Buch: Kalenderwurm und Perlenpost

Heute möchte ich ein Buch vorstellen, dass wieder einmal gebraucht zu mir kam. Auch ältere Bücher waren Moden unterworfen, doch ist der Blick abseits des aktuellen main stream immer wieder mal sehr erhellend! Es  macht klar, wie viele Deutungsmöglichkeiten sich aus einfachen Wahrheiten und Sozialverhalten entwickelt haben.
Dieses Buch vonWolfgang Wickler und Uta Seibt heisst

KALENDERWURM UND PERLENPOST
Biologen entschlüsseln ungeschriebene Botschaften
Spektrum akademischer Verlag 1997

Aus der ethnologischen und archäologischen Forschung werden Beispiele vorgestellt, wie Völker jeweils Darstellungen auf Kleidung, Töpferei und Bauten aus ihrer realen Umgebung ableiteten. Dies ist ausgesprochen spannend, denn die Phantasie von Archäologen wird dadurch erweitert und wir verstehen so viel mehr über Ursprünge von Glaubensinhalten! Wie aus einem Wurm eine Schlange wurde. Und dabei einfach die Ernährung und Festtage der Einheimischen übersehen wurden. Das kommt heute nicht mehr vor, die Fachbereiche arbeiten viel mehr zusammen.. Leider werden ausserhalb der Wissenschaft alte Ansichten oft ungeprüft weitergetragen.

Überprüfung unterschiedlicher Quellen ist immer ein Muss!
Auch zwei Vorträge über religiöse Kunst haben mir vorgeführt, wie zeitgebunden Ansichten waren. Doch vor allem haben sie mir Bildmaterial von ungeheurer Schönheit vorgeführt. Gucken wir mal, was dran ist…
KayUte Kühn 2018

 

On line

_MG_0041I think I call it „atlantic ocean“. These  birds live along the coast, they live with the sea, the wind, the wide open space. I think that is something essential for me as well. This ocean and the sky and the birds is, what connects me to the continents, because one place is not enaugh to know.

Vom Nabel der Welt

Ja, so nenne ich das Werk, welches weder ein Medizinrad noch ein Mandala ist, aber doch der elementare Kreis, aus dem diese hervorgehen, eine jede Kultur hat da ihre eigenen Ideen zu erschaffen, die sich aber doch grundsätzlich auf der gleichen Basis befinden. Das ist nämlich das älteste Symbol der Weltkulturen.

Nachlesen kann man das bei Mircea Eliade.

Bei mir hier hat die kleine Abweichung der Linie zu einer Illusion von Bewegung geführt, alles reiner Zufall, mir fallen immer Ideen zu. Und tatsächlich, dieser Kreis ist ein Rad, und das Rad ist in Bewegung, wie wir ja alle schon seit Urzeiten am Himmel beobachten können. Genial, unser Universum, ich liebe es!

Der Nabel der Welt ist ein Begriff, den manche der alten indigenen Völker für Orte verwenden, die ihnen besonders heilig sind, die eine bestimmte Energie ausstrahlen, und schlicht die Orte sind, an denen sie und ihr Stamm seit sehr lange leben, aus diesen Gründen. Einer davon ist der Lago Atitlan in Guatemala, und für die Maya der  dortigen Urbevölkerung ein wichtiger Ort.

Nun habe ich zufällig am Abend, nach der Idee dieses Bildes,  getrommelt und fand mich in einer schamanischen Reise wieder, in einem kleinen Kanu, auf einem See. Ich habe einen Teich mit einem Kanu gesehen, gestern. Gut. Aber in meiner Vision war es der Lago Atitlan, wo ich noch nie war, und ich paddelte gemütlich auf dem ruhigen See an ein Ufer. Was ich dort erfahren habe, erzähle ich euch nicht.

