Unsichtbar

Noch nicht vorhanden, – die Kugeln zum Weihnachtsbaum. Und tatsächlich, die KI hat mir geholfen. Nachdem ich mich beruhigt hatte, konnte ich die Anweisung überhaupt erst verstehen…und ausführen. Die unsichtbare Intelligenz. Das Problem ist immer, dass ich denke, ich verstehe es sowieso nicht. Unterdessen guckte ich den interessanten Beitrag

https://www.ndr.de/kultur/kunst/hamburg/genie-oder-blender-ard-doku-ueber-wunderkind-leon-loewentraut,loewentraut-100.html

um einen Künstler, von dem ich noch nie gehört hatte. Muss man auch nicht. Ich finde ihn aber sympathisch, abgesehen vom Kunstverständnis. Die Kritiker, nun ja, sie sind wirklich…arrogant. Aber wenn auch ich eben so malen könnte, ich würde ja auf die ganze show kein Lust haben. Dazu muss man schon Ausdauer haben. Ach und ich bin auch nicht mehr up to date, was die moderne Welt angeht. Hu, die Post! Meine neues Buch kommt gerade an! Es heißt: Das Echo vergessener Bücher“, von Barbara Davis. Denn mal tschüss bis später…

Nichts los hier

Von einer echten Schamanin,der ich lange folge, lese ich im newsletter, dass sie den Krebs ohne Chemo und Operation umgewandelt hat. Immer wieder mal höre ich das. Würde schon gern an einem ihrer workshops teilnehmen. So oft fragen wir uns, warum habe ich dies oder jenes „bekommen“ . Sie sieht das so, dass es dem Lernen diente.

Ein wilder Ritt

Eigentlich war es ein sanftes Wochenende, mit vielen Vorhaben allerdings. Ich buk einen Apfelkuchen, denn es kam Besuch mit dem neuen Mieter zusammen. Da wurde immer noch geräumt und eingerichtet und neue Teppiche und so weiter. Leben im Haus ist schön.

Und dann war ich unterwegs, -der letzte Große Flohmarkt auf dem Heider Marktplatz brachte mir allerlei Getier ein- obwohl wegen des morgendlichen Nieselregens weniger Stände da waren. Ich empfand das als sehr angenehm, ich guckte genauer hin und die Weihnachtsmaus wurde mir so nett erzählt, -die muss nun meinen Kuchen bewachen…

Es nähert sich das Fest namens Halloween, dessen Auswüchse ich nicht ganz begreife. Was man da so sieht, hat mitnichten mit der Ehrung der Toten und der Ahnen zu tun! Offensichtlich gruselt man sich hierzulande vor denen. Und das auch noch gerne.

Und genau deshalb treiben sich deren Geister noch in den heimatlichen Gefilden herum. Sie wollen ja gesehen werden. Viel schöner ist da doch der Besuch in historischem Gemäuer, ein Altes Internat in Lunden, wovon ich schon einmal berichtete. Frauke Materlink veranstaltete wie jedes Jahr ein kleines Kunstevent , gemeinsam mit anderen Künstlerinnen aus Südkorea und Norwegen. Es drehte sich um den allgegenwärtigen Kohl. Die schönen jungen Frauen hatten sich etwas ausgedacht und dazu ein wunderbares Essen gekocht, wir saßen am langen Tisch mit anderen Menschen, bekamen erklärt, wie Kimchi gemacht wird und sogar noch ein Glas davon mit nach Hause. Ein so herzerwärmendes Ereignis!

Anschließend ging es noch weiter in den Nachbarort Lehe. Dort gab es ein Apfelfest auf dem Hof Nordstern. https://hof-nordstern.jimdofree.com/aktionen-auf-dem-hof-nordstern/Direkt draußen am Deich gelegen, wo uns der Wind um die Nase blies und im Stall dieser liebevolle kleine Markt ausgerichtet war von Steffi Mahmens. Dort traf ich manche bekannte Gesichter wieder, denn das ganze war in unserem Helferkreis gepostet worden. Es wird noch einen Weihnachtsmarkt im Stall geben. Besonders aufgefallen sind die Kerzen!

Es gibt doch immer etwas, was man noch nie gesehen hat, auch lustig. Wer glaubt, er sieht hier Eisbecher vor sich, hat geirrt. Es sind Duftkerzen, die nach Eisbecher duften und man würde sie am liebsten aufessen.

