mARLANS sTORY

Marlan wandert in einer unbekannten Zeit und sucht ihre Weggefรคhrten. Dabei wendet sie an, was sie im Laufe der Jahre gelernt hat, spirituelle Lehren tauchen auf, werden beleuchtet, doch zum รœberleben dient die eigene Wahrnehmung der Natur, das Vertrauen in die innere Fรคhigkeit des Sehens und Vertrauen in das Gefรผhrtwerden durch Situationen der Orientierungslosigkeit hindurch, und den groรŸen Sinn hinter dem Ganzen.

Die gesamte Geschichte mit Fortsetzung findet sich jetzt auch auf https://beingalive.jimdofree.com/


Und

sie ging los, in Richtung Sรผden. Die Erde hatte sich geschรผttelt und nicht viel war an seinem Platz geblieben. So wie die Tiere sich ihr Fell schรผtteln und die Trรถpfchen nach allen Seiten fliegen, hat sie ein paar Winzlinge auf der Oberflรคche durcheinander gebracht. Die Frau hatte graues Haar, doch sie fรผhlte sich jung. Es war, als sei ein neuer Morgen angebrochen, auf den sie lange im Dunkel gewartet hatte.

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Eichen

Die Eiche ist ein starker Baum, Stรคrke die sie bei dem stรคndig von der Nordseekรผste wehenden Wind auch braucht. Oft sind die Bรคume mit Efeu bewachsen und das ergibt ein Bild von verwunschenen Orten. Ein bisschen unheimlich. Der Efeu ist mindestens genauso stark, auch eine Heilpflanze, er verwurzelt sich unablรถslich in Stรคmme, Zรคune und Boden. Wer weiรŸ wie viele Dichter haben die Eiche beschrieben und das Eichenlaub erst- es ist unverwรผstlich, diente der Krรถnung und wurde auf Wappen verewigt. Es scheint etwas mit deutsch zu tun zu haben. Aber in Frankreich sind Eichen auch wichtig, in manch einer Gegend. In England. Das knorrige raustรคmmige Wesen, auch die Bewohner der Gegenden kรถnnen es haben, eigenartig sein und verwurzelt. Mir gefรคllt das. Ich hatte so meine Probleme mit Wurzeln, und es tut mir gut, bei erdigen Menschen zu leben.

12 von 12 im April 2026

https://draussennurkaennchen.blogspot.com/ Hier findet man alle Beitrรคge zum Thema

Am 12ten des Monats werden 12 Fotos des Tages gezeigt. Soweit habe ich es verstanden. Ich mache das zum ersten Mal. Der heutige Flohmarkt-Sonntag hat es mir leicht gemacht.Ich sah so viel!

Auf der Hinfahrt- ein Mann versuchte eine Kuh am Strick zum Aufstehen zu bewegen. Was war wohl mit ihr? ich werde es nie erfahren, es sei denn ich sehe sie noch mal mit einem Kรคlbchen. Das habe ich nicht fotografiert. Neubauten, wieso ist da auf einmal ein Haus- es geht rasend schnell.

Ein Traktor, der pflรผgt oder sรคt…und in einer langen Reihe die Mรถwen dahinter, weiรŸ auf dem dunklen Ackerboden.

Bild 2: Die Frรผhlingsfee auf dem Wesselburener Flohmarkt. All die Farben! Und man glaubt es kaum, der Souvenirladen vom Sauerkrautmuseum hat Froschkรถnige im Angebot!

Bild drei:

Die Generation Z der Froschkรถnige, sozusagen und noch mehr Bild 4

Bild 5 und 6: Das grรผne Kohlgeschirr soll allerdings aus Portugal stammen. Schweinchen und Fรผchse gab es noch, Glitzerzeug und alterwรผrdige Traditionsgeschirre.

Gerade gestern lernte ich etwas รผber die Schlottenhof Arzberg Porzellanmanufaktur- aber die goldbemalten Teller, die ich in den Brennesseln fand, haben doch kein echtes Gold dran…Dafรผr gab es noch mexikanische Vรถgel

Und noch etwas zu den AuรŸengefilden der ehemaligen Sauerkrautfabrik

sowie den neuen alten Hut, und schon sind wir durch mit den 12. Da gibt es noch zwei Bรผcher, Postkarten von Chagall, und die Sahnetorten -nur zum Angucken. Und wo soll ich den Sonnenuntergang nachher unterbringen?

Ein traumhafter Sonntag, gestern haben wir das erste Mal gegrillt und da war es noch recht windig.

