Parallelwelten

Mir scheint, dass ich in einer anderen Welt lebe als andere. Das war zwar schon früher so, doch seit ich kaum noch Radio höre, und fernsehe schon gar nicht (außer gute Spielfilme, und archäologische Dokumentationen), ist es als würde da eine Maschine ihre Rädchen drehen ohne mich. Ich bin schon nicht mehr im Erwerbsleben, ich habe keine Kinder, ich lebe in einem Luftschloss. Doch war ich immer vielseitig interessiert und hörte Beiträge über Kultur, über internationale Vorgänge. Nun schalte ich das Radio nur noch für Musik an. Und heute, (NDR Info) ich lerne dass der Autor des Kinderbuches „Die Raupe Nimmersatt“ verstorben ist. Das ist eine ungewöhnliche Meldung, für die stündlichen Nachrichten, wo es doch weit ernstere Themen gibt. Man könnte da gewisse Parallelen ziehen, wie es doch in Parallelwelten so üblich ist. Die Raupe ist jedenfalls nicht mit ihm verstorben, und sie wälzt sich weiter durchs Unterholz.

Ob sie wohl je ein Schmetterling wird? Sie scheint es zu hoffen.

In der Serie „Fringe“ gab es einige Folgen, in der die Personen in eine Parallelwelt -durch einen irren Wissenschaftler ausgelöst, natürlich, die Filme sind voll von ihnen- katapultiert wurden, in der ihnen vertraute Personen leben, die aber nur so aussehen. Sie sind anders, sie sind böse, und sie wollen, soweit ich mich erinnern kann, von den Doppelgängern, dass sie dort bleiben als Ersatz.

Viel science fiction wurde schon Realität. Ausser die Helden, die es dort immer gibt. Die das Schlimmste verhindern.

Ich betrachte das Impfen von kINDERN unnötigerweise und mit unbekanntem Ausgang als ein Verbrechen! Ich sehe, dass diese ihr Leben wieder leben wollen, müssen, doch durch diese als Lösung angepriesene Falle zu sehr beeinflusst sind, um eine gute Entscheidung zu treffen.

Für die möglichen Folgen ist dann nachher niemand verantwortlich zu machen, man wird es sehen. Im Film kann ein Held nur etwas erreichen, wenn die Katastrophe bereits eingetreten ist, das ist ein Nachteil.

In unserer Welt, oder äh, also deren Welt werden Helden verhaftet, gefoltert, umgebracht.

Und da gibt es noch die geistige Welt, die Anderswelt, in der sich jahrzehntelang geschulte Menschen bewegen können, um Zukunft zu erschaffen. Doch können sie es nicht für alle tun, sondern alle müssten es tun. Bewusst anstatt unbewusst ihre Ängste zu Wirklichkeit zu machen.

Leider ist das, obwohl in unzähligen Kinderbüchern beschrieben, nicht gelernt worden.

Ky, 2021

Sun Spirit Keys

Das ist das erste Bild der Sun Spirit Keys, die ich mit einem Freund bereits vor 12 Jahren geschaffen habe. Die elf spielt eine große Rolle, es geht nämlich mit den seitengedrehten Zahlen los von 1 bis 11 und andersrum wieder zurück , also aus dem Spiegelraum. Ich werde sie jetzt einzeln hereinbringen. Einige davon kommen in Marlan´s Story vor, die Geschichte findet ihr bei meinen Beiträgen ganz oben. Es sind zeitlose Botschaften für diese Zeit…2012-2021

Dogma

Ich habe da mit jemand zu tun,- ein harter Knochen. Ich beiße mir mal wieder, die Zähne aus. Nun ist aber Schluß! Ich habe ja schon mal über Abwehr geschrieben, über Verletzlichkeit und dieser Dinge mehr. Es wäre manchmal nötig, dass das Gegenüber diese seine eigene erkennt, und auch merkt, dass er mit mir eigentlich seinen eigenen verletzten oder verletzlichen Seelenteil ablehnt und weit weg wünscht, er kann mich einfach nicht ertragen.

Und es ist nicht mein Vater, obwohl der auch so ist.

Es herrscht auch so eine Art von Dogma, das nicht ideologisch ist, oder doch?- jedenfalls wird es in der ganzen Gegend so weitergegeben. Glück ist was für Weicheier, oder so ähnlich. Die Identifizierung mit dem harten Leben ist so groß, dass man stolz darauf ist. Die Verletzungen sind dann letztendlich körperlicher Art. Es werden auch andere ordentlich beleidigt, grob beschimpft, herabgewürdigt, vor allem sollten sie sich erlauben, es besser zu haben oder besser zu wollen.

