nun, das ist diesmal einfach, aber da ich den ganzen Tag ausruhen will, sind das die kleinen Spaziergänge um den Block, Playa calera im Valle Gran Rey, la gomera. Vieles sieht marode aus, so als hätte es bessere Zeiten gesehen. Das stimmt aber nicht für die Insel. Es ist einfach so, dass die Natur hier Macht hat, die Hitze es auch anstrengend macht, Alte Bekannte, 15 Jahre nicht gesehen, erkennen mich auch nicht auf den ersten Blick wieder. Mancher hat sich hier am Felsen festgekrallt, fest entschlossen nie wieder weg zu gehen.
ich verstehe es, aber den Preis wollte ich nicht zahlen. Ich zahlte den anderen…das Fernweh, das Heimweh ist, nach 5 Jahren etwa siedelt man sich anderswo fest und bleibt doch…
Tee im apartamento
Viele Spanier, die derzeit noch hier Urlaub machen, sind oft komplett tätowiert….weil man viel nackte Haut tragt. Ich habe zum Glück keine einzige.
Ein Gemeinschaftsgarten am Rande, ein uralter Bus seit ewig in der Plantage, besitos … Küsschen vom deutschen Bäcker…die Flut ist da am Nachmittag.
und dann die Wandbilder aus la calera. Voller Geister .
Es macht mir Lust selber wieder zu malen, ganze Wände voller Träume oder auch Albträume. Hier ist beides, Licht und Dunkel, Feuer und Wasser. Ich lebe und atme alles ein …
Der alte Fischer blickte auf das Meer hinaus. Das Licht verhieß nichts Gutes. Es versickerte einfach hinter einer Wand aus Sand, der die Luft durchsetzte. Die Sonne war nur noch eine milchige Scheibe. Der Wetterumschwung war in den Knochen zu spüren, heißer Wüstenwind trieb alles vor sich her.
Touristen hatten sich schon am Geländer aufgereiht, um in die ankommenden Boote zu blicken. Der Fang war recht abwechslungsreich, sogar große Thunfische sind dabei. Oben auf dem Kai werden die Handys gezückt.
Fisch in Kisten mit Eis verladen, Handgriffe, die ein langes Leben kannten, rauhe Worte, Lachen, Zigarettenstummel. Die Handkarren werden zur Genossenschaftskühlung geschoben. Im angrenzenden Cafe läuft der Fernseher, erhitzte Gemüter liefern sich Wortgefechte auf dem Bildschirm sowie davor.
Ganz Spanien ist auf den Beinen wegen dieses Massenansturms auf Ceuta. Und wir sind ja so nah dran auf den Kanaren. Tragödien auf der ganzen Welt. Hier bewältigt man mit stoischer Ruhe seinen Alltag, geht sonntags in die Kirche und zum Flanieren mit den Kindern.
Man kennt seine Wurzeln.
ps: Die Ureinwohner von La Gomera sollen von Berberstämmen Nordafrikas abstammen.
wo enden die Wurzeln und beginnt der Stamm? Sie greifen nach Raum zum leben. Dieser Baum wurde in vielen Jahren gestutzt, beschnitten, obwohl er der einzige ist, der an der Mauer der Promenade etwas Schatten gibt. Womöglich war das aber auch der Grund. Die falschen Leute saßen in seinem Schatten.
Viele von den Hippies sind nicht mehr da, andere im greisen Alter kehren ein, um die alten Zeiten wiederzufinden. Aber sie sind weg.
Die Wetter wechseln hier schnell wie die Gezeiten, und doch geben die Erfahrungen uns die Wurzeln. Ich bin hier, um Schönheit einzuatmen und mit den Fußsohlen zu erlaufen. Schwitzen. Farben. Wasser. Was hart ist, war einmal flüssig und formte die gewaltigen Gesteine. Und immer greifen die Wellen zu und Umformung geschieht weiter. Wir können sie nicht anhalten .
Natürlich wusste ich, dass es der zwölfte war. Weil es doch so eine wichtige Sonnenfinsternis gab, die genau zum Zeitpunkt unserer Meditation ihren Lauf nahm. Ich hatte keine Brille, um hineinzuschauen, und wir saßen am Kastanienbaum und trommelten. Die Tauben gurrten leise. Stimmen bei Nachbarn, irgendwo. Ein Hund bellte. Gegenwärtigkeit macht ganz glücklich.
Aber ich war auch weit gereist mit dem science fiction Roman (Haus der Sonnen) Das war nun wirklich so spannend, und so komplex und voller Überraschungen, dass man es für möglich halten könnte, die Welt zum gesamten Weltraum geworden, entweder Millionen Jahre vergangen oder noch in der Zukunft. Das mag ich, offene Möglichkeiten.