Eben Kunst in allen Facetten an diesem Tag…Ich war so richtig froh, auf den Deich zu laufen, wo man natürlich nicht das Meer sieht, nein die Landgewinnung hat diese Deiche zu Inland gemacht. In der Ferne der Deich der Eider.

Am Abend hatte ich dann tatsächlich Migräne, die erste seit langer Zeit.Es war dann doch zu viel des Guten! Das macht aber nichts. Die Homöopathie- in diesem Fall Belladonna , hilft sofort. Ich erstand noch einen Krimi von Fred Vargas, eine meiner liebsten Krimiautorinnen, und habe nun Tage mit Schmökern und Blätter fegen vor mir.

Bratapfel, Eichenblätter

Was kommt mit dem Herbst einher- das Blätterfegen. Vor allem die Eichen vom Dorfdenkmal werfen nun ihr Blätterkleid ab und es wird immer in unsere Straße geweht. Nach und Nach. Da diese Blätter nie verrotten, finde ich sie noch im Frühjahr zwischen den Büschen.

Der wilde Kater sitzt im zugedeckten Strandkorb, nun ja. Den ganzen Tag. Nachts ist er in der Waschküche. Er mag Menschen nicht zu nah und kommt erst rein, wenn ich schlafen gehe. Ein Glück, denn Martha, die sich letzten Winter eingeschlichen hat, sie war schon eine menschenerfahren Katze, sie mag ihn nicht, aber kämpfen wollte auch keiner wirklich.

Er heißt, wie alle meine vierbeinigen Besucher , Amigo.

Ein gelungenes Herbstessen- der Bratapfel. Oh je, der angestoßene Teller.

Ich fegte also die Blätter, als es zwischendurch aufklarte. Der Sturm ist mal wieder vorüber, der Vollmond heute früh, und es wartet eine lange dunkle Weile. Ich las auch gleich wieder zwei Bücher, jeden Tag eines.

Das erste war ein Archäologenkrimi, eine Gattung, die ich sehr gern mag. Man erfährt auch immer was Neues. Aber er war so klein, dass ein Tag dafür reichte. Eine Autorin mit drei Pseudonymen!

Das nächste -irgendwas mit Orangenhain- eine Verlust-und Liebesgeschichte, sind sie doch immer beides. Sonst wäre sie ja nicht interessant. Und nein, ich lese nicht Rosamund Pilcher und auch nicht Nora Roberts, obwohl sie überdurchschnittlich auf dem Dorfflohmarkt vorhanden waren. Wie kann man so viele Bücher schreiben!

Ich ließ mich zu einem Bildband über Fabeltiere und Dämonen überreden, nur zwei Euro, die Leute sind so froh, wenn sie etwas loswerden. Und ich finde es bemerkenswert, tolle Bilder, Geschichte und natürlich aus der Ansicht heraus, dass alles der Phantasie entsprang. Nun ja. Zumindest im Schamanismus wird mit den drei Welten gearbeitet, und nicht nur dort wird eine Unterwelt angenommen, sondern ich denke, die längste Zeit der Menschheit war das wohl so. Einhörner und Drachen sind heute sehr beliebt.

Es handelt sich hier um Erzengel Gabriel als Herrscher des Firmaments, (Palechmalerei, um 1700, aus Fabeltiere & Dämonen, Die phantastische Welt der Mischwesen,Heinz Mode, Edition Leipzig 1973)

Ach! Palech ist ein Ort der Ikonenmalerei, sieh an. Da wurden Märchen illustriert.

Geschichten sind wahr und Wahrheit ist ohnehin ein Gut, welches eher ohne Worte existiert. Es ist nicht weniger geworden, das Fabulieren. Wenn man sich Computerspiele und moderne fantasy anschaut, dann findet man sie dort alle versammelt, die Wesen.

Alte Bücher, Altes Handwerk

Nun doch noch einmal einen Karl May Band in den Händen zu halten….wie kleingedruckt, wie ausführlich die Landschaftsbeschreibungen und die Indianerromantik…Ich habe sie alle verschlungen als Kind. Irgendwie spielte es keine Rolle, dass es da nur Männer gab. Das was sie taten, wollte ich auch erleben. Mit dem Wissen, dass Karl May nie dort war, und seine Bücher im Knast schrieb, möchte ich das nicht wieder lesen!

Die Romantik hat sich mancherorts gehalten ungeachtet der Tatsache, das echte Indigene es immer noch schwer haben in ihrer jeweiligen Heimat. Auch sind so einige zu uns gekommen um uns zu unterrichten, über Wurzeln, die uns bereits unbekannt waren.