Auf dem Feld

Auf dem Acker kann man gerade noch laufen. Es wird aber schon gepflรผgt. Ist auch mรผhsam am Rande, , da liegen so viele Eicheln. Dire Eichenalleen sind wirklich besonders. Ganz frรผher gab es hier den Isarnho, den Eichenwald. Und noch etwas findet sich auf dem Acker: Steine. Viel Flint und anderes. Einmal fand ich sogar einen versteinerten Seeigelrest auf einem Acker. Hier in der Gegend von Fedderingen waren auch schon die Menschen in der Steinzeit.

Und was gibt es noch? Naja- Hasen natรผrlich. Das Interessanteste fรผr Shiva, die alte Dame. Hier ist immer Mais angebaut, jedes Jahr. Der wird auch nicht gefressen, sondern ging in die Biogasanlage, um Hรคuser zu heizen. Doch irgendwie รคndert sich das gerade, das Kozept muss neu gemacht werden. Es war ja auch nicht wirklich gut. Zwar subventioniert, deshalb machen es alle- aber Nahrungsmittel zu verwursten, und dann stattdessen Soja zu importieren? Wir leben nicht von Strom….Es wird wohl umgedacht, angesichts der Kriege und Abhรคngigkeiten. Aber ich glaube noch nicht ganz daran.

Im Bioladen habe ich Gerstenmehl und Buchweizenflocken von Demeter entdeckt. Das sind robuste heimische Pflanzen- gewesen. ich werde das jetzt zum Frรผhstรผck essen.

Da sind die Windmรผhlen, die im letzten Beitrag schon erwรคhnt wurden. Auch die Landwirtschaft ist eine Industrie, und sie erfordert Wissen, Erfahrung, einen groรŸen Maschinenpark. Einen kleinen Traktor hat jeder, der seine Heuballen zum Pferd bringt. Die groรŸen Zugmaschinen befรถrdern Gรผllebehรคlter und Dรผnger, Ernten und Erntegerรคte, im Moment dann Pflanzkolonnen. In Wesselburen gibt es eine Ansiedlung von Roma, die fรผr die Bauern arbeiten. GroรŸe Familien. Der Kohl ist ja das Wahrzeichen der Dithmarscher Bauern. Er ist schwer, so ein Kohlkopf.

Der Ort hat sich verรคndert, und Roma passen sich nicht so gut an. Es hat einen schlechten Ruf. Sonntag werde ich dann vom Kohlosseum berichten. Das Kohlmuseum, wo auch ein Flohmarkt stattfindet.

Ach und der Igel ist aufgewacht.

An der Bahnschranke

Silo, Funkturm, Wasserturm. Das sind die Wahrzeichen, die man auf dem platten Land weithin sieht. Gestern verfuhr ich mich tatsรคchlich in der Altstadt, eigentlich nur drei StraรŸen, weil alles EinbahnstraรŸe ist. Da half der Turm. Und ansonsten ist nun in der Marsch alles voller Windmรผhlen. Auch weiter inlands werden mehr davon aufgestellt, oder auch geplant. Da gibt es dann in jedem Dorf eine Bรผrgerumfrage, und wenn die Mehrheit dagegen ist, geht es erst mal nicht. Dann bildet sich wieder ein Bรผrgerbegehren der anderen Seite. Denn die Gemeinde oder auch die Bauern, auf deren Land die Mรผhle steht, verdient sehr viel Geld damit.

Handymasten, Hochspannungsleitungen, Umspannwerke, Biogasanlagen, Stรคlle. Im Moment wird gepflรผgt und die Gรผlle ausgebracht auf die Felder, sobald etwas Regen angesagt ist. Manche Leute wohnen direkt neben einem Sender oder dem Umspannwerk.

Dann ist die Lage auรŸerhalb des Dorfes doch nicht so toll. Es gibt auch Neubaugebiete. Die alten Hรคuser werden aufgekauft von einem „Investor“, viele Leute mรผssen verkaufen oder sterben weg- und dann kommen da Mehrfamilienhรคuser hin. Hier sieht man , was andernorts schon lรคngst geschehen ist. Eine Art Gesichtslosigkeit. Ich sage ja nicht, dass die verfallenden alten Hรคuser schรถn sind. Aber Hรคuser , sie waren wichtig fรผr ihre Erbauer und Bewohner, sie haben einen inneren Geist, viele stehen leer.

