Gerettete Rosen
Die Rosen gab es für einen Euro, bevor sie in der Tonne landen. Leider kommt man an die Tonne nicht mehr ran, sonst würden wir öfter was retten. Nun haben sie wenigstens noch etwas Sonnenschein statt Neonröhre in ihrem Leben.

Hier versucht jemand die Schmetterlinge zu erhaschen, die sich um den duftenden Flieder tummeln. Es ist Chillis erster Frühling und alles ist spannend.

Und dorthin ging meine morgendliche Fahrradrunde, ich muss wieder üben und raus und bewegen und gucken, aber es gab kalten Wind. Das ist ein Nebenfluss der Eider, die Broklandsau.
Buch: Das rote Adressbuch
Roman, Sofia Lundberg, 2018
Es ist eines der vier Bücher, die ich heute mitnahm in unsrer Büchertausch-Ecke. Ich las es noch nicht.
Ebenso wie zwei weitere ist es ein Buch von einer Frau, in Ich-Form geschrieben. Einmal schwedisch, einmal italienisch, einmal norddeutsch. Das Ich macht es irgendwie wahr. So persönlich. In ein Ich kann ich mich besser hineinversetzen als wenn da ein Name steht. Ich las ja so gern Tagebücher, von Anais Nin, von Simone de Beauvoir, ganz früher. Das waren meine role models, meine influencerinnen, aber sicher. Als hätte es das nie gegeben…
Das vierte Buch ist ein Tagebuch, das es in sich hat. Die Aufzeichnung einer wahren Entführung auf den Phillippinen.
Fotoprojekt Black&White- Mai
Ein Projekt von https://www.czoczo.de/2025/05/01/black-white-2025-mai/ czoczo
Ich nehme gern daran teil. Hier mein Bild, vor ein paar Tagen gemacht mit der Apfelblüte. Es wirkt sehr retro, doch so sieht es aus.

Es ist nicht vergleichbar mit einem echt imSW Labor ausgewogenen Bildes…das konnte ich mal, ist lange her.
Archivbilder
Gestern suchte ich in meinen Koffern der gesammelten Werke nach einem Text, und dabei entdeckte ich einfach meine alten Bilder wieder, ich war recht begeistert und suchte einige aus, um sie aufzuhängen und zu würdigen. Und dafür kommt mir der blog gerade recht.
Ich las mich auch in Tagebücher hinein, völlig erstaunt, was ich in 2022 an Wandlungen durchlebt habe. Ja, intensive Zeiten kann man nicht immer haben, aber sie wirken sich auf immer aus. Wann habe ich diese Bilder gemalt, ich weiß es gar nicht. Bei einem steht 2005 drauf.

Den gesuchten Text fand ich gar nicht. Meine ganzen kreativen Werke sind ein Wust von Fragmenten, nicht zu denken ohne Einfluss von Fotografie, von Geomantie, Erfahrungen mit Menschen und Reisen, teils in einer verunglückten Festplatte verloren, nie sortiert, und meist auch nie gesehen. Ausstellungen machte ich wenig, die direkte Öffentlichkeit macht mir eher Angst. Auch das blabla was man von sich geben soll.

Kraft ist da drin, finde ich. Ich bin durch schwierige Prozesse gegangen, dagegen empfinde ich das derzeitige Leben angenehm ereignislos. Und eigentlich würde ich meine Kunst nicht ohne die Tagebücher denken wollen. Die ich aber ja nicht öffentlich machen könnte, zu meinen Lebzeiten. Falls es überhaupt interessant wäre.
Doch, Biografisches ist „irgendwann “ wieder interessant. Auch wenn man einen Pool hätte der Sammlung, aber da fühle ich mich in der Kunstwelt nicht korrekt aufgehoben. Es muss ein spirituell bewusster Raum sein.

Handyfotos sind keine korrrekte Archivierung, Koffer auch nicht…Ich muss mir mal Gedanken machen.
Mein Vater, 92, sprach mit mir über sein Testament. Da geht es auch um viele alte Fotografien, also alt heißt, aus unserer Lebenszeit. Wir hatten schon früh ein Schwarz-weiss Labor im Haus.
Jedenfalls, die Themen gehen mir nicht aus, wenn ich noch manches wieder aufsuchen will.
Maifeuer, Maiwasser
Wir haben an einem guten Maifeuer gesessen gestern Abend. Überall waren Feuer, in den Gemeinden oder auf privaten Feldern. Und nun lese ich bei Imelda Almquist, dass man damit sich vor Hexen schützen wollte und sogar an Hexenverbrennungen erinnert wird….nicht mal im Traum wäre ich auf so eine Idee gekommen. Imelda kennt sich sehr gut aus mit Bräuchen und mit Schamanismus. Aber die Absicht macht die Wirklichkeit. Und bestimmt hatten wir eine gute Stimmung, Lämmchen die nebenan auf der Weide spielten, ein Wald ringsum, und ein Shivamond am Himmel.