Zu den Dingen, die unsere Vorfahrinnen taten, gehört das Spinnen und Weben, und so habe ich einen Anlass, über Ellie zu berichten, die sich jährlich mit einem Kreis Frauen zum Wolle spinnen trifft.

Im Freilichtmuseum am Kiekeberg ist ihre Wolle und mehr auch zu erwerben. Man kann dort mitmachen bei Vorführungen und ich glaube , auch Akkordeon spielt sie wieder mit Lieder singen zur Weihnachtszeit. Ellie ist ein vielseitiges Talent und sie bringt es unter die Leute!

Sie hält die Kunst unserer Vorfahren in Ehren, nicht nur im Museum, sondern ganz lebendig.

Das andere Buch, das mir gebracht wurde, von Fanny Hurst, ( Seitenstraße des Lebens, 1961, Bertelsmann Lesering) dreht sich wohl um das Thema der Frauenrolle und war für Frauen. Aber wir lasen eben auch Karl May. Die einen durften alles, – die anderen nichts, um nicht in Verruf zu geraten.

Nun, der Ruf war uns irgendwann egal, aber doch nicht ganz. Je nachdem, wo frau lebt.

In den indigenen Kulturen waren diese Unterschiede noch vorhanden.

Farben im September (25)

Eine challenge von AMORAK

Die Weihnachtsbaumtasse! Ein als kitschig belächeltes Geschenk, das ich aber jeden Morgen für meinen Tee benutze- weil es sich gut umfassen lässt, ohne aus der Hand zu rutschen. Woran man so denken muss mittlerweile…Der Tee ist roter Roibos.

Und das Licht—überirdisch! Im Herbst mit der tiefer stehenden Sonne ergeben sich doch allerlei herrliche Anblicke. Weder Schatten noch Spiegelung, was ist das denn? Prisma? Transparenz. Gefärbte Transparenz. Daraus sich neue Formen abbilden…

Wilder Sturm

Der Sturm tobt seit heute Nacht ums Haus, doch das Wochenende war noch schön und sogar ein Flohmarkt fand statt. Daneben war so viel los, dass ich gar nicht hinterher komme. Erst die Eröffnung des Kunstgriff, kein sonderlich schön gestaltetes Event, eben vom Landrat im Kreishaus Heide, naja. Da hingen aber doch tolle Bilder, von jedem der teilnehmenden Künstler eines, es gab die Broschüren mit den Terminen in den einzelnen Ateliers über die nächsten zwei Wochen.

Wir gingen anschließend noch auf das Platten release Konzert einer Band, allerdings trieben mich die Raucher in die Flucht. Am Sonntag ging es weiter mit dem Flohmarkt und der ersten Atelierausstellung in Nordhastedt mit einer Lesung von Blaue Feder.

Dies war eine Gesamtausstellung „vielerlei federfein“von vier Damen, und befaßte sich mit Vogelabbildungen ganz verschiedener Art. Sehr liebevoll und zart, im Bild zuerst die Pastellzeichnungen von Regina Trog. Meine Fotos sind durcheinander geraten…

Begeistert haben mich die Textilarbeiten von Susanne Linnig, die gestickt und genäht, mit Federn, Steinen und Glitzer bestückt, einfach wunderbar mit den Geschichten zusammengehen, die man per QR Code abrufen konnte, oder eben in der Lesung anhören, oder auf youtube.http://www.youtube.com/@blauefeder6065

Ja, es gäbe noch viel mehr zu sagen. Da habe ich nun auf der Liste so viele Künstler, die ich gern sehen würde. Aber das an zwei Wochenenden? Ich werde es nicht schaffen. Es stehen noch andere Dinge auf dem Programm, unter anderem der Besuch der Messe Weite Horizonte in Eckernförde. Außerdem zieht oben in der Wohnung der neue Mieter ein. Seit 2 Jahren wohnte ich wieder allein im Haus.

Nun, was wäre das Leben ohne Herausforderung und Anregung.

Es ist so schön bunt und wieder alles auf einmal…

Denk mal

Heute ist der Tag des offenen Denkmals https://www.denkmalschutz.de/denkmale-erleben/tag-des-offenen-denkmals.html. Das weiß ich nun von einer Freundin, die im Museum arbeitet . Heute wird sie dort sein https://www.lueneburger-heide.de/service/sehenswuerdigkeiten/253/moisburg-muehlenmuseum-moisburg.html

in der Wassermühle und sie bietet dort Mitmachaktionen rund um Wolle an, Filzen, Spinnvorführung und anderes. Einmal werde ich über die tolle Ellie Beyer schreiben, was sie alles macht.

