An der Busstation ein Büchertausch

An der Busstation ein Büchertausch

Nach dem Regen ist vor dem Regen. Unser Radiosprecher bezeichnet das als nun typisch norddeutschen Sommer. Ich habe auch den Eindruck, dass man uns vieles vorenthält in diesem Sender. Zwar haben sie jeden Tag ein Thema, zu dem dann Politiker interviewt werden. Aber…
Wenn es fast regnet, sitze ich auf der Hintertreppe. Die Hintertreppe ist beliebt, bei Kindern und in Filmen. Es hat etwas privates, keiner sieht dich. Ich habe nicht mal ein Vordach, weder vorne noch hinten. Zu teuer.
Das Dach des Strandkorbes zu reparieren erwies sich als schwierig. Nun denn, Katzen freut es dennoch. Max war über eine Woche weg, und er frisst sich gerade durch den Tag.

Ich lese: „Lolita lesen in Teheran“, von Azar Nafisi, ein Buch von 2003 und man liest es anders unter dem heutigen Eindruck, was im Iran alles noch passiert ist und passiert. Es bewegt mich ungeheuer. Weil ich es als Frau lese, und weil es darum geht, wie es kam, was den Frauen damals und noch immer dort angetan wird.
Und weil ich endlich- durch die Augen dieser Literaturprofessorin, die zuvor in Amerika lebte und nun an der Universität in Teheran unterrichten soll, was ihr ziemlich schnell verboten wird, – einiges mehr verstehe.
Zumal ich zur etwa gleichen Zeit, um 1980 in Berlin studierte und dort die ersten Wochen in einem Studentenheim am Sigmundshof wohnte, auf dessen Flur im soundsovielten Stock auch viele iranische Studenten und eine Studentin wohnten. Man hatte eine gemeinsame Küche. Ích war extrem schüchtern und wusste nichts. Aber ich habe sie nicht vergessen, denn damals gingen sie zurück in ihr Heimatland, weil sie hofften, dort etwas zu bewegen. Und wie diese Hoffnungen komplett zerschlagen wurden, darüber kann die Autorin sehr genau berichten.
Die Frage stellt sich immer wieder. Ist es ein schwaches Ich, welches Leute zu politischen oder religiösen Gruppen zieht, wodurch sie eine Identität erhalten- eine künstliche meine ich, – und in diesem Falle betrifft das vor allem Männer. Wir lesen hier eine sehr gut beobachtende Analyse. Dabei wird aber auch die Literatur mit ihren Beispielen- ausgerechnet Lolita, eine Provokation und doch nicht von ungefähr, – nicht zu kurz kommen. In jener Literatur wird der amerikanische Traum seziert, und auch der fällt irgendwie auseinander.
Wer aber mit einer solchen Identität bereits aufwächst, muss kein schwaches Ich haben. Und die heutige Generation ist bereits 20 Jahre bald 40 Jahre damit aufgewachsen und dennoch haben die jungen Frauen rebelliert, gegen diese Willkür und Gefangenschaft. Sie zumindest haben trotz aller Aussicht auf Tod und Strafe ein starkes Ich entwickelt. Oder endlose Verzweiflung.
Amerika und der Westen sind nach wie vor der Feind…
Kaum vorstellbar, aber wenn man als Frau (:)) in Asien, Indien oder auch anderswo unterwegs war, kennt man es schon, die Notwendigkeit sich zu verhüllen, sich anzupassen und sich zu wehren. Oder man nutzt sie aus, die Attraktivität, um einen Job zu kriegen. Und das, wo man als Hippie auszieht, um frei zu sein….wir sind so aufgewachsen in den Siebzigern, ich wollte alles was Männer tun und tat es auch.
Eine besondere Rolle in der ganzen Geschichte um den Iran hatte die damalige Linke. Darum auch lohnt es sich, das zu lesen. Politische und religiöse Ideologie ins Extreme gebracht, voller Leidenschaft, hat nichts aber auch gar nichts Gutes angerichtet. Nirgendwo.
Natürlich wusste ich, dass es der zwölfte war. Weil es doch so eine wichtige Sonnenfinsternis gab, die genau zum Zeitpunkt unserer Meditation ihren Lauf nahm. Ich hatte keine Brille, um hineinzuschauen, und wir saßen am Kastanienbaum und trommelten. Die Tauben gurrten leise. Stimmen bei Nachbarn, irgendwo. Ein Hund bellte. Gegenwärtigkeit macht ganz glücklich.
Aber ich war auch weit gereist mit dem science fiction Roman (Haus der Sonnen) Das war nun wirklich so spannend, und so komplex und voller Überraschungen, dass man es für möglich halten könnte, die Welt zum gesamten Weltraum geworden, entweder Millionen Jahre vergangen oder noch in der Zukunft. Das mag ich, offene Möglichkeiten.
Die 12 Fotos des Tages machte ich jedenfalls nicht.

