The Stone Age Experience

The stone age experience

Nach mehr oder weniger zwei Wochen im gut organisierten und  miteinander gelebten Steinzeitsein sehe ich die Normalwelt etwas anders. Was ist hier normal? Es ist Entfremdung, die uns normalerweise vertraut ist. Entfremdung von der Nahrung, der Erde, dem eigenen Körper. Das alles hängt zusammen, und ehrlich gesagt, nimmt uns dieses Normal etwas. Es nimmt Intensität und direktes Erleben, das was das Leben spannend macht. Auf andere Weise wird dies künstlich wieder zugesetzt, in Form von Freizeitvergnügen, Produkten und Waren. Diese endlose Prozession von künstlichen Waren, hinter denen sich das verbirgt, was wir eigentlich brauchen fürs gute Überleben: sie ist ermüdend. Sie ist auslaugend im wahrsten Sinne des Wortes.

Denn die Vertrautheit mit der eigentlichen Welt wird verlernt. Die Sinne stumpfen ab, durch immer bunter lauter und mehr, Die echte Welt: manchmal möchte man sie im Urlaub erleben, in Gegenden, wo noch alles ohne die Künstlichkeit ist- zumindest hinter dem Hotel…auf die ist man aber gar nicht vorbereitet. Ich vermeide hier den Begriff Natur, er wird längst für nachgemachtes innerhalb der Kultur missbraucht. Nun, jedenfalls taucht der Besucher selten wirklich in die echte Welt ein. Denn dafür braucht man Zeit.
Es gibt auch mächtige Bestrebungen, die Künstlichkeit auszuweiten und die letzten Oasen der Natürlichen zu übernehmen. Es ist noch immer nicht angekommen, dass unsere Kultur mit ihrer Warenwelt der Untergang der Menschheit wäre.
Es gibt aber auch eine kleine feine Bewegung, in der das Selbermachen wieder Wert hat. Und auch einen Sinn macht, wenn das Erlernte zu gebrauchen ist. Der Mensch kann sich weit von seinem Wesen entfernen, bis ihn das krank macht. Doch er kann auch wieder zurück finden.
Kinder finden das ganz leicht. Gebt ihnen Zeit, Steinzeit. Es erspart auch vielerlei esoterische kostenintensive Sinnsuche.
Kayute 2018

Löwe

Stell dir vor, du bist ein Löwe in einem Zoo. Scharen von Besuchern strömen vorbei und viele wollen mit dir in Kontakt treten. Du erzählst ihnen dann, wie es so ist, als Löwe in einem Zoo, und berichtest von deinen Tätigkeiten.

Und von der Zeit, als Löwen nicht im Zoo, sondern frei waren. Was Löwe sein eigentlich bedeutet. Aber das macht dich ein wenig traurig, weil sie es nie verstehen werden. Zwei drei Kinder kommen, mehr. Sie verstehen es mit leuchtenden Augen. Sie verstehen im Spiel. Sie werden zu Löwen.

Es kommt der Tag, an dem du mit ihnen durch das Tor gehst und sie in die Freiheit der Löwen begleitest.

Seinzeit

Seinzeit. Das Bewusstseinsfeld.
Es wird geöffnet für „Altes Wissen“ und -paff-, kann ich plötzlich Schuhe nähen. Weil es EINFACH sein darf. Weil es ausprobiert werden darf, beobachtet werden kann, weil Lehrer da sind, die helfen. Weil jemand da ist, den es interessiert, nämlich ich. Weil das der Weg ist, wieder Wertschätzung zu erfahren: für sich, für die Natur und was sie gibt, für die Dinge an sich.
Und es gibt ein Gefühl für ihre Lebendigkeit. „Seinzeit“ weiterlesen

Buch: Kalenderwurm und Perlenpost

Heute möchte ich ein Buch vorstellen, dass wieder einmal gebraucht zu mir kam. Auch ältere Bücher waren Moden unterworfen, doch ist der Blick abseits des aktuellen main stream immer wieder mal sehr erhellend! Es  macht klar, wie viele Deutungsmöglichkeiten sich aus einfachen Wahrheiten und Sozialverhalten entwickelt haben.
Dieses Buch vonWolfgang Wickler und Uta Seibt heisst

