Buch: Das Super Geniale Rezept Der Lois Clary

von Robin Sloan, 2019, Heyne

Bücher um gutes Essen! Der zweite Roman, welchen ich las, war „Glück ist, wenn man trotzdem liebt“ von Petra Hülsmann, Bastei Lübbe, 2016. Ein bisschen das übliche fürFrauenbuch, welches ich an einem Tag durch habe und wo man Lust auf schönes Essen bekommt. Dieses hatte die etwas vorhersehbare Liebesgeschichte wie man es von den leichten Komödien kennt. Naja, Glück ist wenn man trotzdem liest….

Und das Buch, in dem es um Sauerteigbrot geht, ist so absolut schräg und wunderbar, von einem Mann geschrieben, aber in der ichform als Frau. Hier gibt es einfach nicht dieses Liebestralala. Diese Frau ist – wie eigentlich immer in diesen Büchern- ebenfalls schüchtern, zurückgezogen, und so weiter, und wie immer wandelt sie sich und wird zu einer selbstbewussten Persönlichkeit aufgrund eines Zufalls, eines Impulses der von außen kommt und das ist in diesem Fall das Sauerteigbrot.

Im anderen Buch ist es der Koch…Wir sehen hier einen Weg des sozialen Miteinanders, der ganz unterschiedliche Menschen vereinen kann. Das amerikanische Buch befasst sich auch mit dem fastfooddilemma, aber alles in lustiger Form und ich sehe ein, dass diese Bücher für viel jüngere Menschen geschrieben sind. Es geht um die Frage von Lebendigkeit, und das kann auch auf Nahrung zutreffen. Das hört sich seltsam an….aber der Sauerteigansatz lebt…

Es wäre schade, zuviel zu erzählen. Das Vergnügen liegt in der Würze.

Und da ich gestern einige Zuccini aus heimischer Überproduktion geschenkt bekam und auch noch ein sehr gutes Öl, gab es ein Kochvergnügen. Besonders verwandelt hat mich das nicht, denn gutes Essen ist mir schon lange eine Freude, auch wenn es nicht teuer sein muss. Auf dem Land da kann man Eier von Freunden kaufen und andere Festlichkeiten.

Es w

Buch: Junge Frau,am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid

von Alena Schröder, Roman, dtv,2021

Eben sah ich noch, dass in einem anderen blog ein zwei Künstler als Magier und Wortmagier bezeichnet wurden. Und ja, das sind sie auch. Auch diese beiden, die ich hier gerade gelesen habe. Dieser Titel erlaubt sich ein Bild vorzustellen. Und mit dem Bild im Kopf möchte man mehr wissen….

Das andere Buch: „Das Leben kleben“ von Marina Lewicka auch dtv , von 2010 hat eine verwandte Thematik, nämlich das Auftauchen von jüdischer Vergangenheit im Leben von jüngeren Menschen, die bisher nie damit zu tun hatten. Und somit Schicksale, die bis in die Gegenwart reichen, aufgerollt werden und uns erinnern. Die ganz persönliche Betroffenheit der jungen Frauen, die diese Leben aufdröseln und verstehen wollen, bringt die Geschehnisse viel näher als jede Dokumentation.

Wir Älteren haben noch viel in der Schule gelernt darüber, doch das scheint gar nicht mehr so zu sein.Ich erfuhr hier auch noch einiges, was ich nicht wusste.

Auch ist das zweite Buch ja kein deutsches, sondern man befindet sich in London, wo es so manches Flüchtlingsschicksal gab und gibt, und diese sich verzahnen. Dazu sind die gegenwärtigen alltäglichen Probleme gar nicht unwichtiger , denn auch sie drehen sich um Bindungen, Zuhause und Heimatgefühle.

Diese Bücher sind schön und gut, was heißen soll, dass sich ernsthaftes auch wunderbar lesbar darstellen lässt. Gute Bücher sind ja eher die, die schwer zu lesen sind, hier ist das aber anders. Es ist die Kunst der Wortmagierinnen, es auch schön und witzig und traurig zugleich zu machen und ein versöhnliches Ende zu finden.

