Nun, ich habe natürlich noch einen Gomerakrimi gelesen, der mir besser gefallen hat. Er heißt “ Tödliche Kristalle„, von Michael Junge, auch im Selbstverlag, wenn ich das richtig sehe.
Nach den „Tödlichen Trommeln“ also die „Tödlichen Kristalle“ . Ich muss wohl vorausschicken, dass in Krimis grundsätzlich alles Esoterische als Scharlatanerie aufgedeckt wird, und solche Autoren grundsätzlich keine Ahnung haben von Heilmethoden und Kristallen und sonstigem, weil sie nicht daran glauben wollen. Immerhin werden die Menschen hier sympathisch dargestellt.
Ich denke also, grundsätzlich gibt es keine tödlichen Kristalle. Ganz im Gegenteil gibt es sehr alte Heilweisen mithilfe von Kristallen; ob die Rituale dazu richtig angewendet werden, ist natürlich nicht sicher. Soweit ich das weiß, speichern Kristalle Energie, und können Information aufnehmen, ebenso wie Wasser. Wir müssen uns an neue Denkweisen gewöhnen, nämlich dass es mehr gibt als wir bisher glauben. Das ist doch mit jeder Technologie der Fall. In anderen Fällen von Technik nehmen die Leute es alles unkritisch hin und lassen ihr Leben davon bestimmen.
Es handelt sich wieder um eine relativ einfache Geschichte, gute Krimis kommen heutzutage schon sehr viel mehr verschachtelt daher, aber trotzdem macht es Lust zu lesen, denn die Ortsbeschreibungen sind ganz nett, und es kommt sogar die spanische Sprache vor!
Wir erhalten also Informationen über die Insel auf eine spielerische Weise, was für Neuankömmlinge wie eine der Hauptpersonen sehr hilfreich ist. Und es ist nicht so furchtbar eingedeutscht, was mich zunehmend stört an Orten, wo es eine einheimische Bevölkerung gibt. Daher gibt es hier eine Deutsche mit einem spanischen Partner, so wie es auch in zahlreichen neueren Fernsehkrimis der Fall ist . (Barcelona-Krimi, The diplomat etc)
Warum fahren manche Leute überhaupt ins Ausland, fragt man sich. Ach, die Bösewichte sind dann doch Deutsche…besonders Reiche und Drogendealer. Ich weiß nicht recht, ob die gegen ebensolche Spanier eine Chance hätten…meine Lieblingsserie ist da immer noch „El Hierro“, welches auf der Nachbarinsel spielt, eine spanische Produktion, menschlich herausragend.
Nun. Je mehr man liest, je mehr man sieht und erfährt und erlebt, umso besser kann man alles erkennen, unterscheiden, und lernt etwas dazu. darum ist es auch gar nicht verkehrt, diese kleinen Krimis zu lesen.
Der Kristall-und Mineralienreichtum der Kanarischen Inseln ist eine Reise wert! Was hätte man dazu alles schreiben können…
„Mineralien der kanarischen Inseln„, Rudolf Franz Ertl, Turquesa.


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