Ich bin aber weiter nördlich- und werde heute eine Lesung besuchen mit Ausstellung. Ach, zuerst noch der Straßenflohmarkt in Tellingstedt. Dann geht es weiter nach Nordhastedt ins Gemeindehaus. Das Besondere ist, dass es eine wordpressfreundin ist, die dort ihre Geschichten und Bilder vorstellt, gemeinsam mit ihren Mitkünstlerinnen. http://blauefederhome.wordpress.com/

Normalerweise sind diese ja über die halbe Welt verteilt, Griechenland, Indien und England, und ich lese gern, wie sie anderswo leben. Doch hier eine so ganz in der Nähe zu finden, ist auch schon toll. Natürlich gibt es hier eine Menge Künstlerinnen, wie wir auf der Eröffnung des diesjährigen Kunstgriff sehen konnten, etwa 150 Anwesende, schätze ich. Doch von ihr wußte ich ja nun schon, was sie macht. Und für mich ist das Besondere, dass sie den spirituellen Hintergrund in ihrer Kunst übermittelt. Und so wunderbar Natur und Stoffe/Textilien einwebt und überhaupt alles zusammenwebt mit dem Schreiben und den Geschichten.

Na, also witzig war das schon, dass sie mich gleich auf dem Parkplatz erkannte.

Ich bin hier wie Viele eher anonym und mit Künstlername unterwegs, aus gutem Grunde nennen manche nicht ihren Wohnort, denn wir schreiben viel privates und aus unserem Innersten. Den Menschen aus meiner Nähe gebe ich den link nicht oft. Denn ich bin ehrlich und brauche diesen Raum, um das zu äußern, was ich nicht jedem erzählen will….und dann aber doch wiederum jedem, der es wissen will.

Ich weiß, wie mutig es ist, sich mit seinen Werken zu präsentieren. Meine letzte Ausstellung ist lange her und ich schlief die ganze Nacht nicht vorher, obwohl Freunde die Rede hielten …diesen Stress muss ich meiden, deshalb lasse ich es. Doch der Traum vom eigenen Buch- wer hat den nicht geträumt von uns….ich freue mich schon auf Blaue Feder und will gerne ein paar Fotos machen.

Unerklärt

So ist das mit der Kunst-nicht so einfach zu verstehen, und jeder kann etwas hineininterpretieren. Darum gefällt sie mir. Ich habe wieder Hilma af Klint in der Wohnung hängen, in klein natürlich.

https://www.arte.tv/de/videos/109358-199-A/stadt-land-kunst/ In dieser Sendung fand ich ein paar gute Erklärungen dazu, die mir neu waren. Doch, dass es spirituell ist, weiß ich. Und ich male manchmal ganz ähnliche Sachen, Kreise, Wirbel, das kommt ganz von selbst aus dem Handgelenk. Wir könnten ganz naturalistisch malen, aber wozu. Dennoch- so etwas in 2×3 Meter Größe und daraus mein Leben werden zu lassen, das wäre mir dann dochzu ernsthaft. Ich bewundere solche Determination. Ein deutsches Wort dafür fällt mir nicht ein.

Meine Bildchen sind Zustandsbeschreibungen, mehr wollen versetzt mich in Stress, den ich einfach nicht mehr aushalten will. Ja das kann dahin führen, dass das Leben kleiner wird und enger. Aber mir angemessen.

Nichts Besonderes, ist das erleichternd, nichts Besonderes sein zu müssen. Allen Ernstes war das in unsere Erziehung eingewoben, die Kś sind was Besonderes. Tja, da konnte ich nur noch anders werden, besonders gut jedenfalls nicht.

Ich muss sagen, seitdem mag man mich vielleicht auch. Ich finde es wunderbar irgendwo dazu zu gehören, umarmt zu werden, ohne dass ich irgendwas tolles gemacht habe. Es gibt zwar das Gegenteil, man darf nicht Herausragen, Auffallen, Angeben, usw. Das scheint im Norden und in diesen evangelisch kirchlich geprägten Gegenden wirklich unbewusstes Credo: sei bescheiden, sei arm, sei still und brav. Ich weiß das von meiner Oma. Aber Stolz, den gibt es hier auch sehr. Auf das, was und wer man ist. Fleißig auf jeden Fall, muss so. Und das war Hilma af Klint, dafür muss man große Bilder schaffen.

Webseite erstellt mit WordPress.com.

Nach oben ↑