Chilli

Es kommt, wie es kommt. Die alte Katze ging, eine junge kommt.Das alles innerhalb von den letzten 2 Tagen, das war vielleicht ein Wirbel, der mich da erwischte. Ich hatte nicht geahnt, dass die Nierenwerte von Mücke schon so schlecht waren, aber sie hatte sich noch auf mein Bett geschleppt, im Morgengrauen, um sich zu verabschieden. Sie wurde 13einhalb, hat viel erlebt mit mir.

Und nun gibt es nur noch eine alte spookie gleichen Alters, die aber die jüngste von allen dieser Familie ist, sie bleibt anhänglich .Und der einjährige Mäx hatte niemanden zum Spielen. Nun ergab es sich sehr plötzlich, dass ein Freund die ihm zugesagte maine coon mix nicht haben wollte, ich holte sie gestern von einem Bauernhof. Ein unglaubliches furchtloses Monsterbaby! Sie nahm sofort den Raum in Besitz! Den Hund, der zu Besuch kam und entzückt war, knurrte sie an und wich keinen Millimeter.

Mäxchen ist auch entzückt , wenn auch die Schnelligkeit dieses Wischmops seine übersteigt. Jedenfalls, das ist nun die Letzte! Bestimmt! Ich dachte, Mäxchen ist ein bisschen großer Bruder, aber wahrscheinlich wird es umgekehrt. Er wurde ja in dem Alter von 2 Monaten gefunden, und blieb ein wenig schreckhaft und vorsichtig. Ich glaube Chilli – so muss sie heißen- ist auch entzückt von der Wärme und den kuscheligen Plätzen, die es im Gewächshaus nicht gab. Und alles allein zu essen! Na alle ihre Geschwister sahen normal klein aus und nicht so langhaarig, keiner weiß wie das kam.

Ich vor allem bin entzückt, auch mal traurig, verwirrt, geriet in Streit mit jemand damit ich endlich weinen konnte, nachdem ich schon die Begrabung im Garten allein durchführte. Und dann war es so leer. und November. Alle anderen sonnten sich gerade in dem Erfolg ihrer musical-Aufführung, die am Samstag war. Das war auch überwältigend, trotz aller Längen etc., wenn man alle Teilnehmer kennt, die das zum ersten Mal wagten, auf einer Bühne vor 150 Zuschauern zu singen, da fieberte ich schon mit. Mein Freund ist der Schlagzeuger und machte aber auch das ganze Jahr über die Technik, Beleuchtung usw., so dass ich natürlich von allen Einzelheiten unterrichtet war. Aber ich singe nicht. Ich würde nie auf einer Bühne stehen. Ich erlebe so etwas derart intensiv schon als Zuschauerin.

Und dann planen die schon die nächsten Termine und ich finde da nicht meinen Platz drin, es ist zu viel. Da bin ich schon so der Meinung, dass die Leiseren vor den Rampensäuen untergehen, ich fürchte es ist mein Lebensthema. Nun, immerhin ist es das Thema des nächsten Stückes: Selbstwert.

Wer weiß, ob nicht die ganz Lauten das größte Problem damit haben. Meine Katze jedenfalls hats nicht, keine von denen.

Meine Schätzchen

Das ist Mücke, auch schon 13 Jahre alt

Spookie, die Kusine, Bärchen die gerade von uns gegangene Mutterkatze, und der „Neue“, Mäxchen

Und das Riesenschätzchen Shiva. Die wohnt nicht bei uns, sondern kommt abends zu Besuch. Man sieht ihnen ihr Alter nicht an. Ich hab sie alle lieb. Und den Igel, die Eule, das Krähenpaar. Der Weiße Kater amigo, der nur zum Fressen vorbeistromert. Die Schnecken hab ich leider überhaupt nicht lieb. All das Heranziehen der Gemüsepflänzchen wieder mal für nada. Vielleicht hilft das Ummänteln mit Schafwolle, was ich gerade lernte. Die Rosen und Erdbeeren und auch die Erbsen bleiben stehen. Der Urwald hat eben seinen Tücken.

Kommen und Gehen. Ich schaue gerade die zweite Staffel von „El Hierro“, (auf arte) sehr spannend und vor allem voller genialer Landschaftsaufnahmen von einer Insel neben „meiner“, und ich versinke förmlich in dem Zuhausegefühl, welches die kahlen Berge in mir hervorrufen. Natürlich bin ich nicht dort zugehörig, man lernt aus dem Film eine Menge über das Eigenverständnis der Bewohner. Respekt.

https://www.arte.tv/de/videos/095694-002-A/el-hierro-mord-auf-den-kanarischen-inseln-staffel-2-2-6/

Hundetag

Gestern war wieder ein Hundetag. Und es geht immer besser. Ich kenne Shiva schon 3 Jahre, sie ist nun mit acht eine stattliche Owtscharkadame und sie lebt zuhause auf dem Hof auch mit Katzen zusammen. Seitdem der Jagdhund nicht mehr dabei ist, ist es nicht mehr purer Stress. Alles lässt sich arrangieren. Nun, jedenfalls muss Herrchen ab und zu arbeiten und ich darf Shiva ausführen. Sie war den ganzen Tag hier, die drei alten – zahnlosen- Katzendamen sind vorsichtig, der Jungkater gefällt sich im Vorüberstolzieren und der Hund , der zuhause mit einem solchen Kater im Körbchen schläft, möchte immer hallo sagen…