Aber jeden Tag mache ich etwa drei Fotos, habe auch einiges für die Reise vorbereitet, nur die Schuhe, das wird schwierig. Wer nimmt denn vier Paar Schuhe , wo man eher ohne laufen möchte. Aber ich weiß das schon, harte Steine und die Füße tun immer weh.

Melde lernte ich heute kennen. Das ist wieder so witzig, denn in dem Roman waren die Personen einer Familie Gentian alle nach Bachblüten benannt. Und eine hieß tatsächlich Melde. Diese Familie bestand aus Klonen und man rechnete die Zeit in Millionen von Jahren, konnte sie aber auch biegen , damit lange Strecken kürzer erlebt wurden. Es gab so viel Wunderliches.
Wären sie Pflanzen gewesen, so wäre das normal! Und da hat man sicher Schwierigkeiten, mit den Erinnerungen, 6 Millionen Jahre….Und dann holen einen alte ganz alte Fehler ein, von denen man gar nichts weiß! Uns passiert es manchmal in Träumen, Menschen von ganz lange her tauchen da lebendig auf. Vielleicht ist das unser Weltraumgedächtnis.
Meins ist da stehengeblieben. Immer auf der letzten Reise, obwohl sich ja seither vieles verändert hat. Und nun zur 19 Millionen Jahre alten Insel, wobei es verschiedene Schichten jüngeren Datums gibt. 80 Prozent Steilküste. Nur ist der Reiseführer auch schon in die Jahre gekommen, und dass es dauerhafte 25 Grad celsius gäbe, ist ein Märchen. Im August hat es mancherorts ebenfalls 40 Grad.
Diese Töne werde ich dann auch aufnehmen. Einzigartig und vergißt man nie! (Pardela heißt er auf La Gomera) Ein Albatross also.
Über die Kunst finde ich hier einen interessanten Artikel.
Man stellt dort gute Fragen, aber am Ende kommt doch nicht vor, dass der Ursprung der Kunst von Ritualen und Glauben nicht getrennt war. Er war ein Mittel der Verbindung zur Wesenswelt, zur Anderswelt, zu ALLEM, und diese Kranken haben vielleicht einen Weg dorthin gefunden. Ein magisches Denken, dass wir erschaffen, was wir brauchen. Sei es Schutz, sei es die Weltrettung. Kunst als Kunst für den Betrachter , nein.
Auch im Roman „Ida“ von Katharina Adler geht es um eine Frau, die in die Fänge von Psychiatrie des Sigmund Freud gerät, als Patientin. Sehr gut beschrieben, aber beklemmend zu lesen, wird deutlich, wie sehr wir selber bald nicht mehr wissen, was die Wahrheit ist…und wie sehr die Männer ihr Leben bestimmten.
Was ist geistig gesund…? Auch die Zeitgeschichte der jüdischen Familien, die nicht glauben konnten, was ihnen geschah, ist kenntnisreich geschildert. Von innen heraus, aus Sicht der Ida.
Was derzeit einem Didi geschieht, ist geradezu beispielhaft. Seit wann wird Meinungsäußerung eigentlich verfolgt, wenn man eine öffentliche Reichweite hat? War das immer so? Wird man bestraft, wenn man gegen Krieg ist? Muss man auch noch schnell einen Grund liefern, in den nächsten Nachrichten, warum „wir“ unbedingt aufrüsten müssen? Also ich bin nicht mehr überzeugt davon, was hier die Wahrheit ist,…
Meine Besucher sind weitergezogen, es war eine schöne Zeit. Und ich kann wieder denken und schreiben. In Gesprächen, von denen es einige gab, kann ich viel mitnehmen, doch vieles entdecke ich erst im Nachdenken, im Nachhinein….Auch da verschobene Weltsichten, die nicht ineinander passen. Vom anderen Ort, eine andere Nachrichtenlage im Ausland, zum Beispiel die Ceuta-Geschichte. Spanien soll nun abgegrenzt werden in der EU?usw….Und gewiss gibt es hier und dort böse Absichten, o ja.
Nun, auch hier in der Nähe gibt es ein Museum für sogenannte Outsider Kunst, in Schleswig. Auch hier hat der Arzt Kunst gesammelt. Und ich erinnere mich, dass ich dort einmal eine beeindruckende Ausstellung sah. Beindruckend, ein blödes Wort. Es trifft einen schon, in Innere. https://www.stadtmuseum-schleswig.de/CMS_2015/museum-fuer-outsiderkunst
Ich selbst mag Kunst ohne den Gedanken an den zukünftigen Betrachter, das Gegenteil von intellektueller Konzeptkunst, in der nur der Kopf regiert. Wir erinnern uns, dass Künstler auch trotz Armut und Existenznot ihre Werke schufen , und nicht Millionen scheffelten, die man diesen Werken heute zuschreibt. Was passiert da eigentlich? Früher galten sie als verrückt, heute als Genies. Na dann hoffen wir, dass uns das in der Zukunft auch geschieht.
Nach dem plötzlichen Sommerausbruch- alle sagten Hitzewelle dazu- kam viel Wind auf und der Himmel ist wieder von Wolken bedeckt. Eigentlich ist es eine endlose Wolke. Vielleicht kann man nicht mehr stur auf Sommer und Winter bestehen, sondern erfindet allerlei Jahreszeiten dazu. Oder ist das Wetter künstlich gemacht? ich fürchte, die Kontrolle steht dem Menschen nicht zu und ist aus dem Ruder gelaufen.
Die Rosenbüsche strecken wieder lange Arme aus, wie oft habe ich sie schon abgeschnitten? Es gibt fette Schnecken, aber sie halten sich zurück. Erstaunlich viel Salbei und Katzenminze und auch Koriander ziert die Töpfe.

