Ein Sonntag ohne Sonne ist dennoch nett, wenn man unter Leute geht. Sich treffen und gucken, da sind zwar viele Sachen, die auch erstaunen, aber immer wieder diese Menschen, und ihre Hunde und das heute auf gleich zwei Flohmärkten. Der eine auf dem Dorfe, da kannten sich viele.
Und der andere auf dem größten Marktplatz im Norden, Stadt Heide, die sonst nicht so bunt, sondern eher öde und vernachlässigt wirkt. Allerdings wurde der Platz schon für Konzerte entdeckt, gleich nach dem Büsumer Eventkalender, und es wird alles irgendwann „entwickelt“. Nur in der Innenstadt stehen die Läden leer.
Ich kaufte nur ein bisschen, ging mit Freunden Suppe essen, dann Siesta.
Am 12ten des Monats werden 12 Fotos des Tages gezeigt. Soweit habe ich es verstanden. Ich mache das zum ersten Mal. Der heutige Flohmarkt-Sonntag hat es mir leicht gemacht.Ich sah so viel!
Auf der Hinfahrt- ein Mann versuchte eine Kuh am Strick zum Aufstehen zu bewegen. Was war wohl mit ihr? ich werde es nie erfahren, es sei denn ich sehe sie noch mal mit einem Kälbchen. Das habe ich nicht fotografiert. Neubauten, wieso ist da auf einmal ein Haus- es geht rasend schnell.
Ein Traktor, der pflügt oder sät…und in einer langen Reihe die Möwen dahinter, weiß auf dem dunklen Ackerboden.
Bild 2: Die Frühlingsfee auf dem Wesselburener Flohmarkt. All die Farben! Und man glaubt es kaum, der Souvenirladen vom Sauerkrautmuseum hat Froschkönige im Angebot!
Bild drei:
Die Generation Z der Froschkönige, sozusagen und noch mehr Bild 4
Bild 5 und 6: Das grüne Kohlgeschirr soll allerdings aus Portugal stammen. Schweinchen und Füchse gab es noch, Glitzerzeug und alterwürdige Traditionsgeschirre.
Gerade gestern lernte ich etwas über die Schlottenhof Arzberg Porzellanmanufaktur- aber die goldbemalten Teller, die ich in den Brennesseln fand, haben doch kein echtes Gold dran…Dafür gab es noch mexikanische Vögel
Und noch etwas zu den Außengefilden der ehemaligen Sauerkrautfabrik
sowie den neuen alten Hut, und schon sind wir durch mit den 12. Da gibt es noch zwei Bücher, Postkarten von Chagall, und die Sahnetorten -nur zum Angucken. Und wo soll ich den Sonnenuntergang nachher unterbringen?
Ein traumhafter Sonntag, gestern haben wir das erste Mal gegrillt und da war es noch recht windig.
Auf dem Flohmarkt, dem ersten dieses Jahres in Friedrichstadt, war ordentlich was los heute. Gute Laune und nette Leute, ich erstand schon wieder einen Keramikfrosch. Ich hätte doch gern eine Vorgartenfigur- auf gar keinen Fall einen Buddha. Das ist ja schon inflationär, diese Buddhaköpfe aus der Serie, und keiner der einen hat, ist auch Buddhist. Dann würde da ja ein Altar davor sein mit den Opfergaben, nicht wahr.
Ich finde immer nur Frösche!
Bei dem alten Herrn mit den vielen Kisten, wo alles nur 1 Euro kostet. Knöpfe gab es auch, Bücher nichts für mich, viel zu sehen.
Bilder von der Stadt gibt es morgen, das passt nicht immer zusammen. Ich muss da noch mal hin. Strahlender Sonnenschein soll nur heute sein, viele Eisesser, viele Hunde jeder Art und Größe, und nur ein Paar paddelte mit dem Kanu durch die Kanäle. Es gibt mittlerweile etwa sieben Cafes in der gleichen Straße. Und die sagten, sie waren mittags schon mit Torte ausverkauft gestern. Das Krähenkrächzen immer im Hintergrund, man merkt es gar nicht mehr.
Was es alles gibt. Dieses Gefährt hatte ich noch nie gesehen. Eine trampelt, zwei gucken aufs handy. Wir machen doch sowieso alles nur noch, um zu bloggen. Besser als gar kein Antrieb, oder. Zu sagen hab ich ja gar nichts. Ach doch, aber das erzählte ich alles der Freundin, die ich traf, und es blieb im echten Leben. Einen Fotografen traf ich auch, der mit einer Mittelformatkamera unterwegs war und Rollfilm einlegte. Etwas, dass ich schon vergessen habe, wie es geht. Aber ich war mal gut darin, musste ich die Dinger doch im Dunkeln auf die Spulen fummeln und dann in die Dose. Das hieß Fotolabor, und beim kleinsten Lichtstrahl war der Film hinüber.