Vorsichtig bedeutet, dass Katze auf dem Schrank sitzt oder auch unauffindbar . Außer spookie, die eben auch sehr neugierig ist. Wir haben ja schon viel erlebt und mit Hunden auch nicht immer schönes. So wie damals, als ein Rottweiler einem solchen Kater die Hinterbeine durchbiß. Lassen wir die alten Geschichten, es war einfach ein übles Trauma, Es dauerte ein Jahr und sehr viel Geld, der Kater lief wieder. Aber nicht dank der teuren medizinischen Hochschule, sondern mit symphtum globuli D8. Wären sie alle noch am Leben, würde sich das unmöglich machen lassen. Jedoch wurde er zwei Jahre nach dem Umzug hierher überfahren. Und da war er auch nicht der Einzige.

Mauzer ruht in Frieden mit 10 anderen Verwandten im Garten, da wo nun ein Pfirsichbaum wächst. Und so gehört der Tod zum Leben dazu. Bei Katzen kann man sicher sein, es kommen wieder neue und das schnell. Traurig bin ich jedes Mal.

Heute früh kam der wilde Kater hereingestürzt, der sich sonst nur draußen füttern lässt, weil er sich einen Tag nicht her wagte. Er ist ein weiß gescheckter, seit Jahren da, vielleicht ja auch vom Bauernhof um die Ecke. Jedenfalls hat er eine große Familie, an der er nicht ganz unschuldig ist. Es gab zwar gerade eine Kastrationsaktion vom Land, doch jeder Tierarzt durfte nur 10 und dann ist nach 3 Tagen das Geld aufgebraucht. Ich sah doch zwei andere weißgescheckte, einer davon riesig die ihm nach dem Revier trachten. Geht das alles wieder los…als Kastrierter hätte er schlechte Chancen und müßte ein Hauskater werden, was ich so gar nicht will. Mäxchen aber ist kastriert worden und ist gar nicht schüchtern, der wird noch richtig groß und stellt sich mit in die Luft gereckten Krallen vor den Hund.

Und von dem anderen Kater lässt er sich auch nichts wegnehmen.

Und manchmal ist so ein Hund doch ein guter Partner.

Natürliche Ordnung

Ob es die bei uns Menschen gibt, oder viele davon, kann ich nicht sagen. Bei den Tieren jedenfalls ist eine Notwendigkeit der Rangordnung zu beobachten. Der neu gekommene kleine Kater behauptet sich bei den vier alten Katzendamen sehr geschickt, der alte Kater ist krank und macht gar nichts mehr. Das Foto ist von 2011, als alle seine Brüder und Cousins ebenso winzig waren. Und glücklich bei ihren Mamas aufwuchsen.

Noch wird der Kleine unters Sofa gejagt, weil die Jüngste der Alten eifersüchtig ist auf jedes Spielzeug und jeden Stuhl, den er benutzt. Sie wissen ja nicht, dass er noch größer wird…aber manchmal bleibt auch dann das gelernte Muster erhalten, und der ehemals Kleine kuscht weiter. Es gab aber auch schon mal den zugelaufenen Chico, der sich vom fast verhungerten unterwürfigen zum anhänglichsten verfressensten Oberkater aufschwang, innerhalb von Jahren, bis er dann leider dem Rattengift irgendwelcher Nachbarn zum Opfer fiel. Ja, das Sterben ist nicht leicht mitanzuschauen. Es ist kein langes Leben, bei den Katern.

Gerade wird im Bekanntenkreis ein Platz für einen Bernhardiner gesucht, verzweifelte Familie weil die Hunde sich fetzen. Ähm, ja. Das wäre dann wohl hier der Supergau…das Ende der Ruhe und Gemütlichkeit. Ich liebe Hunde sehr, aber als Rudelführer bin ich nicht so gut. Und wenn die Katzen jetzt schon auf den Teppich pinkeln, na dann…aus Gewohnheit leben wir mit Wegwerfmöbeln, die schon vorher alt waren. Ich sagte dass ich Leute ohne Tiere gar nicht verstehe, da wäre es doch so unlebendig. Aber was ich gar nicht verstehe, ist wenn der alte Nachbar stirbt, und sich keiner des hinterlassenen Katers annimmt. Die Tierheime haben Aufnahmestopp.

Eigentlich brauchen wir nicht noch solche, mit denen in rumänischen Hundesheltern gute Geschäfte gemacht werden. und die dann als überängstliche Hunde hier vermittelt werden. Einen Bernhardiner kann sich ja auch keiner mehr leisten.

Die zehnte Katze

Die zehnte Katze

Neun der bei mir lebenden Katzen sind auch bei mir geboren. Die drei Mütter – auch Schwestern- noch in Spanien. Sie kennen mich vom ersten Tag an. Damals, vor sieben, acht Jahren, waren es schon mal mehr als zehn, sogar mehr als zwanzig, weil so viele gleichzeitig geboren wurden. Dann wurden es nach der Welpenzeit schon weniger. Die roten Katerchen fanden neue Leute, doch die schwarzen nicht. Fast alle sind schwarz. „Die zehnte Katze“ weiterlesen

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