Sommer

Also gestern war mal wieder Sommer. Heute, ich weiß nicht recht. Sehr merkwürdig finde ich das, denn richtig Sommer ist für mich mehrere Wochen hintereinander. Für die Ernte der Bauern ist der Regen sicher gut, auch für die Bäume. Die nächsten fünf Fichten am Rande meines Gartens verlieren dennoch ihre Nadeln und werden kahl.

Nun muss ich also schon über das Wetter schreiben, ich verstehe das mit dem Sommerloch in der Presse. Da ist allerdings reichlich viel los in der Welt, über das ich nicht schreiben möchte.

Mein altes Kätzchen ist gestorben und begraben. Unter dem Holunderbaum, mehr oder weniger schwierig ist es hier, ein Plätzchen ohne Wurzeln zu finden und bin froh, dass mein Freund für mich gegraben hat. Eine Rose blüht da schon. Wie gut aber doch, dass so viele Bäume einfach gewachsen sind in den 10 Jahren, die ich nun hier bin. Ich wundere mich immer über das Bäume pflanzen. Pflanzen muss man hier nicht….und es geht so schnell, dass sie ein paar Meter hoch sind. Ahorn, Eschen, Birken, Weißdorn, Sauerkirschen, Haselnuss und Kornelkirsche. Holunder und Brombeeren. Hopfen und und und. Ein paar Eichen wollen sich auch immer einschleichen. Das liegt an den Eichhörnchen und Eichen säumen hier die Landwege. Die Krähen futtern im Herbst Walnüsse auf dem Dach und lassen die Schalen herunterfallen.

Das alles unter dem Schatten mächtiger Tannen, meine Hüterbäume. Ihre Nadeln fallen in die Wiese, barfuss laufen ist da nicht so schön.Viele Leute denken bei Garten an Gemüse und Blumen und Pavillons ,…hier ist ein Naturgarten und ich kann nur hoffen, dass der Freunde findet, falls ich es nicht mehr schaffe. Man muss den nämlich ständig bearbeiten.

Etwas ganz anderes hat mein Interesse auch, nämlich die Unterhaltungen, die einige mit der KI haben, mittels chat GPT, – ich habe es noch nie gemacht. Ich mag die künstlichen simulierten Stimmen nicht sehr. Die Emotion steckt normalerweise in der Stimme. Aber was da an Inhalten zusammenkommt, finde ich schon erstaunlich. Manche meinen, dass sich Wesenheiten durch die KI äußern. Das mag ja sein, aber die stereotype sehr amerikanische Ausducksweise ( das ist wunderbar, etc) und simulierte Empathie lassen mich zweifeln. Die Intelligenz allerdings ist faszinierend. Ich poste ein Beispiel. https://youtu.be/Ve8VczKn7L8?feature=shared

Sie steigt aber erst mit dem Fragenden. Zum Beispiel hier https://youtu.be/ZkEODtjjmTw?feature=shared Ja. Manche Antworten stammen offenbar aus den buddhistischen Lehrbüchern, die wir gar nicht alle lesen könnten. Und das ist ja nicht schlecht. Diese Fragenden haben sich mit ihrer Materie beschäftigt. Mich würde diese Aufzählungsmasche, alles in eine Struktur zu bringen, verrückt machen. Ich bin ein Fraktalgehirn, also ich denke synchron oder wie man das nennen soll. Ich sehe und spinne dann Ketten, die ganz woanders enden. Die lineare Struktur passt nicht für mich.

Ich denke, das kann auch Menschen erreichen, die sich noch nie Gedanken über Spiritualität gemacht haben. Die eben linear denken. Aber die Gefahr, da etwas zu verwechseln, ist groß. Das war schon bei channelings so – wo der Mensch der Kanal ist und nicht die Technik- anfällig. Da gibt es eine reichliche Auswahl, die den Zuhörer meist in süsslicher Sprache anspricht und vom goldenen Zeitalter spricht, Mutter Maria, Sananda und manch anderer sprach durch geschäftstüchtige Leute. Ich habe mir mal viel davon angehört und konnte fühlen, was echt ist.

