Kupferrot

Rote Haare, zum ersten Mal in meinem Leben habe ich nun rote Haare! Daran muss ich mich nun gewรถhnen, dass mir eine aNDERE aus dem Spiegel entgegenguckt. Also toll schon irgendwie, mutig, und ein Zeichen fรผr eine echte Verรคnderung. Es bedeutet sichtbar sein. Vorher war alles grau, auch die Kleidung und man verschwindet quasi, da guckt auch keiner mehr hin. Andrerseits gab es eine Zeitlang so viele alte Hennafrauen, dass sich alle รคhnlich sahen, jetzt kenne ich halt keine mehr. Und was mit rothaarig alles so verbunden ist- von sexy bis hexenhaft bis aufdringlich…nee aber ich habe mich eher anders verรคndert, aufgrund einer Lebenserfahrung, die anders gelรถst wurde als je zuvor. Wenn ich Glรผck habe, hat sich damit ein Trauma aufgelรถst, mithilfe von Absicht und unterstรผtzenden Taten kann ich mich anders verhalten. Auch der online Kongress, in dem ich Schamanen erlebte, viele Zeit im Wandel Gesprรคche, und mich zugehรถrig fรผhlte, hat mir dabei geholfen. Zur Zeit mache ich einen Intensivretreat mit, alles online und doch sehr verbunden. Zeremonien verรคndern etwas, Energie ist spรผrbar. Ich kenne Viele, die das nicht kennen und nicht glauben. Aber genau das sich darauf einlassen wird eben gebraucht, wenn Heilung und Wandel geschehen soll. Etwas Mut muss eben jeder aufbringen, der es in seinem Leben anders und glรผcklicher haben will. Man kann sich langsam an das andere gewรถhnen.

https://www.youtube.com/channel/UCfnuAHWx8hIhA95Yc4CxUAw

Das ist das Angebot von Alicia Kusumitra, das ich hier mit Empfehlung weitergeben will. Das ist kein Hochglanzschamanismus wie ihn manche Profis geben, die perfekte Show abliefern. Hier ist alles authentisch, ein Familienunternehmen, aus dem Herzen heraus. Und zwar fรผr die neue Zeit, nichts mit zurรผck – auch junge Schamanen, die von ihren Grosseltern gelernt haben, nutzen heute moderne Mittel. Das vermindert nicht die innere Kraft. Und eben die ist es, was wรคchst im Miteinander, im Lernen und Teilhaben.

Ja wer weiss, ob die Feuergรถttin – Zeremonie etwas damit zu tun hat, die ich vor kurzem miterlebte. Danach jedenfalls trรคumte ich gleich dreimal von einer rothaarigen jungen Frau, bis ich dann in einer eigenen Traumaufstellung endlich verstand, dass sie ich ist. Also ich als junge Frau, die nun in ihrer Kraft ist, integriert in mein jetzt altes Ich, zusammen mit inneren Kindern, die auch ich sind, ich war und verwandelt die jetzige alte Frau sehen, die ihnen als Fรผhrung dienen kann. Das ist Integration und Heilung eigener verletzter Anteile, genial. Ich bin nicht nur alt. Ich bin so viel.

etwas zur Ex

In meinem Ort gibt es eine Familie mit dem Nachnamen Ex. Das ist praktisch, die kรถnnen nie zur oder zum Ex werden, sie sind es schon immer. Und auch lange verheiratet. Ich bin wieder eine Ex. Ich war natรผrlich vorher schon mehrfache Ex , also von der Freundin zur Exfreundin, aus ausgetrunken sozusagen. Ausgeschรถpft, erschรถpft auch jedes Mal. Meine Karriere als Ex.

Als Ex bin ich eine gute Freundin. Aber wenn man das gerade nicht will, sondern die Liebe des Lebens, na gut des Lebensalters zumindest, kann ja noch kommen, im Alter sind die Erwartungen doch ganz anders…

Vor allem aber hat man seine Eigenart, seinen Eigensinn und die Freiheit schรคtzen gelernt. Das gibt keiner so schnell wieder her. Es ist also nochmal viel Mรผhe, sich zusammenzuraufen. Hat nicht geklappt. Und das ganze Kennenlernen und die ellenlange Lebensgeschichte, nun fรผr nada. Aber wisst ihr was ich wirklich hasse, sind diese dating portale, auf denen sich alle vormachen, sie kรถnnten sogleich wieder jemand anderen finden. Ja bestimmt kรถnnen sie das. Aber mich nicht. Dieses sonderbare besondere Weib, das eben nicht. Wie kann ihm das egal sein. Empรถrung! Tata!