Die 12 Fotos des Tages machte ich jedenfalls nicht.
Aber jeden Tag mache ich etwa drei Fotos, habe auch einiges für die Reise vorbereitet, nur die Schuhe, das wird schwierig. Wer nimmt denn vier Paar Schuhe , wo man eher ohne laufen möchte. Aber ich weiß das schon, harte Steine und die Füße tun immer weh.
Melde lernte ich heute kennen. Das ist wieder so witzig, denn in dem Roman waren die Personen einer Familie Gentian alle nach Bachblüten benannt. Und eine hieß tatsächlich Melde. Diese Familie bestand aus Klonen und man rechnete die Zeit in Millionen von Jahren, konnte sie aber auch biegen , damit lange Strecken kürzer erlebt wurden. Es gab so viel Wunderliches.
Wären sie Pflanzen gewesen, so wäre das normal! Und da hat man sicher Schwierigkeiten, mit den Erinnerungen, 6 Millionen Jahre….Und dann holen einen alte ganz alte Fehler ein, von denen man gar nichts weiß! Uns passiert es manchmal in Träumen, Menschen von ganz lange her tauchen da lebendig auf. Vielleicht ist das unser Weltraumgedächtnis.
Meins ist da stehengeblieben. Immer auf der letzten Reise, obwohl sich ja seither vieles verändert hat. Und nun zur 19 Millionen Jahre alten Insel, wobei es verschiedene Schichten jüngeren Datums gibt. 80 Prozent Steilküste. Nur ist der Reiseführer auch schon in die Jahre gekommen, und dass es dauerhafte 25 Grad celsius gäbe, ist ein Märchen. Im August hat es mancherorts ebenfalls 40 Grad.
Diese Töne werde ich dann auch aufnehmen. Einzigartig und vergißt man nie! (Pardela heißt er auf La Gomera) Ein Albatross also.
In diesem schönen video kann man es sehen: Wie wichtig das Wasser, die Heimat und die Landschaft ist für die Menschen, die dort leben. Der Filmemacher macht sonst Aufnahmen von den katholischen Festen und Zeremonien, die auch archaisch anmuten. Es ist kaum möglich, einem dieser Feste zu entgehen, wenn man auf der Insel weilt.
Früher war das hier an der Westküste von Schleswig-Holstein, das Ende der bekannten Welt. Ganz früher. Und zugleich war es auch anderswo. Irgendwie endete sie am Meer, die Welt, besonders auf den Inseln. Auf La Gomera, Canarias, zog ein heftiger Sturm durch namens Therese. Alerta- Alarm und unglaublich viel Regen, wodurch Natursteinmauern einstürzen, Felsbrocken auf die Straßen fallen und so weiter.
Ups das ist der falsche Artikel. Aber es wird ihn keiner lesen, ist nur eine Quellenangabe. Es war einige Jahre nämlich so trocken dort, dass es wieder Wasserprobleme gab. Daher freuten sich alle über die Wasserfälle, bis sie zu reißenden Strömen wurden.
Ein Foto hat mir ein Freund gesendet, der oben am Berg wohnt. Leider hat es ein copyright. Ich zeige ein altes Foto von mir, 2019.
Ein beliebter Touristenweg wurde offenbar zugeschüttet mit Felsen, und ein bisschen freut es mich auch, denn die Natur sorgt für die richtigen Verhältnisse. Es ist doch so, dass leider die Leute, die da lang laufen, eine Menge Dreck hinterlassen. Da freut mich auch ein solches Projekt https://proyectolibera.org/que-es. Man muss ja auch den Müll irgendwie von der Insel schaffen, eine Kläranlage haben sie immer noch nicht! Man will eigentlich gar nicht wissen, wie es auf Teneriffa aussieht, wo so unendlich viel mehr Menschen hinfahren, immer nur für eine Woche- so wird es angeboten und es bringt doch so überhaupt keine Erholung, denke ich…
Aber ungefährlich ist es nun nicht , auf den Wegen zu wandern. Die Einheimischen haben gut funktionierende Feuerwehr und Notfallhilfe, kennen die Verhältnisse. Immer wieder gibt es Unfälle und falsches Verhalten. Man kann es gar nicht genug schätzen. Ich höre öfter davon, dass sie dies und jenes nicht tun, was notwendig wäre. die Behörden.