KALENDERWURM UND PERLENPOST
Biologen entschlüsseln ungeschriebene Botschaften
Spektrum akademischer Verlag 1997

Aus der ethnologischen und archäologischen Forschung werden Beispiele vorgestellt, wie Völker jeweils Darstellungen auf Kleidung, Töpferei und Bauten aus ihrer realen Umgebung ableiteten. Dies ist ausgesprochen spannend, denn die Phantasie von Archäologen wird dadurch erweitert und wir verstehen so viel mehr über Ursprünge von Glaubensinhalten! Wie aus einem Wurm eine Schlange wurde. Und dabei einfach die Ernährung und Festtage der Einheimischen übersehen wurden. Das kommt heute nicht mehr vor, die Fachbereiche arbeiten viel mehr zusammen.. Leider werden ausserhalb der Wissenschaft alte Ansichten oft ungeprüft weitergetragen.

Überprüfung unterschiedlicher Quellen ist immer ein Muss!
Auch zwei Vorträge über religiöse Kunst haben mir vorgeführt, wie zeitgebunden Ansichten waren. Doch vor allem haben sie mir Bildmaterial von ungeheurer Schönheit vorgeführt. Gucken wir mal, was dran ist…
KayUte Kühn 2018

 

Magische Werkzeuge

Schamanismus als Selbstbedienungsladen?

Gerade fand ich die wunderbare Aussage von jemandem: Ich kenne schamanische Werkzeuge nur aus dem Computerspiel. So sieht es aus. Das gilt wohl für die Mehrheit, und ich würde sagen, zum Glück ist das so.
Man stelle sich vor, all diese Unwissenden würden tatsächlich mit magischen Mitteln in der Welt herumballern…dann würde die Welt genauso aussehen wie sie es tut. „Magische Werkzeuge“ weiterlesen

On line

_MG_0041I think I call it „atlantic ocean“. These  birds live along the coast, they live with the sea, the wind, the wide open space. I think that is something essential for me as well. This ocean and the sky and the birds is, what connects me to the continents, because one place is not enaugh to know.

Vom Nabel der Welt

Ja, so nenne ich das Werk, welches weder ein Medizinrad noch ein Mandala ist, aber doch der elementare Kreis, aus dem diese hervorgehen, eine jede Kultur hat da ihre eigenen Ideen zu erschaffen, die sich aber doch grundsätzlich auf der gleichen Basis befinden. Das ist nämlich das älteste Symbol der Weltkulturen.

Nachlesen kann man das bei Mircea Eliade.

Bei mir hier hat die kleine Abweichung der Linie zu einer Illusion von Bewegung geführt, alles reiner Zufall, mir fallen immer Ideen zu. Und tatsächlich, dieser Kreis ist ein Rad, und das Rad ist in Bewegung, wie wir ja alle schon seit Urzeiten am Himmel beobachten können. Genial, unser Universum, ich liebe es!

Der Nabel der Welt ist ein Begriff, den manche der alten indigenen Völker für Orte verwenden, die ihnen besonders heilig sind, die eine bestimmte Energie ausstrahlen, und schlicht die Orte sind, an denen sie und ihr Stamm seit sehr lange leben, aus diesen Gründen. Einer davon ist der Lago Atitlan in Guatemala, und für die Maya der  dortigen Urbevölkerung ein wichtiger Ort.

Nun habe ich zufällig am Abend, nach der Idee dieses Bildes,  getrommelt und fand mich in einer schamanischen Reise wieder, in einem kleinen Kanu, auf einem See. Ich habe einen Teich mit einem Kanu gesehen, gestern. Gut. Aber in meiner Vision war es der Lago Atitlan, wo ich noch nie war, und ich paddelte gemütlich auf dem ruhigen See an ein Ufer. Was ich dort erfahren habe, erzähle ich euch nicht.

