Unsichtbar

Noch nicht vorhanden, – die Kugeln zum Weihnachtsbaum. Und tatsächlich, die KI hat mir geholfen. Nachdem ich mich beruhigt hatte, konnte ich die Anweisung überhaupt erst verstehen…und ausführen. Die unsichtbare Intelligenz. Das Problem ist immer, dass ich denke, ich verstehe es sowieso nicht. Unterdessen guckte ich den interessanten Beitrag

https://www.ndr.de/kultur/kunst/hamburg/genie-oder-blender-ard-doku-ueber-wunderkind-leon-loewentraut,loewentraut-100.html

um einen Künstler, von dem ich noch nie gehört hatte. Muss man auch nicht. Ich finde ihn aber sympathisch, abgesehen vom Kunstverständnis. Die Kritiker, nun ja, sie sind wirklich…arrogant. Aber wenn auch ich eben so malen könnte, ich würde ja auf die ganze show kein Lust haben. Dazu muss man schon Ausdauer haben. Ach und ich bin auch nicht mehr up to date, was die moderne Welt angeht. Hu, die Post! Meine neues Buch kommt gerade an! Es heißt: Das Echo vergessener Bücher“, von Barbara Davis. Denn mal tschüss bis später…

Ein wilder Ritt

Eigentlich war es ein sanftes Wochenende, mit vielen Vorhaben allerdings. Ich buk einen Apfelkuchen, denn es kam Besuch mit dem neuen Mieter zusammen. Da wurde immer noch geräumt und eingerichtet und neue Teppiche und so weiter. Leben im Haus ist schön.

Und dann war ich unterwegs, -der letzte Große Flohmarkt auf dem Heider Marktplatz brachte mir allerlei Getier ein- obwohl wegen des morgendlichen Nieselregens weniger Stände da waren. Ich empfand das als sehr angenehm, ich guckte genauer hin und die Weihnachtsmaus wurde mir so nett erzählt, -die muss nun meinen Kuchen bewachen…

Es nähert sich das Fest namens Halloween, dessen Auswüchse ich nicht ganz begreife. Was man da so sieht, hat mitnichten mit der Ehrung der Toten und der Ahnen zu tun! Offensichtlich gruselt man sich hierzulande vor denen. Und das auch noch gerne.

Und genau deshalb treiben sich deren Geister noch in den heimatlichen Gefilden herum. Sie wollen ja gesehen werden. Viel schöner ist da doch der Besuch in historischem Gemäuer, ein Altes Internat in Lunden, wovon ich schon einmal berichtete. Frauke Materlink veranstaltete wie jedes Jahr ein kleines Kunstevent , gemeinsam mit anderen Künstlerinnen aus Südkorea und Norwegen. Es drehte sich um den allgegenwärtigen Kohl. Die schönen jungen Frauen hatten sich etwas ausgedacht und dazu ein wunderbares Essen gekocht, wir saßen am langen Tisch mit anderen Menschen, bekamen erklärt, wie Kimchi gemacht wird und sogar noch ein Glas davon mit nach Hause. Ein so herzerwärmendes Ereignis!

Anschließend ging es noch weiter in den Nachbarort Lehe. Dort gab es ein Apfelfest auf dem Hof Nordstern. https://hof-nordstern.jimdofree.com/aktionen-auf-dem-hof-nordstern/Direkt draußen am Deich gelegen, wo uns der Wind um die Nase blies und im Stall dieser liebevolle kleine Markt ausgerichtet war von Steffi Mahmens. Dort traf ich manche bekannte Gesichter wieder, denn das ganze war in unserem Helferkreis gepostet worden. Es wird noch einen Weihnachtsmarkt im Stall geben. Besonders aufgefallen sind die Kerzen!

Es gibt doch immer etwas, was man noch nie gesehen hat, auch lustig. Wer glaubt, er sieht hier Eisbecher vor sich, hat geirrt. Es sind Duftkerzen, die nach Eisbecher duften und man würde sie am liebsten aufessen.

Eben Kunst in allen Facetten an diesem Tag…Ich war so richtig froh, auf den Deich zu laufen, wo man natürlich nicht das Meer sieht, nein die Landgewinnung hat diese Deiche zu Inland gemacht. In der Ferne der Deich der Eider.

Am Abend hatte ich dann tatsächlich Migräne, die erste seit langer Zeit.Es war dann doch zu viel des Guten! Das macht aber nichts. Die Homöopathie- in diesem Fall Belladonna , hilft sofort. Ich erstand noch einen Krimi von Fred Vargas, eine meiner liebsten Krimiautorinnen, und habe nun Tage mit Schmökern und Blätter fegen vor mir.

