Weltenwanderer, ich vergesse niemals meine Freunde. Ich mag sie lange nicht gesehen haben, ich wandere, sie wandern, manche auf der anderen Seite, doch Verbundensein bleibt. Werden sie wissen. Auch wenn ich mal woanders hingeh, wo ich wieder neue Freunde finde. Ich wusste das früher nicht und hatte Angst vor Verlusten und vor dem Alleinsein, und doch ging ich immer weg. Es trauerte mich, doch heute weiss ich alles war richtig und ich finde sie wieder. Nur die alte Trauer muss ich fortgeben, um mich wieder zu freuen. 
Scrolls, Seherin der Nacht
Scrolls – Seherin der Nacht, 3 Akbal
Ein Traum
Das Konzert. Zwei Männer spielen Musik auf ihren Instrumenten. Sie haben ihr Hüte an die Seite der kleinen Bühne gelegt, doch diese Hüte sind übermenschlich groß. Ich selbst spiele ab und zu einen Ton auf dem Bass dazu, mehr kann ich noch nicht, ich kenne diese Musik noch nicht.
Und ich schaue auf die Wiese und den riesigen weiten Himmel hinaus, in dem sich die Wolken bewegen. Da reissen die Wolken auf und geben den Blick frei auf kleine Löcher, in denen Lichter tanzen! Oben sind zwei, die sehen aus wie Augen, wie Gottes Augen im Hintergrund und da bewegen sich die vielen Sterne und tanzen.
Wir rufen dem Häuflein Zuhörer auf der Wiese zu: Schaut! Dreht euch mal um. Sie schauen.
Und nun sehe ich diese Menschen genauso wie die anderen Gebilde: Sie sind voller Sterne, eine hohle Form, in der die Sterne tanzen. Ich begreife, dass wir nicht getrennt sind, dass sie hier und wir dort sind. Es ist so befreiend. Die Goldenen, die Leuchtenden, wir sind sie. Jeder Ton spielt seinen Part.
Dann gehen wir hinüber zu einer anderen Bühne, es ist eine Art Festival mit mehreren bands. Da singt ein melancholischer Liedermacher mit schiefem Mund,und hier leuchtet keiner. Wir wollen ihnen den Himmel zeigen, doch
wir hören erst mal zu, aus Respekt. Ich halte die Gitarre im Arm.

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