Einweihung

Das Wort hört sich erst mal so ziemlich religiös an. Eine Weihe heisst, etwas heilig zu machen, oder? Und meist bedarf es einer gewissen Vorbereitung und Lehrzeit, bis jemand „eingeweiht“ ist. Das gilt ja auch für die profanen Lehrinstitute, wo dann am Ende der Ausbildung die Ermächtigung steht, einen Beruf auszuüben.

Nun, ich spreche heute von einer schamanischen Einweihung, oder Kraftübertragung. Eine solche habe ich unter dem Namen Munay-Ki erhalten, und da geschieht diese einmal durch Menschen, die in einer Linie stehend eine Kraft mitsamt der damit verbundenen Verantwortung weitergeben, sowie durch die Spirits, welche diese begleiten. Es geht um Heilung und den space, also „heiligen“ Raum, der dafür geschaffen wird. Schamanismus ist keine Religion, das muss ich als erstes sagen. Er ist die älteste Form von Kontakt mit sichtbaren Naturkräften und ebenso unsichtbaren, die Menschen durch Erfahrung und das Erleben unterschiedlicher Bewusstseinsschichten gesammelt und weitergegeben haben. Daraus entsteht der Begriff einer Linie von Wissen und Kraft. Ich denke, wir können da sehr froh sein, dass wir heute die Möglichkeit haben, dass andere Kulturen diese bewahrt haben und erst seit kurzem überhaupt an uns weitergeben dürfen. An uns westliche rationale analytischen Bildungsmenschen, die schon einige Jahrzehnte lang versuchen, eine andere Sichtweise zu begreifen. Eine große Zahl von spirituellen Lehrern standen persönlich und durch ihre Bücher zur Verfügung, und niemals war ich bisher entschlossen, mich einer Richtung zu verpflichten. Auch wenn ich viele Lektionen aus den buddhistischen Schulen lernte, die mir hilfreich durch schwierige Zeiten waren, eine Basis gaben, dann später zu inneren schamanischen Reisen aufbrach und zu äusseren Gruppenerfahrungen im Mantrasingen, Meditieren und der Kraftorterfahrung in der Geomantie, so kam erst in diesem Jahr der Punkt. Alles auf einen Punkt zu bringen.

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Verlorene Seelen

Das haben wir früher mal so gesagt: der ist eine verlorene Seele, oder ich bin eine solche. War ich auch mal. Es wurde für jemanden gesagt, der nirgendwo richtig hingehörte, einsam war oder einfach keinen Zugang zum Leben fand. Unsere Kultur kennt also den Begriff.

In schamanischen Strukturen -(und damit meine ich keine religiösen Komplexe oder Kontexte) -, da gibt es diesen Begriff ebenfalls, und man geht davon aus, dass eine Seele tatsächlich in anderen Schichten des Bewusstseins verloren gegangen ist, in Anderswelten oder sogar gestohlen wurde von Wesenheiten, die sich dort aufhalten.

Uns heute bekannt ist, dass dies im Falle von einem Trauma passieren kann, auch bei Drogenmissbrauch und anderen Abhängigkeiten und vielen anderen Gelegenheiten wie Gewalt und Krieg.

Heute arbeiten Schamanen vermehrt daran, solche verloren gegangenen Seelenanteile für Personen, denen es nicht gut geht, die darunter leiden, aufzuspüren und zurückzurufen. Ein Schamane ist auch eine Art Detektiv. So wie James Bond hat er seine Spezialwerkzeuge, die er allerdings in Traum und in Tranceritualen einsetzen kann, und ja sogar Bilder aus Filmen können hilfreich sein, weil diese immer archetypische Figuren zeigen und Situationen, die uns triggern. Die in uns altes Trauma wiedererleben lassen. Im Film wird es aufgelöst, meist.

Nun gibt es noch andere verlorene Seelen: im Falle dass Menschen schon ihre Körper verlassen haben und gestorben sind. Auch davon finden nicht alle nach Hause oder dahin, wo es ihnen gut ginge. Die sind nicht böse, aber sie sammeln sich oft an bestimmten Orten und das ist für die Lebenden, wie man sich vorstellen kann, nicht angenehm. Denn so manche dieser Seelen wissen gar nicht, dass sie auf der anderen Seite gelandet sind, oder wollen in jedem Falle wieder einen Körper bewohnen.

Nun sind besonders solche verloren wirkenden Lebenden, die nicht so ganz zu Hause in sich sind, sehr interessant für die zweite Art von verlorenen Seelen. Es kann sein, dass diese sich dazu begeben, und mitunter können das ganz schön viele sein. Mit einer solchen Last im Energiefeld wird der noch lebende Mensch sehr schwer und oft richtig krank.

