12 von 12 im Juni 26

Auf dem blog „Draußen nur Kännchen“ werden alle Beiträge zum 12. Juni gesammelt https://draussennurkaennchen.blogspot.com/2026/06/12-von-12-juni-2026.html?m=1

Der Tag beginnt gesund mit Obst zum Frühstück, Haferbrei, Magen-und Darmtee.

Heute wird ein Nesthockertag, nicht viel zu berichten. Der Himmel ist weißlich und dicht, kalt ist es und daher beschließe ich einen kleinen Abstecher in ein Nachbardorf, Delve. Das ist viel größer als meines, und hat einen kleinen Laden in der Alten Schule, wo man sich an Büchertauschregalen bedienen darf. Mal finde ich nichts, mal ist es so toll wie heute. Sechs Bücher, die mich interessieren

Außerdem ein update zu den aufkommenden Veranstaltungen. Ich fahre noch ums Eck zur Eider, wo man die kleine Fähre gegenüber sieht, die Anlass für die Musikzug und Sportevents gibt. Ein bisschen Kult hat jedes Dorf. Dieses hat sogar einen Campingplatz und ist fast ein Geheimtipp, angesichts der vollen Strände im Sommer ist es hier regional gemütlich an der Badestelle. Aber nicht heute. ich fahre gern Auto. Ich hatte das nicht immer, und dachte darüber nach, wie sehr unsere Sprache davon geprägt ist, „einen Gang runter zu schalten“ oder „ordentlich Gas zu geben“ und so weiter. Wie werden die elektrischen Sprüche, wenn das gar keiner mehr versteht?

Next Imbiss mit selbstgemachtem Ghee auf dem glutenfreien Brötchen.

Und die Zeitung , da ist noch der Artikel über das Chemiewerk in Brunsbüttel, eines der größten Deutschlands. Ich gebe zu, ich wußte gar nichts davon. Ein bisschen ekelig, die Jubiläumssprüche. Gerade sind wir an einer Batteriefabrik vorbeigeschrammt; nachdem viele Hektar Ackerland bereits betoniert wurden, ging die Betreiberfirma pleite. Seither beherrscht das Northvoltthema diese Zeitung, die Politiker werfen sich gegeseitig Fehler vor, und die Heider waren wieder die Dummen, die sich rein legen ließen in ihrer Gier nach Geld und Arbeitsplätzen…

Man sieht zu, wie aus einer landwirtschaftlich dominierten Landschaft etwas Industrielles wird. Leer, tot, unangenehm. Nein, mein Fortschritt ist das nicht, dazu müsste es mehr Bewusstsein geben, wie wesentlich die Vögel, das saubere Wasser , die Freiheit sind.

Nelkenwurz, lerne ich heute, breitet sich zwischen den Erdbeeren aus und ist aber auch ein gutes Heilkraut, so dass ich davon einen Tee mache.

Nun aber zu den Büchern, von denen ich gleich drei auf einmal beginne und mich über Schüsslersalze informiere, und dann weiterschmökere in einer historischen Zeit- in der ich selber jung war. Krass, „Damals“ Wir sind Geschichte….Für mich ist Damals die Zeit von der Gräfin Dönhoff, über die ich auch gern lese. Wie viele der Eltern meine Freunde und die Familie meiner Mutter ist sie aus Ostpreussen geflüchtet, sehr bekannt da sie darüber geschrieben hat in der ZEIT, die ich früher mal las. Früher.

Mein Versuch draußen zu sitzen, war zum Scheitern verurteilt. Immer wieder Regen.

Ob es jemals möglich ist, den Strandkorb zu reparieren, wir werden sehen. Es ist ein schweres Ding, ich kann es nicht. Artha Martha hätte noch unter die Plane gepasst, aber…

Für heute Abend bleibt mir das Radio, im Retrodesign manches, und morgen ein Besuch im Steinzeitdorf, wo das Bogenschützenturnier der Zeitreisenden stattfindet.Wikinger, Mittelalter, Modern times, Steinzeitjäger (alle im passenden outfit) Sonntag ein Flohmarkt, Montag ein Frauenkreis. Da komme ich genug unter Leute. Aber ich habe nur ein Steinzeitoberteil umgenäht.

