Ein besonderer Tag

Das war er, denn ich sah so viel Neues, Schönes, Witziges und am Abend war ich fix und fertig. Da wurde es dann keine Kultur“Nacht“ , sondern ein kurzer Spaziergang, ein bisschen Musik in der Remonstrantenkirche und in den nassen Straßen von Friedrichstadt.

Das obige Bild zeigt die Kunstgriff-Ausstellung der „Zwei Motten“- Susanne Linnig und Dirk Peemöller in Ostrohe. Da war es so nett und es gab sogar Give Away Bilder, von denen ich mir eines aussuchn durfte – und hier ist es:

Das freut mich ganz besonders, denn ich kenne die Künstlerin auch von ihrem blog hier auf wordpress, in dem sie gern über all die Vögel im Moor schreibt.https://blauefeder.home.blog/

Auch Dirk malt sehr genaue Bilder in Öl mit erstaunlichen Motiven. Ebenso hat Gitten Tollring in ihrem Garten aus Holz und Metall Figuren geschaffen, die von den eindruckvollen Bäumen umrahmt werden. Von Ostrohe fuhr ich nach Hägen, fütterte zwischendurch noch die Hühner und verlor den Autoschlüssel und dann entdeckte ich bei Elke Schadwell neben ihren immer spannenden Arbeiten

das Thema der Lesung: der Brand, der sich hier um die Ecke ereignete und dessen Feuerschein wir sehen konnten. Das Haus kannte ich auch, ahnte aber nicht, wer da wohnte. Es ist zwar hier nicht selten, dass die Feuerwehrt ausrückt, aber doch, dass jemand umkommt.

Ich ging aber dieses Jahr nicht zur Lesung von Heiner Egge, denn in Friedrichstadt wartete noch mehr Kunst auf mich. Zu viel für einen Tag! Doch bald könnte ich zum töpfern in das schöne Atelier kommen…

Ja. Kunst ist Kunst, na ja. Die besonders anspruchsvolle Malerei von Isgard Meeder oder Ilse Korzitzki kommt mir nicht so nah. Sie sind beide organisch, mit Pflanzenmotiven befasst , aber doch so eigenwillig. Ein bisschen gruselig, fast Hieronymus Bosch artig in der Galerie Widderhuus, und witzig dazu die Glasobjekte der Borowskimanufaktur. (Lampen in Form von Rieseninsekten, oder waren es Außerirdische? Da muss ich noch mal hin)https://www.widderhuus-friedrichstadt.de/

Und dann noch Musik in der Kirche…ich war wie gesagt, geschafft und wandelte im Regen zum Auto

Die Krähen versammelten sich auch schon lautstark zum Schlafen auf den Bäumen. Ich wunderte mich wieso das handy plötzlich schwarz-weiß-Bilder machte. Zuhause probierte ich das noch mal aus. Was für Möglichkeiten!

Wilder Sturm

Der Sturm tobt seit heute Nacht ums Haus, doch das Wochenende war noch schön und sogar ein Flohmarkt fand statt. Daneben war so viel los, dass ich gar nicht hinterher komme. Erst die Eröffnung des Kunstgriff, kein sonderlich schön gestaltetes Event, eben vom Landrat im Kreishaus Heide, naja. Da hingen aber doch tolle Bilder, von jedem der teilnehmenden Künstler eines, es gab die Broschüren mit den Terminen in den einzelnen Ateliers über die nächsten zwei Wochen.

Wir gingen anschließend noch auf das Platten release Konzert einer Band, allerdings trieben mich die Raucher in die Flucht. Am Sonntag ging es weiter mit dem Flohmarkt und der ersten Atelierausstellung in Nordhastedt mit einer Lesung von Blaue Feder.

