Gerade habe ich meine älteste Katze beerdigt. Bärchen starb in meinem Arm, sie hat mich 14 Jahre begleitet oder ich sie. Sie war keine Winterkatze, stammte sie doch aus La Gomera, mit ihrer Mutter Muckelchen und 3 Schwestern und ihren 5 Kindern kam sie mit uns nach Deutschland. Sie hatte es hier auch gut, aber ihre Kinder starben alle vor ihr. Alles haben wir erlebt…Das Leben auf der Erde hat auch ein Ende, wissen wir und sind trotzdem so traurig.
Hundetag
Gestern war wieder ein Hundetag. Und es geht immer besser. Ich kenne Shiva schon 3 Jahre, sie ist nun mit acht eine stattliche Owtscharkadame und sie lebt zuhause auf dem Hof auch mit Katzen zusammen. Seitdem der Jagdhund nicht mehr dabei ist, ist es nicht mehr purer Stress. Alles lässt sich arrangieren. Nun, jedenfalls muss Herrchen ab und zu arbeiten und ich darf Shiva ausführen. Sie war den ganzen Tag hier, die drei alten – zahnlosen- Katzendamen sind vorsichtig, der Jungkater gefällt sich im Vorüberstolzieren und der Hund , der zuhause mit einem solchen Kater im Körbchen schläft, möchte immer hallo sagen…
Vorsichtig bedeutet, dass Katze auf dem Schrank sitzt oder auch unauffindbar . Außer spookie, die eben auch sehr neugierig ist. Wir haben ja schon viel erlebt und mit Hunden auch nicht immer schönes. So wie damals, als ein Rottweiler einem solchen Kater die Hinterbeine durchbiß. Lassen wir die alten Geschichten, es war einfach ein übles Trauma, Es dauerte ein Jahr und sehr viel Geld, der Kater lief wieder. Aber nicht dank der teuren medizinischen Hochschule, sondern mit symphtum globuli D8. Wären sie alle noch am Leben, würde sich das unmöglich machen lassen. Jedoch wurde er zwei Jahre nach dem Umzug hierher überfahren. Und da war er auch nicht der Einzige.
Mauzer ruht in Frieden mit 10 anderen Verwandten im Garten, da wo nun ein Pfirsichbaum wächst. Und so gehört der Tod zum Leben dazu. Bei Katzen kann man sicher sein, es kommen wieder neue und das schnell. Traurig bin ich jedes Mal.
Heute früh kam der wilde Kater hereingestürzt, der sich sonst nur draußen füttern lässt, weil er sich einen Tag nicht her wagte. Er ist ein weiß gescheckter, seit Jahren da, vielleicht ja auch vom Bauernhof um die Ecke. Jedenfalls hat er eine große Familie, an der er nicht ganz unschuldig ist. Es gab zwar gerade eine Kastrationsaktion vom Land, doch jeder Tierarzt durfte nur 10 und dann ist nach 3 Tagen das Geld aufgebraucht. Ich sah doch zwei andere weißgescheckte, einer davon riesig die ihm nach dem Revier trachten. Geht das alles wieder los…als Kastrierter hätte er schlechte Chancen und müßte ein Hauskater werden, was ich so gar nicht will. Mäxchen aber ist kastriert worden und ist gar nicht schüchtern, der wird noch richtig groß und stellt sich mit in die Luft gereckten Krallen vor den Hund.
Und von dem anderen Kater lässt er sich auch nichts wegnehmen.
Und manchmal ist so ein Hund doch ein guter Partner.
Kater Mäx
Er wächst. Er erfreut sich des Lebens.
Natürliche Ordnung
Ob es die bei uns Menschen gibt, oder viele davon, kann ich nicht sagen. Bei den Tieren jedenfalls ist eine Notwendigkeit der Rangordnung zu beobachten. Der neu gekommene kleine Kater behauptet sich bei den vier alten Katzendamen sehr geschickt, der alte Kater ist krank und macht gar nichts mehr. Das Foto ist von 2011, als alle seine Brüder und Cousins ebenso winzig waren. Und glücklich bei ihren Mamas aufwuchsen.