Age of the shaman

In der Tat, das Zeitalter des Wassermannes, von dem seit den Siebzigern des letzten Jahrhunderts die Rede ist, beginnt. Astrologen, New Age und auch Prophezeiungen von Urvรถlkern und indigenen Stรคmmen haben uns darauf vorbereitet. Nur, dass keiner wirklich weiรŸ, was kommt. Zur Sonnenwende am 21.12.20 erreichten mich diverse Massenmeditationsaufrufe, die mir schon lange suspekt sind. Was heisst das? Ich bin misstrauisch, welche Energien da verbreitet werden. Entweder es ist Angstmache, oder Erlรถsungsversprechen, all das ist wohlbekanntes religiรถses Beiwerk, um Menschen einzufangen. Ich bin irgendwie immun, oder vielleicht unbestechlich. Ach, nicht ganz…

Man wird da, aus amerikanischer รœbersetzung heraus, als Lichtarbeiter angesprochen, was mich jedenfalls nicht anspricht. Arbeiter ist kein Status, der viel Freiheit verspricht und nichts aussagt, was fรผr mich mit dem Licht zu tun hat. Selbst im Bienenstaat arbeiten alle fรผr die Kรถnigin. Wir arbeiten allerdings seit Jahren an der Transformation von Energien, es sind wenige , die ich da sehe. Welche nicht vielleicht ganz persรถnliche Interessen verfolgen.

Ich sehe aber mehr und mehr Schamanen hervortreten ins Licht, welche sich jahrhundertelang mit Schattenarbeit herumschlugen, verfolgt und ermordet, in ihren eigenen Lรคndern. Heute lehren sie uns die einfachen Dinge, Grundlagen, Tiefe, Verbindung zum Wesentlichen, Sprachen die fast vergessen. Dies rettet sie und uns ebenfalls. Das will ich hoffen. So manche betrachten sich als rainbow people, Kinder der WeiรŸen, welche in einer alten Indianerprophezeiung als die vorhergesagt wurden, welche die Welt helfen zu retten, Doch diese Kinder sind unterdessen selbst alt geworden. Und eine kleine Minderheit dazu, selbst unerwรผnscht und verachtet. Sofern sie nicht einfach nur Mitlรคufer einer Mode sind. Viele von ihnen sind derart moralisierend, dass sie sich in Details verlieren, wie andere zu handeln hรคtten. Wie war das noch mit dem Palmรถl, was unser Bezin so รถko machen soll? Woanders werden die letzten wilden Landschaften dafรผr zerstรถrt, Erdrutsche auslรถsend, die Lebensgrundlage der letzten einheimischen selbststรคndigen Vรถlker zerschlagen. Wie dumm und auf entfremdeter Grundlage sind solche Ansichten.

Jeder muss selbst Kontakt aufnehmen, mit seinen Lebensgrundlagen. Mit denen aller. Richtigen Kontakt, ohne die wissenschaftliche Zahlenansicht, Erbsenzรคhlerwissen, dass einen nirgendwo hinbringt. Es gibt sie nun, die echten Schamanen, ihr Kinder, die von ihren GroรŸeltern alte Weisheit erhalten haben. Licht, das im Dunkeln รผberlebte. Sie kommen um zu heilen und zu lehren. Sie haben unsere Sprachen gelernt. Sie sind die Brรผcke, die Regenbogenbrรผcke. Respekt! Ich rufe euer Zeitalter aus!

Andreas Weber, Ariadne von Schirach: Dialog รผber โ€žโ€œMehr Wildnis!โ€œ โ€” Blรผtensthaub

ab 6.30 min. Europรคische Literaturtage 2020: Nach seinem Vortrag รผber indigenes Denken beginnt der deutsche Biologe und Philosoph Andreas Weber ein Gesprรคch mit Ariadne von Schirach รผber das Thema โ€žMehr Wildnis!โ€œ. Moderation: Rรผdiger Wischenbart. Moderation Livestream-Chat: Veronikaย Trubel.

Andreas Weber, Ariadne von Schirach: Dialog รผber โ€žโ€œMehr Wildnis!โ€œ โ€” Blรผtensthaub

Wahrheit

Dies ist wirklich direkt aus Dรถrfern in Guatemala und die schwierige Lage der indigenen Menschen. Ich habe Hochachtung vor dieser Dame, die das Richtige tut, und Klartext darรผber spricht, wie diese Lage entstanden ist. Menschen hungern und es ist mir ein Anliegen, dass solche Berichte aus erster Hand weiter geteilt werden, und dass wir tun, was geht , um zu helfen.