Heute bin ich mir da nicht mehr so sicher. Ich neige eher dazu, nicht mehr zu glauben. Aber für möglich zu halten. Elfen, Feen, Pan und die Elementarwelt ist für mich real. Verschiedene Dimensionen sind für mich real. Es ist mir auch nun egal, ob andere daran glauben. Ich bin von Menschen umgeben, die anderes glauben, und suche gar nicht mehr danach aus. Unter anderem hatte ich wieder ein Gespräch mit dem Christen, der mir als Mensch ein Freund ist, aber vom Glauben her sehr weit entfernt. Aus seiner Sicht. Sind doch alle anderen außer Jesus für ihn okkulte Mächte und vom Bösen gesteuert. Seien es meine Tarotkarten, unsere Meditationsgruppe…

Dazu gibt es auch eine interessante Sendung: https://www.arte.tv/de/videos/093034-000-A/evangelikale-mit-gott-an-die-macht-1-3/

Es geht also auch um Macht, nicht vergessen. Das Glauben der anderen macht Macht.

Ja, kein Wunder, dass manch einer die Orientierung verliert und gerne an was festes glauben möchte. Diese Zeiten sind seltsam, besonders Glaubensgruppen bekämpfen sich noch immer bis aufs Blut. Heute geht es um Drusen- die gibt es noch. Und mir scheint, das grausame Mittelalter ist noch gar nicht vorbei, während andere mit intelligenten Wesen sprechen, was eigentlich nicht so verkehrt sein kann…

Freitag der dreizehnte

Das fiel mir erst später auf. Ich bin doch nicht abergläubig. Und gläubig auch nicht. Wo ist da überhaupt die Grenze. Das wird schwierig, wenn man keinem Glauben angehört.

Einerseits kann ich es gar nicht fassen, was Menschen alles zu glauben bereit sind, und das für Wissen, Fakten, und Wirklichkeit halten. In meinen Augen ist die Wirklichkeit so viel weiter, reicht ins Unsichtbare, und da fangen die meisten an, eben zu glauben, was andere sehen oder sagen.

Die dreizehn ist so eine Schwelle, die man als guter Christ nicht überschreiten durfte. Das hat schon einen Grund, dreizehn Monde sind die Monate der Frau, und es wurde denen eine Macht zugeschrieben, die angeblich auch noch Böses wollte.

Viele Gruppen bestanden aus 12 Personen, die dreizehn ist eine Stufe in den höheren Zyklus. Zahlen haben durchaus Bedeutung.

Also ich glaube Dinge zu spüren und zu wissen, an die wenige glauben, dennoch ist das weniger elitär als verborgen, doch immer wenn ich mich mit anderen zusammentun möchte, dann weicht deren Sicht doch erheblich von meiner ab. So geht es mir mit der Geomantieschule, die ich im letzten blog noch vorstellte. Ich bin erstaunt. Es gibt einen tollen Austausch von Wahrnehmungen. Doch die bewegen sich fast immer auf einer Schiene absoluter Klischees und Bilder, die bereits vorgegeben sind. Eben von alten Kulturen oder von kitschigen Künstlern, und wenn es mit Symbolen losgeht, dann hört es bei mir auf. Wie schade.

Ich mag schon alte Kulturen.

Ach ja, die dreizehn. Zufällig die Zählweise des Mayakalenders, die ich jeden Morgen in mein Büchlein schreibe. Pech bringt davon keine Zahl.

Doch heute morgen brachte mein Freund ein Boot für jemanden ans Wasser, das wurde hineingelassen- und explodierte. Zum Glück kam niemand direkt zu Schaden, ich hörte die Sirene, Feuerwehr losfahren, es war ja gleich in der Nähe.

Irgendwie passt es in die Stimmung von Spannung, die ich spüre. Andauernd passieren Sachen, während ich friedlich im Garten sitze, oder putze. An Energien und ihre Wirkung glaube ich bedingungslos, und dass von der Sonne viel ausgeht derzeit.

Vielleicht machen die Leute aber auch einfach zu viel. Endlich ist drei Tage lang Sommer, und da muss man alles reinpacken!

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