Die Beerenernte muss ich sortieren nach reif und unreif. Stachelbeeren sind noch hart und sauer. Sauerkirschen werden rot, sie hängen nun so hoch und sind den Vögeln vorbehalten. Das gibt ein Fest.

Für mich ein Leckerbissen ist der Fantasy-Roman von David und Leigh Eddings. Es macht mir immer Mut zu lesen, dass der Autor schon über fünfzig war, als er sein erstes Buch veröffentlichte….
Althalus ist ein so gehaltvoller, ideenreicher und – weiser – Roman. Das Alter des Autoren und die Zusammenarbeit mit seiner Frau trägt reife Früchte. Die starre Ordnung von Gut und Böse wird aufgebrochen, denn Althalus ist zunächst ein Dieb, und das ist sein Beruf. Dann wird ihm eine Aufgabe zugeteilt und Gefährten…ein road movie durch viele Länder und zum Rand der Welt. Es geht um ein geheimnisvolles Buch von Gott, Deiwos, das sein Widersacher Daeva in die Hände bekommen will. Ach, und eine Hauptfigur, die Schwester des Gottes, kann sich in eine sprechende Katze verwandeln.
Ich glaube, mein inneres Kind – – meine Hauptfigur – ist sehr davon angesprochen.
Der „rote Coyote“ auf dem Foto ist mein Logo. Er steht für den Trickster-Betrüger aus vielen Geschichten , dem manches aus dem Ruder läuft. Das ist der Stoff, aus dem Geschichten gewebt werden. Oh schon Juli!
Heute muss ich eine Pause machen, also eine Tagespause. Während jeden Tages mache ich viele Pausen, wie es mir passt und kann wohl gar nicht mehr mit anderen zusammen etwas tun, was Stunden dauert. Dabei bin ich so früh unterwegs gewesen, dass ich ganz allein an der Badestelle war! Endlich konnte ich mich mal bewegen.