Die Hรผhner dรผrfen immer noch nicht raus? Wegen der Vogelgrippe? Die meisten sehen nie das Tageslicht, aber es gibt ja die Freilandeier, von Hรผhnern, die sonst drauรŸen herumlaufen. Auch die dรผrfen nicht.

Aber trotzdem bin ich heilfroh, nicht mehr in der Stadt zu wohnen und hoffe, das muss ich nie wieder.

Erwachen

Aufwachen morgens um sechs- die Sonne kommt erst spรคter รผber den Horizont. Und nun gehts los mit dem Sรคen und warten, wann sich die ersten Pflรคnzchen zeigen. Es geht los mit dem drauรŸen leben, mit dem wahren Leben. Ich bin wie aufgeladen durch die satte Sonne, der Tag vergeht im Fluge, das ist Glรผck- einfach die Sonne im Gesicht spรผren und all das Grรผn.

Die Schรคtzchen finden es auch so, aber die sind ja nicht so zimperlich wie ich, sie sind immer drauรŸen, sofern es trocken ist. Abgesehen von den stundenlangen Schlรคfchen im eigenen Bett.

Ist das nicht komisch, dass ich auf Yogaรผbungen nur Lust habe, wenn ich sie drauรŸen auf der Wiese machen kann? Aber nach zwei รœbungen fรคllt mir was ins Auge: Ich muss Rasen mรคhen. Ich muss da Wasser nachfรผllen. Ich muss da was …

Buch : Honey

von Victor Lodato, 2024

Dieses Buch hat mich wirklich gepackt. Und zwar nicht aufgrund der Beschreibungen darรผber, denn die haben das fรผr mich Wesentliche weggelassen. Die Hauptperson ist eine alte Dame, die ihre traumatischen Erlebnisse Revue passieren lรคsst und sich vor ihrem Tode damit arrangiert.

Das Dame sein schรผtzt nicht vor Gewalt, Gewalt von Mรคnnern und solcher, die sie geprรคgt hat, in einer italienischstรคmmigen Familie, „der“ Familie, die ihre Regeln auch in Amerika nicht groรŸ verรคndern.

Am Ende stellt sich die Frage,, ob dazugehรถren unausweichlich ist, ob es sogar schรผtzen kann. All ihre Zweifel, ihr Bestreben um Wรผrde und ihr Eintreten fรผr Andere, um besser zu sein- es hat mich quasi verlieben lassen in diese Figur. Ich bangte mit ihr mit, wenn die Schwรคchen des Alters sie einholten. Und dann ist da ein Weg, Wรผrde zu bewahren. Unabhรคngigkeit um jeden Preis, der mir auch bekannt vorkommt. Wo man lieber nicht zuviel Nรคhe zulรคsst.

Das Buch – ich muss meine Schwester fragen, an welcher Stelle sie wohl aufgehรถrt hat, es weiter zu lesen. Das hรคtte ich nicht gekonnt, ich will immer wissen, wie es ausgeht.

Aus der Archรคologie

Aus einem Sonderforschungsbereich der Universitรคt Kiel gibt es hier

https://allesbleibtanders.com/

Ich betrachte allerdings gar nicht so sehr eine Ausprรคgung von Individualitรคt, sondern dass Menschen heute wieder eine Art Stammeszugehรถrigkeit suchen- mit Kleidung, Musik, Essgewohnheit etc. sich von anderen abheben , aber zugleich eine eigene Gemeinschaft bilden. Die ist aber nicht rรคumlich abgegrenzt. AuรŸer auf Festivals und รคhnlichen events. Sie ist auch nicht unbedingt eine Gemeinschaft, die zum รœberleben beitrรคgt. Aber auch solche Gruppen gibt es, die sich mรถglichst autonom abgrenzen wollen vom Rest der zerstรถrerischen oder in Auflรถsung befindlichen Gesellschaft.

Lebendige Jetztzeit

Die verbringe ich gern in meinem geliebten Steinzeitdorf. (Albersdorf, Dithmarschen) Obwohl auch heute noch richtiger Wind weht, ist es gut besucht von Familien, die am Osterquizspiel mitmachen. Man kann auch heutigen Kaffee trinken, BogenschieรŸen und sich manches erklรคren lassen von Teilzeit-Steinzeitmenschen. Vieles , von dem ich leider vergessen habe und immer wieder nachlesen muss.

