Das wahre Heim

Vor langer Zeit las ich einen buddhistischen Text mit diesem Titel, vielleicht war es von Thich Nat Han, doch ich weiss es nicht mehr genau. Ich las es immer wieder, weil es so wahr war.

Mit dem Begriff Heimat konnte ich nie etwas anfangen, weil ich meine Wurzeln nicht hatte. Ich beginne zu ahnen, dass diese Wurzeln tief in der bäuerlichen Lebensweise liegen, der meine Grosseltern noch angehörten. Es gibt Heimat, mit den Bäumen und Tieren verbunden zu sein, die Wolle der Schafe zu riechen und zu berühren. Es gibt Heimat, die Beeren zu pflücken. Und dann nicht irgendwelche Bäume. Es ist der den du kennst, den du jedes Jahr beobachtest, der dich nährt. Und daher suchte ich in Orten, wo sie so lebten, wo die alten Damen Feuerholz sammeln, wo die Hühner leben und dergleichen. Und immer war ich nur Gast. Es war eine Erinnerung!

Lange bin ich umhergezogen, und sammelte Traurigkeit an, wenn ich vertrautes wieder verlassen musste oder wollte. Sogar die Wörter sind verwandt! Das Trauen muss ich erst wieder lernen. Ich traute mich immerhin in die Ferne, doch den Wurzeln nicht. Da liegen all unsere Traumata aus der Familienlinie, aus den Ursprungsländern, denen wir auch zugehören, ob wir wollen oder nicht.

Das wahre Heim lag nach der buddhistischen Lehre so gar nicht auf der Erde, und da wollte ich eigentlich hin…zu diesem dahinter, beyond. Doch das Geheimnis ist, es ist immer da….wenn man hindurch findet durch die Wirren. Sich trauen ist schon ein guter Anfang.

Auf einmal ist es da, die Berührung und das was meine Grossmutter bedeutete. Werte, die in meiner Kindheit Wert verloren, wir waren modern und wussten alles besser. Und so verloren wir. So verloren ich war in der Welt.

Selbstschutz

Ich bin so erleichtert, dass diese Impfpflicht erst mal vom Tisch ist! Und nicht nur ich. Welch ein Druck sich da in Vielen angestaut hatte! So ein Schlaumeier hat noch vor derAbstimmung gesagt: „Es gibt eine Pflicht zum Selbstschutz!“ Ja, genau….

Es gibt einen Instinkt und einen Willen, zum Selbstschutz. Aus eben diesem Grunde wehre ich mich gegen Fremdeingriffe. Aber eine Pflicht? Moral scheint ja nie zu helfen, sie hält wohl keinen davon ab, seine Gesundheit zu ruinieren. All diese Suchtmittel, an denen der Staat grossartig mitverdient: die nehmen Menschen auch leider häufig aus einem Bedürnis nach Selbstschutz. Wer will richten, was richtig ist? Sie sollen ja funktionieren, das ist ja auch Pflicht. Was hier schon ganz gut funktioniert, das ist die Unterdrückung der eigenen Bedürfnisse, auch der des Körpers. Es wird ja verlangt. Körper aber funktionieren so nicht, weshalb es auch viele Kranke gibt.

Nun hat dieser Schlaumeier wohl noch gesagt, wir könnten nicht verlangen, dass alle ihre Freiheit aufgeben, um einige wenige Gefährdete zu schützen. Wer hat das überhaupt verlangt? Ich nicht. Keiner der Älteren, die ich kenne, hat das verlangt, und sicher auch nicht die Grossmütter, deren Enkel sie im Heim nicht mehr besuchen durften. Ich wehre mich dagegen, dass über 60 bedeutet, man sei gefährdet. Das ist wieder so eine Schublade im Kopf von Moralisten, die offenbar nichts vom Leben wissen.

Viel wahrscheinlicher ist es schon, dass mit dieser ganzen Konstruktion Kontrolle und Lenkbarkeit der Masse verstärkt werden sollten. Hat funktioniert, oder? Seit Tagen darf ich einkaufen ohne Maske vor dem Gesicht, ich freute mich darauf: doch ich bin die einzige Kundin ohne! ich finde das unfassbar.

Angst und Selbstschutz, – Psychiater Bonelli spricht da von einer kollektiven Zwangsneurose. Doch von Verbogenen und Neurotischen werden wir schon immer regiert. Warum denen trauen?

