Labyrinth

Da einige hier ihre Bilder der Energie und Bewältigung zeigten, mag ich auch noch mein letztes zeigen. Es ist eine Art Labyrinth geworden, ohne Planung. Daher versuchte ich mit dem Bleistift zu sehen, ob es überhaupt einen Weg zur Mitte gibt. Von außen fand ich ihn nicht! Aber vom Zentrum aus kam ich heraus. Das ist sinnbildlich ganz sinnvoll. Das Gewirr und die vielen toten Enden von richtig erscheinenden Wegen in der derzeitigen Weltlage…

Nach der Colorierung des Bildes erinnert mich die Mitte aber auch an eine Gebärmutter, Geburt, ein geschützter Raum, etwas in Entstehung. Es wird genährt. Das alles sehe ich hinterher, nach dem Zeichnen. Das freie Meer außen herum , es würde wenn ich weiter machte, alle Formen ausfüllen. Von daher ist es eigentlich nicht ganz fertig. Aber das soll so sein.

Ich denke auch, die Entstehung neuer Welten ist noch nicht fertig, ist nie fertig.

Wie schön, dass wir hier im Kleinen – wie oben so unten- das nach und mitgestalten können und wie tief es nach Innen reicht in unseren Innenraum.

Das neue Jahr soll ja manche Wirren mehr bringen, damit Menschen das Wahre erkennen,- eigentlich ein Widerspruch. Ein Feng-Shui Master kann es besser erklären. Sicher wüsste er auch in welche Himmelsrichtung mein Bild am besten passen würde.

Ich suche noch die Einhandrute, mal wieder verlegt, ich verbringe viel Zeit mit Suchen und Finden.

https://youtu.be/6OV3hc7BgTc?feature=shared

Wiki:Labyrinth bezeichnet ein System von Linien oder Wegen, das durch zahlreiche Richtungsänderungen ein Verfolgen oder Abschreiten des Musters zu einem Rätsel macht. Labyrinthe können als Bauwerk, Ornament, Mosaik, Pflanzung (u. a. Maislabyrinth), Zeichnung oder Felsritzung ausgeführt sein. Darüber hinaus wird der Begriff im übertragenen Sinne verwendet, um einen Sachverhalt als unüberschaubar oder schwierig zu kennzeichnen.

Goldener Fluss

Papier ist aus. Doch da stand noch eine Leinwand herum. Es ist schon angenehm, mit diesen Stiften, statt so viel Geschmiere zu veranstalten…Fast schon psychedelisch wie diese Dekorationen auf den Goa-Festivals…die sind aber sehr stereotyp und durch Drogen inspiriert. Damit habe ich nichts am Hut, auch wenn ich die Musik von trance, wenn sie gut ist, sehr zum Tanzen liebe.

https://youtu.be/SF5f8k_JkEU?feature=shared

Eine Wiederentdeckung: Ozric Tentacles aus den Siebzigern. Spielen immer noch! Ich verdanke den Tipp den Experten in Rockradio.de, https://rockradio.de/app/#/, welche Sendung weiß ich jetzt nicht mehr. Ein bisschen verwandt mit Shpongle, die mich mal einen Winter lang in der Küche tanzen machten.

Buch: Kulinarische Krimis

Es ist nicht neu, doch ich habe es eben erst entdeckt:

Bittere Schokolade, Ein kulinarischer Krimi, von Tom Hillenbrand.

Beim Lesen sollte man etwas Leckeres vorrätig haben, denn unweigerlich bekommt man Appetit! Der einem später dann wieder vergeht, denn in dieser sehr informativen Geschichte erfahren wir viel über den Welthandel mit Kakao, so wie in einer ganzen Reihe weiterer Krimis des Autors, der sich mit Honig, Oliven und anderen hochwertigen Lebensmitteln gut auskennt! Spannend ist es auf jeden Fall und leider wohl auch vieles wahr!

Ich liess mich dazu hinreißen, einen Lauchquiche zu backen, und inspiriert wurde ich dazu von Madame cuisine:https://www.madamecuisine.de/quiche-mit-lauch-porree-quiche/, die sich wohl auch gut mit französischen Krimis auskennt oder solchen, die in den Landschaften Frankreichs spielen.