Am Sonntag konnte man das nicht mehr…
Von den Krimis mache ich eine Pause, es gibt so viele davon, und absurde Geschichten. Echte Morde, wie heute in den Nachrichten, lassen einen sprachlos zurück. Mehrere meiner Bekannten arbeiten in Einrichtungen für das Jugendamt. Sie haben es nicht leicht.
In Wahrheit muss man die Mörder nicht immer suchen, und wir lesen die Geschichten eher wegen der Rätsel und des Ambientes, wenn sie denn in Italien spielen.
Vor kurzem schaute ich einen Donna Leon ( verfilmte Krimireihe die in Venedig spielt) der ersten Stunde, mit Joachim Krol, der ja eigentlich ein sehr guter Schauspieler ist. Aber ich finde deutsche Schauspieler, die Italiener darstellen wollen, einfach nur peinlich. Da gucke ich wirklich lieber echte Italiener, wie den Kommissar in den Alpen. Oder Ripley, die Serie ist so englisch wie nur geht. Und auch menschlich melancholisch, es geht hier um mehr Gefühl als um tote Körper, die von Pathologen im Film wie Dinge behandelt werden.
Die Fundbücher von heute dagegen- Fantasy und Komödie, -sind eine willkommene Abwechslung. Atlantis von Marion Zimmer-Bradley ist natürlich ein Klassiker, den ich schon gelesen haben muss, irgendwann. Manchmal kann ich mich auch nicht erinnern, denn ich hatte Jahre, dreißig Jahre her, zB, da las ich ebenso viel wie heute .Da fand ich Bücher in der Bücherei. Die in vielen Büchern verborgene Weisheit hat mir viel gegeben.
Manches ist eben auch wahr….Willst du eine Botschaft vermitteln, schreibe lieber einen Roman. Aber die Verlage geben ja wohl ihrerseits die Aufträge heraus mit den Themen, die angesagt sind. Viel Geschichtliches und Regionales.
„Die Mittsommerlüge“ von Katrine Norregaard ist eine Ausnahme, aus dem Dänischen, ist eine besondere Familiengeschichte, die Tabus anspricht, von einer ganz jungen Frau geschrieben , die die best novel competition einer Zeitung 2016 gewann, menschlich so gut, wie ich mit zwanzig sicher nicht beobachten konnte. Damals hatte ich gar keine Worte.
Mein eigener früherer Beitrag wurde mir als content-Zeitkapsel vorgeschlagen. Von 2018. Anscheinend hatte ich da noch ein ernsthaftes Projekt, zu den Tagen des Maya-Kalenders zu zeichnen. Ich schaffte aber nie alle dreizehn. Wie so oft, halbfertig und dann wieder was anderes….
Heute ist 13 Oc im echten Mayakalender, also dem der Maya.
Eine echte Zeitkapsel aber ist das Buch, welches heute im Briefkasten war:
NICO- Im Schatten der Mondgöttin, von Lutz Graf-Ulbrich, genannt Lüül, ein Musiker, der über seine Erinnerungen an die wilden siebziger Jahre mit der Sängerin schreibt. Da wir seine früheren bands öfter mal hören, Agitation free oder Amon Düül, finde ich das interessant. Ich war zwar ab 1977 auch in Berlin, wusste damals aber nichts von diesen Leuten. Vielleicht standen sie in der Kneipe mal neben mir…
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Wen haben wir denn da getroffen? Ein Froschkönig auf dem Silbertablett des Außerirdischen! Ach ist das schön, dass es noch ein paar versprengte alte Hippies gibt. Ja ich weiß, in Indien schon. Aber das ist mir nun doch zu weit.
Ein Trommeltreffen, das Wahnsinnswetter, gute Gespräche.

Und als ich dieses Buch „walkaway„( Cory Doctotow) weiterlas, war ich immer mehr enttäuscht. Eine Utopie? Ich glaube nicht, aber ich gehöre ja nicht zu der Generation. Da geht es zwar um ein Abwenden von der Kultur, die wenigen Reichen die Macht gibt. Aber es wird von fortwährender Zerstörung begleitet. Die “ ersten Schritte einer besseren Welt“ lassen natürlich irgendwie an die „Last Generation “ denken. Sie wollen nun die Ersten sein. Wie die „First Nations“ der Ureinwohner in Kanada, wo das Ganze spielt, die auch noch da sind. Das ganze neue System ist hochtechnisiert, hat keine Bosse, aber das Computerwissen ist alles. In Kanada gibt es genug Platz, immer wieder weiter weg zu gehen.