Hier gibt es eine neue Staffel der französischen Therapeutenserie: Und es geht um die Pandemie!

https://www.arte.tv/de/videos/102958-002-A/in-therapie-staffel-2-2-35/

Ky 2022

Ausnahmemenschen

Manchmal denke ich, dass ich mein Leben mit Menschen verbracht habe, die anders sind. Menschen, die sich auch nicht anpassen konnten, was das miteinander auskommen immer schwierig machte. Aber nur diese verstehen doch, was ich meine. Gestern kam eine Freundin vorbei und brachte eine Tasche voller alter Bücher mit, von denen ich mir welche aussuchen sollte.

Und das erste Taschenbüchlein, welches ich herausholte: es war der erste Roman von Anais Nin: Leitern ins Feuer. Wie sehr ich mich darüber freue! Anais Nin war meine erste Seelenverwandte ( abgesehen von Karl May und Huckleberry Finn ), sie fand in meiner Jugendzeit die Worte, die ein Innenleben, ein Seelenleben beschrieben. Worte, die es sonst nicht gab. Tagebücher, geheimnisvoll, empfindungsvoll.

Das ist lange her und noch mehr zu ihrer Zeit, da war auch sie ein Ausnahmemensch. Selten wird man verstanden. Aber es hilft, sich selbst zu verstehen.

Was fand ich noch in der Tasche? Es war Marguerite Duras „Der Liebhaber“, ebenfalls eines dieser Werke, die ich geliebt hatte, und welches später auch verfilmt wurde.

Und „Die Rose von Jericho“, Sergio Bambaren, kenne ich nicht und werde ich vielleicht auch nicht lesen mögen. Oder doch? Es handelt vom Alkoholismus, ein Thema das ich für immer hinter mir gelassen habe, Jahrzehnte. Ich wäre nicht einer dieser hilfreichen Leute, die anderen dabei helfen, daraus auszusteigen. Ich gehe ihnen aus dem Weg. Es schmerzt, Betrunkene zu sehen, zu erleben.

Verachte ich sie, verachte ich auch etwas von mir.

Aber bin ich noch, was ich mal war? Nö. Viele Leben in einem, wie Inkarnationen, die an einem vorüberziehen in einer Rückführung, alten Fotos, wie eine Fremde scheine ich mir da. Ich bin anders.

Ich habe soviel dazugewonnen.

Ky2022

Heide

Meine Kleinstadt heisst Heide. Es gibt eine große Kirche und daneben einen riesigen Marktplatz. Weil sich dort einst die Bauern trafen, ist diese Stadt entstanden. Um diesen Marktplatz ziehen wir Montags abends als Spaziergänger mit einigen Menschen. Zum ersten Mal, seit wir das tun, ist es um 19.00 Uhr hell. Wir sehen uns. Ansonsten ist die Stadt schon ausgestorben, so gut wie niemand anders sieht uns. Doch darum geht es uns nicht nur. Hier sind Freundschaften entstanden, als man nirgendwo hindurfte. Es sind ein paar alte Hippies eher als sogenannte Rechte hier. Und ganz normale Leute. Menschen mit Ängsten. Es gibt angeregte Gespräche. Einmal waren wir etwa 400, nun nicht mal mehr 100 Leute, selbst die Antifa, die immer an der Ecke stand, hat aufgegeben, uns für wichtig zu halten, und die Polizeibegleitung war immer nett, doch auch nicht mehr (nie) notwendig.

Nach etwa einer Stunde im eisigen Wind stehen alle um den Kandelaber in der Mitte des Platzes, dort singt die Singgruppe noch ein Lied. Sie tragen T-Shirts mit einem umgedrehten Peacezeichen. Dieses ja auch eine aufstrebende Rune ist. Das hat eine tiefere Bedeutung. Es wird vom Peacezeichen gesagt, es sei schon verkehrt worden und somit ins negative gedreht. Wir sind im Norden, es passt. Ansonsten gibt es keine Plakate, keine Pfeifen oder Fahnen.

Vor der Kirche steht dieser Brunnen mit einer Statue des heiligen Georg, der den Drachen tötet. Kunst ist hier noch regional. Einfach. Er stößt den Speer in den Rachen des Drachen. Ich hörte vor kurzem den schönen Spruch: „Wo Drachenmord, kein Liebesort“. (Andreas Krüger). Da könnte was dran sein!

Als Geomantin beachte ich so etwas und beobachte es.