Noch wird der Kleine unters Sofa gejagt, weil die Jüngste der Alten eifersüchtig ist auf jedes Spielzeug und jeden Stuhl, den er benutzt. Sie wissen ja nicht, dass er noch größer wird…aber manchmal bleibt auch dann das gelernte Muster erhalten, und der ehemals Kleine kuscht weiter. Es gab aber auch schon mal den zugelaufenen Chico, der sich vom fast verhungerten unterwürfigen zum anhänglichsten verfressensten Oberkater aufschwang, innerhalb von Jahren, bis er dann leider dem Rattengift irgendwelcher Nachbarn zum Opfer fiel. Ja, das Sterben ist nicht leicht mitanzuschauen. Es ist kein langes Leben, bei den Katern.
Gerade wird im Bekanntenkreis ein Platz für einen Bernhardiner gesucht, verzweifelte Familie weil die Hunde sich fetzen. Ähm, ja. Das wäre dann wohl hier der Supergau…das Ende der Ruhe und Gemütlichkeit. Ich liebe Hunde sehr, aber als Rudelführer bin ich nicht so gut. Und wenn die Katzen jetzt schon auf den Teppich pinkeln, na dann…aus Gewohnheit leben wir mit Wegwerfmöbeln, die schon vorher alt waren. Ich sagte dass ich Leute ohne Tiere gar nicht verstehe, da wäre es doch so unlebendig. Aber was ich gar nicht verstehe, ist wenn der alte Nachbar stirbt, und sich keiner des hinterlassenen Katers annimmt. Die Tierheime haben Aufnahmestopp.
Eigentlich brauchen wir nicht noch solche, mit denen in rumänischen Hundesheltern gute Geschäfte gemacht werden. und die dann als überängstliche Hunde hier vermittelt werden. Einen Bernhardiner kann sich ja auch keiner mehr leisten.
Gara
Gara hiess eine meiner Katzen, und sie ist gestern in die ewigen Jagdgründe gegangen.
Und über Gara muss ich unbedingt schreiben, denn sie war so eine besondere Katze. Geboren wurde sie auf der Insel La Gomera, auf dem Sofa von Hawk in La Viscaina, mit 4 Geschwistern, die nun auch alle schon tot sind.
„Gara“ weiterlesenDie zehnte Katze
Die zehnte Katze
Neun der bei mir lebenden Katzen sind auch bei mir geboren. Die drei Mütter – auch Schwestern- noch in Spanien. Sie kennen mich vom ersten Tag an. Damals, vor sieben, acht Jahren, waren es schon mal mehr als zehn, sogar mehr als zwanzig, weil so viele gleichzeitig geboren wurden. Dann wurden es nach der Welpenzeit schon weniger. Die roten Katerchen fanden neue Leute, doch die schwarzen nicht. Fast alle sind schwarz. „Die zehnte Katze“ weiterlesen
Lehreinheit
Die Anfragen Ratsuchender in schamanischen Gruppen sind für mich durchaus eine Lehre. Besonders darauf angemessen zu antworten stellt die Prüfung dar. Nun hat man meist sehr wenig Information zu dem Fall, um den es geht, und am Ende einer langen Reihe gut gemeinter Ratschläge, die ich oft als oberflächlich empfinde, die aber beruhigen sollen, gibt es dann plötzlich eine neue Information, die alles ändert.
Also die Frage einer Praktizierenden war, wie sich ein Sänger davor schützen kann, dass andere in seinen Körper sozusagen energetisch eindringen. Es war erst spät davon die Rede, dass es sich um sogenannte death-metal-Musik handelte.
Ich würde also möglicherweise einem selbst Manipulierenden dabei helfen, sich vor den anderen „Bösen“ zu schützen. Oder vor den Geistern, die er selbst gerufen hat…Ich musste schon beinah lachen. Nun ja, ich empfinde manche Musik als Angriff per se, auch wenn ich früher mal selbst punk und anderes hören konnte.
Jetzt also mal meine wertfrei gestaltete Antwort, so hoffe ich. Für facebook natürlich zu lang und unangemessen.
Solche Konzerte stellen eine Möglichkeit für viele Wesen, eine Schwingung zu erfahren. Ich mag die Einteilung in hoch und niedrig nicht so sehr, denn offenbar gibt es Notwendigkeiten für alle. Es geht irgendwie einher mit der Gewalt an Tieren in unserer Gesellschaft, an Erd- und Elementarwesen, dem Töten und dem Besinnungslosen. „Der Tod“ zeigt sich in symbolischer Form. Es mögen Wesenheiten sein, die aus solch tiefer Schwingung kommen oder dazu gemacht wurden. Besonders Betrunkene werden gern von diversen Wesenheiten aufgesucht, sie bilden ja ein Tor.
