12 von 12 im April 2026

https://draussennurkaennchen.blogspot.com/ Hier findet man alle Beiträge zum Thema

Am 12ten des Monats werden 12 Fotos des Tages gezeigt. Soweit habe ich es verstanden. Ich mache das zum ersten Mal. Der heutige Flohmarkt-Sonntag hat es mir leicht gemacht.Ich sah so viel!

Auf der Hinfahrt- ein Mann versuchte eine Kuh am Strick zum Aufstehen zu bewegen. Was war wohl mit ihr? ich werde es nie erfahren, es sei denn ich sehe sie noch mal mit einem Kälbchen. Das habe ich nicht fotografiert. Neubauten, wieso ist da auf einmal ein Haus- es geht rasend schnell.

Ein Traktor, der pflügt oder sät…und in einer langen Reihe die Möwen dahinter, weiß auf dem dunklen Ackerboden.

Bild 2: Die Frühlingsfee auf dem Wesselburener Flohmarkt. All die Farben! Und man glaubt es kaum, der Souvenirladen vom Sauerkrautmuseum hat Froschkönige im Angebot!

Bild drei:

Die Generation Z der Froschkönige, sozusagen und noch mehr Bild 4

Bild 5 und 6: Das grüne Kohlgeschirr soll allerdings aus Portugal stammen. Schweinchen und Füchse gab es noch, Glitzerzeug und alterwürdige Traditionsgeschirre.

Gerade gestern lernte ich etwas über die Schlottenhof Arzberg Porzellanmanufaktur- aber die goldbemalten Teller, die ich in den Brennesseln fand, haben doch kein echtes Gold dran…Dafür gab es noch mexikanische Vögel

Und noch etwas zu den Außengefilden der ehemaligen Sauerkrautfabrik

sowie den neuen alten Hut, und schon sind wir durch mit den 12. Da gibt es noch zwei Bücher, Postkarten von Chagall, und die Sahnetorten -nur zum Angucken. Und wo soll ich den Sonnenuntergang nachher unterbringen?

Ein traumhafter Sonntag, gestern haben wir das erste Mal gegrillt und da war es noch recht windig.

Auf dem Feld

Auf dem Acker kann man gerade noch laufen. Es wird aber schon gepflügt. Ist auch mühsam am Rande, , da liegen so viele Eicheln. Dire Eichenalleen sind wirklich besonders. Ganz früher gab es hier den Isarnho, den Eichenwald. Und noch etwas findet sich auf dem Acker: Steine. Viel Flint und anderes. Einmal fand ich sogar einen versteinerten Seeigelrest auf einem Acker. Hier in der Gegend von Fedderingen waren auch schon die Menschen in der Steinzeit.

Und was gibt es noch? Naja- Hasen natürlich. Das Interessanteste für Shiva, die alte Dame. Hier ist immer Mais angebaut, jedes Jahr. Der wird auch nicht gefressen, sondern ging in die Biogasanlage, um Häuser zu heizen. Doch irgendwie ändert sich das gerade, das Kozept muss neu gemacht werden. Es war ja auch nicht wirklich gut. Zwar subventioniert, deshalb machen es alle- aber Nahrungsmittel zu verwursten, und dann stattdessen Soja zu importieren? Wir leben nicht von Strom….Es wird wohl umgedacht, angesichts der Kriege und Abhängigkeiten. Aber ich glaube noch nicht ganz daran.

Im Bioladen habe ich Gerstenmehl und Buchweizenflocken von Demeter entdeckt. Das sind robuste heimische Pflanzen- gewesen. ich werde das jetzt zum Frühstück essen.

Da sind die Windmühlen, die im letzten Beitrag schon erwähnt wurden. Auch die Landwirtschaft ist eine Industrie, und sie erfordert Wissen, Erfahrung, einen großen Maschinenpark. Einen kleinen Traktor hat jeder, der seine Heuballen zum Pferd bringt. Die großen Zugmaschinen befördern Güllebehälter und Dünger, Ernten und Erntegeräte, im Moment dann Pflanzkolonnen. In Wesselburen gibt es eine Ansiedlung von Roma, die für die Bauern arbeiten. Große Familien. Der Kohl ist ja das Wahrzeichen der Dithmarscher Bauern. Er ist schwer, so ein Kohlkopf.

Der Ort hat sich verändert, und Roma passen sich nicht so gut an. Es hat einen schlechten Ruf. Sonntag werde ich dann vom Kohlosseum berichten. Das Kohlmuseum, wo auch ein Flohmarkt stattfindet.

Ach und der Igel ist aufgewacht.