Eigentlich war es ein sanftes Wochenende, mit vielen Vorhaben allerdings. Ich buk einen Apfelkuchen, denn es kam Besuch mit dem neuen Mieter zusammen. Da wurde immer noch geräumt und eingerichtet und neue Teppiche und so weiter. Leben im Haus ist schön.
Und dann war ich unterwegs, -der letzte Große Flohmarkt auf dem Heider Marktplatz brachte mir allerlei Getier ein- obwohl wegen des morgendlichen Nieselregens weniger Stände da waren. Ich empfand das als sehr angenehm, ich guckte genauer hin und die Weihnachtsmaus wurde mir so nett erzählt, -die muss nun meinen Kuchen bewachen…
Es nähert sich das Fest namens Halloween, dessen Auswüchse ich nicht ganz begreife. Was man da so sieht, hat mitnichten mit der Ehrung der Toten und der Ahnen zu tun! Offensichtlich gruselt man sich hierzulande vor denen. Und das auch noch gerne.
Und genau deshalb treiben sich deren Geister noch in den heimatlichen Gefilden herum. Sie wollen ja gesehen werden. Viel schöner ist da doch der Besuch in historischem Gemäuer, ein Altes Internat in Lunden, wovon ich schon einmal berichtete. Frauke Materlink veranstaltete wie jedes Jahr ein kleines Kunstevent , gemeinsam mit anderen Künstlerinnen aus Südkorea und Norwegen. Es drehte sich um den allgegenwärtigen Kohl. Die schönen jungen Frauen hatten sich etwas ausgedacht und dazu ein wunderbares Essen gekocht, wir saßen am langen Tisch mit anderen Menschen, bekamen erklärt, wie Kimchi gemacht wird und sogar noch ein Glas davon mit nach Hause. Ein so herzerwärmendes Ereignis!
Anschließend ging es noch weiter in den Nachbarort Lehe. Dort gab es ein Apfelfest auf dem Hof Nordstern. https://hof-nordstern.jimdofree.com/aktionen-auf-dem-hof-nordstern/Direkt draußen am Deich gelegen, wo uns der Wind um die Nase blies und im Stall dieser liebevolle kleine Markt ausgerichtet war von Steffi Mahmens. Dort traf ich manche bekannte Gesichter wieder, denn das ganze war in unserem Helferkreis gepostet worden. Es wird noch einen Weihnachtsmarkt im Stall geben. Besonders aufgefallen sind die Kerzen!
Es gibt doch immer etwas, was man noch nie gesehen hat, auch lustig. Wer glaubt, er sieht hier Eisbecher vor sich, hat geirrt. Es sind Duftkerzen, die nach Eisbecher duften und man würde sie am liebsten aufessen.
Eben Kunst in allen Facetten an diesem Tag…Ich war so richtig froh, auf den Deich zu laufen, wo man natürlich nicht das Meer sieht, nein die Landgewinnung hat diese Deiche zu Inland gemacht. In der Ferne der Deich der Eider.
Am Abend hatte ich dann tatsächlich Migräne, die erste seit langer Zeit.Es war dann doch zu viel des Guten! Das macht aber nichts. Die Homöopathie- in diesem Fall Belladonna , hilft sofort. Ich erstand noch einen Krimi von Fred Vargas, eine meiner liebsten Krimiautorinnen, und habe nun Tage mit Schmökern und Blätter fegen vor mir.
Der Sturm tobt seit heute Nacht ums Haus, doch das Wochenende war noch schön und sogar ein Flohmarkt fand statt. Daneben war so viel los, dass ich gar nicht hinterher komme. Erst die Eröffnung des Kunstgriff, kein sonderlich schön gestaltetes Event, eben vom Landrat im Kreishaus Heide, naja. Da hingen aber doch tolle Bilder, von jedem der teilnehmenden Künstler eines, es gab die Broschüren mit den Terminen in den einzelnen Ateliers über die nächsten zwei Wochen.
Wir gingen anschließend noch auf das Platten release Konzert einer Band, allerdings trieben mich die Raucher in die Flucht. Am Sonntag ging es weiter mit dem Flohmarkt und der ersten Atelierausstellung in Nordhastedt mit einer Lesung von Blaue Feder.