Der magische Ort 1

Sie nannten es den magischen Ort.
Tatsächlich brachte die Eigenart des Ortes, möglicherweise eine Art von Magnetismus in den Bergen , verborgene Kristalle oder was immer diesen Zustand hervorrief, eine Form des Vergessens mit sich. Man vergaß den Rest der Welt, obwohl er hier täglich aufs Neue in Gestalt der ankommenden und abreisenden Personen anwesend war. Dies erschien mit der Zeit ebenso wie die Wellen der Gezeiten, die auch manchmal größer und wilder waren, dann wieder freundlich. Wer blieb, wurde zu einem Bestandteil des Ganzen. Und das waren dann eben sie, die mithilfe des magischen Ortes ebenfalls geheimnisumwittert erschienen. Wer sie einmal gewesen waren, interessierte nicht mehr.

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Ups, diese neue Werkzeugleiste irritiert mich. Wie immer, wenn etwas anders ist. Es war doch mal einfach.

Na und dann ist auch noch die Kaya weg. Einfach weg. Ja, das ist unsere Freiheit hier und auch im Leben. Wir dürfen uns verdünnisieren, denn wir gehören nur uns selbst. Als Autor von einem Buch möchte man das sicher auch oft, aber darf es nicht mehr so. Man muss Reaktionen zur Kenntnis nehmen. Ich gebe zu, wenn ich so viel geschrieben hätte wie sie, so persönliches und dann noch so viel Erfolg bzw. follower hätte, es würde mir auch irgendwann zu eng, zu viel und dann noch jedem auf seine Kommentare antworten. Da bin ich doch froh, dass mich kaum jemand liest….oder wie.

Manche schreiben, Tagebuch.

Das ist privat. Das geht keinen was an, weil ich mich damit entlaste, wenn kein Gegenüber da ist. Das schreibe ich mit Bleistift. In Hefte, die wer weiss wo mal gelagert werden müssen, auf dem Dachboden, und lange nach meinem Tode werden sie gefunden und sind einzigartige Dokumente aus einer Epoche, in der Leute noch mit der Hand auf Papier schreiben konnten…nur die Sprache kennt man nicht…

blog 22.5.2020

Es gibt ja viele, die sich zur Zeit wieder an früher erinnern, und die Sprüche, dass DAS so nie wieder passieren dürfe, und so weiter. Dabei gibt es brilliante Analysen darüber, warum das alles so passieren kann.

Dazu zitiere ich jetzt Wilhelm Reich. Aus “ Die Entdeckung des Orgons“, Seite 204

„…In Wirklichkeit war Hitler nur der Ausdruck des tragischen Widerspruchs in den Menschenmassen, des Widerspruchs zwischen Freiheitssehnsucht und realer Freiheitsangst.

Der deutsche Faschismus sprach es klar aus, dass er nicht mit dem Denken und dem Wissen der Menschen, sondern mit deren kindlichen Gefühlsreaktionen operiere. Weder das politische Programm noch irgendeine der vielen verworrenen wirtschaftlichen Versprechungen, sondern in der Hauptsache der Appell an ein dunkles mystisches Gefühl, an eine unbestimmte, neblige, doch ausserordentlich kräftige Sehnsucht brachte den Faschismus zur Macht und sichter ihn in der Folgezeit. Wer  dies nicht begriff, begriff auch den Faschismus nicht, der eine internationale Erscheinung ist. Der Irrationalismus in der Willensbildung der deutschen Menschenmassen ist an folgenden Widersprüchen darzulegen.

Die deutschen Menschenmassen wollten „Freiheit“. Hitler versprach ihnen autoritäre, absolut diktatorische Führung mit dem ausdrücklichen Auschluss jeglicher Meinungsäusserung. 17 von 31 Millionen Wählern trugen Hitler 1933 im März jubelnd zur Macht. Wer die Dinge mit offenen Augen sah, wußte: Die Menschenmassen fühlten sich hilflos und zur Verantwortung für die Lösung der gesellschaftlichen chaotischen Probleme im alten politischen Denkrahmen-und -system unfähig. Der Führer sollte und würde es für sie tun.“ Zitat Ende

Dem ist ja nichts hinzuzufügen.

Es gibt heute einige wirksame therapeutische und Verstrickungen aufdeckende Methoden, die im übrigen auch von Firmen und Konzernen zur Lösungsfindung angewendet werden. W. Reich konnte seine Erkenntnisse damals nicht öffentlich äussern. Und irgendwo beginnt ja die Unfähigkeit….heute wieder vor neuen Herausforderungen, die keiner recht überblicken kann. Die Gehorsamkeit wird schon getestet.

 

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