Diesen Montag also kam die kleine Prozession der Spaziergänger an dem Drachenmord vorüber, wie immer im Kreis, und oben auf dem Brunnen standen zwei sehr kleine Kinder, ein Mädchen und ein Junge, die waren bis oben geklettert, während sich die Familie im nahe gelegenen Imbiss befand. Sie winkten uns fröhlich zu und riefen: Das haben wir ganz alleine geschafft! Wir winkten zurück, ohne Masken auf den Gesichtern. Ich habe so eine Tarotkarte: die Sonne. Da stehn genauso zwei Kinder und winken.

Es gibt Hoffnung im Leben, finde ich. 3/2022

Buch: zum Frauentag

Ich bin froh damit, eine Frau zu sein. Und dies hier ist ein wichtiges Buch, das beste was ich seit „die Wolfsfrau“ von Clarissa Pinkola Estes entdecken konnte.

Weibliches Manifest

von Maitreyi D. Piontek

Allinci Verlag Schweiz

Neue Matrix

Das ist Realität!

https://www.deutschlandfunkkultur.de/virtueller-raum-aufsicht-gesetze-100.html

Dem Autor dieses Beitrags kann man immerhin antworten: ja, was man tun kann: den virtuellen Raum kann man verlassen, seinen Avatar löschen….

Allerdings, nachdem ich den neuen Matrix resurrection Film gesehen habe, bin ich mir da nicht so sicher. Er ist nicht so erfolgreich wie die früheren Matrix Filme, die ich überhaupt nie ganz verstanden habe, und ebenso geht es mir mit dem neuen. Die Ebenen auseinanderzuhalten ist nicht gerade leicht, ich bin nicht aus der virtuellen Generation. Aber etwas Übung mit Ebenen und anderen Welten habe ich schon. Die echten, die wurden nicht von Meta erschaffen und verkauft. Mit Bewusstsein ist es aber so: es lässt sich steuern. Glaube erschafft.

Das einzige Problem ist, dass Menschen sich gern was vormachen lassen anstatt es selbst zu machen: sie lassen sich so weit täuschen, dass sie glauben es zu erschaffen. Sind sie der Avatar oder noch sie selbst? Die Frage ist wesentlich für den Matrixfilm, und geht weit über das hinaus, was der Rundfunkbeitrag aufwirft. Ich glaube, da der heutige Mensch langsam mit nicht mehr passenden Identitätszugehörigkeiten konfrontiert ist, möchte man ihm die natürlich anbieten…das ist ein globales Phänomen, an dem sich sicher die Macher gut bereichern können, während alle eine Verarmung der Vorstellungswelt und der echten Welt erleiden. Und es erschafft Kontrolle.

Das zentrale Thema für mich; die Menschen wollen nicht sie selbst sein, sie mögen sich nicht und möchten anders sein….so wie es ihnen vorgespielt wird. Sie wollen nicht mehr echt sein.

Ja, das kenne ich, viel zu viele Jahre meines Lebens habe ich etwas versucht zu sein, Rollen auszufüllen, etwas zu werden….

Leben aber, Leben wird nur das Echte. Avatar ist ein Begriff aus der Religion. Er bezeichnete ursprünglich eine Verkörperung eines Gottes, der reinen göttlichen Energie. Welche Ironie. Das weiss ja kaum einer.

Ky 2022

Hunde

Der Mensch hat die wilden Tiere ausgerottet? Er hat keine Feinde mehr. Sagt man. Ich denke, der hat seine Bestien nun selber erschaffen. Ich schaute mir die Seite eines Tierheimes in der Großstadt an.

Das sah aus wie die Liste der Hunde, die gefährlich sind. In jedem Falle sind es aber die Züchter und Halter, die das sein können. Seit ich selbst einen Herdenschutzhund kenne, dem es gut geht und der Glück hat, auf dem Land zu leben, interessiert mich das. Ein toller Hund!

Ich stellte mir nur mal vor, die würden im Falle von Unruhen und Chaos alle frei kommen und Rudel bilden. So wie die verdrehten Menschen auch, von denen noch ein guter Teil mit Hilfe von Suchtmitteln und Medikamenten ruhig gestellt ist, dann hätten wir eben diesen science fiction Film, in denen immer gleiches passiert: der Mensch wird ausgerottet von sich. Aus Angst. Es sei denn da käme so ein Held. Und wenn wir das jeder sein müssten? Ist nur so ein kleiner Film in meinem Kopf. Mit geistiger Kraft jedenfalls kann man Hunde beruhigen, so wie früher manche das mit wilden Tieren machten und Meister konnten das.