Falls ich mal die Chance bekommen sollte, dorthin zu kommen, werde ich diese ergreifen! Und der Weg ist wohl sicher nicht, fünf Jahre zu sparen, um dann drei Wochen Urlaub zu machen. Ich werde mal eine innere Absicht setzen, einen guten Weg zu finden. Aber der Nabel der Welt- der ist da, wo ich bin, immer in der Mitte. Die vier Richtungen sind auch immer da.

 

 

scrolls -10 CIB – forget me not

_MG_0068 (1)Weltenwanderer, ich vergesse niemals meine Freunde. Ich mag sie lange nicht gesehen haben, ich wandere, sie wandern, manche auf der anderen Seite, doch Verbundensein bleibt. Werden sie wissen. Auch wenn ich mal woanders hingeh, wo ich wieder neue Freunde finde. Ich wusste das früher nicht und hatte Angst vor Verlusten und vor dem Alleinsein, und doch ging ich immer weg. Es trauerte mich, doch heute weiss ich alles war richtig und ich finde sie wieder. Nur die alte Trauer muss ich fortgeben, um mich wieder zu freuen. _MG_0070 (2)

scrolls – 8 IX – April

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Pergament ist  viel zu schön, um nur Butterbrote darin einzuwickeln. Natürlich ist es kein echtes pergament, aber das Durchscheinende illustriert für mich die Hintergründe von Wirklichkeit ganz gut. Die frühe Morgensonne, die Rose. Sagt für mich alles, und ein bisschen geheimnisvoll muss es ja sein,

Der Text sagt: Side one or two who knows. One or the other makes the heir hier.

Mir fiel auf, dass das englische Wort heir – Erbe- mit dem deutschen Wort hier verwandt sein muss, abgesehen von gleicher Entstehung auch sehr alt sein muss. Wenn Hier mein Erbe bedeute, also ich das ( Land) erbe, wo ich bin…? Aber hier bedeutet uns immer, wo wir sind, ganz egal ob unser eigenes Land, wir sind hier, wo der Körper ist. Wir erben alles hier. Wir. Jeder. Es ist in unseren Körpern.

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scrolls 4 Caban Weihrauch gestern

Gestern ist eine englische Schriftrolle aus mir herausgeflossen, nun scrolls ist ja auch englisch. So viele alte Worte im Norden sind den englischen verwandt, aus dem gleichen Ursprung. Die Freiheit, dies alles mit einem guatemaltekischen Kalender zu verbinden, ist die meine, die Weiträumigkeit meiner Gedanken. Foto leider unscharf. Die Tarotkarte stammt aus dem Chrysalis-Deck. „Get back to where you once belonged“ war die Zeile eines songs der beatles, welche mir zuerst in den Sinn kam und nicht mehr aufhörte. Ich begann zu überlegen, wo ich einst hingehörte. Dazu kam dann ein channel durch. Ich habe oft so ein Rauschen vieler Kanäle im Kopf, wie so ein falsch eingestelltes Radio, und dann – auf englisch- wird der Sender auf einmal ganz klar.

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overload

Dank eines schreibenden Kollegen begegneten mir die Begriffe overload, meltdown und shutdown, und zwar um Struktur in dem Erleben eines Asperger Autisten zu beschreiben. Endlich kann ich, was mein Leben ausmacht und so schwer zu erklären ist, einmal in solch einfachen Worten sagen. Aufgrund intensiver und ungefilterter Wahrnehmung, die man auch genauso gut als erweitert und weitreichender bezeichnen kann, ist der Speicher ziemlich schnell voll. „overload“ weiterlesen

weaving

_MG_0095Im Zuge einer Beschäftigung mit und in der Steinzeit habe ich mal einige Versuche mit Gras-Bast angestellt. Ich mache meist jedes Mal etwas anders, zweimal das Gleiche gibt es nicht. Ich mag mehr das Erfinden. ie Flechtkunst der Natur macht es auch jedes Mal anders. Hier im Gieselautal beim Steinzeitpark Albersdorf. Unser Material, die Materie, die Grundlage ist lebendig.

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Hainbuchen

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