An der Bahnschranke

Silo, Funkturm, Wasserturm. Das sind die Wahrzeichen, die man auf dem platten Land weithin sieht. Gestern verfuhr ich mich tatsächlich in der Altstadt, eigentlich nur drei Straßen, weil alles Einbahnstraße ist. Da half der Turm. Und ansonsten ist nun in der Marsch alles voller Windmühlen. Auch weiter inlands werden mehr davon aufgestellt, oder auch geplant. Da gibt es dann in jedem Dorf eine Bürgerumfrage, und wenn die Mehrheit dagegen ist, geht es erst mal nicht. Dann bildet sich wieder ein Bürgerbegehren der anderen Seite. Denn die Gemeinde oder auch die Bauern, auf deren Land die Mühle steht, verdient sehr viel Geld damit.

Handymasten, Hochspannungsleitungen, Umspannwerke, Biogasanlagen, Ställe. Im Moment wird gepflügt und die Gülle ausgebracht auf die Felder, sobald etwas Regen angesagt ist. Manche Leute wohnen direkt neben einem Sender oder dem Umspannwerk.

Dann ist die Lage außerhalb des Dorfes doch nicht so toll. Es gibt auch Neubaugebiete. Die alten Häuser werden aufgekauft von einem „Investor“, viele Leute müssen verkaufen oder sterben weg- und dann kommen da Mehrfamilienhäuser hin. Hier sieht man , was andernorts schon längst geschehen ist. Eine Art Gesichtslosigkeit. Ich sage ja nicht, dass die verfallenden alten Häuser schön sind. Aber Häuser , sie waren wichtig für ihre Erbauer und Bewohner, sie haben einen inneren Geist, viele stehen leer.

Die Hühner dürfen immer noch nicht raus? Wegen der Vogelgrippe? Die meisten sehen nie das Tageslicht, aber es gibt ja die Freilandeier, von Hühnern, die sonst draußen herumlaufen. Auch die dürfen nicht.

Aber trotzdem bin ich heilfroh, nicht mehr in der Stadt zu wohnen und hoffe, das muss ich nie wieder.

Lebendige Jetztzeit

Die verbringe ich gern in meinem geliebten Steinzeitdorf. (Albersdorf, Dithmarschen) Obwohl auch heute noch richtiger Wind weht, ist es gut besucht von Familien, die am Osterquizspiel mitmachen. Man kann auch heutigen Kaffee trinken, Bogenschießen und sich manches erklären lassen von Teilzeit-Steinzeitmenschen. Vieles , von dem ich leider vergessen habe und immer wieder nachlesen muss.

Draußen gibt es die Jäger-und die Bauernsteinzeit, sowie einen Bronzehügel und echte alte Großsteingräber.Drinnen ist eine Sonderausstellung zu den Neanderthalern und Fundstellen in der Gegend, sowie die Dauerausstellung von Fundstücken der Epochen.

Und auf der Zeiteninsel sitzt der Wikinger Sven.

Sowohl bei ihm als auch in der Hütte am Wasser brennt ein Feuerchen.

Die farbigen Pigmente sind bereit gestellt, um sich eine Bemalung zuzulegen. Das wurde auch schon in body painting Tagen während des sommerlichen Steinzeittreffens ausgiebig gemacht. Das findet jedes Jahr statt und da wird experimentell steinzeitliches Gemeinschaftsleben geprobt, mit Arbeiten rund ums Handwerk und mitten im Publikumsverkehr. Immer wieder toll zu sehen, welche selbstgemachten Gewänder getragen werden.

Schlicht

Ein altes Wort, das auf etwas Einfaches und Unverziertes angewendet wird. Das Schlichtinger Moor oder die Niederung , die kann so bezeichnet werden. Das Beste daran ist der Himmel! Am Wegesrand ist zuvor der Razorhead entlang gefahren, also eine riesige Rasierklinge für Büsche.

Besonders dort finden sich viele Elfenaugen, -Äste, die zusammenwachsen- die Weiden sind schlimmes gewohnt. Auch sind Flächen mit Entwässerungsgräben und Nutzrecht da. Und dennoch ein Ort für Vögel erlaubt.

Ich gehe. Das Fahrrad bleibt an der Brücke und ich gehe, Jeden Tag will ich nun gehen. Me estoy caminando. cada camino es el camino. In Barfußschuhen fühlt sich der Boden anders an. Der Moorweg so viel weicher. Sonne. Das ist fast Glück.

,

Schneekatze

Schnee und Sonne- ein Sahnesonntag! Hier muss ich morgen mal eine Putzorgie veranstalten. Es hat sich Besuch aus Kiel angekündigt, große Freude. Wir sehen uns nicht oft. Der eine hat kein Auto, die andere traut sich nicht mehr recht in die Stadt damit. Doch wir kennen uns mehr als dreißig Jahre, und da ist die Vertrautheit immer gleich wieder da.

Es ist merkwürdig mit der Ost-und Westküste. Für die im Osten von Schleswig-Holstein sind wir so weit weg wie der Mond. Und seit ich im Westen wohne, an der Nordsee, komme ich kaum noch da hinüber. Wir sind der rückständige Teil, nur Bauern, Moore, und ja es ist auch schon was Besonderes, wenn man eine Trommelgruppe findet oder etwas in der Art. Und das findet nun statt, da bin ich gespannt. Endlich ist der Schnupfen weg.