Ich habe heute einen antiken Krug in den Wasserbottich gelassen, es waren zu viele Algen drin , das Wasser getauscht, und freue mich seit etwa 12 Jahren an dieser Seerose, die immer wieder kommt. Wir haben sie einmal aus dem Teich gerettet, als wir umziehen mussten.
Stillleben im Stillleben
Ein Beitrag zur Blogparade von Amorak (Jess)
Ehrlich jetzt, Stilleben mit drei LLL??? Es scheint wahr zu sein, wenn alle das so schreiben. Es macht mich ganz krank, das war doch mal anders?
Auch in meinem Kunstkalender steht es so, es macht wohl Sinn, weil es still ist. Das Bild mit der Tasse gefällt mir sehr, es ist ein Öl auf Holz Gemälde von John Frederick Peto, 1890iger Jahre, und heißt : Frühstück. Das ist aber nicht das heutige Kalenderblatt, welches aber ebenfalls ein Stillleben zeigt:

Alexej von Jawlwensky: Stillleben mit Flasche, Früchten und Figur. 1907-08, Öl auf Karton.
Eine Tasse ist dort auch drauf. Überhaupt enthält so ein Kalender, den ich jedes Jahr zu Weihnachten erhalte, eine ganze Menge Kunst, die ich noch nicht kenne, aber auch Bekanntes, so dass ich jeden Morgen – ohne Brille – erst mal den Künstler rate.
Ich bedanke mich bei Jess für die Idee zu dieser Blogparade, es hat Spaß gemacht, das tägliche posten viel leichter, und bei anderen einiges zu entdecken! Und es gab diesen Fokus auf etwas, der mir so oft fehlt…
Dies ist der letzte Tag, der April war nicht wie sonst von wechselhaftem Wetter geprägt. Heute Abend tanzen wir in den Mai, mal sehn, ob die Leute, bei denen wir zum Maifeuer eingeladen sind, wohl Helene Fischer hören…? Jedenfalls wird es eine Menge Gegrilltes geben. Ich kenne keinen, was es ein bisschen schwerer macht. Ja, mein Freund, der kümmert sich die ganze Zeit ums Feuer. Ich werde versucht sein, irgendwelche Tassen zu fotografieren….
Auf dem beiliegenden Amtsblatt wird übrigens die Neuanlage einer Photovoltaikgebietes angekündigt, gleich im Nachbarort, eine riesige Fläche -tot. Wir sind nicht glücklich damit. Es wird immer mehr, eine fürchterliche Verschandelung der Landschaft und des Lebensraumes. Unzählige Vögel leben von und auf den Weideflächen., Die Biogasanlage wird dagegen geschlossen- die vorher mit Subventionen gebaut wurde. Für die weitflächig Mais und nochmal Mais angebaut wurde.
Die Klassische
Ein Beitrag zur Blogparade von Amorak
Die fehlte ja noch: Die klassische Goldrandtasse, hier- am Katzentisch. So hieß der Tisch für alleinstehende Personen, die im Restaurant in die Ecke gesetzt wurden, früher. Die klassische Goldrandtasse hatte 11 Geschwister, und ein Service von jeweils einem Dutzend Untertassen, flachen Tellern, Suppentellern, 2 großen Kaffeekannen, Saucieren, Schüsseln in mehreren Größen, und vermutlich kam das so auch bei meiner Oma auf den Tisch.
So viele Verwandte habe ich nicht mehr wie diese Tasse, die ich mal geschenkt bekam, nur noch drei der Tassen sind da, aber alles andere. Neulich sah ich mal eine ganze Kiste voll auf dem Flohmarkt, alles für’n Zehner. Mir ist es ja ziemlich egal, ob alles zusammen passt, und die gute Stube existiert auch nicht mehr. Es war jedenfalls einstmals wertvoll und guter Ton in guten Häusern, wie man so sagte, eben die, die sich das leisten konnten. Aber sicher bin ich aus gutem Hause, so wie diese Tasse. Aber eben etwas ramponiert.
So wie mein spanisches Kätzchen, schon 14 Jahre alt und zahnlos, die letzte von 26 aus einer Familie. Wir haben was erlebt zusammen! Und manchmal schleckt sie auch von Goldranduntertellern ihre Milch.

Keine Tasse
Kein Beitrag zur Blogparade von Amorak
Das Bild zeigt ja eine Espressokanne. Ich fand es gestern in meinen älteren Fotos beim Versuch, zu löschen. Und ich war erstaunt, dass gugl meine Fotos bis 2019 gespeichert hatte. Da hatte ich das handy noch gar nicht. Die Erinnerung an Espressokannen geht noch weiter zurück.
Ich glaube, ich fing erst in Spanien an, den Kaffee so zu trinken. 2008 muss das gewesen sein. Und von da an ist das Brodeln des aufsteigenden Wassers ein so vertrautes Geräusch, das Duft von Kaffee und das kleine Ritual eben das, es bedeutet Spanien. Ein Teil von mir geworden.
Ich wundere mich manchmal, dass ich Begebenheiten, Momente, Sätze die gesagt wurden, eins zu eins erinnere. Ganz lange her, steht es vor mir wie gestern. Und es gibt auch Bilder, da weiß ich gar nicht mehr, wer das war….Kaffeekannen sind Konstante.
Hippie forever Tasse
Ein Beitrag zur Blogparade von Amorak
Mein Weg führte mich heute in einen Nachbarort, wo eine Gruppe Künstler zu Landschaftsdialogen aufgerufen hatte. Ich sag jetzt mal nicht, wo und wer, ich war nur mäßig angetan. Man kommt für eine Woche in diese Landschaft, die Eindrücke zu verarbeiten. Die Ergebnisse waren mager und man tat eigentlich nicht viel anderes, als Touristen auch.
Ja, diese Landschaft braucht schon etwas mehr Zeit. Das ist meine Erfahrung. Aber was solls. Die Dialoge sind ja der Sinn, ich hab nichts schlechtes sagen wollen. Auch hier, man wusste nichts. Nicht, wie die Gänse heißen oder gar die Bucht, in der man die Fotos machte. Anscheinend geht es ja um was anderes, aber das verstehe ich bei der Kunst eh nicht mehr.

Auf dem Heimweg.

Und zuhause ist es so schön. Eine Tasse mit Birkenblättertee, ganz frisch vom Bäumchen zur Frühjahrskur.

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