Dies war eine Gesamtausstellung „vielerlei federfein“von vier Damen, und befaßte sich mit Vogelabbildungen ganz verschiedener Art. Sehr liebevoll und zart, im Bild zuerst die Pastellzeichnungen von Regina Trog. Meine Fotos sind durcheinander geraten…
Begeistert haben mich die Textilarbeiten von Susanne Linnig, die gestickt und genäht, mit Federn, Steinen und Glitzer bestückt, einfach wunderbar mit den Geschichten zusammengehen, die man per QR Code abrufen konnte, oder eben in der Lesung anhören, oder auf youtube.http://www.youtube.com/@blauefeder6065
Ja, es gäbe noch viel mehr zu sagen. Da habe ich nun auf der Liste so viele Künstler, die ich gern sehen würde. Aber das an zwei Wochenenden? Ich werde es nicht schaffen. Es stehen noch andere Dinge auf dem Programm, unter anderem der Besuch der Messe Weite Horizonte in Eckernförde. Außerdem zieht oben in der Wohnung der neue Mieter ein. Seit 2 Jahren wohnte ich wieder allein im Haus.
Nun, was wäre das Leben ohne Herausforderung und Anregung.
Es ist so schön bunt und wieder alles auf einmal…
Kuriositäten, sind das Seltsamkeiten, die Neugier erzeugen? Vielleicht. So geht es mir auf dem ersten großen Flohmarkt, der nicht gut besucht war, weil einzig an diesem Sonntag vormittag – es regnete. Das ist allerdings auch sehr gut gewesen für die Pflanzen. Hier wurden alle Dinge nass. So auch- siehe da- die Weihnachtstassen, von denen ich gerade erst sprach.
In Wahrheit waren es zwei Flohmärkte, nur dass der in Friedrichstadt nur etwa 5 Stände hatte, dafür hatten aber die Geschäfte geöffnet, weil dies Touristeneinzugsgebiet ist, oder wie sagt man. Ein Freund, der in Büsum arbeitet, muss nun auch sonntags im Laden stehen.
So wie Minniemaus. Überhaupt viel Spielzeug, einige hatten ganze Plastikinseln ausgebreitet, andere die alten Versionen, solche wie wir sie hatten.
Ich weiß noch sehr gut, wie meine Schwester und ich mit 5 und 6 Jahren eben solche riesig wirkenden Puppen unter dem Weihnachtsbaum entdeckten, mitsamt dem Puppenwagen dazu. Ich war so überwältigt, dass ich völlig verstummte, während meine kleine Schwester die hübschere Puppe auswählte. Die meine hatte so krause Haare, wie die Dauerwelle meiner Oma. Ich mochte die Puppe nie.
Kuriose Dinge hat die kleine Stadt allerdings auch abseits des Flohmarktes zu bieten. Ein bisschen Kitsch kommt aus Dänemark rüber, so wie die Hot dogs.
Wer allerdings Schafe in Gummistiefeln verbrochen hat, kann ich nicht nachvollziehn. Man sollte meinen, das kauft keiner von hier…ich muss leider erkennen, dass meine alteingesessenen Nachbarn vom Dorfe den Garten nach und nach mit derlei bestücken. Im Moment sind es große Plastikostereier, Schafe mit Schubkarren und ähnliches. Die echten Schafe kommen dann bald auf der anderen Seite dazu.
Was aber wirklich keiner von hier kauft , ist die Klönschnackbank, auf der Klönschnackbank draufsteht. Vermutlich ist sie auch viel zu teuer. Sowas macht man hier selber und das Wort Klönschnack—ist das nicht aus Hamburg? Jedenfalls haben hier sowas die Zugekauften aus Hamburg stehen, die nur an Wochenenden da sind, und niemals mit Eingeborenen schnacken. Wobei , worüber auch.
Ich habe gerade die ersten 10 Jahre voll, und erhebe mich schon als zugehörig…nanana.
Dabei genieße ich die Selbstverständlichkeiten als Kuriositäten wie eine Reisende oder eine Touristin, die alles knipst.
Der Flohmarkt ist wieder einmal fantastisch, das Wetter dazu ebenfalls und ich war froh, dass ich nach anfänglichen Schmerzen wieder gerade stehen konnte und los. Denn gestern haben wir einen Hänger voller Brennholz abgeladen, wobei mein Freund noch drei Stunden sägte. Tanzen gehen konnte ich danach nicht mehr, trotz Weltmusikfest, wir lagerten vor dem Bildschirm mit einem tollen alten Sci-fi namens „12 monkeys“. Und den kannte ich noch nicht. Sind die älteren Filme nicht doch die besseren? Ich habe überhaupt noch nie den hier ganz jungen Brad Pitt in einer derart guten Rolle gesehen. Auch wenn es durch die chaotische Wirrnis ziemlich anstrengend war.