Und einen fähigen Schamanen oder Heiler zu finden ist nicht überall so einfach. Zumal man ja nichts über diese Zusammenhänge weiss in unserer Gesellschaft und ich bin der Meinung, dass das viel bekannter sein sollte.

Es ist nicht nötig, dafür ein fremdes Glaubenssystem zu adaptieren, und man muss jetzt auch keine Angst bekommen.

Es scheint ja im Gegenteil so, dass Menschen geradezu fasziniert sind von düsteren Szenarien. (Man kann sich kaum ausmalen, wie viele solcher Schattenseelen aufgrund der gesamten Weltgeschichte noch im Umlauf sind, und natürlich macht ein Schamane das nicht allein, sondern mit seinen Verbündeten und Spirits)

Mir fiel auf, dass gerade sogenannte lost places in Mode gekommen sind. Alte Fabrikhallen, morbide Industriestrukturen, aber auch kahle Wüsten, verlassene Orte eben. Ich kenne diese Anziehung, die mich in meiner Jugend als Fotografin auch gepackt hatte. Gern werden diese Orte in Filmen genutzt, um düstere Szenen darzustellen. Nun, ich glaube oft ist man da nicht wirklich allein….mit anderen Sinnen nimmt man etwas wahr, wir nennen es das Energiefeld.

Das ist der Grund, warum ich es schlimm finde, dass Schulklassen zu Besuchen in KZ´s gezwungen werden, aber was bedeutet das heute noch. Kinder werden etlichen Gefahren ausgesetzt, sie sind besonders angreifbar. Aber sie haben auch einen Schutz.

Es gibt Gruppen von Geomanten, die versuchen, solchen verstorbenen Seelen in ehemaligen Lagern zu Frieden zu verhelfen. Oder Buddhisten, die an Schlachthöfen meditieren. Oder Heiler, die Seelen befragen, was sie noch brauchen. Ich kann diese Arbeit hoch anerkennen, denn das ist wirklich hart. Denn da die Sprache nicht direkt ist, sondern durch den Körper erfolgt, sieht man die Bilder und spürt auch die Schmerzen und den Tod. Ebenso kann das in Aufstellungen -constellation work- geschehen.

Und ebenso in der Rückholung der abgekapselten Seelenanteile, die einem Menschen verloren gingen. Sie lassen sich wiederfinden, dazu muss der Wissende und Mutige bereit sein, ihnen in die Welten zu folgen, wo sie sich verbergen. Es kann langsam und achtsam geschehen.

Nun habe ich viele Themen angesprochen, die gewiss noch vertieft werden müssen. Doch wie es jeder im Einzelnen macht, ist verschieden und individuell. Habt keine Angst vor Eurer Seele!

Schlüssel Wörter

Damit meine ich nicht die Wörter, die in den täglichen Nachrichten zur allgemeinen Gehirnwäsche wiederholt werden. Ich meine auch nicht die zeitgeistigen Modewörter. Ich meine damit ganz alte Wörter.

Wenn ich so nachsinne, dann scheint mir, ein Wort wie UR haben die in englisch nicht….

Urzeit. Urvertrauen. Urlicht. Uralt.

Es muss ein wirklich altes Wort sein, Hiess nicht eine der drei Nornen so ähnlich? Sie hiess Urd, die Bezeichnung für das Schicksal. Verdandi und Skuld waren die anderen.

In anderen Momenten kommen mir englische oder spanische Wörter , die bedeutsam sind. Ich meine Wörter, die eine Geschichte, eine Erinnerung heraufbeschwören. Oder der Klang. Und solche Wörter sie wurden und werden in der Magie und in Gebeten gesprochen, solche Wörter sind auch die Mantras welche in sanskrit gesungen werden. Oder auf tibetisch. Oder in Stammessprachen der ganzen Welt.  Wörter, die noch eine Verbindung haben oder sie hervorbringen, da die Linie ihrer Herkunft so alt ist.

Wörter oder Worte?

Manche Sprachen haben bildhafte Ausdrücke und für jemanden, der alles bildhaft sieht, ist das angenehm. Sogar in der Übersetzung bleiben dann die Bilder erhalten, es war in Romanen des magischen Realismus, dass mir das besonders gefiel.

Zuletzt habe ich viel gelesen, von Alberto Villoldo, einem schamanischen Lehrer, leider aber aus dem Amerikanischen übersetzt, das mir fast nie wirklich gefällt. Das Spanische hat viel mehr Ausdruckskraft. Dennoch ist er von Bedeutung!