Alles in Allem geht es wohl mehr um das Unterbewusste, als um Bewusstsein. Und das muss ja seine Plattform haben, dafür gibt es einiges in dieser Welt. Das Unterbewusste wurde von Menschen geprägt. Von ihren Traumata, Erfahrungen, Ängsten, Scham und Schamlosigkeiten, Grenzüberschreitungen, Gedankenformen. Diese Unterwelten können schon ein sehr hässliches Gesicht haben. Vielmehr wurde uns das Hässliche als Bild für Unangenehmes angeboten. Künstler aller Zeiten haben da ihre Hand im Spiel.
Das Unbewusste – davon zu unterscheiden- ist unsere Teilnahme an den tierischen, pflanzlichen, mineralischen, elementaren Prozessen der vitalenergetischen Ebenen.
Der Mensch als Kollektiv wirkt mit seinem Unterbewussten zerstörerisch, manipulativ auf elementare Ebenen ein. Man kann auch sagen, er nimmt damit „Wesensformen“ aus Elementarbereichen gefangen, verformt sie, was sich aber nicht nur in „Umwelt“deutlich zeigt, sondern in den Körpern und allen Prozessen, so dass diese disfunktional werden.
Der Mensch als Kollektiv schafft seine Wirklichkeit. Da kann man nun von Anderswelt, nicht-alltäglicher Wirklichkeit sprechen, doch tatsächlich wirken unsere Handlungen dort auf diese Wirklichkeit ein.
Ein frommer Wunsch, zu heilen.
Doch wie sieht es aus mit dem eigenen Unterbewussten? Haben wir uns das schon mal genau angesehen, bevor wir so viel Licht in die Welt senden wollen, dass sie heil wird? Genau das ist der Grund, warum viel Disziplin, Übung und Prüfung von spirituellen Schülern immer gefordert wurde.
Je mehr wir kämpfen und bewerten, umso mehr verstricken wir uns. Doch ignorieren ist auch nicht der Weg, er führt in Illusionen. Wenn ich so pauschale Aussagen sehe wie: „Schamanen heilen“, dann ist das eine weichgespülte Version der Wahrheit.
Doch auch ich kenne nicht die vollständige Wahrheit. Bin lernend, staunend und auch voller Neugier und Freude auf diesem Weg. „Wacken“ ist ein Phänomen, dass mich schon vorher interessierte. Massenkult, alte Götter hier im Norden….Aspekte für Forschungen!
Kayute 2018
Krieger des Herzens
Mein Kater ist gestorben. Einer der Kater, ein Oberkater. Sieben Jahre war er bei mir, ein treuer Begleiter, auch bei uns geboren worden. Krieger des Herzens ist die Bedeutung des heutigen Tages im Tzolkin, Aaj, Ben 6, und ein solcher war Mauzer gewiss! So war es auch der richtige Tag, ihn im Garten zu begraben, nachdem das wegen des Schneesturmes gestern gar nicht möglich war. Er war ein grosser Lehrer für mich. In seinem ersten Lebensjahr wohnten wir auf einem Hof, denn er hatte noch eine Menge Geschwister. Und da gab es einen Rottweiler, eine ganz ruhige. Als die Nachbarin im Holzschuppen Wäsche aufhing, mit ihrem Rottweiler, geriet Mauzer in das große Maul und hatte zwei gebrochene Hinterbeinchen. Von da an kämpfte er mit dem Leben und ich mit ihm. Und er schaffte es. Monatelang konnte er nur robben, und er wollte immer dabei sein! Er wurde gefürchtet bei seinen Mitkatzen, denn seine Kinnhaken mit den kräftigen Vorderpfoten hauten jeden um. Und nachdem die Ärzte ihn aufgaben, wurde er gesund. Er ist die letzten sechs Jahre seines Lebens gelaufen, auf vier Beinen und lernte wieder springen. Er liebte es am meisten, draussen zu sein, kam im Sommer nur zum Fressen. Und wir liebten uns auch. Sobald er kam, meldete er sich lautstark und bekam sofort seine Mahlzeit. Und er konnte den Frühling gar nicht erwarten, voller Übermut! Nun wurde ihm ein Auto zum Verhängnis. Er hat mir gezeigt, dass aufgeben keine Option ist. Dass man immer was draus machen kann, auch wenn es schlecht aussieht. Schwierige Zeiten lassen uns ganz nah werden. Leben ist wichtig.
Kayute 3/2018
