Isarnho

Entlang des Weges auf dem sogenannten Knick, einem Wall, der die Wiesen begrenzt, steht eine Reihe dieser kraftvollen Eichen. Sie sind die Nachfahren des Eisenwaldes, die ganze Gegend war einst dicht bewachsen mit den Eichen, dem Eisenwald Isarnho.

Ich spüre einen starken Kraftstrom durch den Stamm fliessen. Ich danke den Bäumen, die unseren Ahnen die Balken für ihre Häuser gaben, für unsere Häuser. Ich danke für die Masten der Segelschiffe, und für die Scheite, die ihre Feuer wärmten. Ich danke für alle, die vielleicht vergassen, danke zu sagen.

Und vor der Zeit des Waldes gab es eine Zeit ohne Wald. Da war die Zeit der Rentierjäger, eine Tundra, und sie zogen mit den Herden gegen Norden, als hier mit dem Wald, dem wärmeren Klima eine andere Besiedlung begann.

wir könnten auch von ihnen lernen.

Geomantisches Nähkästchen

So habe ich meine videos genannt, die ich ab und zu auf dieser playlist einstelle. Ich muss sagen, in meinem Nähkästchen sieht es echt bunt und wild aus, und so geht es mir auch, wenn ich anfange etwas zu erzählen. Ich muss mich schon zusammenreissen, ruhig zu sitzen..was war mein Thema?? Aber ich habe selbst gemerkt: da ich viel Zeit habe, freue ich mich auf die wenigen Kanäle, die ich mir regelmässig anschaue, und wenn die da erzählen, wie es ihnen in ihrer Lebenssituation geht. Ich freue mich auch, wenn Künstler ihre Arbeiten teilen, etwas vorlesen, und zeigen, wie man Kürbis einmacht. Also ich will keinen damit langweilen, was ich zum Frühstück esse. Immer wenn ich jemanden sah, der sowas macht, dachte ich: wieso erzähle ich nicht etwas, was ich gelernt habe, und was für die Erde ein bisschen was bringen könnte….

Denn Egokram gibt es schon reichlich. Und ich habe es ja nun bis ins Großmutteralter gebracht. Da darf frau ja eigentlich alles. Ob es nützlich ist, sinnvoll, das muss ich gar nicht beurteilen. Danke an DW für diese Einsicht. Manchmal ist ein Satz eine Inspiration.

Leider bin ich nicht fähig, Filme ordentlich zu schneiden, Fotos reinzusetzen etc. Es ist schwer für mich, das zu lernen. Es gibt da so Bretter vorm Kopf. Dabei macht man es uns schon so leicht hier.

Was ich sagen wollte, ich habe zwar eine Geomantieausbildung, aber seither habe ich vieles erlebt, und auch wenn ich traditionelle schamanische Rituale sehe, so muss ich die nicht genauso gestalten. Es gibt für jeden einen eigenen Weg, mit Eckpunkten, die wirklich essentiell sind.

mARLANS sTORY

Marlan wandert in einer unbekannten Zeit und sucht ihre Weggefährten. Dabei wendet sie an, was sie im Laufe der Jahre gelernt hat, spirituelle Lehren tauchen auf, werden beleuchtet, doch zum Überleben dient die eigene Wahrnehmung der Natur, das Vertrauen in die innere Fähigkeit des Sehens und Vertrauen in das Geführtwerden durch Situationen der Orientierungslosigkeit hindurch, und den großen Sinn hinter dem Ganzen.

Die gesamte Geschichte mit Fortsetzung findet sich jetzt auch auf https://beingalive.jimdofree.com/


Und

sie ging los, in Richtung Süden. Die Erde hatte sich geschüttelt und nicht viel war an seinem Platz geblieben. So wie die Tiere sich ihr Fell schütteln und die Tröpfchen nach allen Seiten fliegen, hat sie ein paar Winzlinge auf der Oberfläche durcheinander gebracht. Die Frau hatte graues Haar, doch sie fühlte sich jung. Es war, als sei ein neuer Morgen angebrochen, auf den sie lange im Dunkel gewartet hatte.

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Feuerritual

Gestern habe ich zum ersten Mal eine richtige Yanantin-Despacho gemacht, soweit das nach meiner Anleitung und den Zutaten so ging. Das Anrufen von Spirits mache ich ja schon viel länger.