Wilder Sturm

Der Sturm tobt seit heute Nacht ums Haus, doch das Wochenende war noch schön und sogar ein Flohmarkt fand statt. Daneben war so viel los, dass ich gar nicht hinterher komme. Erst die Eröffnung des Kunstgriff, kein sonderlich schön gestaltetes Event, eben vom Landrat im Kreishaus Heide, naja. Da hingen aber doch tolle Bilder, von jedem der teilnehmenden Künstler eines, es gab die Broschüren mit den Terminen in den einzelnen Ateliers über die nächsten zwei Wochen.

Wir gingen anschließend noch auf das Platten release Konzert einer Band, allerdings trieben mich die Raucher in die Flucht. Am Sonntag ging es weiter mit dem Flohmarkt und der ersten Atelierausstellung in Nordhastedt mit einer Lesung von Blaue Feder.

Dies war eine Gesamtausstellung „vielerlei federfein“von vier Damen, und befaßte sich mit Vogelabbildungen ganz verschiedener Art. Sehr liebevoll und zart, im Bild zuerst die Pastellzeichnungen von Regina Trog. Meine Fotos sind durcheinander geraten…

Begeistert haben mich die Textilarbeiten von Susanne Linnig, die gestickt und genäht, mit Federn, Steinen und Glitzer bestückt, einfach wunderbar mit den Geschichten zusammengehen, die man per QR Code abrufen konnte, oder eben in der Lesung anhören, oder auf youtube.http://www.youtube.com/@blauefeder6065

Ja, es gäbe noch viel mehr zu sagen. Da habe ich nun auf der Liste so viele Künstler, die ich gern sehen würde. Aber das an zwei Wochenenden? Ich werde es nicht schaffen. Es stehen noch andere Dinge auf dem Programm, unter anderem der Besuch der Messe Weite Horizonte in Eckernförde. Außerdem zieht oben in der Wohnung der neue Mieter ein. Seit 2 Jahren wohnte ich wieder allein im Haus.

Nun, was wäre das Leben ohne Herausforderung und Anregung.

Es ist so schön bunt und wieder alles auf einmal…

Denk mal

Heute ist der Tag des offenen Denkmals https://www.denkmalschutz.de/denkmale-erleben/tag-des-offenen-denkmals.html. Das weiß ich nun von einer Freundin, die im Museum arbeitet . Heute wird sie dort sein https://www.lueneburger-heide.de/service/sehenswuerdigkeiten/253/moisburg-muehlenmuseum-moisburg.html

in der Wassermühle und sie bietet dort Mitmachaktionen rund um Wolle an, Filzen, Spinnvorführung und anderes. Einmal werde ich über die tolle Ellie Beyer schreiben, was sie alles macht.

Ich bin aber weiter nördlich- und werde heute eine Lesung besuchen mit Ausstellung. Ach, zuerst noch der Straßenflohmarkt in Tellingstedt. Dann geht es weiter nach Nordhastedt ins Gemeindehaus. Das Besondere ist, dass es eine wordpressfreundin ist, die dort ihre Geschichten und Bilder vorstellt, gemeinsam mit ihren Mitkünstlerinnen. http://blauefederhome.wordpress.com/

Normalerweise sind diese ja über die halbe Welt verteilt, Griechenland, Indien und England, und ich lese gern, wie sie anderswo leben. Doch hier eine so ganz in der Nähe zu finden, ist auch schon toll. Natürlich gibt es hier eine Menge Künstlerinnen, wie wir auf der Eröffnung des diesjährigen Kunstgriff sehen konnten, etwa 150 Anwesende, schätze ich. Doch von ihr wußte ich ja nun schon, was sie macht. Und für mich ist das Besondere, dass sie den spirituellen Hintergrund in ihrer Kunst übermittelt. Und so wunderbar Natur und Stoffe/Textilien einwebt und überhaupt alles zusammenwebt mit dem Schreiben und den Geschichten.

Na, also witzig war das schon, dass sie mich gleich auf dem Parkplatz erkannte.

Ich bin hier wie Viele eher anonym und mit Künstlername unterwegs, aus gutem Grunde nennen manche nicht ihren Wohnort, denn wir schreiben viel privates und aus unserem Innersten. Den Menschen aus meiner Nähe gebe ich den link nicht oft. Denn ich bin ehrlich und brauche diesen Raum, um das zu äußern, was ich nicht jedem erzählen will….und dann aber doch wiederum jedem, der es wissen will.

Ich weiß, wie mutig es ist, sich mit seinen Werken zu präsentieren. Meine letzte Ausstellung ist lange her und ich schlief die ganze Nacht nicht vorher, obwohl Freunde die Rede hielten …diesen Stress muss ich meiden, deshalb lasse ich es. Doch der Traum vom eigenen Buch- wer hat den nicht geträumt von uns….ich freue mich schon auf Blaue Feder und will gerne ein paar Fotos machen.