Buch: Krimi oder Roman

Natürlich ist auch der Krimi ein Kriminalroman. Und auch, wenn er meisterlich geschrieben ist, was nicht immer der Fall ist, so folgt er einem Rezept. Das Geheimnis ist dann eben die Würzung beziehungsweise die Differenziertheit und, nach meiner Sicht, auch die Verteilung von Gut und Böse in nicht eindeutige Kategorien.

Und das ist meisterlich gelungen im Roman: Die Fotografin, von Anne Chaplet; Verlag Antje Kunstmann. Auf dem Buch steht Roman, und nicht Kriminalroman. Hier wird in einer ganz einfachen verschachtelten Geschichte die Thematik von Opfer und Täter mehrfach auf den Kopf gestellt. Das gefällt mir. Denn das ist etwas, was ich in der Weltgeschichte auch sehe. Die durchaus eine Rolle spielt.

Das Rezept des Üblichen langweilt sowieso. Wer einmal mehrfach an Familienaufstellungen teilgenommen hat, wird erkennen. Diese folgen ebenfalls einem Rezept, Konzept, da wird die Geschichte von allen Seiten beleuchtet, mehr noch: Sie wird erlebt. So ähnlich stelle ich mir das in einem guten Buch auch vor. Ich erkenne jedenfalls, dass Gerechtigkeit an sich ein Konzept ist, welches nicht immer wahr ist. Und dass ich, die ich so unter Ungerechtigkeit litt, oft extrem rechthaberisch wurde, in dem Wahn , gesehen werden zu wollen mit meinem Schmerz. Da vergass ich auch das Vergeben und litt so weiter….

Diese wunderbare Buch war das Einzige, welches ich auf dem Dorfflohmarkt fand, ein Nachbardorf im Norden mit wunderschönen Gärten und Garageneinfahrten, auf denen viel Kinderspielzeug und Babykleidung ausgebreitet lag. Fast passte das Dorf noch in den Roman, der auf einem französischen Dorfe stattfindet, in dem Jeder Jeden kennt.

Hier ist das so, dass man mich nicht kennt, sondern die Vorbesitzer meines Hauses, fast wie im Roman, und dann bin ich auch noch Fotografin….Ich wohne bald 10 Jahre hier, das ist nichts, wenn sich alle aus der Schule kennen. Ich will auch nicht jeden kennen, um Himmels Willen niemals!

Ich kenne ein paar ganz schräge interessante Leute, und die machen Musik und so, von denen kennt man dann die Mütter oder so. Die sich dann auch schon Jahrzehnte kennen, und ich bin froh dass ich daran teilhaben darf.

Buch: Unter der Haut

von Gunnar Kaiser, Roman, 2018

Ich muss sagen, ich habe soeben erst begonnen zu lesen und war schon vorher sicher, etwas Kostbares in den Händen zu halten. Man kann sagen: Glückliche Fügung, doch meine Intuition funktioniert auf dem Flohmarkt einwandfrei. Ist ja auch eine Übungssache. Bei manchen Dingen gebe ich vorher ein ins Gehirn: Das suche ich…Doch nicht im Traum wäre mir eingefallen, dass mir ein Roman von Gunnar Kaiser begegnet. In Heide. Wo man Bücher überhaupt schon mit der Lupe suchen muss auf dem Flohmarkt, und dann sind es meist Liebesromane. Oh ja, ein paar alte Nazibücher gabs sogar auch. Und dann ….DER Gunnar Kaiser? ich wusste nicht mal, dass er Romane geschrieben hat, denn das war „vor corona“, wie man heutzutage so leichthin sagt. Mir ist Gunnar Kaiser- der ja auch letztes Jahr viel zu jung verstorben ist, was die Tragik noch vergrößert-bekannt als einer der wenigen wahrhaftig ehrlichen und konsequenten Menschen, die mir halfen, mit unermüdlichen Berichten und Interviews und respektvoller Wortwahl in allem diese „coronazeit“ zu überstehen. Als eine von Jenen, die anderer Ansicht war und dieses auch verteidigte, hatte ich das bitter nötig. Denn diese Zeit ging uns tatsächlich unter die Haut, und da ist sie noch. So manchmal scheint es, als sei sie vorbei ohne großes Drama. Aber das stimmt nicht.