Und die Frauen sind auch so. Sie sind wie Männer. Sanftheit und Anmut, das wäre schon zu viel. Die sollen zu was nütze sein. Und den Mund halten. Und sobald sich jemand wirklich mal hübsch macht, ist das übertrieben, das ist fehl am Platze, sich herauszuputzen, eingebildet und was sonst. Es wird gelästert was das Zeug hält. Das Leben auf dem Lande, von dem so viele träumen in der Stadt, weil man ja angeblich frei ist. Heute ist das! Nicht in den fünfziger Jahren.

Frei ist man auch in einer Großgemeinschaft nicht, einem Wohnprojekt, von dem einige wieder träumen, da wo man ja Gleichgesinnte hätte. Das ist nicht wie im Bilderbuch. Landarbeit, Tiere versorgen, das ist hart.

Vielleicht geh ich doch noch mal weg.

Film: Beforeigners

In der ARD Mediathek gibt es derzeit eine norwegische Serie mit dem Namen „Beforeigners“ zu sehen. Auf englisch würde das sowas wie : fremd sein bedeuten. Doch der norwegische translator sagt: Vorzeichner. Also eher so etwas wie Vorfahren, oder vorherige Herrscher. Doch schon verwandt, die Sprachen.

https://www.ardmediathek.de/ard/sendung/beforeigners-moerderische-zeiten/staffel-1/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL2JlZm9yZWlnbmVycw/1/

Nun, in dieser Geschichte entsteht durch das unerklärliche Auftauchen von Menschen aus älteren Kulturepochen eine sogenannte multitemporale Gesellschaft, in der diese Steinzeitler, Wikinger oder christlichen Fundamentalisten aus dem Mittelalter integriert werden sollen in die moderne Lebensweise.

Doch sind sie sich nicht unbedingt gegenseitig gewogen und unerledigte Konflikte aus der Vergangenheit flammen wieder auf. Die Idee des Filmes ist ziemlich genial, finde ich, erinnert zwar einerseits an die multikulturelle Thematik der Gegenwart mit so unterschiedlichen Kulturen, doch hier ist der Fokus eher auf den Norden gerichtet. Auf der anderen Seite denke ich natürlich gleich an die Philosophie der Inkarnationen und das damit verbundene Karma, wie es ja in großen Weltreligionen gelehrt wird. Am Ende der ersten Staffel stellt sich heraus, dass offenbar auch in die andere Richtung- die Vergangenheit -gereist werden kann durch ein ominöses Zeitloch.

Dies alles ist mir nicht so unbekannt, habe ich mich ja schon lange mit new age und schamanischen Reisen befasst, habe eigene frühere Leben und Tode gesehen, Orte an denen ich denke schon gelebt zu haben, und habe auch Jahre in Asien unter Menschen gelebt, für die das alles völlig normal ist. Ich bin offen und halte vieles für möglich. Es gibt das Werkzeug, geistig in die Vergangenheit zu reisen, um etwas zu heilen, oder die Erinnerung zu verändern, um die Gegenwart zu verbessern.

Da kommt mir der Satz von Gor in den Sinn: was nicht erledigt wird, kommt morgen wieder auf den Tisch. Im folgenden video spricht er Klartext wie immer, man muss vielleicht etwas einsteigen in die Denkweise, ich finde ihn einen guten Lehrer, auch wenn er eigene Ausdrücke prägt, was mühsam ist, aber seinen Sinn hat, um alte Dogmen zu vermeiden.

https://www.youtube.com/watch?v=kkRaXoVmj_I

Der Film aus Norwegen ist kompliziert , Spannend, bietet sehr klasse Seherlebnisse, für Alle, die Mittelalter und Steinzeit, vor allem auch wikinger lieben, sowieso! Odin hat auch wieder einige Anhänger im Norden! Bestimmt gibt es noch eine Fortsetzung. So wie für uns alle im Leben…diesem oder den folgenden.

co) Kayute 2021

mARLANS sTORY

Marlan wandert in einer unbekannten Zeit und sucht ihre Weggefährten. Dabei wendet sie an, was sie im Laufe der Jahre gelernt hat, spirituelle Lehren tauchen auf, werden beleuchtet, doch zum Überleben dient die eigene Wahrnehmung der Natur, das Vertrauen in die innere Fähigkeit des Sehens und Vertrauen in das Geführtwerden durch Situationen der Orientierungslosigkeit hindurch, und den großen Sinn hinter dem Ganzen.

