Gestern suchte ich in meinen Koffern der gesammelten Werke nach einem Text, und dabei entdeckte ich einfach meine alten Bilder wieder, ich war recht begeistert und suchte einige aus, um sie aufzuhängen und zu würdigen. Und dafür kommt mir der blog gerade recht.
Ich las mich auch in Tagebücher hinein, völlig erstaunt, was ich in 2022 an Wandlungen durchlebt habe. Ja, intensive Zeiten kann man nicht immer haben, aber sie wirken sich auf immer aus. Wann habe ich diese Bilder gemalt, ich weiß es gar nicht. Bei einem steht 2005 drauf.

Den gesuchten Text fand ich gar nicht. Meine ganzen kreativen Werke sind ein Wust von Fragmenten, nicht zu denken ohne Einfluss von Fotografie, von Geomantie, Erfahrungen mit Menschen und Reisen, teils in einer verunglückten Festplatte verloren, nie sortiert, und meist auch nie gesehen. Ausstellungen machte ich wenig, die direkte Öffentlichkeit macht mir eher Angst. Auch das blabla was man von sich geben soll.

Kraft ist da drin, finde ich. Ich bin durch schwierige Prozesse gegangen, dagegen empfinde ich das derzeitige Leben angenehm ereignislos. Und eigentlich würde ich meine Kunst nicht ohne die Tagebücher denken wollen. Die ich aber ja nicht öffentlich machen könnte, zu meinen Lebzeiten. Falls es überhaupt interessant wäre.
Doch, Biografisches ist „irgendwann “ wieder interessant. Auch wenn man einen Pool hätte der Sammlung, aber da fühle ich mich in der Kunstwelt nicht korrekt aufgehoben. Es muss ein spirituell bewusster Raum sein.

Handyfotos sind keine korrrekte Archivierung, Koffer auch nicht…Ich muss mir mal Gedanken machen.
Mein Vater, 92, sprach mit mir über sein Testament. Da geht es auch um viele alte Fotografien, also alt heißt, aus unserer Lebenszeit. Wir hatten schon früh ein Schwarz-weiss Labor im Haus.
Jedenfalls, die Themen gehen mir nicht aus, wenn ich noch manches wieder aufsuchen will.

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