Aber wenn ich videos schaue, von manchen Deutschen, die dort jahrelang leben, dann muss ich mich schon wundern, dass die Gomeros dort so gar nicht vorkommen in ihrem Leben. Die mögen nämlich die „paradiesische“ Hippieszene nicht so besonders, im Allgemeinen. Diese Ausrufe des Paradieses kann ich schon gar nicht mehr hören- es gibt das nicht. Nicht, wo andere für dich arbeiten und deinen Müll wegschaffen. Auch in Indien ging es mir so, es gibt diese Mehrklassengesellschaft dort und ich fühle mich nicht wohl damit. Wogegen man sich wohl daran gewöhnt, im Lauf der Zeit.
Hier ist das ebenso, unser Müll wird wo immer hingeschafft. Immer mehr Plastik. Danke für die Natur. Auch in unseren Dörfern wird im Frühling aufgeräumt.
Ellie sendet wieder Bilder aus Marrokko. Und es gibt neue Aufnahmen von der Gomera street band, die jedes Jahr im Februar auf der Plaza spielen. https://www.youtube.com/watch?v=oMl7vxFISfg
Auf der Suche nach Schildkröten öffnete ich meine kleinen Schatzkisten, die nur für mich Wertvolles enthalten. Erinnerungen, Steine, Ringe. Ererbtes von meiner Mutter. Flohmarktketten. Zu vielen könnte ich eine Geschichte erzählen. Den Gedanken bekam ich von Cynthia durch ihren Beitrag https://cynthiaphilebrunn.wordpress.com/2026/02/07/anker/
Unter den Steinchen befindet sich auch Feuerstein und winzige Lavasteine aus La Gomera. Und was ist denn dieses Gehäkelte, winzige Täschlein mit Kräutern drin….davon gibt es fünf, die ich als meine Schilde entwarf. Schilde im schamanischen Kontext sind so etwas Magisches. Die sind auch viel größer, wohl. Ich machte auch noch einmal welche aus Filz, als ich am entsprechenden workshop von Sonia Emilia rainbow teilnahm. Auf meiner Seite https://beingalive.jimdofree.com/ gibt es Fotos zu sehen.
Schilde dienen dem Schutz, doch auch geht es da um den eigenen Prozess. Wir holen sie nur zu Ritualzwecken heraus. Und sonst sind sie im Medizinbündel oder eben in der Schatzkiste.
Etwas Besonderes ist der Kristall. Kristalle bewahre ich anders auf, am Licht. Es gibt auch noch Körbchen mit Steinen für Aufstellungen. Und dieser Eine,- den habe ich selbst gefunden.Ich glaube es war Selenit, im bröckelnden Vulkangestein am Hang des Tunnels. Auf der Insel lassen sich so manche geologische Wunder entdecken. Zeit wird man dafür brauchen und Kenntnis. (Das Buch : Mineralien der Kanarischen Inseln, von Rudolf Franz Ertl habe ich schon mal vorgestellt)
Irgendwie wird in ihnen Zeit aufbewahrt.
Gestern stellte ich mir eine Gruppenreise vor, aber eine, auf der jeder macht, was er will.
So, wie die Steine, Heilsteine, Metalle, alle verschieden durch unterschiedliche Prozesse geformt, sind wir doch auch. Manche sind in kunstvoll geschnörkelte Schmuckstücke eingelassen. Aber unser Rohmaterial ist das, was uns mit der Erde verbindet, mal abgesehen von der Eigenwirkung. Ich habe mir heute den Herkimer ausgewählt, natürlich kein echter Diamant. Den gibt es nur an einem einzigen Ort der Erde. Ich hatte ihn schon öfter verloren, verlegt, vergessen. Einmal wurde er mir sogar nachgeschickt nach einem Auszug, da hatte ich ihn unter dem Kopfkissen gelassen, wo er jede Nacht lag.
Meine Verbundenheit mit der Erde ist stetig gewachsen, und damit wurde ich selbst auch immer vollständiger. Reinigen lassen sich die Schmuckstücke auch energetisch mit Salz. Dies ist ja ebenfalls ein Erdenkristall und die habe ich in großen Stücken aus Pakistan, vielleicht nicht so teuer wie das edle Himalayasalz. Es ist genauso rosa und salzig.
Das Pendel ist vielleicht aus Staub gemacht. Wäre es Kristall, hätte ich den vermutlich schon kaputt gemacht…ich trage es nämlich ständig bei mir, obwohl ich kaum Fragen stelle. Es ist mein Anker. Sogar im Traum kommt es vor, als Verbindung zur echten Welt. Im letzten Traum kam aber doch tatsächlich erstmals ein handy vor!
