Leere

Manchmal, wenn Leute ständig arbeiten oder sich vergnügen und nie zur Ruhe kommen, dann sagt so ein beobachtender Zeitgenosse dazu: Der will seine innere Leere nicht wahrnehmen. Der muss sich mit Ablenkung ausfüllen. Nach der buddhistischen Lehre allerdings tun wir das alle unentwegt mit unseren Gedanken, und die Leere ist ist diesem Fall das Erstrebenswerte, das Ziel zu dem hin man unentwegt Mantras wiederholt…

Ja, was denn nun. Gelegentliche Leere ist toll, solange die Sonne scheint. Alles was mir fehlt, ist die Sonne, denn mit der macht mir alles Spaß, aber ohne nicht. Aus diesem Grunde bin ich schon ausgewandert, wobei mir manchmal auch die Fülle zu voll war, und die Einsamkeit lässt sich auch nicht mit Menschen füllen, die man nicht gut kennt. Innere Leere ist vielleicht gar nicht was der Mensch zu fliehen sucht. Da ist es vielmehr innere Trauer und vieles mehr, was auf dem Weg zur Leere auftaucht und – „aufgearbeitet“ – werden muss. Das bedeutet wahrgenommen und auśgehalten.

Dieses Wort von der Aufarbeitung! – ich hörte es in den Nachrichten. Nun will „man“ also die Corona-Zeit „aufarbeiten“, aber lieber mit Fachleuten und Wissenschaftlern statt mit den Bürgern, ist sich darüber auch nicht einig, und daher wird das Ganze so lange verschoben, bis sich möglichst wenige noch erinnern und die Betroffenen der Misere aufgeben. Sie haben dann die schlimmen Erfahrungen abgespeichert, aber durften sie niemals artikulieren oder gerechte Wahrheit fordern. Das Trauma, und mit Sicherheit ist es eines, wird verschoben. Um das einmal mehr zu sagen: Es sind ungeheuerliche Dinge von uns allen gefordert worden, in jener Zeit, und vielleicht will man das ja auch noch mal wiederholen.

Wirklich schlimm ist es eher für diejenigen, die alles unwidersprochen mitgemacht haben, denke ich. Wie können die sich eigentlich in die Augen sehen? Sie haben gehetzt und unschuldige Menschen verurteilt, diffamiert, Kindern unsägliches Leiden zugefügt und den Alten ebenfalls. Ohne Begründung als ihre Angst und den Glauben an vollkommen unfähige Institutionen.

Ja, das ist jetzt mein Urteil….Für uns hat es nun den Vorteil, dass wir Menschen uns gefunden haben, die anders sind. Wir werden gewiss nicht mehr jedem vertrauen.

Die offiziellen Stellen sind doch gar nicht die, denen die Aufarbeitung zusteht. Es müssen Mediziner Und Fachleute gehört werden, die sich seit Jahren mit dem Thema auseinandergesetzt haben! Hinterher sollte man eigentlich schlauer sein. Oder warum gibt es das Problem offenbar nicht mehr?

Leere Leere, da wo Erklärung, Wahrheit und Einsicht hingehören würden.

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