Dabei müssen unbedingt die server, die clouds etc gerettet werden. Roboter, Drohnen und Zeppeline machen das möglich. Mir kommt das nicht erstrebenswert vor….last not least wird erfunden, das Bewusstsein von Toten oder Lebenden auf den PC hochzuladen und so zu erhalten. Erstaunlicherweise sind auch die Gefühle dabei, und das ohne Körper, was ich wirklich nicht ganz erfassen kann. Von einer Seele wird hier nie geredet. Es gibt endlose Diskussionen, aber das ist der Weg des Überlebens? In ferner Zukunft können sie Körper erschaffen und laden sich wieder herunter. Dabei sind auch alle queer, trans und bisexuell. Ohne das wäre es genau der Traum von Elon Musk, schätze ich. Aber davon hält er ja nichts, er hat seinen Sohn deswegen verstoßen. Und Boss muss sein.
Anyway gibt es kaum einen aktuellen Roman oder Film in den öffentlichen Sendern, wo noch Mann-Frau-Beziehungen existieren. Nur über 60. Man hört nun auch im Leben von vielen jungen Leuten, die nicht sein wollen, was sie sind.
Ich wundere mich aber viel mehr noch über das Verständnis von Bewusstsein, welches ohne KI und PC-netzwerk nicht mehr existieren soll. Wo sind all die spirituellen Lehren, das Wissen, die Übungen geblieben?
Viele Bewusstseine ohne Körper wurden doch schon erfunden, gefunden, erlebt, wo wir doch gerade Pfingsten mit dem Heiligen Geist hatten, –
Ich lese außerdem “ Die unsichtbare Ordnung des Lebens“ von Jens Oertel, ein praktischer Ratgeber über energetische und geomantische Wirkungen. Fern von Aberglauben wird hier alles logisch erklärt, und endlich habe ich die Lahkovski-Spule verstanden. https://youtu.be/cY9cntfNduQ?si=g6F3Vs3btFGuwNR0



Cory Doctorow, Roman 2018 Heyne
Ein hochinteressantes Buch, dabei nicht einmal neu. Aber die Ideen! Es geht um die Alternative zur bestehenden Gesellschaft, die in diesem science fiction nur geringfügig „weiter“ ist als die unsere, abgesehen von der noch fortgeschritteneren Überwachung und Kontrolle. Um diesem System zu entgehen, entfernen sich junge Leute und bauen etwas eigenes auf. Auch dieses ist hochtechnisiert, gut organisiert und dennoch ein Experiment.
Ich erinnere mich an bestehende Versuche, Ökodörfer und Gemeinschaftsbildung, für die ich nie geeignet war. Aber ich weiß in etwa, wie sie funktionieren und wie nicht. Tamera ist interessant. Die Idee also weitergesponnen….ich bin erst auf Seite 190 von 736. Klar, ich bin zu alt, um da wirklich mitzukommen. Der Autor ist berühmt. https://diezukunft.de/taxonomy/term/5166

Die Maiglöckchen sind da, unter dem hohen Giersch verborgen! Wild? Wäre es wild, würde alles nur Brombeere sein. Tatsächlich ist es Arbeit, hochsensibel, auf all die Blütenpflänzchen zu achten , statt nur Grün zu sehen. Ich glaube, einen guten Gärtner macht die Erfahrung.



Ich bin wirklich begeistert vom Buch, das man nicht einfach nur lesen kann, sondern man muss nachdenken über die Entwürfe und Philosophien. Das ist die spannende Frage, wie die Zukunft aussieht und wie wirken wir daran mit.
Was ist Bewusstsein?
Das Internet ist mein Winternet, im Sommer betrachte ich lieber Lämmer. Endlich Sonne!
Die schweren Rosenbüsche kippen schon wieder bedenklich auf Wege und Improvisation ist alles, immer und forever. Es ist sehr grün, sehr. Leben in Echt.

Algen im Wasser, ich wollte doch einmal Wasserschnecken besorgen. Stattdessen schon wieder zwei Bücher, im Vorübergehen. Das Eine ist ein Wälzer, es heißt „Walkaway“ und scheint mir die Vision ganz vieler Menschen zu sein, die ich kenne. https://www.deutschlandfunkkultur.de/cory-doctorow-walkaway-technologie-gegen-die-angst-vor-dem-100.html Eine Zukunftsvision, die keine Dystopie ist, auch keine Utopie wie jene, die ideale Gemeinschaften bauen. Ein Weg, einfach, vielleicht nannte man das mal Aussteigen. Aber auch was heute als Aussteiger gilt, ist selten ganz draußen. Seit das Fernsehen Leute fürs Aussteigen bezahlt…ein Geschäftsmodell. Auch scheitern ja so viele und wollen wieder zurück, auch weil die Illusion , woanders wäre es besser, nicht stimmt.
Ich bin gespannt. Der jährliche Aussteigerbesuch hat sich angemeldet für August, weg von der Arbeit im Aussteigerparadies, da wird es heiß. Da kommt man doch mal in die alte Heimat. Ich freue mich.
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