allerdings nicht. Denn wenn es sich machen lรคsst, erobert jede ihr eigenes Zimmer. Innerhalb des Zimmers gibt es dann noch erst-Klasse-Plรคtze, so wie dieser Sessel. Er ist uralt und seit Generationen im Katzenbesitz. Und wer hat ihn nun? Das ist der sogenannte wilde Kater, also der zuletzt gekommene. Einfach gekommen.
Der nรคchste Erste-Klasse-Platz ist auf der Fensterbank รผber der Heizung. Da hat sich Chilli breit gemacht. Sie ist einfach breit, so viel Fell ist unglaublich. Es beeindruckt die anderen ob ihrer schieren Grรถรe. Ja, und da gibt es so viele Fensterbรคnke mit gemรผtlichen Plรคtzen, immerhin lebten hier mal viel mehr Katzen. Es regnet.
Spaziergang war gestern wieder mรถglich, fรผr mich, aber manche Stellen doch sehr glatt. Besonders am Quellgrund, wo einige Bรคche vom Hang herunter auf den Weg flieรen. Da bin ich vor zwei Jahren mal aufs Steiรbein geknallt. Heute regnet es, was mich der Aufgabe enthebt, die Straรe zu harken von all den hingewehten Zweigen und Zapfen. Der Nachbar ist nun auch in Rente, der hat es schon gemacht.
Die anderen gegenรผber haben die Weihnachtsdeko abgebaut.
Was sehen wir hier? Das รผbliche Reviergerangel der Damen. Es genรผgt sich mit Blicken, Gesten und Knurren. Und im Demolieren meines Teppichs, denn das Kratzen mit den Krallen ist eine Form der Markierung. Martha kam erst letzten Februar zu uns, einfach gekommen . Sehr insistierend vor der Tรผr gesessen. Sie ist sehr bedacht, ihren Platz zu erhalten.
Und es geht dabei auch um die Nรคhe zu mir, denn ich werde ebenfalls besessen. Aber nicht bekratzt sondern umschmeichelt. Dies ist das Morgenzimmer mit dem laptop, wo ich immer mit dem ersten Kaffee sitze, hier im Osten, wo es sonst hell ist.
Schรถne Fotos habe ich mit der Kamera gemacht, nur habe ich sie nicht hochgeladen. Der Blumenstrauร vom Geburtstag hielt eine Woche, heute entdeckte ich, dass manche Blumen mit einem Draht umwickelt waren, der oben im Kรถpfchen steckte. Aua, wer macht denn sowas! Den schรถnen Schein auf Kosten der Grausamkeit herstellen, das ist vermutlich gar nicht so selten. Blumen im Winter sind eben immer mit gemischten Gefรผhlen zu betrachten. Und Kรถpfe hรคngen lassen, das geht ja gar nicht.
Stรคndig รผberlege ich, welche Sachen ich denn nicht mehr brauchen wรผrde, wenn ich denn nur ein Zimmer hรคtte. Oder in eine Hรผtte ziehen wรผrde, ein Wohnmobil oder so…Geht ja gar nicht. Und es gab mal Zeiten, wo ich nur den einen Koffer besaร.
Aus einem gewissen Abstand heraus kann ich erkennen, wie das Eine zum Anderen fรผhrt.
Da alle Beteiligten traumatisiert sind durch frรผhere Ereignisse, und die Reaktion eine รผberschieรende Emotion ist, die einen jeden in einen Raum jenseits der Realitรคt katapultiert, ohne dass er in dem Moment viel dagegen machen kann. schaukelt es sich gegenseitig hoch.
Das heiรt, JEDER fรผhlt sich bedroht. Er versucht sich Beistand zu holen.
C. fรผrchtet, dass ein Brand ausbrechen kรถnnte, das hat er schon erlebt, und dringt wutschnaubend in einen Raum ein. Den geschรผtzten Raum von A. der gerade aus dem Schlaf erwacht oder anders vollkommen รผberrascht wird und daraufhin eine zunรคchst verstรคndliche Reaktion auf die Bedrohung und Beschimpfung zeigt, die das Ganze eskaliert.
A. weitet die Beschimpfungen aus, lรคsst andere daran teilhaben und jeder beschuldigt den anderen, bis hin zu Erpressungen und รคuรersten Androhungen. K. soll das ganze mitgeteilt werden, weil C. nicht reagiert- er beantwortet die fรผr ihn erlebte Gewalt mit Starre. K. ist wiederum selbst traumatisiert von Beschimpfungen und frรผherer Gewalt und erlebt jetzt auch eine Retraumatisierung. Verstรคndlich wird das Ausmaร der Beschuldigungen nun nicht mehr.
