Spiegel

Auch Spiegel können eintrüben oder sie sind nicht objektiv, weil ich subjektiv hineinschaue. Gestern jedenfalls habe ich mich erschreckt, weil mir eine Frau gegenüber stand, die mir so unbekannt wirkte. Ich. Es steht im Bioladen ein großer rundlicher Spiegel, wo man die teuren wunderschönen Kleidungsstücke anprobieren kann. Ich sah eine alte Frau mit strähnigem halbgefärbten Haaren, in Rentnerklamotten…das kann unmöglich ich sein!?

Aber leider doch. So passiert mir das in meinen eigenen Spiegeln nie! Ist ja nicht so, dass ich nie hineinschaue. Aber wirklich, Jogginghosen, Männerschuhe, zu große Jacke,- als wenn ich gerade aus dem Stall käme. So gehen hier viele Leute einkaufen. Aber nicht im Bioladen- das heißt, die Umgebung macht auch etwas mit unserem Selbstbild. Da gehen zwar überwiegend Rentner hin, die etwas besser betucht sind, und auch überzeugt vom Bioanbau, aber oft auch Kranke, die das erst entdecken, wenn es drauf ankommt. Trotzdem muss man sich das leisten können.

Ich weiß genau, dass ich in Spanien viel schöner war. Kleider, braune Haut, und Lächeln…ich weiß aber auch, dass ich mich meistens im Leben nicht schön genug fand. Wenn ich nun alte Fotos ansehe, muss ich erkennen, dass das ziemlich dumm war. Aber wenn ich dünn war, war ich ich.

Ich bin nicht dick, aber auf jeden Fall das Gegenteil von dünn. Mein Freund findet es gut. Erleichternd.

Nun, angeregt von den vielen Beschreibungen der Heilungen, die im Edgar Cayce Buch zu lesen waren, beschloss ich, mir Gutes zu tun. Ich kaufte Erdnussöl, um die schmerzenden Gelenke zu massieren. Mir fiel dabei ein, dass das sehr amerikanisch erscheint, aber eigentlich gab es Erdnuss auch in Indonesien, wo damit leckere Sauce gemacht wird.

Ich machte auch Oxymel- aus Honig und Essig, das muss nun einige Wochen ziehen. Einmal aus Löwenzahn, dann aus Kurkuma, und zuletzt entdeckte ich die Tannenknospen, eine unendliche Zahl über mir im Baum, an die ich aber nicht herankomme. Man kann die essen und es ist lecker! Voller Vitamine. Falls man mal denkt, man müsse hungern. Alles nur eine Frage des Wissens. Und Bio.

Ich machte meinen Salat mit Brennessel, Löwenzahn, Knoblauchrauke und Bärlauch.Jetzt muss ich nur noch den Schokoladenpudding weglassen…

Es ist eines der Bücher, die einen nicht mehr loslassen. Dabei bin ich gar nicht so wegen der Prophezeiungen interessiert, die andere schon wer weiß wie oft interpretiert haben. Es gibt heute die Edgar Cayce archives, deren Inhalt sehr umfassend ist. Die videos auf youtube sind leider automatisch synchronisiert und mit KI Bildern bestückt, grauslig. Dennoch- die sind interessant. Danke, Gerda für den Hinweis.https://www.youtube.com/watch?v=J33ij4QTktk

Ich finde es eine gute Aufgabe im Alter, ein Anker zu sein. Schön sein kann man auf der Bühne, was harte Arbeit bedeutet. Ein Ankerplatz ist hilfreich für den Anker. Und er kann auch jederzeit eingeholt und anderswo wieder ausgeworfen werden.

Buch: Der schlafende Prophet

von Jess Stearn, 1967/15.deutsche Auflage 1979 Ariston Verlag

Ein Schatz, auf den ich zielsicher zuging, so als habe mich wer dorthin geführt. Und ich erstand für 2 Euro die Biografie von Edgar Cayce, einem sehr bekannten Mann, der sich selbst als medialen Diagnostiker bezeichnete und nicht als Wahrsager.

Es ist so interessant zu lesen, sehr genau und wie das ganze Leben ausgerichtet war auf Glauben, Vertrauen und Gutes tun als Heilender. Der Autor befasst sich auch viel mit den Prophezeiungen selber, da diese sehr bekannt wurden, und sich oft bewahrheitet haben. Die aber waren gar nicht so sehr als Prophezeiungen gedacht, als sie am Rande auftauchten. Er selber wusste ja gar nie, was er gesagt hatte, die Sekretärin schrieb es nieder. Nun wird das ganze mit Geologen abgeglichen und mit Ereignissen, aber leider reichen diese Betrachtungen ja nur bis 1967, und es wäre gewiss spannend, man würde bis heute gucken können. Das spektakuläre Untergehen ganzer Städte haben wir jedenfalls noch nicht erlebt.

Ich bin ganz froh, so nah an die Entstehung der Aussagen dran zu kommen. Mir ist es selbst schon geschehen, dass ich Dinge vorher sah, es aber nicht bewusst und genau registrierte. Im Nachhinein wusste ich: Ja, gut dass wir da weg gezogen waren, bevor das große Feuer kam. Aber ich hatte es Freunden gechannelt, die tatsächlich knapp davonkamen.

Ups vielleicht ist das Finden des Buches selbst ein Zeichen…Ich habe noch den größten Teil vor mir und ja, ich höre mir eine ganze Reihe von Leuten an, die uns diese Kriege und anderes vorhersagten. Aber ob diese so ganz pur und ohne Eigeninteresse arbeiten wie Edgar Cayce, der immer seine Bibel dabei hatte, ist fraglich. Umziehen wollte ich übrigens nicht mehr, auch wenn hier sonstwas passieren würde.

Es geht um die innere Einstellung, nicht um den sicheren Ort, den es gar nicht gibt. Immer sinnvoll ist es, Stefan Berndt zu hören, denn der hat die alten und praktisch alle auffindbaren Prophezeiungen zusammen getragen in einer Datenbank und ist der beste Experte.

Wir lieben unsere Gewohnheiten und „alles ist wie immer“-und doch sind tausend Veränderungen eingetreten in den letzten Jahren. Bewundernswert finde ich, wenn jemand mit solchen Fähigkeiten diese in einer Umwelt ausübt, die fern vom Glauben daran ist.

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