Mond

Der Vollmond schien nachts in mein Gesicht, durch eine Spalte im Vorhang. Er trifft genau auf mein Kopfkissen. Das genieße ich jedes Mal. Ich wache auf, aber nur so halb. Und habe einen Heilungstraum. Draußen ist natürlich auch alles hell beleuchtet, wenn der Mond so hoch steht und der Garten, die Bäume wie verzaubert. Alle Katzen sind unterwegs, zu spannend sind diese Nächte.

Getrommelt hatte ich zuvor am Ofen, und meine Gebete gesprochen, oder Anrufungen oder wie es heißen mag. Da ich es auf spanisch sage, heißt es Invocation. Da rufe ich die vier Winde, und ihre Hüter. Pachamama und Inti taitai, und bevor ich den heiligen Raum wieder schließe, füge ich eigene Lieder und Worte hinzu. Es sind schöne Worte.

Im Traum war ich dann in einer Gruppe, unbekannt, aber ich wurde sehr nah berührt und war nicht sicher, ob ich Heilung wollte, die mich wieder nahbar und verletzlich macht….

Aha. Aber die Knochen, sie schmerzen. Wie oft sind wir im Widerspruch zu uns selbst, …Habe mir nun Globuli besorgt, dass ich erst mal diesen inneren Zwiespalt lösen kann, auch zwischen Sicherheitsbedürfnis und Abenteuerlust. Obs das Richtige ist, wer weiß. Ich bin kein Homöopath aber gewisse Aberteuerlust hilft mir weiter- und mein Pendel. Ich las auch alles mögliche darüber, carbo vegetabilis, eine Fallstudie im „Spektrum der Homöopathie“, mit dem Thema der Autoimmunkrankheiten. Ich hörte mir Andreas Krüger an. Wenn ich denke, es passt, vergesse ich später das meiste wieder und würde nie wagen, andere zu behandeln, außer die Katzen.

Dem wilden Kater habe ich was verordnet gegen seinen Schnupfen, er schnauft so sehr. Aber Tierarzt? So lebensmüde bin ich nicht, lach. Das Tierheim hat mittlerweile 208 Katzen. Eingesperrt.

Der Mond gibt ein Fenster in die magischen Räume frei, auch zu Neumond beachte ich den Zeitpunkt. Was andere über Portaltage schreiben, interessiert mich nicht die Bohne, es ist einfach nichts Wahres daran. Man kann damit etwas erzeugen, wenn viele Menschen das gleiche glauben. Aber wenn alle Astrologen bestimmte Superhypes aussprechen, mag schon stimmen. Wir müssen uns dem Kosmos öffnen, Abenteuerlust, statt im Gefangensein zu verharren. Nur nicht in die Fallen gehen…

Sonne, Mond und Sterne

Ich setze voraus, dass ich weder naiv noch leichtgläubig bin.

Doch in letzter Zeit befasse ich mich mit der Astrologie und versuche, die Prinzipien zu verstehen. Systeme haben mich schon immer begeistert. Hier aber geht es eher darum, die übergeordneten langfristigen Kräfte zu erkennen, denn das gibt mir einen Sinn für Hoffnung oder wenn nicht das, so Geduld. Mit dem, was so im menschlichen Kollektiven nicht zu erkennen ist. Es ist kein Zufall, dass sich Menschen in schwierigen Zeiten solchen Mitteln und Methoden zuwenden. Oder auch verschiedenen Glaubensrichtungen. Irgendetwas muss uns doch Halt geben. Allerdings waren es früher, also ganz früher einmal, man meint es sei im Märchen gewesen,- die Herrscher selbst, die ihre Astrologen zu Rate zogen, und zwar, um günstige Stellungen zu nutzen.

Die Bauern, Hirten und Jäger taten das wohl auch, ganz einfach weil sie wussten, dass Sonne und Mond einen erheblichen Einfluss haben auf das was wächst,auf das Meer, auf Geburten, das Verhalten von Tieren und vieles mehr. Daraus haben sich überhaupt Religionen entwickelt! Wir sehen die Himmelskörper, die uns Leben geben, als das, was wir nicht beeinflussen können. Dem heutigen Menschen ist das unangenehm, dass es so etwas gibt. Er will sich mächtig fühlen, über alles. Dabei bräuchte er doch nur dem natürlichen Fluß zu folgen, dann würde sich eine Art von sicherem Gespür wieder entwickeln können. Der Himmelsfluß.

Natürlich werden Konstellationen, die sich in Zyklen bewegen, als der Tierkreis betrachtet, eine sehr alte Weise, von der Erde aus betrachtet. Die Sichtweise ist aus dem Weltraum heraus ganz anders. Doch das spricht nicht gegen sie. Es handelt sich um eine Ordnung, in anderen Bereichen gibt es auch verschiedene Blickwinkel, die für verschiedene Zwecke gebraucht werden. Auch Astrologen verwenden unterschiedliche Methoden. Manche sind sogar der Ansicht, dass ihr Volk von einem der fernen Sterne abstammt und warum sollte das nicht so sein? Man muss seinen Geist mal etwas weiter bewegen, wenn man alte Zeiten und neue Zeiten begreifen will. Da hier alles im Kreis geordnet ist, hat man doch schon eine sichere Warte. Alles ganz einfach, oder?

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