Dennoch geht es in diesem Roman ja um ganz anderes. Oder geht es etwa doch um die Freiheit? Das könnte ich mir gut vorstellen, und dass Gunnar Kaiser ein Künstler des Wortes, ein kluger Philosoph und dazu auch ein sehr guter Lehrer gewesen sei, davon kann sich jeder in seinen videos überzeugen.

Und wir haben ihn gekannt. Er hat ja so viel von sich gezeigt und gegeben.

Die Hardcover Ausgabe vom Berlin Verlag ist schön gestaltet mit einem Prägedruckumschlag, wirklich für Buchliebhaber geschaffen. Und lieben kann ich es schon auf den ersten Seiten. Gunnar Kaiser ist mein Held. Wie ich dem Interview entnehme, ist das Buch bereits in 6 Sprachen erschienen.

Fiktive Gegenwart

Oder wie soll ich es nennen…Ich schreibe ja nicht gern Schlechtes über Bücher, ich bin nur eine Leserin und kenne mich nicht aus in dem Geschäft. Aber wenn ein schlecht geschriebener Roman, ein Thriller soll es sein, ein Spiegel bestseller Schild aufweist,- wundere ich mich. Der Spiegel ist ja sozusagen zum Bewerter der Literatur geworden, so oft wie man dieses Schild bei gebrauchten Büchern findet. Dieser Thriller ist nicht alt. Er kam im coronajahr 21 heraus, und ich erstand das Mängelexemplar im Supermarkt. Mir scheint, dieses Buch war eine Auftragsarbeit eines Journalisten, Jahrgang 58 wie ich, Handwerk ersichtlich, doch vollkommen lieblos . Die Thematik aktuell- was passiert, wenn das Internet ausfällt. Komplettes Chaos. Keine neue Idee, sondern recht real. Als science fiction-Leser kann man sich nur über die Einfallslosigkeit des Buches wundern, und ich hoffe gar, dass die Geheimdienste nicht derart bescheuert sind wie dargestellt. Noch blöder allerdings wird die Masse des Volkes dargestellt, die sich als Aluhutträger und rechtsextreme Dummies über Regierung und Eliten aufregen, während die echten Drahtzieher der Sabotage- anders kann das anscheinend nicht passieren- die üblichen Verdächtigen sind. In Wahrheit ist wohl alles noch viel komplizierter. Ah, es handelt sich auch nicht um einen bestseller, sondern nur um einen bestseller-Autor. Sein erstes Buch „42 Grad“ handelt von- na was wohl. Vermutlich endet die Welt dort ebenfalls im Chaos, wenn wir nicht brav unser co2-Soll erfüllen. Es gibt viel bessere Romane über diverse Katastrophen. Nur wenn sie in Deutschland spielen, sind sie derart langweilig. Das Denken der Figuren ist einfach…einfach. So sind wir nicht.

Und dann gibt es die beispielhafte Familie, in der sogar ein Flugzeugabsturz überlebt wird, nunja schon irgendwie dilettantisch, finde ich. Wie heißt überhaupt das Buch? „System Fehler“ von Wolf Harlander. Zum Thema haben wir derzeit auch eine norwegische Serie auf ard

https://www.ardmediathek.de/serie/the-fortress-oder-thriller-serie/staffel-1/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3RoZS1mb3J0cmVzcw/1

Die muss ich (?) noch zu Ende schauen, obwohl ähnlich vorhersehbar . Beispielhafte Familien geraten in die Mühle der Systeme. Ein Land schottet sich ab, während Europa bereits im Chaos versinkt, doch auch dies scheint nicht als Lösung zu taugen. Es ist aber das, was wir uns vorstellen, nur nicht ganz so zivilisiert. Diese Kritik muss ich nicht selber schreiben, sie findet sich hier

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/serien/die-norwegische-tv-serie-the-fortress-19646494.html

Sogar der Titel ist nicht neu, es gab schon mehrere Filme mit dem Namen.