Es hรคlt sich auch nicht mehr an die Wahrheit, was immer das ist. Keiner kann diese sehen. K. erlebt Schmerz wieder , der ihr frรผher zugefรผgt wurde. Sie lehnt daraufhin Kontakt zum Schimpfenden ab. Manche Leute kรถnnen nicht ermessen, welchen Schaden verbale Attacken und Worte auslรถsen kรถnnen bei jemandem, der das alles fรผr Wahr hรคlt. Bei jemandem, der das jahrelang ertragen hat, mit psychisch kranken Menschen, denen das ihrerseits einst angetan wurde, – wer ist Tรคter?
Der Auslรถser ist es jedenfalls nicht. Ob man sich weiter in einem ungeschรผtzten Umfeld bewegen mรถchte, wo das jederzeit wieder passieren kann, ist fraglich. Aber vermeiden kann man solche Auslรถser im Leben auch nicht. Vielmehr scheint es auch so, dass sich traumatisierte Menschen um eine Auflรถsung des sie in einem Bann haltenden Erlebten bemรผhen, leider oft auf ungeeignete Weise.
Wir alle haben versucht, รผberschieรende Emotion mit Alkohol, Drogen, mit Dissoziation und Flucht, mit Rรผckzug von anderen Menschen in den Griff zu kriegen. Ja auch mit jahrelanger Therapie, mit professioneller Hilfe, manche aber auch mit Wiederholung potenziell gefรคhrlicher Situationen, um eine Lรถsung zu bewirken. Das ist vielen Fรคllen allerdings vรถllig unbewusst und in Unkenntnis der eigenen Betroffenheit, die ja teils abgespalten ist, oder in Panikzustรคnde mรผndet.
Das kann natรผrlich dazu fรผhren, dass man Unfรคlle oder Zerstรถrung unbewusst „erschafft“. Diesen Umstand sehe ich persรถnlich, obwohl er auch auf ganze Gruppen und die heutige Welt durchaus รผbertragen werden kรถnnte.
Da ich alles gerade erlebt habe, und Tage brauchte, um wieder aus dem Angstzustand herauszukommen, denke ich, jeder muss damit bei sich und seinem Umfeld bleiben. Es nรผtzt nichts, wenn zur Entlastung weit entfernte Feindesbilder angegiftet werden.
Als Gift empfinde ich die entsprechende Sprache, in der sich Hass ausdrรผckt, der sich aus Verzweiflung und Ohnmachtsgefรผhlen entwickelt. Denn ich spรผre direkt kรถrperliche Symptome, die krank machen auf Dauer. Auf Dauer habe ich es erlebt bis zu einer offiziellen Angststรถrung. Ein Bewusstwerden darรผber kann man erlernen, jedenfalls manche Menschen, die das wollen. Wer aber bereits krank ist, kann nicht immer das Rad zurรผck drehen.
Es fรถrdert nicht das Vertrauen in andere Menschen. Man muss nun immer „auf der Hut“ sein. Andererseits sucht man auch Menschen, die einen verstehen. Die einen akzeptieren mit diesem Schaden, den man hat. Und da findet man eben jene, denen es mehr oder weniger genauso erging und die leider weder konfliktfรคhig noch kommunikationsbereit sind. Leider befinden sie sich auf stรคndiger Flucht. Die Emotionen sind ja oft kaum auszuhalten.
Von den sogenannten Normalen ist aber auch kein Verstรคndnis zu erwarten. Ich weiร, die Begriffe krank, normal und Schaden sind etwas abstrakt. Es gibt Leute, die vรถllig normal erscheinen, aber statt ihre Wut auszudrรผcken stattdessen ihr Auto in einen Graben lenken oder andere Katastrophen produzieren. Daran sind sie natรผrlich nicht schuld…Das Wort Schuld wird ohnehin vรถllig รผberbewertet. Wem nรผtzt es รผberhaupt, wenn eine Schuld festgestellt wird ? Wer hat Schuld, wenn solche Menschen ganze Lรคnder ins Unglรผck stรผrzen, weil sie sich permanent bedroht fรผhlen?
Verstummen ist auch keine Lรถsung. Es verringert aber die unmittelbare Gefahr. Angemessene Grenzen, auch in der Sprache empfinde ich als wichtig. Auch wenn man ein Virtuose in Wortgewaltigkeit und Boshaftigkeit ist, ist man kein Geigenspieler, sondern ein Panzer, der andere รผberfรคhrt. Vor allem verkennt man, dass andere dieser Sprache gar nicht mรคchtig sind, sie auch nicht entsprechend der Absicht verstehen.