Dazwischen kam mir ein Island-Krimi, „Das gefrorene Licht“, von Yrsa Sigurdardottir. Er spielt in einem Esoterikhotel auf Island…gruselig! Hier haben es mir die Namen angetan! Sieh nur, der Name der Autorin schon! Alles noch nie gehört. Ich glaube mal, das sind auch alte Worte.

Wenn ich zu den Naturwesen spreche, mache ich das oft auf englisch. Ich habe keine Ahnung warum. Das Platt hier aus dem Norden und das Englische haben ja auch einen gemeinsamen Ursprung. Und singen….singen ist toll. Einfach so, wie die Amazonasleute icaros singen. In Trance singen, in einen anderen Zustand fallen, durch Klang. Lieder, die aus dem Spontanen kommen, Lieder die sich reimen, Dank für das was ist. Dank für mein Leben, für Frieden, für die Erde und ihr gesamtes Leben. Gracias a mi vida. Gracias a la tierra, gracias al sol.

 

 

Buch: confessions of a Hope fiend

Was kann das nur bedeuten…der Übersetzer sagt: Hoffnungs Unhold. Ach ja, wirklich, ein Unhold. Das war er wohl für die damalige Gesellschaft: Timothy Leary. Eine Hoffnung aber auch für andere. Soweit ich weiss, war er der Vorreiter einer Alternativkultur, die mit der Hilfe von Drogen wie LSD andere Seiten der Wirklichkeit erkannte. Die sogenannte Wirklichkeit ist ja immer eine Art Übereinkunft. Wie sehr sich diese überhaupt gewandelt hat, seit 1973, als „confessions of a hope fiend“ erschien, wie sehr diese Erforscher der Welten, von denen Viele andere Länder bereisten, Fortbildungen und Erfahrungen bei Urwaldschamanen oder in buddhistischen Klöstern erhielten und unsere Bewusstseinswelt erweiterten, indem sie Kunst und Bücher schufen, Filme und Sichtweisen, unsere Bewusstseinswelt tatsächlich beeinflussten- ist das nicht klar? Auch die Wissenschaft interessiert sich ja mittlerweile dafür, Gehirnforschung usw. und natürlich wird alles genutzt- wenn nicht zur Erweiterung, dann zur Beeinflussung und Programmierung unserer Gehirne.

Ich lese es auf englisch, wie er aus dem Knast entweicht, wohin die amerikanische Gesellschaft damals unweigerlich Leute wie ihn aus der Gesellschaft entfernen wollte.  Bücher schreiben durfte er dort nicht. Er schrieb heimlich, wie so viele.

Eine Erinnerung, dass es Mut braucht und vor allem den Willen, sein Gehirn selber zu programmieren. Wir tun es ja täglich, ganz ohne Absicht.

Lassen wir uns nicht verrückt machen von anderen! Wenn Leary durch seine Drogen unfähig geworden wäre, hätte er das nicht geschafft. Er hat Meditation und Techniken genutzt. Er war Schriftsteller , hat alles hinterfragt und in Sprache gebracht.

Drogen sind nicht alle gleich, sind gefährlich in den falschen Händen, vor allem wenn man schon verwirrt ist. Das lässt sich vorher nicht absehen, ich kenne viele Geschichten von Psychosen und Psychiatrie. Drogen werden heute zum Tanzen einfach so genommen, um sich ins Unbewusste zu katapultieren, in eine Trance, durch die man im schlimmsten Fall ohne Landkarte taumelt. Diese Welten wollen gelernt werden.

Ich bin gespannt, heute abend um 20.15 gibt es auf arte tv einen Spielfilm zu sehen, der dies zum Thema hat:

„Magical mystery oder die Rückkehr des Karl Schmidt.“

Erwähnt werden muss: der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Sven Regener, 2013

c0) 15.07.2020 Ky

 

 

Trollblog Juli

Ich habe es doch tatsächlich geschafft, aus einer Gruppe rausgeworfen zu werden. Das heisst, ich bin so etwas wie ein Troll. Oder jemand, der Widersprüche anspricht, aufzwingt, unlösbare Konflikte erzeugt…? Na ganz so wesentlich war es nicht. Es gibt diese tollen Gruppen, in denen sich Leute treffen, die Steine bemalen und diese dann irgendwo auslegen, um anderen eine Freude zu machen. Das ist doch schön, oder. Da sind wirklich schöne Werke dabei. Manche suchen schon richtig nach diesen Steinen.