Und klar, ich kenne die Überlegungen sehr gut, Denn uns hat man ja bereits versucht auszuschließen aus dem System.

Das nächste Buch

Und wieder Regen…da brauche ich Lesestoff. An dem einen Sonnentag, -auf den unweigerlich eine Woche Regen folgt,- habe ich dermaßen viel draußen geschafft, dass ich wirklich zufrieden abends einschlief. Ich werde nämlich Platz brauchen für die vielen Keimlinge, die Bohnen, Erbsen, Kürbisse und was da alles in den Töpfchen aufgeht. Eine Hälfte des Gartens steht nun weiterhin unter Wasser.

Und aus Neugier hatte ich „Das letzte Buch“ bestellt, ein kleiner Kriminalroman von Zoran Zivcovic, dtv Verlag 2008. Es kam spät an, auch ist es nur einer von verschiedenen Titeln, die sich „Das letzte Buch“ oder „Ein letztes Buch“ nennen. Letztendlich schreibt ja jeder Schriftsteller irgendwann einmal sein letztes Buch. Manchmal wird es nach seinem Tod noch fertiggestellt, womit auch nicht alle glücklich sind. Dieses spielt in einem Buchladen namens Papyrus. Und es spielt. Es spielt mit Realitäten und sogar damit, das eigene genre des Kriminalromans wieder aufzuheben, es spielt mit uns, den Lesern? Leser sind ja auch die Protagonisten, offenbar besessen davon, ein letztes Buch in die Hände zu bekommen. Wer es aufschlägt, stirbt leider dabei. Ja, logisch….

Für mich wird dies definitiv nicht das letzte Buch gewesen sein, welches ich aufschlage. Das nächste Buch ist schon bestellt, es kommt mit 60 Heilkarten, und ist ein Begleitbuch. Eigentlich ist ja jedes Buch ein Begleitbuch…es begleitet mich. In diesem Fall begleitet es die Karten und erklärt sie, es gibt auch videos von Felix Baritsch und Maria Blumencron, die das Kartenset erklären. Das spielt sich auch auf mehreren Ebenen ab, vielleicht werde ich noch mehr darüber berichten, wenn ich ein wenig Einblick habe.https://youtu.be/If6jmsFtQNA?feature=shared

Die Homöopathie ist für mich kein beruflicher Weg, sondern ein persönlicher Heilweg und eine Verständniserweiterung in Maßen, wie es eben zu mir kommt. Felix Baritsch hörte ich schon vor einiger Zeit in einem Homöopathiekongress. Ich bin relativ wissenslos, doch habe ich Intuition. Die tut mir gute Dienste.

Und ich habe Beziehung zu den Mitteln, die im Grunde die Welt sind. Minerale, Pflanzen, Tiermittel. Milche und Flechten, sogar unsubstanzielle Medizin wie es sie im Schamanismus und anderswo auch gibt, können das fehlende Puzzleteilchen sein, der Weg führt tief in geistige Räume und eben da eröffnet sich die Bedeutung des Wortes Medizin, wie ihn Indigene schon immer verwenden. Alles kann Medizin sein. jeder hat seine ganz eigene Medizin. Es kann ein Lied sein.

Ich bekam eine Medizin mit dem „Herzsamen“, cardiospermum Urtinktur aus einer tropischen Schlingpflanze. Auf deren Samen zeigt sich ein weißes Herz. Das ist so wunderbar, das könnte ich mir nicht mal ausdenken. Allein das Wort ist doch schon heilsam, Heilsame.

Buch: Das Buch, in dem die Welt verschwand

Wolfram Fleischhauer, Roman, Droemer 2003

Ein ganz außerordentliches Buch, dessen Titel sich erst einmal nicht so leicht erschließt. Die Geschichte spielt um 1780, eine Zeit des deutschen Reiches, die uns durch manche „neue“ Reichbürger nochmal erinnert wird. Schonungslos wird die damalige Gesellschaft hier in einem spannenden plot dargestellt, in dem es um die Durchsetzung neuer Ideen geht, durch die letztendlich die bekannte Welt verschwindet. Und so ist es ja auch gekommen. Die erlaubte Welt, vielmehr, denn die war damals noch katholisch.