Dies war eine Gesamtausstellung „vielerlei federfein“von vier Damen, und befaßte sich mit Vogelabbildungen ganz verschiedener Art. Sehr liebevoll und zart, im Bild zuerst die Pastellzeichnungen von Regina Trog. Meine Fotos sind durcheinander geraten…

Begeistert haben mich die Textilarbeiten von Susanne Linnig, die gestickt und genäht, mit Federn, Steinen und Glitzer bestückt, einfach wunderbar mit den Geschichten zusammengehen, die man per QR Code abrufen konnte, oder eben in der Lesung anhören, oder auf youtube.http://www.youtube.com/@blauefeder6065

Ja, es gäbe noch viel mehr zu sagen. Da habe ich nun auf der Liste so viele Künstler, die ich gern sehen würde. Aber das an zwei Wochenenden? Ich werde es nicht schaffen. Es stehen noch andere Dinge auf dem Programm, unter anderem der Besuch der Messe Weite Horizonte in Eckernförde. Außerdem zieht oben in der Wohnung der neue Mieter ein. Seit 2 Jahren wohnte ich wieder allein im Haus.

Nun, was wäre das Leben ohne Herausforderung und Anregung.

Es ist so schön bunt und wieder alles auf einmal…

Kunst auf dem Land

Am Wochenende gab es viel zu bestaunen, Flohmarkt ist ja immer irgendwo und diesmal erstand ich einen Mittelalterumhang für den Freund. Die für Männer sind nämlich nicht ganz lang, und er hat eine Zipfelmütze weil für Elfen gedacht. Es findet in der Stadt Heide regelmäßig ein großes Mittelalterevent statt, dieses Jahr waren wir nur zu Besuch in der Arche Warder, wo Freunde lagerten, und er hatte nichts richtiges anzuziehen.

Dann gibt es in diesen Wochen den jährlichen Kunstgriff, bei dem Künstler der Region Ausstellungen machen und einiges andere mehr.

http://KUNSTGRIFF 30/2024: Skulpturengarten in Hägen 14. September 2024 – 14:00 – 19:00 Uhr Veranstaltungsort: Atelier Elke Schadwell, 25779 Hägen, Dorfstraße 9 Veranstalterin: Atelier Elke Schadwell, Dorfstraße 9, 25779 Süderheistedt-Hägen, Telefon: 04836/1231, Mobil: 0152-02792195, E-Mail: Schadwell@web.de, Internet: www.elke-schadwell.com

Diese schöne Ausstellung von Elke Schadwell habe ich besucht und bin sehr begeistert. Ich kannte Elkes Atelier schon, es befindet sich zwei Dörfer weiter. Der Garten ist wie eine große Parkanlage, mitten in einem Dorf mit Kuhställen und Biogasanlagen, ist ja klar, dass diese Leute aus der Stadt zuzogen. Und in diesem Garten wiederum die kleinen wundersüssen Figuren, die sich wie Naturwesen einfügen und ganz sicher sind diese ebenfalls entzückt von dem Raum, der ihnen hier gegeben wird.

Wir aus der Stadt haben einen anderen Blick für die Umgebung als die Menschen, die hier aufwachsen. Mit der Zeit versteht man das auch, denn sie sorgen für Ernährung und müssen unglaublich vieles im Blick haben. Manchmal ist auch jemand dabei, der hellsichtig ist, und die Naturwesen erkennen kann, wie mein früherer Geomantielehrer Hans Hansen aus Nieby an der Geltinger Bucht, der 40 Jahre lang Biobauer war, bis er sich mit über 60 entschloss, sein Wissen weiterzugeben und Geomantie zu unterrichten.

Wenn Städter zuziehen, machen sie erstmal alles falsch. Die Jahreszeiten kennen, die einzelnen Elemente, und sich langsam eintunen, das braucht Zeit.

Ob diese Künstlerin an die Naturwesen wirklich glaubt, weiß ich nicht, aber – sie werden sichtbar in ihrer tiefgründigen Arbeit.

Die Lesung von Heiner Egge im Atelier war gut besucht und wurde von der Trommelgruppe im Garten eingerahmt. Aus „49 Geschichten“ las er vor .

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