Anders erging es mir mit: Die Nudeln meines Lebens von Giulia Melucci, die uns allerdings mit guten italienischen Rezepten direkt im Buch bereichert. Dazu muss man aber die Beschreibungen diverser Liebhaber ertragen und ich stellte mir lebhaft vor, wie ich all meine Männer mit den Gerichten in einem langen Buch zusammentragen würde, wow das wäre …Dabei haben aber eher die Männer gekocht. Irgendwas hat sie ja auch falsch gemacht, weil die immer wieder abgehauen sind, entweder weil es alles Schriftsteller waren, oder weil sie es mit dem Kochen übertrieben hat. Italienisch, ich erinnere mich, da war das wirklich wichtig und in den drei Wochen, die er hier war, hat er mehrere Flaschen Olivenöl verbraucht beim Backen und Wirken, und ich war eher fett geworden….Nun gut, dass es nicht länger war. Aber lecker. Der englische Katzensitter war seit dreißig Jahren Veganer und hielt es mit riesigen Töpfen voller Currys, die ich auch nicht vertrug. Zu scharf.

Ich koche nun wieder selber. Klassisch. Hühnersuppe.Salate. Kohl. Mein Freund ist Dithmarscher Landmann, arbeitet draußen, und einzig sowas wie Sahnetorte kriege ich gar nicht hin. Ich habe sogar zum ersten Mal im Leben eine Weihnachtsgans gemacht- und zum letzten Mal. Diesmal darf die ein Mann kochen. Vertragen habe ich die auch nicht.

Das beste Essen hatte ich vermutlich in Japan. Das kann ich aber nicht. Die Romane allerdings …großartig.

Stille

Stille Nacht, Heilige Nacht, das ist hier eigentlich meistens.

Wir hatten nun schon ein paar Mal die Meditationsgruppe oben, und wenn alle still sind. im Kreis, dann ist es wirklich still. Wir sind am Ende einer Sackgasse. Es ist so schön, die Stille zu hören! Manchmal natürlich ist Sturm, dann tost der Wind in den Bäumen, oder manchmal feiern die Nachbarn in ihrer Gartenhütte. Im Sommer ist es weniger still, so hat der Winter eben auch seinen Sinn. Ich reagiere auf kleinste Töne, oft denke ich gleich, es ist ein Kätzchen, das weint. Auch wenn es keines ist, sondern nur der Kühlschrank. Kommt ja vor, dass ich aus Versehen mal eine Tür zumache und das Kätzchen im Keller ist oder so. Nachts höre ich sie atmen.

Jetzt ist es auch schon wieder dunkel. Das gefällt mir weniger. Man vergisst leicht, dass es auf den warmen Kanaren, wo ich gerne wäre, auch früh dunkel wird, und das immer. Wie oft war ich da morgens wach und es war noch nicht hell. 12:12, und mittags schläft man auch, weil es da zu heiß ist. Ja manche sagen, sie vemissen den Winter….

Ich warte einfach nur drauf, dass er vorbei ist. Still halten und Stille genießen.

Wichtel

Gestern besuchte ich einen Weihnachtsmarkt. Es war fürchterlich. Das Ambiente des Alten Packhauses in Tönning verlockte mich, es liegt am historischen Hafen.Drumherum waren alle Parkplätze bereits überfüllt. Ein steter Strom von warm eingepackten Familien bewegte sich auf das Gebäude zu, welches mit den vielen Fensterchen wie ein Adventskalender geschmückt war. Meine Socken rutschten. Draußen an der Wasserkante standen die Freß- und Glühweinbuden. Dorthin verschlug es alle Hundebesitzer, denn die durften nicht rein. Wie auch- die Enge und Lautstärke waren grässlich. Aufwendige Deko machte schöne Stimmung in den schönen Räumen. Leider war das Angebot wohl auf „selbstgemachtes“ beschränkt. Eine Invasion von Wichtelmännchen und kleinsten Weihnachtsmännern säumte meinen Weg. Und das übliche. Und das zu ungeheuren Preisen. Überhaupt scheint es, als wäre Weihnachtsdeko das wichtigste auf der Welt, wo soll die bloß noch hin? Aus Wachs, aus Glas, aus Keramik. Aus Wolle, aus allem ja allem kann man Weihnachtsdeko machen. Ich spare mir das sowieso dieses Jahr, habe ich doch eine sehr junge Katze, für die jegliche Deko, nein, jeglicher kleine Gegenstand der hängt oder pendelt, ein Spielzeug darstellt.

Ja gut, ich habe den Kronleuchter geschmückt, der hängt hoch genug. Bei mir kommen nur ein paar Männer zum Essen, die Deko völlig überflüssig finden und falls die Freundin käme, die immer mit dem Akkordeon Weihnachtslieder anstimmt, Reißaus nehmen würden. Dafür machen wir die Feuerschale auf der Terasse an. Nein, ich mag auch keine Weihnachtslieder hören und vermeide das Fest mit der Familie schon lange Jahre. Da war es früher eine Geschenkeschlacht gewesen, noch schlimmer weil so viel Geheuchel. Aber allein soll auch keiner sein. Lustig soll es sein.