Meine Lรถsung befindet sich auf geistiger Ebene. Nicht Denken, sondern spirituell betrachtet gibt es dort die Energiebewegungen und nicht selten auch entsprechende Energiewesen, die fรผr mich ebenso real sind und selbst erschaffen sein kรถnnen. Von hรถherer Ebene, und das kann auch Beten sein, whatever, kann die niedrigere Ebene bereinigt werden. Das kann man ganz im Stillen versuchen.
Die Mรผhle ohne Flรผgel ist mein tรคglicher Anblick. Solche Temperaturen sind hier zwischen den Meeren aber selten. Schรถn sieht es aus, aber fรผnf Minuten drauรen reichen mir schon…es ist die Luft, die mir zusetzt. Sehr trocken und es wirkt gar nicht so kalt.
Die Katzen machten in der Nacht Radau- die Katzentรผr war wieder zugefroren und sie kamen nicht wieder hinein. Ich wurde wach. Abends hatte ich in der Autobiografie von Patti Smith geschmรถkert, welche mich sehr berรผhrt. Da ist so viel รhnliches, wie seelenverwandt. Auch sie ein Steinbockkind, bockig, wissbegierig. Mir scheint viel auch in den Fรผnfzigern wie noch europรคisch gewesen zu sein in Amerika.
„Bread of Angels“, Patti Smith
Dank Blaue Feder fรผr den Hinweis! Ein anderes Buch von ihr kannte ich schon, M Train. Sie ist die Einzige, die wirklich wahrhaftig ist. Keine Rolle, keine Show, sondern sich selbst treu. Und darin ein Vorbild wie kein anderes, nun auรer ihren Vorbildern: Mรคnner. Jungs. Bob Dylan, den ich auch schon frรผh liebte. UND die Jungs liebten sie auch. Weil sie so ist. Ging mir auch so, ein bisschen beides sein.Wegen der Freiheiten.
Ich bin staunend vor Bewunderung!
Aber auch wie sie ihre Kindheit beschreibt, oder sich zu Zeiten als Reisende, die nicht reist, zu anderen als Schriftstellerin, die nicht schreibt. Es ging ja nie alles.
Und ich eine Fotografin, die nicht fotografiert. Wie die Mรผhle ohne Flรผgel. Sie ruht sich aus. Weil alles um mich herum schon tausendmal gesehen.
Die Gegensรคtze sind doch faszinierend- bei uns ist alles eingeschneit, so richtig. Meine jungen Katzen finden es toll- sie rasen herum und spielen im Schnee. Die รltere mag es gar nicht.
Und dann bekomme ich das Bild gesendet, von einem Freund. Das ist der dunkle Strand, playa del Ingles auf La Gomera und es strahlt Wรคrme aus.
Aber in der Tat finden sie es dort auch kalt, man friert dann schon bei 17 Grad. Ich finde 10 Grad schon warm. Es hat mit der Gewรถhnung des Kรถrpers zu tun. Nun, an das Schneeschippen gewรถhne ich mich nicht mehr gern. Ich bin kein Mensch fรผr den echten Norden, wo immer Schnee liegt. Aber raus muss ich, die Vogelfuttersรคulen aufhรคngen, denn am Abend soll wieder Sturm kommen.
Der Fasan war schon da, er ist ja nicht zu รผberhรถren. An den Spuren erkennt man auch das Rehbรถckchen, sie finden nichts mehr. Ich habe die รpfel wieder ausgegraben. Und Kรผrbis. Allerdings friert das alles ein und ist steinhart.
So schรถn die Idee ist, den Winter รผber zu verreisen, sogar mรถglich auf einmal- aber wer sorgt dann fรผr die ? Nee, auf einem Flughafen wollte ich jetzt auch nicht festhรคngen. Meine Freundin dรผst diese Wochen nach Marokko…ich gรถnne es ihr, denn sie arbeitet im Sommer hart. Dann gibt es wieder schรถne Bilder zu gucken…
Mein Geburtstag war immerhin gemรผtlich, vier Gรคste hatten den Weg gefunden, im Schneckentempo. Man muss ja von einem anderen Dorf anreisen, und nicht immer ist alles gerรคumt. Es schneit ja weiter.
Manch einer kommt dann lieber mit dem Trecker. Da sind sie hart im Nehmen mit der Kรคlte. Es gab dann eine Hรผhnersuppe passend zum Winter. Und neue Bรผcher. Einen Kuchen aus den eigenen Boskop-รpfeln.