Es dauerte eine Zeit, bis ich genau wusste, was ich denn wünsche. Denn es handelt sich um eine Wunsch- oder eine Dankeszeremonie. Und man überlegt besser zweimal, um den Wunsch nicht allzu sehr einzugrenzen. Doch die Absicht ist hier nicht, eine Art Bestellung abzugeben, wie es in manchen Büchern heisst. Die Absicht ist das Eingebundensein im Universum, eine Kommunikation mit allen Elementen, mit Natur in ihren Formen und Namen. Eine Würdigung. Bei diesem despacho werden Blätter verwendet, in diesem Fall einfach aus dem Garten. Da liegen eben gerade so viele herum…es ist November. Am Ende wird alles zu einem Bündel geschnürt, und heute früh habe ich es in der kleinen Feuerhütte verbrannt. Auch das dauert. Erst qualmt es und ich muss raus aus der engen Hütte. Die Nachbarn nebenan bauen an einem carport, da wars etwas laut.

Sehen konnten sie mich nicht. Auf die Idee wären die nie gekommen, was das wohl soll…Ich mache da öfter mal Feuerchen an, auch um steinzeitliche Töpferversuche zu brennen, im offenen Feldbrand, wie es heisst. Da braucht man besseres Holz, als die paar Äste, die ich eingesammelt hatte.

Am Feuer ist immer so ein gutes Gefühl, es wird mal richtig heiß und die Flammen tanzen so lebendig. Die schrillen Sägen, das Baustellenradio, das entlockte mir nur ein Lächeln. Wir sind ja nicht allein auf der Welt. Obwohl ich schon fast am Ende davon lebe.

Mittendrin im Leben.

Fuchs

Wann sieht man schon mal einen echten lebendigen Fuchs aus der Nähe? Ich hatte heute das Glück, denn dieser Fuchs wurde offenbar mit einem Hund aufgezogen und saß an der Leine mit Frauchen vor der Tür meines Tierarztes. Das ist übrigens ein toller Dorftierarzt, aber Füchse sind nicht so oft dort zu Gast.

Und weil es ja keinen Zufall gibt, las ich gestern doch dieses Buch, von Cornelia Funke, „Reckless“, (Steinernes Fleisch) Nach den Märchen der Gebrüder Grimm, und Grimm hiess auch , glaube ich, die danach konzipierte Fernsehserie, an die ich mir noch schwach erinnerte. Es gab da viele Wesen, Gestaltwandler und eine Frau, die sich in einen Fuchs verwandelte.

Das Buch, eine Ausgabe von 2010, hatte diese Tierfrau Fuchs als eine der Hauptpersonen und ich fand die Geschichte sehr großartig, spannend und aus Sicht einzelner Figuren vielschichtig erzählt. Der Fuchs ist in unserer Kultur ein wichtiges Wesen gewesen und davon ist leider nicht mehr viel vorhanden. Ganz im Gegenteil, ist die Jägerschaft schon viel zu lange dabei, das Tier zu eliminieren. Dieses Buch übrigens erzählt die Anderswelt, in die Jacob und Will durch einen Spiegel gelangen, so ganz und gar nicht nett wie in den bereinigten Kindermärchen. Es ist eine gefährliche und böse Welt und ohne so manches Zaubermittel wäre auch Jacob, der sich schon besser auskennt, verloren. Die Fuchsfrau ist seine Gefährtin. Das hat nichts mit der Krafttier-romantik zu tun, die heute in manch esoterisch angehauchten Stuben üblich ist. Ich denke, dies ist dem Schamanismus, dem Wilden und Authentischen sehr viel näher. Ach ja, und Schneewittchen wurde gar nicht gefunden…die liegt da noch verwelkt in ihrem gläsernen Sarg….

Fuchs weiss nicht recht, ob sie lieber um der Liebe willen ein Mensch oder doch der Sicherheit wegen ein Fuchs bleiben möchte. Sie muss sich nicht entscheiden, das ist der Vorteil. Denn Fuchssein bietet Vorteile in einer wilden Welt. Und noch etwas hat mich an dem Buch sehr fasziniert: Es gab eine Spezies aus der Inneren Erde, die Goyl, deren Haut aus Stein bestand und sie konnten Menschen in solche verwandeln. Die Metapher allein ist sehr klar, doch auch die Bilder von Jaspis und Jadegesichtern, von Onyx und anderen edlen Gesteinen machte lebendig, dass es sich bei der Mineralwelt ebenfalls um Leben handelt. Intelligentes Leben. Ich muss sagen, am Ende des Buches wäre auch ich mit dem einen Bruder in der Anderswelt geblieben, statt in die normale Menschenwelt zurückzukehren. Denn beide zugleich scheinen da nicht zu existieren. Für mich jedoch ist beides real, vorgestellte Welten sind existent. Mein innerer Film aber sieht ganz anders aus, als der realisierte im Fernsehn. Deshalb sind mir Bücher so viel lieber, solche Bücher, die Bilder hervorrufen können. Die Illustrationen der Autorin sind ganz nebenbei eine Freude. Natürlich, sie ist eine weltbekannte Bestsellerautorin. Aber doch so wie …eine Verwandte irgendwie. Und dann war da heute dieser Fuchs, so als seien die Welten wohl doch ganz nah dran…

co) Kayute 2020

Sonne, Mond und Sterne

Ich setze voraus, dass ich weder naiv noch leichtgläubig bin.