Heute wird die damals als neu eingeführte Gedankenwelt der Vernunft des Immanuel Kant als Wegbereiter einer rein materiellen Betrachtung und damit des Unterganges gesehen.

Im Roman dachten verschiedene Gruppierungen, das Heilige würde verschwinden und die Seele. Zum Teil ist das auch passiert. Oder ist es schon unumkehrbar?

https://www.swr.de/swr2/wissen/zurueck-zur-beseelten-natur-plaedoyer-fuer-einen-paradigmenwechsel-swr2-wissen-2024-03-31-102.html

Die damals neue Welt ist heute die Alte, die Sendung des swr ist ein Zeichen, dass auch die denkende Zunft merkt, dass da etwas nicht stimmt. Zitat:

Wenn ich das richtig verstehe, darf ich leider nicht aus dem Manuskript zitieren.

Ein Hörspiel, dessen Manuskript auch zu lesen möglich ist. Für viele Andere ist dies schon lange klar, auch wenn der Begriff lange hier relativ ist…so alt ist die Idee nämlich gar nicht! Und es gibt, auch wie anno dazumal, Gegenbewegungen und hoffnungsvolle Versuche, den Weg in die unbeseelte Menschheit aufzuhalten. Denn genau dahin führt diese Vergegenständlichung, die jetzt auch (wieder) unsere Körper zu Objekten macht, die nicht mal uns gehören sollen. Doch auch die Seele ist Objekt von Methoden geworden, die uns formen und verbessern sollen! Dieses Denken macht nirgends Halt.

Man mag denken über Alicia und Robert, was man will, sie haben sich einer authentischen alten Lehre der Maya verschrieben und geben viel, um diese am Leben zu erhalten. Die Welt braucht auch diese Ältesten, die über sie ihre Stimme erheben und gehört werden. Das Thema ist genau das. Und deshalb teile ich hier ein video, auch wenn sich der Zusammenhang nicht gleich herstellt. In meinem Denken tut er das, es ist irgendwie Multi-Strang-Denken. Oder eher ein Sehen.

https://youtu.be/-feDtsLXaxc?feature=sharedhttps://youtu.be/-feDtsLXaxc?feature=shared

Um noch mal auf das Buch zurückzukommen: Die Geschichte dreht sich um einen jungen Arzt und zeigt auch den Stand der Medizin zum damaligen Zeitpunkt recht drastisch auf. Es ist doch deutlich, dass jedes Wissen nur temporär sein kann, und dennoch jedes Neue zu verhindern gesucht wird auf Seiten etablierter Präsentanten. Die an der Macht sitzen. Doch die war in jenem Reich reichlich durcheinander.

Buch: Das letzte Bild

Roman von Anja Jonuleit, dtv

Ein so spannendes Buch wie ein Krimi, und doch eine berührende Aufarbeitungsgeschichte von Generationen. Von Deutschland bis nach Norwegen hinein. Irgendwann war dieses Buch auch ein Spiegelbestseller, wie viele, die ich in der Bücherhütte finde. Und ja, so ein Thema geht auch alle an und ist gesellschaftlich relevant, nicht nur während ein Buch aktuell ist. Doch ist es ja ein Wahnsinn, wie viele Neuerscheinungen es jährlich gibt, gerade wieder zur Buchmesse.

Und wie viele Bücher wohl nicht gedruckt werden! „Das letzte Buch“ wäre auch ein toller Titel, und das wird es hoffentlich nie geben! Gespannt bin ich noch auf “ Das Buch, in dem die Welt verschwand“, von Wolfram Fleischhauer. „Die Bücherdiebin“ habe ich schon einmal erwähnt. Viele Bücherschreiber empfinden das Buch an sich als eine Welt, über die sich Geschichten um Geschichten spinnen lassen.