Schnee und Sonne- ein Sahnesonntag! Hier muss ich morgen mal eine Putzorgie veranstalten. Es hat sich Besuch aus Kiel angekรผndigt, groรe Freude. Wir sehen uns nicht oft. Der eine hat kein Auto, die andere traut sich nicht mehr recht in die Stadt damit. Doch wir kennen uns mehr als dreiรig Jahre, und da ist die Vertrautheit immer gleich wieder da.
Es ist merkwรผrdig mit der Ost-und Westkรผste. Fรผr die im Osten von Schleswig-Holstein sind wir so weit weg wie der Mond. Und seit ich im Westen wohne, an der Nordsee, komme ich kaum noch da hinรผber. Wir sind der rรผckstรคndige Teil, nur Bauern, Moore, und ja es ist auch schon was Besonderes, wenn man eine Trommelgruppe findet oder etwas in der Art. Und das findet nun statt, da bin ich gespannt. Endlich ist der Schnupfen weg.
Und ich bin ja auch gerne mal in Nordfriesland, weiter oben, รผber die Eider rรผber.
Die meisten alten Freunde in der Gegend von Kiel sind mir verloren gegangen. Sicher, die kennen sich alle da, es gibt immer was zu erzรคhlen. Ich machte da eine Geomantieausbildung bei Eckernfรถrde, und aus der Gruppe vor 20 Jahren nun kenne ich auch niemanden mehr, auรer Hans Hansen und Uli Gappel, die jedes Jahr neue Ausbildungen veranstalten. Alle sind wir alt geworden. Es ist nicht mehr so viel Kapazitรคt da fรผr so viele Menschen, bei mir. Es ist nur eine Stunde Fahrt, das ist das Verrรผckte. Man kรถnnte auch in Hamburg sein, schnell, aber darauf habe ich noch weniger Lust.
Ich zog viel umher. Lange genug. Ich mag meinen sicheren Rahmen, meine Komfortzone, die auch nicht immer ohne Probleme ist. Ich werde รผbermorgen 68 und das gilt es zu feiern. Wie immer, wird es nicht jeder durch Eis, Schnee und Glรคtte schaffen…Ich freue mich, dass meine Schwester dabei ist, im gleichen Jahr wie ich geboren, nur zum Ende hin…Sie blieb mir all die Jahre erhalten, durch alle Wirren. Und sie wohnt wie ich an der Westkรผste -in der Marsch, ich auf der Geest. Auch das schon ein himmelweiter Unterschied. Frรผher durften die nicht mal einen heiraten von der Geest, weil das schlechter Boden bedeutet. Moore Moore, Wasser, Schafe.
Und immer wieder bin ich froh รผber diesen riesigen Waldgarten, wie ein eigener Park, den meine Katzen selbstverstรคndlich finden, ihr Zuhause. Ich werde mich aber doch mal verkleinern mรผssen. Wenn ich alt bin.
Heute ist hier Schildkrรถtentag.Auch wenn ich an den Schreibetรผden nicht wirklich teilnehme- Bilder habe ich da einige, da hatte ich mal eine Schildkrรถtenphase, die begegnet mir auch als weise Alte in der Unteren Welt. Hier mit etwas Spiegelung, kein gutes Foto.
Mein allererstes Haustier war eine Schildkrรถte. Ich durfte natรผrlich keines haben. Aber ich sparte mein Taschengeld und ging zur Zoohandlung, 10 Jahre alt, oder jรผnger? Da suchte ich die groรe Tosca aus.
Ich trug sie in den Hรคnden nach Hause und war erstaunt, als sie mich anpinkelte. Das sollten doch ganz saubere Tiere sein, hatten mir andere Kinder versichert…Nun, Zuhause angekommen, wurde ich von meiner Mutter zur Rede gestellt. Ich behauptete, die Schildkrรถte einer Freundin hรคtte Junge bekommen. Offensichtlich war die aber schon alt und groร…Meine Mutter sagte streng: Schau mir mal in die Augen! Ich tat es und wurde sehr rot. Lรผgen kann ich nicht gut, aber ich perfektionierte es sehr, so dass ich mich selbst verlor. Also man kann lรผgen, wenn man „nicht da ist“.