Vorher feiern wir ja noch die Sonnenwende am großen Feuer auf dem Bauernhof. Da singt man so Lieder für Mutter Erde, na gut, auch immer die gleichen, aber das ist mir lieber. Man ist draußen und kann sich hin und weg bewegen. Das ist mir sowieso am liebsten.

Unangenehmes

Ich fand gerade heraus, dass Unangenehmes gleich zu erledigen, es viel weniger unangenehm macht. Ich verbringe dann weniger Zeit damit, mir das Unangenehme auszumalen und vorzustellen. Und am Ende ist es ja nicht wirklich schlimm. Es ist mit einer latenten Angst aus frühen Zeiten verknüpft.

Zum Beispiel etwas umzutauschen, das nicht passt. Wie einfach es geworden ist! Aber dennoch- man hat etwas falsch gemacht, das war einmal mit Bestrafung oder Häme belastet. Auch Anträge abzugeben ist mir außerordentlich unangenehm, jeder Fehler könnte Folgen haben, die sich auf meine Existenz auswirken. Da ist zwar niemand, der mir Vorhaltungen machen könnte, das hatten wir lange genug!

Angst ist da nur für irgendwann einmal, wenn ich so alt bin, dass ich tatsächlich nichts mehr auf die Reihe kriege. Ich bin schon tüdelig, wie man hier sagt. Mir fallen Dinge aus der Hand. Die Kraft wird weniger. Und manches kapiere ich auch nicht mehr, und wenn ich dann auf fremde Hilfe angewiesen wäre, würde ich auch das unangenehm finden. Wie mein Vater mit 92. Er könnte Hilfe bezahlen, aber Fremde sind bei uns zu Hause schon immer unangenehm gewesen. Dabei sind doch die Verwandten manchmal so viel unangenehmer, und aus den Fremden suchte ich mir immer meine Wahlverwandtschaft heraus. Nun sind die ja auch so alt wie ich. Und krank. Und wollen gar keine Hilfe….Dazu gibt es noch Hippies, die quasi obdachlos sind, weil jahrelang im Auto gewohnt, das nun kaputt ist. So eine Situation ist richtig richtig unangenehm, wenn man sich ins Aus manövriert hat. Wohnen gegen Hand erfordert Arbeit, die Kräfte reichen nicht, oder die Depression macht alles zunichte. Die Wahrheit ist, das Lebenskonzept funktioniert nur zeitweise. Man verlernt dabei, sich anzupassen, und behauptet dann auch noch, das sei Freiheit.

Jaja, ist noch nicht so lange her bei mir. Ich hatte doch Glück, nun ein Zuhause, und alt genug um zu machen, was ich will. Das heißt, Kaffee trinken, wann ich will, viel schlafen und die Natur betrachten. Ein Haus und meine Katzen versorgen. Bedürftigen Hippies aus dem Wege gehen…ein gebranntes Kind…Unangenehm sind Schmerzen, da kann man mit leben.

Individuell

In einem guten Beitrag, den ich las, über die Gesetzmäßigkeiten von Stammesgesellschaften und die Unmöglichkeit, diese in unsere „freiheitliche “ Gesellschaft des Individualismus zu integrieren, siehe http://fassadenkratzer.de/2024/12/06/bewusst-importierte-feinde-der-freien-individualitat/, fällt mir manches auf. Ja, ich verstehe mich als Individualistin und würde dies auch immer verteidigen. Ich habe auch Stammesgesellschaften wie in den Bergen der Phillippinen miterlebt, persönlich, und auch da gab es die sogenannte Blutrache unter Familien. Das ist tragisch und schrecklich und ungerecht, es hat auf jeden Fall mit Islam überhaupt nichts zu tun.

Wir als touristische oder globetrottende Individuen haben auf jeden Fall mehr importierte Werte ins Ausland mitgebracht als es je umgekehrt der Fall ist. (Die anglikanischen Nonnen im Dorfe des Stammes (Igorot, Ifugao, Kalinga) hatten wohl kaum mehr Freiheiten als im Familienverbund) Denn wir hier nehmen deren Stammeswerte ja nicht an. Ich denke, wir haben westliche Clans mit all ihren Insignien, Sprachcodes und vielem mehr. Seien es Fans von Fussballclubs oder Hardrockbands, auch da ist Gewalt im Spiel und fanatische Verteidigung. Das Stammeshirn ist in uns allen. Von daher-völlig unwissenschaftlich natürlich- betrachte ich diese Gesellschaft nicht sonderlich als individuell. Was ist denn hier so individuell? Hier gilt die Massenware, gleiche Kleidung überall, Aldi bietet an. Individuell waren einmal Künstler und Pioniere vielleicht. Heute ist das doch ziemlich schwer, bei der Masse an Kreativen, und nun auch noch KI-Bilder . Was für eine Entwicklung ist das denn, welche Werte gelten denn bei uns? Beim Lügen und Betrügen darf man sich nicht erwischen lassen, ja ?