Wir haben vergleichsweise noch wenig Grund zu jammern. Es sieht so aus, als wenn die Armen der Welt systematisch von allem Einkommen und allen Mรถglichkeiten abgeschnitten werden.

Davon abgesehen kommen in diesem Kongress auch einige indigene SchamanInnen und indigene GroรŸmรผtter zu Wort, um mit uns etwas zu teilen, ihr Erbe und ihr Wissen. Auch davor habe ich groรŸe Achtung. Wie auch immer man zu Spiritualitรคt steht, sie ist ein Erbe der ganzen Menschheit, Teil unseres Seins.

Kayute 2020

Isarnho

Entlang des Weges auf dem sogenannten Knick, einem Wall, der die Wiesen begrenzt, steht eine Reihe dieser kraftvollen Eichen. Sie sind die Nachfahren des Eisenwaldes, die ganze Gegend war einst dicht bewachsen mit den Eichen, dem Eisenwald Isarnho.

Ich spรผre einen starken Kraftstrom durch den Stamm fliessen. Ich danke den Bรคumen, die unseren Ahnen die Balken fรผr ihre Hรคuser gaben, fรผr unsere Hรคuser. Ich danke fรผr die Masten der Segelschiffe, und fรผr die Scheite, die ihre Feuer wรคrmten. Ich danke fรผr alle, die vielleicht vergassen, danke zu sagen.

Und vor der Zeit des Waldes gab es eine Zeit ohne Wald. Da war die Zeit der Rentierjรคger, eine Tundra, und sie zogen mit den Herden gegen Norden, als hier mit dem Wald, dem wรคrmeren Klima eine andere Besiedlung begann.

wir kรถnnten auch von ihnen lernen.

Eine blaue Stunde

Und dann fuhr ich ans Meer.

Es war windstill gestern, heute auch, Morgenfrost. Mir war gar nicht kalt, das Wasser spiegelglatt, die ripples im Sand mit langen Schatten, und dann ging auch schon die Sonne unter, um 16.00 Uhr nachmittags, und gegenรผber der Mond auf. Der Leuchtturm blinkte. Der berรผhmte Leuchtturm von Westerhever, ich war weit weg, und er ist kaum zu sehen.

Das war pures Glรผck. So was Schรถnes zu sehen, so viel Raum um mich herum, also so was von schรถn! Nur zwei, drei Leute mit Hunden waren da. Die Cafes zugesperrt, keine Touristen erlaubt, – wir sind im lockdown.

Und die, die ich sah, lรคchelten, und waren froh, draussen zu sein. Vogelschwรคrme. Eine Schar Kibitze, glaube ich, flog รผber mich hinweg. Die ganze Zeit hรถrte ich die Wildgรคnse, aber sie waren auf der anderen Seite des Deichs. Tausende Nonnengรคnse sind da, und sie unterhalten sich gern. Das Wasser floss langsam ab und enthรผllte den Wattboden mit einem Spiel von Pfรผtzen, Rinnsalen und Himmelsspiegelungen. Das Licht wurde blauer.

Als ich zurรผckfuhr, wurde der Mond deutlicher sichbar, und bei der Brรผcke von Tรถnning blickte ich auf die Eider bei Ebbe: auch hier das wunderbare letzte Licht auf dem Wasser, und ein zerfurchter, glรคnzender Sandboden freigelegt, doch nun war es mir zu kalt um noch mal auf die Brรผcke zurรผckzulaufen. Rechts die Sonne, links von mir der Mond.

Wรคhrend ich noch im Supermarkt etwas einkaufte, grelle Laternen und Maskenpflicht auf dem Parkplatz, Freitag abend, wurde es dunkel. Das letzte Wegstรผck legte ich auf einer schnurgeraden StraรŸe zurรผck, den Mond direkt vor mir, und zu allen Seiten dichter Nebel – die Lundener Niederung, ein Feuchtgebiet mit Vogelschutz.

Geomantisches Nรคhkรคstchen

So habe ich meine videos genannt, die ich ab und zu auf dieser playlist einstelle. Ich muss sagen, in meinem Nรคhkรคstchen sieht es echt bunt und wild aus, und so geht es mir auch, wenn ich anfange etwas zu erzรคhlen. Ich muss mich schon zusammenreissen, ruhig zu sitzen..was war mein Thema?? Aber ich habe selbst gemerkt: da ich viel Zeit habe, freue ich mich auf die wenigen Kanรคle, die ich mir regelmรคssig anschaue, und wenn die da erzรคhlen, wie es ihnen in ihrer Lebenssituation geht. Ich freue mich auch, wenn Kรผnstler ihre Arbeiten teilen, etwas vorlesen, und zeigen, wie man Kรผrbis einmacht. Also ich will keinen damit langweilen, was ich zum Frรผhstรผck esse. Immer wenn ich jemanden sah, der sowas macht, dachte ich: wieso erzรคhle ich nicht etwas, was ich gelernt habe, und was fรผr die Erde ein bisschen was bringen kรถnnte….