Verbinden mit der Erde und den elementaren Kräften. Könnte auch bei unsichtbaren Feinden helfen.

Tiere sind unsere Begleiter und Meister, sie sind da, damit wir lernen. Oder , mit einem Zitat gesagt aus dem Roman: Lost in Fuseta, (Holger Karsten Schmidt) , wobei ich es nicht wiederfinde, es könnte ein Zitat eines anderen Meisters sein: „Das Leben an sich hat keinen Sinn. Es hat immer genau den Sinn, den wir ihm geben.“

Außenseiter

Ich hatte mir vorgenommen, mal wieder in normale Medien und Kultur hineinzuhören. Da dachte ich, die Literaturtipps auf Deutschlandfunk Kultur sind doch genau das Richtige. Aber irgendwie auf sehr subtile Weise wird da eben eine Auswahl angeboten, ….wie soll ich sagen? Ist es nicht ein wenig abstrakt, intellektuell überheblich, wie die Gesellschaft da vorkommt? Ich höre die Vorstellung des Buches: „Dahinter, dazwischen, daneben“ von Jonas Engelmann, eine Art Kulturgeschichte über Außenseiter.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/dahinter-dazwischen-daneben-von-aussenseitern-und-sonderlingen-dlf-kultur-6cd454db-100.html

Nun habe ich mich Zeit meines Lebens als Außenseiterin empfunden, oder auch so gelebt, und in diesem Buch werden immerhin einige erfolgreiche Außenseiterkünstler genannt, die das eben durch diesen Status wurden. Aber die meisten werden doch eben nicht erfolgreich, vielmehr abgelehnt oder abgeschoben.

„Außenseiter“ weiterlesen

Vision Board

Eine Freundin aus England fragt in ihrem chat, wie wir uns Deutschland vorstellen, wenn es so wäre wie wir es haben möchten. Also es sollte quasi eine vision sein, die eine positive Miterschaffung der Zukunft wäre. Die Frage brachte mich ordentlich ins Grübeln. Erst einmal konnte ich mir Deutschland kaum getrennt von allem anderen vorstellen. Dann stelle ich mir normalerweise etwas persönliches und bergrenztes vor, aber viel häufiger sehe ich was kommt, und das hat so gar nichts mit meinen Wünschen zu tun. Es kommt was kommen muss. Ich kann in meinem geschützten Rahmen und mit meinen Gedanken und Handlungen kreieren. Das Bild was ich sah: Apfelbäume. Das ist einmal der Wunsch nach Natur und einfacher Lebensweise. Ich will nicht Anteil einer Nation sein, die sich mit Rüstung und Gift ihren Wohlstand absahnt auf Kosten aller.

Doch ich dachte an Forschung und Wissen, an Tagebuch-Archive und Literatur, an einiges was durchaus wert wäre, hier einen Ort des Lernens zu erschaffen, allerdings ganz anders als bisher. Ich hatte früher schon mal Visionen von Kristallstädten in denen wahre Meister wandeln. Also nicht die Art Naturwissenschaftler, die heute so wichtig scheinen, jene die alles nur auseinandernehmen. Geisteswissenschaft, Sprache, Bilder und das Lernen von den ganz Alten- von den Sternen, den Völkern da draussen im Weltenraum, – der Körper als Heiligtum, das ist meine Vision die nicht ganz klar von mir mit Inhalten gefüllt werden kann. Dafür können die Apfelbäume auch stehen- als Bild der Erkenntnisse in Hülle und Fülle…oder etwa für Avalon, die Apfelbauminsel? So ist es mit den Visionen. Man kann sie interpretieren. Ich lerne meist so, dass mir zufällt, was ich als Botschaft bekomme. Vielseitig. Spontan. Durch das Leben.

Ich erinnere mich nun daran, ein vision board für das nächste Jahr zu schaffen, eine collage mit Bildern, Worten, und dem was ich mir vorstellen kann. Denn erstaunlicherweise hat sich jenes, welches ich zu Anfang diesen Jahres machte, recht gut erfüllt mit Leben! Und danach sah es erst so gar nicht aus! Es ist wohl das Geheimnis, die Magie: Dass man selbst dieses Bild immer wieder anschaut, mit Liebe, Energie und Kraft erfüllt, und Wege findet, sie zu verwirklichen.

Darum geht es auch in dieser Frage.

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