Einige schreiben dann, dass sie wieder säckeweise Steine von der Küste nach Hause geschleppt haben, um dann anschliessend Disneyfiguren oder Leuchttürme darauf zu malen. Und das finde ich richtig Scheisse und hier sage ich das noch mal laut und deutlich. Ich war nämlich mal ein paar Jahre mit einem Geologen an der Ostsee unterwegs und ich sehe, dass das Steine sind mit einer Geschichte, einer Eigenheit, und überhaupt einer Schönheit für sich selbst, die allen gehören , allen.

Auch wenn es erlaubt ist, diese mitzunehmen….es ist auch erlaubt, sich darüber Gedanken zu machen, oder nicht. Ach dann ist man fehl am Platze, nun ja. Das Malen ist eine wichtige Kunst und es ist gut für uns, etwas selbst zu machen. Aber die Natur ist nur noch eine Deko. Ich war neulich mal wieder in einer Stadt, seit langem. Und da fiel mir das auf, dass Natur nur ein bisschen was zudeckt, so wie Deko vor einer Mauer.

Menschen da kennen gar nicht richtige Natur. Was immer das ist, es ist wild und unberechenbar und der Mensch ist darin ganz klein. Es fühlt sich sehr sehr anders an. Nicht angenehm, aber echt. Voll mit der Kraft, die so viele vermissen, und nicht wissen, wie sie finden. Es macht nämlich Angst, diese Urkraft, die Leben ist und Leben zerstören kann, dabei aber doch immer Leben bleibt.

Steine sind eine solche Kraft. Das bisschen Tünche der Menschen ändert nichts daran, die Steine sind so unvorstellbar alt. Es tut gut, sich mit denen zu verbinden. Es macht mich jedenfalls glücklicher, einen Sinn in dem zu sehen, was ich da male, eine Art Dialog mit den Wesenheiten der Natur und ihren Elementen einzugehen, so wie das die verbundenen Kulturen immer gemacht haben. Es hatte Bedeutung.

 

 

 

Buch: Der erste Mensch

20200404_123326Buch: Der erste Mensch

von Xavier-Marie Bonnot

Kriminalroman., Unionsverlag, 2020

Das Buch gibt Rätsel auf.

Wer ein Buch über Archäologie erwartet, könnte enttäuscht sein. Wer einen Krimi erwartet, könnte enttäuscht sein. In erster Linie ist es für mich ein Roman, der in die Kategorie anspruchsvollere Kriminalliteratur gehört. Es geht in der Geschichte überwiegend um die Psyche des Menschen, und es werden uns nicht die Beschreibungen der Psychiatrien von heute und von früher erspart. Dem Kommissar, welcher der Baron genannt wird (er steht kurz vor der Rente) liegt das Thema, was den Menschen zum sogenannten Verrückten macht, auch zum Gefährlichen, persönlich am Herzen. Wir wissen noch nicht genau, warum. Er hat mit diesem speziellen Fall jedoch schon lange zu tun.

Der Bogen spannt sich weit bis in die Urgeschichte, die Ursprünge des Menschseins, und wieweit wir diesen Urmensch noch in uns tragen. Dies wird mit Hinweisen auf Archäologiegeschichte  untermalt.

Tatsächlich erscheint die Story anfangs verworren, analog zu der inneren Verfassung des gestörten Menschen, der hier die Hauptperson ist, der Täter mitsamt seinem Umfeld und seiner Lebensgeschichte. Die Sicht klärt sich mit den Entdeckungen, ich verzichte hier auf eine Beschreibung.

Soweit ich das beurteilen kann, sind die archäologischen Verweise korrekt wiedergegeben. Ich finde ein Zitat von Michel Foucault , welches im Buch genannt wird, sehr aufschlussreich und die aufgeworfenen Fragen über einen Kriminalroman hinausreichend:

„Der Weg vom Menschen zum wahren Menschen führt über den verrückten Menschen“

Es ist ein französisches Buch. Auch das spielt immer eine Rolle. Wir finden immer wieder wunderbare Landschaftszuordnungen und Informationen.

Eine wirkliche Auseinandersetzung mit dem Schamanismus allerdings sehe ich weniger, es handelt sich mehr um die Ansicht schamanischer Inhalte durch die Augen eines Schizophrenen, der durchaus dadurch Hilfe fand, die ihm dann aber genommen wurde.

Schon immer hat die Forscher diese mögliche Verbindung fasziniert, der Urmensch in uns, wurden doch zu Beginn der westlichen Forschung alle Schamanen als psychisch Kranke oder Epileptiker betrachtet. Allein das ist schon eine ungeheure Ethnozentrik gewesen, die sich hartnäckig gehalten hat in der Sicht von Wissenschaftlern. Nun gut, der Autor bedient sich einiger Klischees, nicht zuletzt dessen des selbst gestörten Psychiaters…

Auch das natürlich ein Klassiker. Doch Experimente, die tatsächlich mit Kranken gemacht wurden, erscheinen uns heute selbst reichlich gestört.