DrauรŸen gibt es die Jรคger-und die Bauernsteinzeit, sowie einen Bronzehรผgel und echte alte GroรŸsteingrรคber.Drinnen ist eine Sonderausstellung zu den Neanderthalern und Fundstellen in der Gegend, sowie die Dauerausstellung von Fundstรผcken der Epochen.

Und auf der Zeiteninsel sitzt der Wikinger Sven.

Sowohl bei ihm als auch in der Hรผtte am Wasser brennt ein Feuerchen.

Die farbigen Pigmente sind bereit gestellt, um sich eine Bemalung zuzulegen. Das wurde auch schon in body painting Tagen wรคhrend des sommerlichen Steinzeittreffens ausgiebig gemacht. Das findet jedes Jahr statt und da wird experimentell steinzeitliches Gemeinschaftsleben geprobt, mit Arbeiten rund ums Handwerk und mitten im Publikumsverkehr. Immer wieder toll zu sehen, welche selbstgemachten Gewรคnder getragen werden.

Machtlos

Schreibetรผde April 2026, Wortspende: Notwendigkeit-authentisch-dรคmmern, https://365tageasatzaday.wordpress.com/2026/04/05/schreibeinladung-fuer-april-2026-wortspende-von-irgendwas-ist-immer/

Sie fรผhlte sich einfach machtlos gegen diesen fremden Kater, den sie ins Haus gelassen hatte und der nicht mehr von ihrer Seite wich. Vielmehr von ihren FรผรŸen. Ein kampferprobter wilder Kerl, der ihre anderen Kรคtzchen verfolgte. Mit diesen von klein auf Vertrauten gibt es wortlose Verstรคndigung.

Sie lieรŸ eben niemanden hungern, doch immer wollten die Wilden dann das ganze Revier รผbernehmen. Ihr Haus. Ihren Garten sowieso. Als sei es eine Notwendigkeit, Nummer eins zu sein. Ja, ein Alphatier war auch nicht dabei gewesen zur Zeit. Sie wehren sich nicht. Und die Frau- stรคndig half sie beim Flรผchten, รถffnete Fenster und fรผtterte heimlich in anderen Zimmern, um den Kater nicht auf die Spur zu bringen.

Ihr dรคmmerte langsam, dass das ziemlich nach ihrem eigenen Leben klang. Sie wollte nicht kรคmpfen, sich stรคndig zur Wehr setzen mรผssen und war immer im Rรผckzug gewesen. Zwar fauchte auch sie, doch es war wirkungslos. In Wahrheit war sie eine Elfe, im Innern, da gab es einige Anteile, und die wirklich authentischen durfte man nicht immer zeigen. Zu viele Leute bemerkten die gar nicht, oder lรคchelten darรผber.

Das Gefรผhl, nicht sie selbst zu sein, hatte sie auch lange verfolgt. Es gab viel zu lernen von den Katzen. Sie war dankbar, denn wie auch immer – sie musste eine authentische Fรผhrungsperson fรผr diese sein. Die merkten alles, was nicht echt war. Bei den normalen Menschen schien das umgekehrt zu sein. Normal oder neurotypisch, mit denen kam sie nicht so gut zurecht. Aber es war ja auch ganz lustig gewesen, Rollen zu spielen, es gab Sicherheit. An der Oberflรคche, wo man sich dann bewegte. Die wilden Strรถmungen darunter konnten jedoch auch in die Tiefe reiรŸen, es war eine Notwendigkeit, schwimmen und tauchen zu lernen.

Eiderdeich

Auch die Eider hat einen Deich. Er ist nicht so groรŸ wie die am Meer. Aber auch hier von Schafen beweidet und instandgehalten. Das ist hier eine wichtige Aufgabe von Schafherden. Jeder Hausbesitzer zahlt auch eine jรคhrliche Abgabe an den Deichverband.

Ich kann mich nur an einmal erinnern, dass der Deich รผberzulaufen drohte. Da gab es viel Wasser von oben und zugleich war der Ablauf in die Nordsee durch das geschlossene Eidersperrwerk nicht mรถglich, wegen des Sturms und einer Sturmflut.

Heftiger Wind auch heute, ich verschiebe meinen Ausflug. Wind erschรถpft mich sehr, die Augen trรคnen und brennen,

Unser Schaf im Wolfspelz freut der erste Ausflug ans Wasser. Nur keine anderen Hunde da…

Es ist kalt. Im Steinzeitpark kรถnnen sie immerhin Pelzmรคntel tragen, die Menschen, die nun dort arbeiten, um die Besucher zu informieren รผber das Leben in der Steinzeit.

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