Dieses völlig überhebliche Feiern unserer freiheitlichen Gesellschaft empfinde ich als nicht gerechtfertigt. Die Menge entscheidet und bestimmt. Da ist doch gar kein Platz für die individuelle Bewertung! Das Mittelmaß richtet über alles. Ja, ich darf anders sein, anders denken. Aber der Respekt ist wohl nicht dafür selbstverständlich. In engeren Gemeinschaften ist das ein Ausschlußgrund, ich weiß. Doch die Helden sämtlicher Geschichten und Filme sind immer die, die diesen eigenen Weg gingen! Stellvertretend wohl. Sie retten ja auch immer die ganze Truppe, weil sie sensibler, mutiger, oder anders denken und somit einen Weg finden, statt im Sumpf des Gewohnten stecken zu bleiben.

Ich sage nur, dieses Integriertwerden wird überbewertet. Das war auch das Ziel, als ich einst vor Jahrzehnten einer Therapie unterworfen war, keineswegs ging es da nur um Heilung. Mittlerweile kann ich das klarer sehen: Anpassung ist gescheitert, weil sie nicht zu mir passten, die Regeln. Die Gesundung ist erfolgreich: Ohne (auch stoffliche!) Abhängigkeit zu bestehen, und zwar weit mehr als viele angepasste Individuen, die ich beobachte.

Jeden Morgen

Ich male mir nun jeden Morgen eine kleine Welt…vielleicht ist es eine Übersetzung von Eindrücken, vielleicht auch Kosmogramme, wie ich sie früher zu bestimmten Orten in der Geomantie machte. Ich denke nicht all zu viel darüber nach, freue mich an den Farben und hänge sie alle an die Wand. Manchmal ist es noch dunkel, wenn ich den ersten Kaffee trinke, dann verzerrt das künstliche Licht die Farben. Aber auch das macht nichts, weil ich will ja nichts Bestimmtes. Kleine Projekte erfreuen auch, hier nur auf Din A 4, es ist leicht, es muss nicht schön sein, aber doch…nicht alles gefällt mir.

Gestern verschenkte ich eines zum Geburtstag. Da gibt es ein ganzes Haus voller Bilder, Buddhafiguren und anderem, so dass es mich auch erfreut, wenn es dazu kommt. Wenn es gesehen wird.

workshop oder mehr

Ich bin noch sehr beeindruckt von der schamanischen Zeremonie, an der ich gestern teilnehmen durfte. Zu Gast im spirituellen Wohnzimmer war Ilin Kyn aus Jakutien, und wir eine Gruppe von 10 Frauen. Zuerst gab es ein Feuerritual draußen im Kalten, wir wurden gereinigt mit Rauch und gesegnet . Wir begrüßten die vier Himmelsrichtungen.

Später erklärte Ilin, die mit ihrem deutschen Mann in Jakutsk lebt, die Arbeitsweise von weißen und schwarzen Schamanen und manches mehr aus ihrer Heimat. Anschließend wurde gesungen. Das Singen, Besingen war ein Segen für sich und ungeheuer kraftvoll. Ich kann mich kaum erinnern, dass das normale Singen von Liedern jemals so viel ausgelöst hat. Als ich in der Mitte saß und besungen wurde, erhob sich ein Kraftfeld wie ein Tempel um mich herum, bei anderen liefen die Tränen und ich bin ganz sicher, dass hier Heilung geschah durch den Segen des Himmels. Denn die weißen Schamanen rufen nur die Geister des Himmels. Sie bereisen nicht die Unterwelt, um sich nicht mit den anderen Energien zu vermischen. Es ist fühlbar und ein Erlebnis, das so intensiv nachwirkt.

Mir gefällt das gut, dass keine Handlung und Gedanken dazu gehören, die etwas manipulieren. Welcher Segen gegeben wird, entscheidet die geistige Welt. Wichtig ist, dafür offen zu sein und den Segen zu empfangen. Dafür gibt es den geschützten Raum. Es war das erste Mal, dass ich eine authentische Vertreterin einer solchen Kultur selbst kennen lernen konnte. Und ja, es gibt da sicher eine Verbindung zu diesen Völkern im Osten von meinen Vorfahren her, allerdings wäre es mir sicher viel viel zu kalt dort.

Ich bin noch erfüllt und entspannt, dankbar für die Zeit, es einwirken zu lassen.

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