Doch in letzter Zeit befasse ich mich mit der Astrologie und versuche, die Prinzipien zu verstehen. Systeme haben mich schon immer begeistert. Hier aber geht es eher darum, die übergeordneten langfristigen Kräfte zu erkennen, denn das gibt mir einen Sinn für Hoffnung oder wenn nicht das, so Geduld. Mit dem, was so im menschlichen Kollektiven nicht zu erkennen ist. Es ist kein Zufall, dass sich Menschen in schwierigen Zeiten solchen Mitteln und Methoden zuwenden. Oder auch verschiedenen Glaubensrichtungen. Irgendetwas muss uns doch Halt geben. Allerdings waren es früher, also ganz früher einmal, man meint es sei im Märchen gewesen,- die Herrscher selbst, die ihre Astrologen zu Rate zogen, und zwar, um günstige Stellungen zu nutzen.

Die Bauern, Hirten und Jäger taten das wohl auch, ganz einfach weil sie wussten, dass Sonne und Mond einen erheblichen Einfluss haben auf das was wächst,auf das Meer, auf Geburten, das Verhalten von Tieren und vieles mehr. Daraus haben sich überhaupt Religionen entwickelt! Wir sehen die Himmelskörper, die uns Leben geben, als das, was wir nicht beeinflussen können. Dem heutigen Menschen ist das unangenehm, dass es so etwas gibt. Er will sich mächtig fühlen, über alles. Dabei bräuchte er doch nur dem natürlichen Fluß zu folgen, dann würde sich eine Art von sicherem Gespür wieder entwickeln können. Der Himmelsfluß.

Natürlich werden Konstellationen, die sich in Zyklen bewegen, als der Tierkreis betrachtet, eine sehr alte Weise, von der Erde aus betrachtet. Die Sichtweise ist aus dem Weltraum heraus ganz anders. Doch das spricht nicht gegen sie. Es handelt sich um eine Ordnung, in anderen Bereichen gibt es auch verschiedene Blickwinkel, die für verschiedene Zwecke gebraucht werden. Auch Astrologen verwenden unterschiedliche Methoden. Manche sind sogar der Ansicht, dass ihr Volk von einem der fernen Sterne abstammt und warum sollte das nicht so sein? Man muss seinen Geist mal etwas weiter bewegen, wenn man alte Zeiten und neue Zeiten begreifen will. Da hier alles im Kreis geordnet ist, hat man doch schon eine sichere Warte. Alles ganz einfach, oder?

Buch: Drachenmeer

von Nancy Farmer, Weltbild 2004, Originaltitel: The Sea of Trolls

Dieses ist ein Jugendbuch, was ich aber erst ziemlich spät gemerkt habe. So dicht und spannend war es gleich, dass ich sofort in die Geschichte hineingezogen wurde. Man erfährt viel über die Nordmänner und wie deftig es bei ihnen zuging. Die Mystik der isländischen Welt wird grossartig eingewoben. Oder umgekehrt , ein Weg des Erwachsenwerdens wird eingewoben, indem wir am Leben und der Sicht von Jack teilhaben, der von einem alten Barden zum Lehrling ausgewählt wurde und nun mehr schlecht als recht in ein Abenteuer geworfen wird, das seine Kenntnisse weit übersteigt. Dennoch, sind wir mit ihm am Ende sehr viel klüger und mutiger und wissen, worauf es wirklich ankommt.

Das erstaunt mich immer wieder an den Jugendbüchern: Dass so viel echte Weisheit darin verborgen ist. Es geht ja nicht nur um Unterhaltung, ein solches Buch zu schreiben ist viel schwieriger und die Autoren machen sich die Mühe, mit Archetypen, die als Vorbilder gelten können. Zum Vergleich kann ich heranziehen: Drachenromane von Markus Heitz, auch grossartig und bunt, bedient sich auch alter Quellen, alle Geschichten sind im Grunde alte Mythen. Dennoch folgt Heitz nicht dem Weg des Helden, wie er z.B. im Tarot bildlich wieder gegeben wird. Alle alten Archetypen kommen auch dort vor. Sie beginnen mit dem Erwerb von Werkzeugen, dem Hineingeworfenwerden in eine Aufgabe, fremde Welt, das Durchqueren des Tunnels, der Unterwelt und der Hilfe überirdischer Kräfte, wenn man denn den Zugang zu ihnen findet. Dann wird der erfolgreiche Held oder die Heldin am Ende nach Hause zurückkehren und dort mit Respekt aufgenommen.