Das Rotwerden ereignete sich dann immer, wenn mir jemand in die Augen sah. Ziemlich รผbel, solche Zwรคnge, wenn da, wo Nรคhe sein sollte, Bestrafung angesagt ist. Ich sah lange niemanden an. Und ich habe auch Freunde, bei denen es so ist. Ja, autistisch vielleicht. Aber man sieht so viel in den Augen. Die Wahrheit nรคmlich. Deshalb ist es schwer, mich anzulรผgen.
Es regnet! Ich hoffe nur, es wird richtig stรผrmisch, damit die Nachbarn, wenn sie betrunken sind, nicht so viele Raketen und Bรถller abfeuern. Katze Martha will jetzt schon bei jedem Knall in den Keller, Max ist auch nervรถs. Meine alten Katzen hatten nie Angst. Shiva wird bei jedem Knall bellen und das ist noch schlimmer…
Und ich lebte tagelang ohne ein Buch. Dann ging ich in den Supermarkt, auch da gibt es Bรผcher, die ich normalerweise nicht mag. Fitzek und Konsorten, solche. Aber dann, in der Ecke mit ein paar Mรคngelexemplaren, fand ich das richtig gute Buch.
„DAD“ von Nora Gantenbrink, 2021,Roman, rororo.
Es ist ein trauriges Buch รผber einen Hippievater. Von der Tochter geschrieben. Das Thema gab es auch schon in „Yoga Town“, รผber das ich dann doch nicht schrieb, weil es mir nahe ging. Das war auch aus Sicht der Tochter geschrieben, noch viel komplexer, und bei beiden geht es um die Frage der Kinder, was ihre Eltern bloร an dieser Hippiezeit fanden, wie sie das erlebten, und warum sie so wurden. Es klingt ein wenig wie eine Krankheit, die natรผrlich durch die Drogen und so weiter auch bestand.
Aber andrerseits geht es da genau um die Leute, die ich mein Leben lang kenne. Ich weiร, dass Kinder von Hippies nicht besonders glรผcklich damit waren. Ich bin dann manchmal froh, dass ich keine habe.
Aber es geht auch um mehr, – das eigene Leben leben zu kรถnnen. Auch die Tochter muss es lernen. Es geht um ungewรถhnliche Charaktere, und vor allem das Normale in einer spieรigen Provinz. Aus der auch sie entfliehen muss. Das Buch ist wirklich tief und manchmal, ja manchmal ist auch gar nicht mehr dahinter. Kein Geheimnis. Was wir erlebten, lรครt sich gar nicht erklรคren, weitergeben, verstehen.
Diese beiden Bรผcher machen es ganz gut. Aber wo schreiben wir darรผber,…
Das ist doch merkwรผrdig mit dem Frost. Heute ist er wieder weg, darรผber bin ich auch froh. Das Autofahren ist leichter. Aber gestern war er so schรถn, auf meinem Hundespaziergang. Bussarde ganz nah. Ein Rabe auf dem Feld, die hatten da was gefunden.
Shiva hรคtte auch gern den Hasen eingeholt. Aber sie ist nun viel zu langsam, und ich hielt sie kurz, bevor sie mich in den Graben zerrt. Das hat sie nรคmlich einmal gemacht, ich stand bis zu den Knien im nassen Graben.
Der Schnupfen geht nicht weg.
Ich bin genervt, dรผnnhรคutig, angestrengt. Abends schauten wir den neuen Avatar-Film, das heiรt eigentlich braucht man etwa drei Abende. Ich bin nicht begeistert. Die ganze Bildsituation รผberfordert mich, es gibt keine ruhige Minute und unendliches Gewirr und Gerenne, bis man kapiert hat wer wer ist- also sehr viele Personengruppen, – ich bin eindeutig nicht die Zielgruppe.
Und die Geschichte ist die ewig alte von Krieg und Zwist und Niedertracht. Und alles so blau hier. Die Faszination des ersten Avatar hat mich nicht wieder. Zumal ich Avatar als einen Begriff aus der Religion kannte, der eine menschliche Inkarnation Gottes bezeichnet, soweit ich weiร. Ja klar, nur ein Gott wollte Mensch werden, sprach die Pastorin im Radio. Das stimmt aber so ganz und gar nicht. Ich denke Gott war รถfter hier und ist es vielleicht auch jetzt. Die wenigsten treffen ihn ja.
Von Babadschi zum Beispiel hรถrte ich. รberhaupt ist er in Indien wohl hรคufiger als hier.Und blau waren die da auch schon, damals, von Krishna bis hin zu diversen Buddhas, und ich kann รผberhaupt nicht begreifen, wieso nur ein Buch die wahre Geschichte erzรคhlen soll, wenn doch andere so viel รคlter sind.
Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu verรถffentlichen.