Unerklärt

So ist das mit der Kunst-nicht so einfach zu verstehen, und jeder kann etwas hineininterpretieren. Darum gefällt sie mir. Ich habe wieder Hilma af Klint in der Wohnung hängen, in klein natürlich.

https://www.arte.tv/de/videos/109358-199-A/stadt-land-kunst/ In dieser Sendung fand ich ein paar gute Erklärungen dazu, die mir neu waren. Doch, dass es spirituell ist, weiß ich. Und ich male manchmal ganz ähnliche Sachen, Kreise, Wirbel, das kommt ganz von selbst aus dem Handgelenk. Wir könnten ganz naturalistisch malen, aber wozu. Dennoch- so etwas in 2×3 Meter Größe und daraus mein Leben werden zu lassen, das wäre mir dann dochzu ernsthaft. Ich bewundere solche Determination. Ein deutsches Wort dafür fällt mir nicht ein.

Meine Bildchen sind Zustandsbeschreibungen, mehr wollen versetzt mich in Stress, den ich einfach nicht mehr aushalten will. Ja das kann dahin führen, dass das Leben kleiner wird und enger. Aber mir angemessen.

Nichts Besonderes, ist das erleichternd, nichts Besonderes sein zu müssen. Allen Ernstes war das in unsere Erziehung eingewoben, die Kś sind was Besonderes. Tja, da konnte ich nur noch anders werden, besonders gut jedenfalls nicht.

Ich muss sagen, seitdem mag man mich vielleicht auch. Ich finde es wunderbar irgendwo dazu zu gehören, umarmt zu werden, ohne dass ich irgendwas tolles gemacht habe. Es gibt zwar das Gegenteil, man darf nicht Herausragen, Auffallen, Angeben, usw. Das scheint im Norden und in diesen evangelisch kirchlich geprägten Gegenden wirklich unbewusstes Credo: sei bescheiden, sei arm, sei still und brav. Ich weiß das von meiner Oma. Aber Stolz, den gibt es hier auch sehr. Auf das, was und wer man ist. Fleißig auf jeden Fall, muss so. Und das war Hilma af Klint, dafür muss man große Bilder schaffen.

Prozesse im Tagebuch

Ein Freund erzählte dieser Tage, er habe seine Manuskripte geordnet. Er ist 70 und ich wußte nicht, dass er schreibt.

Das sollte ich auch mal tun, dachte ich. Dabei stoße ich auf erstaunliche Dinge, besonders meine Tagebücher, – den gesuchten Text habe ich immer noch nicht entdeckt- und finde sie erhaltenswert. So ist dies auch ein Weg des Bewahrens außerhalb des dunklen Köfferleins, des Erinnerns und Gestaltens.

Zumal es nun gewünscht wurde, dass ich eine Traumreise anleite, was ich lange nicht mehr gemacht habe, schaue ich hinein ins Innere.

Da ist so unendlich viel zu finden. Traumreisen waren eine meiner Lieblingsbeschäftigungen. Aber auch so habe ich einiges erlebt und umgewandelt in Erfahrung.

Das jedenfalls war Schmerz, der lange anhielt! Mittlerweile laufe ich nur noch in Barfußschuhen und meinen Füßen geht es gut.

Auf das Datum kommt es hier im Grunde gar nicht mehr so an. Eigentlich sind Tagebücher nach Datum sortiert, wenn man die Kisten mit der Jahreszahl sortieren nennt. Aber schade um die Schätze, die verborgenen.

Heute muss man alles abfotografieren zum Sortieren…und die inneren Reisen werden aufgemalt.

Diese Projekte waren natürlich für mich. Sie machten mich reicher und froher.

Archivbilder

Gestern suchte ich in meinen Koffern der gesammelten Werke nach einem Text, und dabei entdeckte ich einfach meine alten Bilder wieder, ich war recht begeistert und suchte einige aus, um sie aufzuhängen und zu würdigen. Und dafür kommt mir der blog gerade recht.

Ich las mich auch in Tagebücher hinein, völlig erstaunt, was ich in 2022 an Wandlungen durchlebt habe. Ja, intensive Zeiten kann man nicht immer haben, aber sie wirken sich auf immer aus. Wann habe ich diese Bilder gemalt, ich weiß es gar nicht. Bei einem steht 2005 drauf.

Den gesuchten Text fand ich gar nicht. Meine ganzen kreativen Werke sind ein Wust von Fragmenten, nicht zu denken ohne Einfluss von Fotografie, von Geomantie, Erfahrungen mit Menschen und Reisen, teils in einer verunglückten Festplatte verloren, nie sortiert, und meist auch nie gesehen. Ausstellungen machte ich wenig, die direkte Öffentlichkeit macht mir eher Angst. Auch das blabla was man von sich geben soll.