Allerlei gruselige Wesen säumen diesen Weg von Jack. Wir erleben seine Zweifel und Ängste mit, und wie seine Mitstreiterin von einem traumatisierten Kind ohne Freunde und Familie zu einer geheilten Persönlichkeit wird. Und das, indem jeder mit den Werten der andersartigen Gesellschaft ins Reine findet. Denn die noch andersartigere Welt von Jötunheim, dem Land der Trolle, macht es nötig.

Sehr gut gefallen hat mir die Beschreibung der Erdmagie, die dort ganz im Norden sehr stark ist, und mit der Jack umzugehen lernt, wobei es klar wird, dass zuviel davon für Menschen auch schädlich sein kann. Dieser Beruf, mit der Erdmagie als Barde oder Skalde dem eigenen Dorf oder Volkzu dienen, wird realistisch dargestellt, das kann ich aus einer eigenen Ausbildung zur Geomantin so sagen.

Im Grunde ist diese Geschichte selbst so eine Art von Ausbildung darin, aber es wird natürlich in der Reihe: „Phantastische Welten“ geführt, so dass bloss niemand auf die Idee komme, da sei was Wahres dran!

Wir müssen solche Bücher haben!

co Kayute)

Ich fühle, also bin ich.

Aber wer bin ich. Ein Wesen ein Mensch ein etwer in einem Körper. Ein Wunder. Jeder alles.

Nicht alle Gefühle sind sonderlich angenehm und erwünscht, aber es ist doch lebendig ein Zeichen von Leben sie zu spüren. Wenn wir sie abspalten aufgrund von Schreck, Schock und Trauma, Unglück, nicht-sehen-wollen, dann ist auch nur ein bisschen von uns da.

Leider wissen viele das aber gar nicht, sie erwarten gar, dass wir gefühllos sind wie sie oder so werden, damit wir nicht so „empfindlich“ sind. Wie aber kann die Welt eine bessere werden mit empfindungslosen Halbmenschen? Kann sie nicht. Wie aber können diese Menschen überhaupt wollen, dass sie fühlen? Dann kämen ja alle die schmerzhaften traurigen Gefühle an, und das alles auf einmal, was wirklich heftig ist. Schnell betäuben, ist ihre Lösung. Sie wollen es meist erst, wenn gar nichts mehr funktioniert. Die Frau rennt weg, wieder mal. Aber auch dann, ist sie ja selber schuld. Empfindlich.

co Kayute

Die Spannung steigt

Angesichts unterschiedlicher Orte betrachte ich so eine Art Zeitspanne. Manche reden von Zeitlinien, und ja die gibt es. Doch die kann man wechseln, zusammenlegen, es ist persönlich für den Einzelnen. Was aber – ich forsche hier eigentlich so ganz ins Blaue, eher mich von den beherrschenden Esoterik-ansichten zu befreien – denn die sind auch von gestern. Von vorgestern. Allerdings, damit meine ich nicht die Schamanen. Die bleiben nämlich up to date, machen stetig ihre Befragungen und Prophezeiungen. Die sind auch nicht immer für die ganze Welt.

Da ich mich mit einigen Orten, die für mich Kraftorte waren, vor 15 oder vor 10 Jahren, wo ich lernte und intensive Erfahrungen hatte, sehr verbunden fühle, auch in Kontakt bin, und jetzt an einem Ort lebe, der mit richtig viel Schwere überhaupt nicht „mein Ding“ war, und nun erkenne ich plötzlich, dass das in der Zukunft ganz anders sein mag.

Orte haben besondere Eigenarten, immer, was auch mit dem vorherrschenden Element wie Wasser, Wind etc. zusammenhängt. Orte haben unsichtbare Hüter oder den Ortsgeist und andere. Das ist jetzt mal so grob gesagt, ohne kompliziert zu werden. Mit denen, die z.B. in großen Bäumen sind, kann man gut kommunizieren.