Falls ich mal die Chance bekommen sollte, dorthin zu kommen, werde ich diese ergreifen! Und der Weg ist wohl sicher nicht, fünf Jahre zu sparen, um dann drei Wochen Urlaub zu machen. Ich werde mal eine innere Absicht setzen, einen guten Weg zu finden. Aber der Nabel der Welt- der ist da, wo ich bin, immer in der Mitte. Die vier Richtungen sind auch immer da.

 

 

Base Camp

Gestern las ich in einem blog von Atelier Ananda den schönen Ausdruck vom base camp des Bewusstseins. Das hat mir gefallen, auch ihre freie Art der Energiearbeit, die sie beschreibt. Ich weiss nicht, ob das Wort von spirituellen Lehrern gebraucht wird. Es kommt von den Bergsteigern. Im Himalaya braucht man aufwendige base camps, Basislager, um die mittlerweile Massen von Leuten zu versorgen, die in die Höhe steigen. Die bezahlen viel Geld dafür. Der Sinn des Ganzen erschliesst sich mir nicht.
Und je nach geschaffter Höhe müssen natürlich weiter oben auch wieder neue Lager eingerichtet werden. Ein base camp ist also nichts statisches, Ein camp, wie der Name sagt, ist etwas vorrübergehend eingerichtetes.
In solchem Fall in einer lebensgefährlichen oder unbekannten Umgebung, was ja offenbar den Wunsch erzeugt, diese zu bezwingen.

Auf Bewusstsein bezogen, – mir ist sofort klar, man braucht ein base camp. Man bewegt sich in unbekannte Gebiete, wenn man das Bewusstsein erforschen will.
Für mich ist die Antwort sofort da, dieses base camp muss für mich in der Natur und der Körper sein, es meint eine Verankerung, die versorgend und nährend ist.
Ich glaube, diese Antwort hat der Schamane immer gewusst.
Wie sein Haus muss man auch dieses camp schön ordentlich versorgen und sauber halten, und das Feuer am brennen halten. Wenn man eine unübersichtliche Zahl von Gästen einlädt, kann diese Ordnung ins Wanken geraten.

Nun, ich bin froh, dass ich ein einfaches ruhiges base camp entdeckt habe. Ich war schon auf dem Gipfel, wo die Luft so dünn wird, dass sich alles beginnt aufzulösen. Manchmal fliege ich und kann auf das base camp runterschauen aus großer Höhe. Ich sehe den Feuerplatz, und über mir die wärmende nährende Sonne.
Wer wir sind zwischen Himmel und Erde, Forschende, Nomaden, Wanderer, Camps Einrichtende.

Schamanenstab

Das ist einer. Es bedeutet einfach, dass das, was da dran ist, Bedeutung für mich hat. Es hat auch mit der eigenen Kaft zu tun, die weiter reicht als die Hände. Alle möglichen Dinge wurden erfunden, um Kraft zu repräsentieren und auszuüben. Mensch hat sich mit Tieren, Pflanzen und Steinen verbunden, und das gab ihm Einsichten, die weiter reichten. In Traum, Trance und anderen Bewusstseinszuständen- oft stellten diese sich ein in Situationen von Gefahr- geschah etwas unerklärliches: Hilfe erschien. „Schamanenstab“ weiterlesen

Einbildung

Das bildest du dir ein-

– hat meine Mutter des öfteren zu mir gesagt, als ich ein Kind war. Nun ist sie schon lange verstorben und ich bin selbst im Oma-Alter. Und ich kann endlich bestätigen, dass sie recht hatte. Das Einbilden ist mein Beruf und meine Berufung.
Schon damals habe ich gelesen und gelesen, zum Beispiel alle Bände von Karl May, und ich habe mir seine Reisen und Abenteuer genauso einge-bildet wie er selbst. Für mich werden eingebildete Erfahrungen real. „Einbildung“ weiterlesen

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