Kraft ist da drin, finde ich. Ich bin durch schwierige Prozesse gegangen, dagegen empfinde ich das derzeitige Leben angenehm ereignislos. Und eigentlich würde ich meine Kunst nicht ohne die Tagebücher denken wollen. Die ich aber ja nicht öffentlich machen könnte, zu meinen Lebzeiten. Falls es überhaupt interessant wäre.

Doch, Biografisches ist „irgendwann “ wieder interessant. Auch wenn man einen Pool hätte der Sammlung, aber da fühle ich mich in der Kunstwelt nicht korrekt aufgehoben. Es muss ein spirituell bewusster Raum sein.

Handyfotos sind keine korrrekte Archivierung, Koffer auch nicht…Ich muss mir mal Gedanken machen.

Mein Vater, 92, sprach mit mir über sein Testament. Da geht es auch um viele alte Fotografien, also alt heißt, aus unserer Lebenszeit. Wir hatten schon früh ein Schwarz-weiss Labor im Haus.

Jedenfalls, die Themen gehen mir nicht aus, wenn ich noch manches wieder aufsuchen will.

Stillleben im Stillleben

Ein Beitrag zur Blogparade von Amorak (Jess)

Ehrlich jetzt, Stilleben mit drei LLL??? Es scheint wahr zu sein, wenn alle das so schreiben. Es macht mich ganz krank, das war doch mal anders?

Auch in meinem Kunstkalender steht es so, es macht wohl Sinn, weil es still ist. Das Bild mit der Tasse gefällt mir sehr, es ist ein Öl auf Holz Gemälde von John Frederick Peto, 1890iger Jahre, und heißt : Frühstück. Das ist aber nicht das heutige Kalenderblatt, welches aber ebenfalls ein Stillleben zeigt:

Alexej von Jawlwensky: Stillleben mit Flasche, Früchten und Figur. 1907-08, Öl auf Karton.

Eine Tasse ist dort auch drauf. Überhaupt enthält so ein Kalender, den ich jedes Jahr zu Weihnachten erhalte, eine ganze Menge Kunst, die ich noch nicht kenne, aber auch Bekanntes, so dass ich jeden Morgen – ohne Brille – erst mal den Künstler rate.

Ich bedanke mich bei Jess für die Idee zu dieser Blogparade, es hat Spaß gemacht, das tägliche posten viel leichter, und bei anderen einiges zu entdecken! Und es gab diesen Fokus auf etwas, der mir so oft fehlt…

Dies ist der letzte Tag, der April war nicht wie sonst von wechselhaftem Wetter geprägt. Heute Abend tanzen wir in den Mai, mal sehn, ob die Leute, bei denen wir zum Maifeuer eingeladen sind, wohl Helene Fischer hören…? Jedenfalls wird es eine Menge Gegrilltes geben. Ich kenne keinen, was es ein bisschen schwerer macht. Ja, mein Freund, der kümmert sich die ganze Zeit ums Feuer. Ich werde versucht sein, irgendwelche Tassen zu fotografieren….

Auf dem beiliegenden Amtsblatt wird übrigens die Neuanlage einer Photovoltaikgebietes angekündigt, gleich im Nachbarort, eine riesige Fläche -tot. Wir sind nicht glücklich damit. Es wird immer mehr, eine fürchterliche Verschandelung der Landschaft und des Lebensraumes. Unzählige Vögel leben von und auf den Weideflächen., Die Biogasanlage wird dagegen geschlossen- die vorher mit Subventionen gebaut wurde. Für die weitflächig Mais und nochmal Mais angebaut wurde.

Hippie forever Tasse

Ein Beitrag zur Blogparade von Amorak

Mein Weg führte mich heute in einen Nachbarort, wo eine Gruppe Künstler zu Landschaftsdialogen aufgerufen hatte. Ich sag jetzt mal nicht, wo und wer, ich war nur mäßig angetan. Man kommt für eine Woche in diese Landschaft, die Eindrücke zu verarbeiten. Die Ergebnisse waren mager und man tat eigentlich nicht viel anderes, als Touristen auch.

Ja, diese Landschaft braucht schon etwas mehr Zeit. Das ist meine Erfahrung. Aber was solls. Die Dialoge sind ja der Sinn, ich hab nichts schlechtes sagen wollen. Auch hier, man wusste nichts. Nicht, wie die Gänse heißen oder gar die Bucht, in der man die Fotos machte. Anscheinend geht es ja um was anderes, aber das verstehe ich bei der Kunst eh nicht mehr.

Auf dem Heimweg.

Und zuhause ist es so schön. Eine Tasse mit Birkenblättertee, ganz frisch vom Bäumchen zur Frühjahrskur.

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