„Mogador“ von Martin Mosebach fand ich noch, ein geniales Innenbild , welches in die Lebenswelt von Marokko versetzt die Fremdheit der Welten quasi seziert…sprachlich genial. So hat meine Dorfgemeinschaft mich mit Worten versorgt über die Feiertage. Dazu hatten wir ein wunderschönes Osterfeuer, da wurde ein wenig gesungen und man sah sich endlich wieder nach dem Winter. Und zu guter Letzt der Einstandsspaziergang im Steinzeitpark, in dem die Museumspädagogen seit gestern wieder im Einsatz sind. https://steinzeitpark-dithmarschen.de/veranstaltungen/ Neu dazu gekommen ist die Rolle des Schamanen, von einem klugen Medizinhistoriker ausgeführt, der uns wirklich in den Bann zog. Und neu dazu gekommen ist das Cafe mit dem guten Kuchen.

Das letzte Bild wird es hoffentlich auch nie geben, und wie im erstgenannten Buch ist eine alte Kamera mit einem nie entwickelten Film manchmal das, was alles erklärt….für mich sind es die stetig geführten „Fototagebücher“, die sich zwar in seltsam benannten Ordnern verstecken und vergessen werden, aber eines Tages -hoffentlich- ein Bild unserer Tage zeichnen, für wer weiß welche späteren Historiker.

PS.: Das letzte Buch gibt es tatsächlich schon. Und zwar mehrfach!

Quellen

Ingrid Raßelenberg

Diese Frau ist wirklich erstaunlich. Für mich neue Ideen, so klug vorgetragen.

Zitat: „Worte als Trägerinnen der Schöpfungs-Intelligenz“

Leider verpasse ich ihre Sonntags-Stammtische auf zoom, weil meine alten laptops den neuen zoom Update nicht installieren wollen, aber dies ist wieder so ein Leckerbissen der Sprache, an dem wir teilhaben können.

Vor allem, wenn in der Realwelt so viel Verwirrung vorgetragen wird, mit vollster Überzeugung, sowas wie „Naturgesetze sind Anarchie“, und ich an mich halten muß, nicht mehr zu antworten, weil es nur Energie abzieht. Von diesen Leuten habe ich genug. Im doppelten Wortsinn. Sie verstehen mich grundsätzlich falsch, nehmen alles persönlich und besonders meine Weigerung, zu diskutieren. Dabei sind die Voraussetzungen einfach nicht gegeben, denn wenn ich sage, der Buddha hat das auch schon gewollt, mit der Freiheit, – dann ist das für mich klar, dass es um eine ganz andere Ebene geht. Manche fühlen sich von so einem Satz nur verarscht.

Nun gespannt auf die Quellen!

Buch: Freiheitsgeld

von Andreas Eschbach, 2022 Lübbe

Das Buch ist ein science fiction Roman, da er in der Zukunft von 2064 spielt. Er zeigt eine durchtechnisierte und überwachte Gesellschaft, in der das bedingungslose Grundeinkommen zum sog. Freiheitsgeld umbenannt wurde, und vielen Leuten der Sinn abhanden gekommen ist. Es handelt sich um eine sehr wahrscheinliche Zukunft, meiner Meinung nach. Die Handlung findet in Deutschland statt, und entgegen den amerikanischen narratives gibt es hier keinen Helden, der alle vor dem bösen System rettet. Es ist zu spät! Für uns könnte das ein deutlicher Hinweis sein, denn die Anzeichen gehen bereits in diese Richtung.

Bargeld wurde abgeschafft, die Autos fahren selbstständig-oder auch nicht, – und eine Arbeit zu finden ist ein Privileg, für das man einen hohen Preis zu zahlen bereit ist. Nun, ganz glaube ich nicht, dass solche Perfektion erreicht wird, und auch in jener Gesellschaft gibt es Wege, die Technik zu umgehen. Also der echte Freiheitswille der Menschen findet immer einen Weg, auch wenn es wohl nicht so viele Menschen sind, die es durchschauen und auch noch den Mut haben, sich gegen die, die angeblich es gut mit uns meinen, aufzulehnen. Ein bisschen Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

Und der Roman ist spannend sowie kurzweilig zu lesen, hier schreibt ein Autor und nicht ein Sendungsbewusster .

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