Das kann man vom Flohmarkt auch sagen. Es ist eine gute Übung. Nach etwa eineinhalb Stunden hatte ich nicht mal die Hälfte gesehen, aber meine von mir erlaubten 30 Euro ausgegeben. Es wurde auch sehr warm. Der größte Marktplatz – äh Deutschlands?- nämlich befindet sich in Heide. Schattenlos. Und die Phantastische Literatur-Reihe, herausgegeben von Jorge Luis Borges in 30 Bänden, die kannte ich auch noch nicht. Fünf davon fanden sich in einer der vielen wirklich vielen Büchergrabbelkisten, und dann mit diesen wunderschönen Buchcovern gestaltet, für 50 cent das Stück. Das bei jungen Leuten immer, die nicht so den Wert erkennen, oder jegliches Interesse daran. Tatsächlich hatten sie sonst Titel wie Yoga für Doofe, oder Kochbuch für Doofe. Die besseren Dinge werden von älteren Damen verwaltet, die frisch frisiert und blondiert wissen, was ihre Kleidung wert ist. Und der Schmuck und so weiter.
Im Moment sind die Kunstpelzmäntel der vorletzten Saison überall im Angebot, auch viel Lederjacken, oder unechte. Und so unglaublich witzige und spannende Dinge, von deren Existenz man nicht mal in Jahrzehnten geahnt hatte. Wie in der fantastischen Literatur Südamerikas, die ich schon lange liebte.
Was finde ich neuerdings an Flohmärkten so faszinierend?
Nun, es gibt davon eine ganze Menge im Umkreis auf dem Lande, und es ist ein bisschen wie Reisen. Es ersetzt das Reisen sozusagen. Wir sind ja eine Urlaubsregion zwischen den Meeren. Da reist man ja nicht weg im Sommer selber….Doch auf den Flohmärkten gibt es immer etwas erstaunliches zu sehen, und vor allem die Leute, die Leute! Jung und alt, und vor allem sieht man die in den Dörfern nie, es sei denn die machen ihren Bürgersteig und Vorgarten unkrautfrei. Ansonsten sind die Bürgersteige immer leer- mein Dorf hat keine Geschäfte- und außerdem wohne ich in einer Sackgasse, das ist gut aber eben habe ich ein Bedürfnis nach visueller Anregung, offenbar.
Die Mischung aus Gegenständen ist auch eher eine Sammlung von Geschichten als wirklich materieller Anreiz für den Jagdtrieb. Obwohl ich natürlich Jäger-und Sammlergene habe. Auch sind nützliche Dinge, sagen wir mal Schuhlöffel und anderes, einfach teuer geworden und stammen ohnehin nur noch aus China. Ich finde es wirklich sinnvoller, gebrauchte Dinge zu verwenden! Zumal ich schon aufgrund mancher Umzüge und Auswanderung einst gesamte Einrichtungen weggab, ohne mit der Wimper zu zucken. Es gibt alles wieder. Besonders die Küche wird voll, weil man ja zwölfteilige service geschenkt bekommt, die keiner mehr haben will. Und und und. Die ich nie haben wollte.
Macht nichts, eines Tages wird meine Habe auf einem Flohmarkt stehen, wer weiß, obwohl ich habe da keine Nachkommen die das erledigen würden. Ob es dann noch wertvoll ist? Ob es dann noch Bargeld gibt, mit dem man alles für`n Euro bekommt?
Das Wochenende war sonnig und so war ich einfach unterwegs. Ich besuchte einen Flohmarkt, kam mit neuen Kleidern nach Hause, die ich noch nicht tragen kann, zu kalt. Dazu gleich vier Bücher von Federica DeCesco, deren erstes ich vor langer Zeit las und ich finde sie wieder großartig. „Die Silbermuschel“ gibt diesen wunderbaren Einblick in die japanische Kultur, wenngleich von 1996, und zugleich ist es thematisch das Schattenthema sexueller Missbrauch und seine Folgen. Und seine mögliche Heilung.
Zeitgleich läuft wieder ein onlinekongress über den Äther, einer von vielen, normalerweise finde ich dieses Format der Interviews ermüdend, zumal man sich vier davon täglich anhören müsste, wenn man nicht bezahlen will. Dann darf man 24 Stunden kostenlos hören. Es geht um weibliche Kraft und Musik, und das ein oder andere Neue gibt es doch kennenzulernen. Ilan Stephani muss frau einfach einmal hören, so direkt sie über die Verzerrungen der Sexualität in unserer Gesellschaft spricht, und zugleich niemals wertend. Ein channelmedium Andrea Stümpel fand ich auch spannend. Und dann sprach sie auch noch von meiner Herzensinsel La Gomera!
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