Vor meinen Augen wird gerade eine Existenz zerstört. Fünf Katzen, eine Maus, auf der Terasse. Allerdings sind vier von den Katzen bereits zahnlos. Ihre Existenz hängt auch am seidenen Faden. Hauptsache sie bleibt draussen. Die Nachbarn haben Gäste. Künstliches Gelächter, das im Laufe des Abends immer lauter werden wird. Das ist immer gleich. Ein Blondie wollte hinter die Gartenhütte pinkeln, doch da stand ich auf meiner Seite mit der Giesskanne.
Wie die Worte so verwendet werden! In der Zeitung stand, hier war ein Supermarkt, eine Existenz wurde zerstört. (durch Schlamm). Ich grübele nach, ob solche Dinge eine Existenz haben oder ob nur Leben wirklich existiert. Solange die Leute existieren, wurde nur ihre Einkommensquelle zerstört, nicht wahr. Ich sehe da kein flexibles Denken.
Allerdings, die Existenzberechtigung wird auch Lebenden schon mal leichtfertig aberkannt.
Wer entscheidet, welche Existenz sinnvoll wertvoll und wieso überhaupt macht das alles Sinn, wenn man doch erst gegen Ende etwas klüger wird…deshalb bestehe ich auf Reinkarnationstheorien. Also nicht dass das noch Verschwörung genannt wird, wahrscheinlich hatten wir das schon. Es ist ein Konzept, so wie alles andere was wir glauben. Ich meine, was ihr glaubt. Oder jemand. Dass es sogenannten Aberglauben gibt, ist doch völlig absurd…..kein Glaube kann absolut wahr sein! Oder Wissen sein. Es existiert kein absolutes Wissen, jedes Wissen basiert auf Annahmen, Grundannahmen, die nicht richtig sein müssen, wie sich hinterher, oft zu spät, recht oft herausstellt.
Um klüger zu werden, ist es natürlich nie zu spät. Nur für einige, die freiwillig inkarniert also geboren wurden, um eines Tages wieder zu sterben. Oder woanders weiter zu existieren, in anderer Form oder ohne Form….
Ich lese:
Die Abenteuer der Seelen, Neue Fallstudien zum Leben zwischen den Leben, Michael Newton,2001, Edition astroterra
Das ist in etwa ebenso speziell, wie wenn man die Aufstellungsprotokolle von Bert Hellinger liest, ohne sie zu erleben, es ist sinnlos wenn man das nicht erlebt hat.
Also einfach keine Lektüre, die angenehm wäre. Denn man fragt sich die ganze Zeit, ob man das glauben will, glauben soll, und der VERSTAND findet es merkwürdig. Weil er auf den Grundannahmen besteht, die er nie überprüfen kann, aber auch nicht aufgeben will.
Das ist auch nichts für Romantiker Innen, die alle mal Kleopatra gewesen sein wollen, oder Maria Magdalena. Ja, das waren wir alle. Irgendwie. Es gibt kollektive stories, in denen wir eine Rolle durchspielen. Archetypen. Unbewusstes, Schuldgefühle, etc etc.
Mich stört der Gedanke, dass das alles so durchorganisiert und hierarchisch sein soll, und moralisch obendrein. Dass wir alle zum Lernen hier sind, das Amerikanische scheint bei solchen Büchern immer auf, denn die Patienten, die hier ihre Rückführungen durchleben, sind eben aus der gleichen Kultur. Der Autor geht darauf ein, ist sehr gründlich und bemüht.
Ich glaube also nichts. Ich bin grundannahmenmässig gegen Autoritäten, auch das eine Konditionierung. Aus eigener Erfahrung würde ich sagen, die Leben sind parallel, sind alle im gegenwärtigen Leben präsent, sind innere Figuren, die ich aufrufen kann.
Was ist eine Seele….eine mir bekannte Energetikerin sagt es so: Die Seele ist bloss das Gefängnis, das durch deine Emotionen und den Glauben geschaffen wird. Der Geist ist das, was frei ist. Und die Seelen in diesem Buch sind irgendwie so von den Geistwesen, die sie dirigieren und orchestrieren, abhängig und ihnen unterlegen….das macht mich misstrauisch.
Nicht, dass ich hier dem Autor und Therapeuten irgendwas unterstellen will. Es ist nur ein unzureichender Ausschnitt, der auch durch seine Methode und Fragestellung so eingegrenzt bleibt. Er sagt selbst, dass er es versucht hat, mehr zu erfahren und dass es nicht möglich war.
Ich denke, dass das große Geheimnis nicht mit Worten vermittelt wird. Existenz. Ich halte es für möglich, dass es existiert….
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