Die gesamte Geschichte mit Fortsetzung findet sich jetzt auch auf https://beingalive.jimdofree.com/


Und

sie ging los, in Richtung Süden. Die Erde hatte sich geschüttelt und nicht viel war an seinem Platz geblieben. So wie die Tiere sich ihr Fell schütteln und die Tröpfchen nach allen Seiten fliegen, hat sie ein paar Winzlinge auf der Oberfläche durcheinander gebracht. Die Frau hatte graues Haar, doch sie fühlte sich jung. Es war, als sei ein neuer Morgen angebrochen, auf den sie lange im Dunkel gewartet hatte.

„mARLANS sTORY“ weiterlesen

Fuchs

Wann sieht man schon mal einen echten lebendigen Fuchs aus der Nähe? Ich hatte heute das Glück, denn dieser Fuchs wurde offenbar mit einem Hund aufgezogen und saß an der Leine mit Frauchen vor der Tür meines Tierarztes. Das ist übrigens ein toller Dorftierarzt, aber Füchse sind nicht so oft dort zu Gast.

Und weil es ja keinen Zufall gibt, las ich gestern doch dieses Buch, von Cornelia Funke, „Reckless“, (Steinernes Fleisch) Nach den Märchen der Gebrüder Grimm, und Grimm hiess auch , glaube ich, die danach konzipierte Fernsehserie, an die ich mir noch schwach erinnerte. Es gab da viele Wesen, Gestaltwandler und eine Frau, die sich in einen Fuchs verwandelte.

Das Buch, eine Ausgabe von 2010, hatte diese Tierfrau Fuchs als eine der Hauptpersonen und ich fand die Geschichte sehr großartig, spannend und aus Sicht einzelner Figuren vielschichtig erzählt. Der Fuchs ist in unserer Kultur ein wichtiges Wesen gewesen und davon ist leider nicht mehr viel vorhanden. Ganz im Gegenteil, ist die Jägerschaft schon viel zu lange dabei, das Tier zu eliminieren. Dieses Buch übrigens erzählt die Anderswelt, in die Jacob und Will durch einen Spiegel gelangen, so ganz und gar nicht nett wie in den bereinigten Kindermärchen. Es ist eine gefährliche und böse Welt und ohne so manches Zaubermittel wäre auch Jacob, der sich schon besser auskennt, verloren. Die Fuchsfrau ist seine Gefährtin. Das hat nichts mit der Krafttier-romantik zu tun, die heute in manch esoterisch angehauchten Stuben üblich ist. Ich denke, dies ist dem Schamanismus, dem Wilden und Authentischen sehr viel näher. Ach ja, und Schneewittchen wurde gar nicht gefunden…die liegt da noch verwelkt in ihrem gläsernen Sarg….

Fuchs weiss nicht recht, ob sie lieber um der Liebe willen ein Mensch oder doch der Sicherheit wegen ein Fuchs bleiben möchte. Sie muss sich nicht entscheiden, das ist der Vorteil. Denn Fuchssein bietet Vorteile in einer wilden Welt. Und noch etwas hat mich an dem Buch sehr fasziniert: Es gab eine Spezies aus der Inneren Erde, die Goyl, deren Haut aus Stein bestand und sie konnten Menschen in solche verwandeln. Die Metapher allein ist sehr klar, doch auch die Bilder von Jaspis und Jadegesichtern, von Onyx und anderen edlen Gesteinen machte lebendig, dass es sich bei der Mineralwelt ebenfalls um Leben handelt. Intelligentes Leben. Ich muss sagen, am Ende des Buches wäre auch ich mit dem einen Bruder in der Anderswelt geblieben, statt in die normale Menschenwelt zurückzukehren. Denn beide zugleich scheinen da nicht zu existieren. Für mich jedoch ist beides real, vorgestellte Welten sind existent. Mein innerer Film aber sieht ganz anders aus, als der realisierte im Fernsehn. Deshalb sind mir Bücher so viel lieber, solche Bücher, die Bilder hervorrufen können. Die Illustrationen der Autorin sind ganz nebenbei eine Freude. Natürlich, sie ist eine weltbekannte Bestsellerautorin. Aber doch so wie …eine Verwandte irgendwie. Und dann war da heute dieser Fuchs, so als seien die Welten wohl doch ganz nah dran…

co) Kayute 2020

Roman

Ich lese gerade „Die Heilerin von San Marco“, von Marina Fiorato. 2012.