Da mich diese Themen selbst ausführlich interessieren, ich mich über Jahrzehnte eingelesen habe, sowohl über psychische Krankheiten als auch über Schamanismus, erscheint mir der Roman ausserordentlich interessant, wenn ich auch zwischendurch es so gruselig fand, dass ich ihn weglegte. Es ist keine einfache Lektüre, die Menschheitsfragen werden berührt, unter der Oberfläche.Und darum möchte ich es unbedingt weiterempfehlen.

Es bietet sich an, selbst ein wenig weiterzuforschen über unsere ersten Vorfahren, über Handabdrücke in Höhlen und vieles mehr!

sacred not scared

Was ist der Unterschied zwischen heilig und heilsam? Das erste Wort ist im allgemeinen Sprachgebrauch mit Religion verbunden und nicht mehr so richtig modern. Ausser bei uns Spirituellen, Esoterikern und Verschwörern, denen ihre Ideologien heilig sind. Oder Normalos wie mir, denen ihre morgentliche Tasse Kaffee heilig ist, und so weiter. Da sieht man schon, das Heilige ist profan, wie Mircea Eliade es noch nicht erlebt hat. Er war der Klassiker, der uns erklärt hat, wie sich die Idee von Heiligtum entwickelt hat. Es ist lange her, dass ich es gelesen habe. Ein Kreis, und eine Vertikale in der Mitte, so wie ein Zelt, ein Baum, ..Ganz einfach, die Grundlagen.

Heilsam wird mit Krankheit und Gesundheit in Verbindung gebracht, bei uns heutzutage. Alle möglichen Tätigkeiten, Zustände, Mittel und Musiken werden unter dem label angeboten.  Heilung ist nötig, weil ja so vieles krank ist. Das Heilige selbst, die Urform und der Urzustand werden kaum erlebt, stattdessen in Büchern erklärt, in Flaschen abgefüllt – mit hübschen Bildern drauf,- und damit eigentlich eine Form der Angst bedient. Diese ist an sich das, was zwischen der Heilung und demjenigen steht, der sie sucht. Wir wollen Heilung konsumieren. Das allein wird wohl keinen Heil-Samen säen. Das englische Wort scared für angstvoll, furchtsam ist dem sacred-heilig sehr ähnlich. Scared erinnert mich aber auch an Scar. Das bedeutet Narbe. Und ja, wer schon Narben von früheren Verletzungen davongetragen hat, ist oft furchtvoll, ähnliches wieder zu erleben. Wir alle natürlich. Und damit sind wir in einer Resonanz mit dem Befürchteten.

Einen heiligen Ort aufsuchen ist eine der ältesten Formen von Heilung. Ob man dort singt, in Gemeinschaft ist oder Wasser aus einer Quelle trinkt – woraus später alle möglichen Glauben und sogenannte Aberglauben wurden ( Den Unterschied muss ich auch noch mal beleuchten, gibt es ihn?),- das Wesentliche daran ist die Resonanz mit dem Ort, seiner innewohnenden Natur, den großen Zusammenhang,in dem wir alle eingebettet sind, wieder als sinnhaft zu erleben. Sich geborgen zu fühlen im Leben an sich. Und ich halte es für sinnvoll, sich mit den nicht menschengemachten Orten zu verbinden. Deren Qualität kann völlig unterschiedlich sein und für jeweilige Zustände der inneren Unordnung dienlich oder nicht. Heilsam ist hineingehen und erkennen.

Aufmerksam werden für den Körper, seine Ganzheit, seine Pole, und sein völliges Natur sein. Vielleicht kann man dann auch den Kosmos, die Erde und ihre Orte schätzen lernen.

 

Trance

Trance

Viele Menschen mögen es, in Trancezustände zu tauchen. Sei es durch Alkohol, Drogen, Musik und andere, kollektive Erfahrungen. Diese werden , wie wahrscheinlich zu allen Zeiten, gelenkt mit den Mitteln, die früher Priester und andere Wissende zur Verfügung hatten. So werden Massen gelenkt.
Die Frage ist doch immer, warum und mit welcher Intention gehe ich in eine Trance? Wie tief geht diese überhaupt, will ich eigentlich nur eingelullt werden? Wer lenkt mich wohin? „Trance“ weiterlesen

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