Die zehnte Katze

Die zehnte Katze

Neun der bei mir lebenden Katzen sind auch bei mir geboren. Die drei Mütter – auch Schwestern- noch in Spanien. Sie kennen mich vom ersten Tag an. Damals, vor sieben, acht Jahren, waren es schon mal mehr als zehn, sogar mehr als zwanzig, weil so viele gleichzeitig geboren wurden. Dann wurden es nach der Welpenzeit schon weniger. Die roten Katerchen fanden neue Leute, doch die schwarzen nicht. Fast alle sind schwarz. „Die zehnte Katze“ weiterlesen

Lehreinheit

Die Anfragen Ratsuchender in schamanischen Gruppen sind für mich durchaus eine Lehre. Besonders darauf angemessen zu antworten stellt die Prüfung dar. Nun hat man meist sehr wenig Information zu dem Fall, um den es geht, und am Ende einer langen Reihe gut gemeinter Ratschläge, die ich oft als oberflächlich empfinde, die aber beruhigen sollen, gibt es dann plötzlich eine neue Information, die alles ändert.

Also die Frage einer Praktizierenden war, wie sich ein Sänger davor schützen kann, dass andere in seinen Körper sozusagen energetisch eindringen. Es war erst spät davon die Rede, dass es sich um sogenannte death-metal-Musik handelte.

Ich würde also möglicherweise einem selbst Manipulierenden dabei helfen, sich vor den anderen „Bösen“ zu schützen. Oder vor den Geistern, die er selbst gerufen hat…Ich musste schon beinah lachen. Nun ja, ich empfinde manche Musik als Angriff per se, auch wenn ich früher mal selbst punk und anderes hören konnte.

Jetzt also mal meine wertfrei gestaltete Antwort, so hoffe ich. Für facebook natürlich zu lang und unangemessen.

Solche Konzerte stellen eine Möglichkeit für viele Wesen, eine Schwingung zu erfahren. Ich mag die Einteilung in hoch und niedrig nicht so sehr, denn offenbar gibt es Notwendigkeiten für alle. Es geht irgendwie einher mit der Gewalt an Tieren in unserer Gesellschaft, an Erd- und Elementarwesen, dem Töten und dem Besinnungslosen. „Der Tod“ zeigt sich in symbolischer Form. Es mögen Wesenheiten sein, die aus solch tiefer Schwingung kommen oder dazu gemacht wurden. Besonders Betrunkene werden gern von diversen Wesenheiten aufgesucht, sie bilden ja ein Tor.

Alles in Allem geht es wohl mehr um das Unterbewusste, als um Bewusstsein. Und das muss ja seine Plattform haben, dafür gibt es einiges in dieser Welt. Das Unterbewusste wurde von Menschen geprägt. Von ihren Traumata, Erfahrungen, Ängsten, Scham und Schamlosigkeiten, Grenzüberschreitungen, Gedankenformen. Diese Unterwelten können schon ein sehr hässliches Gesicht haben. Vielmehr wurde uns das Hässliche als Bild für Unangenehmes angeboten. Künstler aller Zeiten haben da ihre Hand im Spiel.

Das Unbewusste – davon zu unterscheiden- ist unsere Teilnahme an den tierischen, pflanzlichen, mineralischen, elementaren Prozessen der vitalenergetischen Ebenen.

Der Mensch als Kollektiv wirkt mit seinem Unterbewussten zerstörerisch, manipulativ auf elementare Ebenen ein. Man kann auch sagen, er nimmt damit „Wesensformen“ aus Elementarbereichen gefangen, verformt sie, was sich aber nicht nur in „Umwelt“deutlich zeigt, sondern in den Körpern und allen Prozessen, so dass diese disfunktional werden.

Der Mensch als Kollektiv schafft seine Wirklichkeit.  Da kann man nun von Anderswelt, nicht-alltäglicher Wirklichkeit sprechen, doch tatsächlich wirken  unsere Handlungen dort auf diese Wirklichkeit ein.

Ein frommer Wunsch, zu heilen.

Doch wie sieht es aus mit dem eigenen Unterbewussten? Haben wir uns das schon mal genau angesehen, bevor wir so viel Licht in die Welt senden wollen, dass sie heil wird? Genau das ist der Grund, warum  viel Disziplin, Übung und Prüfung von spirituellen Schülern immer gefordert wurde.

Je mehr wir kämpfen und bewerten, umso mehr verstricken wir uns. Doch ignorieren ist auch nicht der Weg, er führt in Illusionen. Wenn ich so pauschale Aussagen sehe wie: „Schamanen heilen“, dann ist das eine weichgespülte Version der Wahrheit.

Doch auch ich kenne nicht die vollständige Wahrheit. Bin lernend, staunend und auch voller Neugier und Freude auf diesem Weg. „Wacken“ ist ein Phänomen, dass mich schon vorher interessierte. Massenkult, alte Götter hier im Norden….Aspekte für Forschungen!

Kayute 2018

 

Krieger des Herzens

Mein Kater ist gestorben. Einer der Kater, ein Oberkater. Sieben Jahre war er bei mir, ein treuer Begleiter, auch bei uns geboren worden. Krieger des Herzens ist die Bedeutung des heutigen Tages im Tzolkin, Aaj, Ben 6, und ein solcher war Mauzer gewiss! So war es auch der richtige Tag, ihn im Garten zu begraben, nachdem das wegen des Schneesturmes gestern gar nicht möglich war. Er war ein grosser Lehrer für mich. In seinem ersten Lebensjahr wohnten wir auf einem Hof, denn er hatte noch eine Menge Geschwister. Und da gab es einen Rottweiler, eine ganz ruhige. Als die Nachbarin im Holzschuppen Wäsche aufhing, mit ihrem Rottweiler, geriet Mauzer in das große Maul und hatte zwei gebrochene Hinterbeinchen. Von da an kämpfte er mit dem Leben und ich mit ihm. Und er schaffte es. Monatelang konnte er nur robben, und er wollte immer dabei sein! Er wurde gefürchtet bei seinen Mitkatzen, denn seine Kinnhaken mit den kräftigen Vorderpfoten hauten jeden um. Und nachdem die Ärzte ihn aufgaben, wurde er gesund. Er ist die letzten sechs Jahre seines Lebens gelaufen, auf vier Beinen und lernte wieder springen. Er liebte es am meisten, draussen zu sein, kam im Sommer nur zum Fressen. Und wir liebten uns auch. Sobald er kam, meldete er sich lautstark und bekam sofort seine Mahlzeit. Und er konnte den Frühling gar nicht erwarten, voller Übermut! Nun wurde ihm ein Auto zum Verhängnis. Er hat mir gezeigt, dass aufgeben keine Option ist. Dass man immer was draus machen kann, auch wenn es schlecht aussieht. Schwierige Zeiten lassen uns ganz nah werden. Leben ist wichtig.

Kayute 3/2018

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