Denn Egokram gibt es schon reichlich. Und ich habe es ja nun bis ins GroรŸmutteralter gebracht. Da darf frau ja eigentlich alles. Ob es nรผtzlich ist, sinnvoll, das muss ich gar nicht beurteilen. Danke an DW fรผr diese Einsicht. Manchmal ist ein Satz eine Inspiration.

Leider bin ich nicht fรคhig, Filme ordentlich zu schneiden, Fotos reinzusetzen etc. Es ist schwer fรผr mich, das zu lernen. Es gibt da so Bretter vorm Kopf. Dabei macht man es uns schon so leicht hier.

Was ich sagen wollte, ich habe zwar eine Geomantieausbildung, aber seither habe ich vieles erlebt, und auch wenn ich traditionelle schamanische Rituale sehe, so muss ich die nicht genauso gestalten. Es gibt fรผr jeden einen eigenen Weg, mit Eckpunkten, die wirklich essentiell sind.

mARLANS sTORY

Marlan wandert in einer unbekannten Zeit und sucht ihre Weggefรคhrten. Dabei wendet sie an, was sie im Laufe der Jahre gelernt hat, spirituelle Lehren tauchen auf, werden beleuchtet, doch zum รœberleben dient die eigene Wahrnehmung der Natur, das Vertrauen in die innere Fรคhigkeit des Sehens und Vertrauen in das Gefรผhrtwerden durch Situationen der Orientierungslosigkeit hindurch, und den groรŸen Sinn hinter dem Ganzen.

Die gesamte Geschichte mit Fortsetzung findet sich jetzt auch auf https://beingalive.jimdofree.com/


Und

sie ging los, in Richtung Sรผden. Die Erde hatte sich geschรผttelt und nicht viel war an seinem Platz geblieben. So wie die Tiere sich ihr Fell schรผtteln und die Trรถpfchen nach allen Seiten fliegen, hat sie ein paar Winzlinge auf der Oberflรคche durcheinander gebracht. Die Frau hatte graues Haar, doch sie fรผhlte sich jung. Es war, als sei ein neuer Morgen angebrochen, auf den sie lange im Dunkel gewartet hatte.

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Feuerritual

Gestern habe ich zum ersten Mal eine richtige Yanantin-Despacho gemacht, soweit das nach meiner Anleitung und den Zutaten so ging. Das Anrufen von Spirits mache ich ja schon viel lรคnger.

Es dauerte eine Zeit, bis ich genau wusste, was ich denn wรผnsche. Denn es handelt sich um eine Wunsch- oder eine Dankeszeremonie. Und man รผberlegt besser zweimal, um den Wunsch nicht allzu sehr einzugrenzen. Doch die Absicht ist hier nicht, eine Art Bestellung abzugeben, wie es in manchen Bรผchern heisst. Die Absicht ist das Eingebundensein im Universum, eine Kommunikation mit allen Elementen, mit Natur in ihren Formen und Namen. Eine Wรผrdigung. Bei diesem despacho werden Blรคtter verwendet, in diesem Fall einfach aus dem Garten. Da liegen eben gerade so viele herum…es ist November. Am Ende wird alles zu einem Bรผndel geschnรผrt, und heute frรผh habe ich es in der kleinen Feuerhรผtte verbrannt. Auch das dauert. Erst qualmt es und ich muss raus aus der engen Hรผtte. Die Nachbarn nebenan bauen an einem carport, da wars etwas laut.

Sehen konnten sie mich nicht. Auf die Idee wรคren die nie gekommen, was das wohl soll…Ich mache da รถfter mal Feuerchen an, auch um steinzeitliche Tรถpferversuche zu brennen, im offenen Feldbrand, wie es heisst. Da braucht man besseres Holz, als die paar ร„ste, die ich eingesammelt hatte.

Am Feuer ist immer so ein gutes Gefรผhl, es wird mal richtig heiรŸ und die Flammen tanzen so lebendig. Die schrillen Sรคgen, das Baustellenradio, das entlockte mir nur ein Lรคcheln. Wir sind ja nicht allein auf der Welt. Obwohl ich schon fast am Ende davon lebe.

Mittendrin im Leben.

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