In schwierigen spannungsreichen Zeiten kann man sich immer einen Ort suchen, wo man sich geerdet und verankert fühlt. Auch in der Stadt wird es das geben. Gebäude sind ja teils so geplant, dass sie etwas verkörpern. Schamanen verankern sich im Sonnensystem. Da kann nichts schief gehen oder den Blick trüben. Für sie ist das nichts Fernes, wir sind immer Teil davon. Ein wenig kommt im Westen unser inneres Bild dadurch, dass uns Gott als weit weg im Himmel beigebracht wurde. Ich mag das Bild davon, dass wir , im Zentrum des Universums, ein göttlicher Funke sind, jeder von uns.

Aber wie ist es möglich, dass manche Orte nun in einer Zeit von 2008 verblieben sind, während andere vorausfliegen, es scheint mir die Verwirrung auch daher zu kommen. Die unterschiedlichen Verordnungen, Pläne, Verzettelungen. Es liegt an denen, die dort wirken, auch energetisch. Sind sie auf Zukunft ausgerichtet, mit den Füssen im Jetzt, oder leiern sie ihre alten Methoden und Gebete herunter, denn dann könnten sie in einer Blase gefangen sein, einer alten Energie.

Das ist besonders in Gruppen der Fall, wo alle das gleiche glauben. Sie beziehen ihre Identität daraus und es ist nicht leicht, das zu ändern.

Gerade hörte ich einen Bauern sagen, dass sie nach 3 Dürrejahren immer noch nicht wieder aufgeholt haben, was sie an Futter für ihre Tiere ernten hätten müssen. Er hoffe auf ein normales Jahr im nächsten Jahr. Das ist verständlich, doch ich kann da nur mit dem Kopf schütteln…In trockenen heissen Gegenden gibt es im Allgemeinen keine Milchwirtschaft mit vielen Tieren in großen Ställen. Das ist nicht leicht zu sehen, wenn man so in seinem Alltag verankert ist. Aber es muss sich viel mehr verändern! Das sehe ich.

Und wer das nicht erkennt, der wird es dann womöglich schwer haben. Die Expansion der Milchindustrie hat doch absurde Ausmaße angenommen, wie viel von den Produkten wird weggeworfen, weil sie geringe Haltbarkeit haben, Strom zum Kühlen brauchen, das ist doch alles dumm und nicht überlebensfähig, wenn wir in dieser Welt weiter leben wollen.

Das sind alles verschiedene Bereiche von Energie, doch die Spannung steigt in allen Bereichen! Mehr später…

co) Kayute

Buch: Großmutters Haus

von Thomas Sautner, Roman, Picus Verlag Wien 2019

Das Buch ist ein hübsche hardcoverausgabe mit Umschlag und Lesebändchen in grün. Waldgrün. Dies ist keine große Geschichte. Es ist eine kleine Geschichte, in der es um das große Ganze geht. Das eigene Leben, die Literatur, die Wahrheit, – Gott und die Wörter.

Es könnte ein Klischee sein: die alte Dame, die im Wald lebt mit Kräutergarten der besonderen Art. Die moderne Hexe aus dem Bilderbuch. Wenn man nicht so genau wüsste, dass es das gibt. Das Umschlagbild des Bandes wird von Cannabisblättern geziert, so dass man durchaus annehmen könnte, es sei ein humorvoller kluger Anstupser zur Legalisierung von Drogen. Aber nein, so platt ist es nicht wie es ausschaut. Es geht nämlich um den richtigen Umgang, mit allem.

Das Intro ist ein leidenschaftliches Plädoyer für die Welt der Bücher, und welche Bedeutung die für manche haben kann, dem echten Leser spricht es aus dem Herzen. Dennoch, aus Sicht der Enkelin jener alten Dame im Wald erleben wir, wie es ist, sich zu sehr in der Parallelwelt anderer aufzuhalten und das eigene Leben eine Nebensache werden zu lassen.

Das eigene Leben als Wert zu erkennen, darum geht es auch. Auf wunderbare, ja märchenhafte Weise erzählt sind hier zwei Wochen, in denen sich das verändert für die junge Frau. Es ist ein mutmachendes, unaufgeregtes Buch. Und so sagt es uns, dass es auf jedes einzelne Wort ankommt, von uns, von jedem.

Es sagt uns auch, dass es heilsame Entwicklung gibt. Was mir am besten daran gefallen hat: Die Sprache.

Die Einfälle. Das Tal der Dichter. Die Beobachtung des Alltäglichen. Die Nebenfiguren. Die Pflanzennamen. Die Abwesenheit von moralischem Zeigefinger. Die Vielfalt der Welt im kleinsten Raum.

Es ist die Geschichte einer Entfaltung.

Ich habs viel zu schnell gelesen. Noch einmal mit Genuss. Zitat aus dem Buch: „Und weil ich das Leben nicht verstand, möcht ich´s einmal noch beschreiben

co) Kayute

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