Wieder lag ich in dieser Nacht eine Weile wach, und dachte über mein Leben nach. Über das vergangene: diesmal waren die neunziger dran. Ich war wie ein Blatt im Wind, oder eher eine Feder, die sich aufwärts in die Lüfte erhebt? Immer wieder Neuanfänge, Versuche, Verzagen, Träume, neue Begeisterungen.
Man sagt ja, wenn Leute sterben, würde das Leben in Sekunden vor ihrem Auge vorüberziehen. Ich frage mich, wie es das schaffen will. Vielleicht muss man vorher damit anfangen. Oder manche Menschen werden sehr alt, damit das alles Zeit hat, ins Archiv abgelegt zu werden. In der Akasha-Chronik soll s ja eh alles gespeichert sein, das ist beruhigend. Man erfährt dann nach seinem Leben, was man alles bewirkt hat mit seinen Taten – und Gedanken.
Die Träume waren wild. Und dann begab ich mich an den Playa del Ingles, und war wahrhaftig am Strand. Kein Traum. Mein Herz füllte sich mit Freude. Ich hörte die Wellen, sah die Gischt sprühen, wenn das Wasser mit Wucht an die Felsen schlug. Ich spürte den schwarzen feinen Sand an den Zehen, ich begann zu tanzen, ich flog und war mit den Delphinen im Wasser. Eine Visualisierung, die aber von selbst geschah.
Es ist nämlich so, dass ich mittlerweile Angst bekomme vor der langen Reise. Ich bin immer gern geflogen, ich mochte es schon, am Flughafen zu sein, an den Häfen und all die Reisenden zu erleben. und doch ist es ziemlich anstrengend geworden. Ich bin kein Mensch für zwei Wochen Urlaub. Ich bin der Mensch für oneway-Tickets und Abenteuer- gewesen. Brauche ganz viel Zeit.
Ich wollte da bleiben und nicht zurück müssen, denn ich denke schon jeden Tag dann ans zurück müssen, bevor mein Herz sich wagt, dort einzulassen. Und alles ist ein wenig von Trauer gefärbt, über das Vergangensein des intensiven Erlebens, das mal gewesen ist. wie mit der alten Liebe, die man sich nicht mehr hervorholen kann. Da denke ich so manches Mal: ein Glück, dass ich mit dem nicht zusammenblieb.
Dann wäre so vieles Neues nicht geschehen.
Ein Tagoro auf der Insel La Gomera, Kanaren. Sie sagen, ein Dreschplatz der Ureinwohner. Oder vielleicht auch ein heiliger Platz, ein Ort der Versammlung?
Die Gegensätze sind doch faszinierend- bei uns ist alles eingeschneit, so richtig. Meine jungen Katzen finden es toll- sie rasen herum und spielen im Schnee. Die Ältere mag es gar nicht.
Und dann bekomme ich das Bild gesendet, von einem Freund. Das ist der dunkle Strand, playa del Ingles auf La Gomera und es strahlt Wärme aus.
Aber in der Tat finden sie es dort auch kalt, man friert dann schon bei 17 Grad. Ich finde 10 Grad schon warm. Es hat mit der Gewöhnung des Körpers zu tun. Nun, an das Schneeschippen gewöhne ich mich nicht mehr gern. Ich bin kein Mensch für den echten Norden, wo immer Schnee liegt. Aber raus muss ich, die Vogelfuttersäulen aufhängen, denn am Abend soll wieder Sturm kommen.
Der Fasan war schon da, er ist ja nicht zu überhören. An den Spuren erkennt man auch das Rehböckchen, sie finden nichts mehr. Ich habe die Äpfel wieder ausgegraben. Und Kürbis. Allerdings friert das alles ein und ist steinhart.
So schön die Idee ist, den Winter über zu verreisen, sogar möglich auf einmal- aber wer sorgt dann für die ? Nee, auf einem Flughafen wollte ich jetzt auch nicht festhängen. Meine Freundin düst diese Wochen nach Marokko…ich gönne es ihr, denn sie arbeitet im Sommer hart. Dann gibt es wieder schöne Bilder zu gucken…
Mein Geburtstag war immerhin gemütlich, vier Gäste hatten den Weg gefunden, im Schneckentempo. Man muss ja von einem anderen Dorf anreisen, und nicht immer ist alles geräumt. Es schneit ja weiter.
Manch einer kommt dann lieber mit dem Trecker. Da sind sie hart im Nehmen mit der Kälte. Es gab dann eine Hühnersuppe passend zum Winter. Und neue Bücher. Einen Kuchen aus den eigenen Boskop-Äpfeln.
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