Ein historischer Venedig-Roman, wie so viele.

Nur, dass es hier gleich darum geht, wie die Pest absichtlich in die verfeindete Stadt gebracht wird, nun das ist ja eine abscheuliche Verschwörung des Sultans ,…selbstverständlich gibt es die nur in der Fantasie, im Roman, keinesfalls kann es das in der Geschichte gegeben haben, nicht wahr. Oder warum sind solche Ideen heutzutage als absurde Theorien verfemt….dennoch ist die Geschichte tatsächlich voll von Intrigen, Lügengebilden,Kriegslisten, ja selbst das trojanische Pferd soll es doch gegeben haben und es wurde auch viel darüber geschrieben und in der Schule gelernt, damit, ja, die Menschen irgendwas draus lernen?

Buch: Drachenmeer

von Nancy Farmer, Weltbild 2004, Originaltitel: The Sea of Trolls

Dieses ist ein Jugendbuch, was ich aber erst ziemlich spät gemerkt habe. So dicht und spannend war es gleich, dass ich sofort in die Geschichte hineingezogen wurde. Man erfährt viel über die Nordmänner und wie deftig es bei ihnen zuging. Die Mystik der isländischen Welt wird grossartig eingewoben. Oder umgekehrt , ein Weg des Erwachsenwerdens wird eingewoben, indem wir am Leben und der Sicht von Jack teilhaben, der von einem alten Barden zum Lehrling ausgewählt wurde und nun mehr schlecht als recht in ein Abenteuer geworfen wird, das seine Kenntnisse weit übersteigt. Dennoch, sind wir mit ihm am Ende sehr viel klüger und mutiger und wissen, worauf es wirklich ankommt.

Das erstaunt mich immer wieder an den Jugendbüchern: Dass so viel echte Weisheit darin verborgen ist. Es geht ja nicht nur um Unterhaltung, ein solches Buch zu schreiben ist viel schwieriger und die Autoren machen sich die Mühe, mit Archetypen, die als Vorbilder gelten können. Zum Vergleich kann ich heranziehen: Drachenromane von Markus Heitz, auch grossartig und bunt, bedient sich auch alter Quellen, alle Geschichten sind im Grunde alte Mythen. Dennoch folgt Heitz nicht dem Weg des Helden, wie er z.B. im Tarot bildlich wieder gegeben wird. Alle alten Archetypen kommen auch dort vor. Sie beginnen mit dem Erwerb von Werkzeugen, dem Hineingeworfenwerden in eine Aufgabe, fremde Welt, das Durchqueren des Tunnels, der Unterwelt und der Hilfe überirdischer Kräfte, wenn man denn den Zugang zu ihnen findet. Dann wird der erfolgreiche Held oder die Heldin am Ende nach Hause zurückkehren und dort mit Respekt aufgenommen.

Allerlei gruselige Wesen säumen diesen Weg von Jack. Wir erleben seine Zweifel und Ängste mit, und wie seine Mitstreiterin von einem traumatisierten Kind ohne Freunde und Familie zu einer geheilten Persönlichkeit wird. Und das, indem jeder mit den Werten der andersartigen Gesellschaft ins Reine findet. Denn die noch andersartigere Welt von Jötunheim, dem Land der Trolle, macht es nötig.

Sehr gut gefallen hat mir die Beschreibung der Erdmagie, die dort ganz im Norden sehr stark ist, und mit der Jack umzugehen lernt, wobei es klar wird, dass zuviel davon für Menschen auch schädlich sein kann. Dieser Beruf, mit der Erdmagie als Barde oder Skalde dem eigenen Dorf oder Volkzu dienen, wird realistisch dargestellt, das kann ich aus einer eigenen Ausbildung zur Geomantin so sagen.

Im Grunde ist diese Geschichte selbst so eine Art von Ausbildung darin, aber es wird natürlich in der Reihe: „Phantastische Welten“ geführt, so dass bloss niemand auf die Idee komme, da sei was Wahres dran!

Wir müssen solche Bücher haben!

co Kayute)

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