Und ich bin ja auch gerne mal in Nordfriesland, weiter oben, über die Eider rüber.

Die meisten alten Freunde in der Gegend von Kiel sind mir verloren gegangen. Sicher, die kennen sich alle da, es gibt immer was zu erzählen. Ich machte da eine Geomantieausbildung bei Eckernförde, und aus der Gruppe vor 20 Jahren nun kenne ich auch niemanden mehr, außer Hans Hansen und Uli Gappel, die jedes Jahr neue Ausbildungen veranstalten. Alle sind wir alt geworden. Es ist nicht mehr so viel Kapazität da für so viele Menschen, bei mir. Es ist nur eine Stunde Fahrt, das ist das Verrückte. Man könnte auch in Hamburg sein, schnell, aber darauf habe ich noch weniger Lust.

Ich zog viel umher. Lange genug. Ich mag meinen sicheren Rahmen, meine Komfortzone, die auch nicht immer ohne Probleme ist. Ich werde übermorgen 68 und das gilt es zu feiern. Wie immer, wird es nicht jeder durch Eis, Schnee und Glätte schaffen…Ich freue mich, dass meine Schwester dabei ist, im gleichen Jahr wie ich geboren, nur zum Ende hin…Sie blieb mir all die Jahre erhalten, durch alle Wirren. Und sie wohnt wie ich an der Westküste -in der Marsch, ich auf der Geest. Auch das schon ein himmelweiter Unterschied. Früher durften die nicht mal einen heiraten von der Geest, weil das schlechter Boden bedeutet. Moore Moore, Wasser, Schafe.

Und immer wieder bin ich froh über diesen riesigen Waldgarten, wie ein eigener Park, den meine Katzen selbstverständlich finden, ihr Zuhause. Ich werde mich aber doch mal verkleinern müssen. Wenn ich alt bin.

Ein wilder Ritt

Eigentlich war es ein sanftes Wochenende, mit vielen Vorhaben allerdings. Ich buk einen Apfelkuchen, denn es kam Besuch mit dem neuen Mieter zusammen. Da wurde immer noch geräumt und eingerichtet und neue Teppiche und so weiter. Leben im Haus ist schön.

Und dann war ich unterwegs, -der letzte Große Flohmarkt auf dem Heider Marktplatz brachte mir allerlei Getier ein- obwohl wegen des morgendlichen Nieselregens weniger Stände da waren. Ich empfand das als sehr angenehm, ich guckte genauer hin und die Weihnachtsmaus wurde mir so nett erzählt, -die muss nun meinen Kuchen bewachen…

Es nähert sich das Fest namens Halloween, dessen Auswüchse ich nicht ganz begreife. Was man da so sieht, hat mitnichten mit der Ehrung der Toten und der Ahnen zu tun! Offensichtlich gruselt man sich hierzulande vor denen. Und das auch noch gerne.

Und genau deshalb treiben sich deren Geister noch in den heimatlichen Gefilden herum. Sie wollen ja gesehen werden. Viel schöner ist da doch der Besuch in historischem Gemäuer, ein Altes Internat in Lunden, wovon ich schon einmal berichtete. Frauke Materlink veranstaltete wie jedes Jahr ein kleines Kunstevent , gemeinsam mit anderen Künstlerinnen aus Südkorea und Norwegen. Es drehte sich um den allgegenwärtigen Kohl. Die schönen jungen Frauen hatten sich etwas ausgedacht und dazu ein wunderbares Essen gekocht, wir saßen am langen Tisch mit anderen Menschen, bekamen erklärt, wie Kimchi gemacht wird und sogar noch ein Glas davon mit nach Hause. Ein so herzerwärmendes Ereignis!

Anschließend ging es noch weiter in den Nachbarort Lehe. Dort gab es ein Apfelfest auf dem Hof Nordstern. https://hof-nordstern.jimdofree.com/aktionen-auf-dem-hof-nordstern/Direkt draußen am Deich gelegen, wo uns der Wind um die Nase blies und im Stall dieser liebevolle kleine Markt ausgerichtet war von Steffi Mahmens. Dort traf ich manche bekannte Gesichter wieder, denn das ganze war in unserem Helferkreis gepostet worden. Es wird noch einen Weihnachtsmarkt im Stall geben. Besonders aufgefallen sind die Kerzen!

Es gibt doch immer etwas, was man noch nie gesehen hat, auch lustig. Wer glaubt, er sieht hier Eisbecher vor sich, hat geirrt. Es sind Duftkerzen, die nach Eisbecher duften und man würde sie am liebsten aufessen.

Eben Kunst in allen Facetten an diesem Tag…Ich war so richtig froh, auf den Deich zu laufen, wo man natürlich nicht das Meer sieht, nein die Landgewinnung hat diese Deiche zu Inland gemacht. In der Ferne der Deich der Eider.

Am Abend hatte ich dann tatsächlich Migräne, die erste seit langer Zeit.Es war dann doch zu viel des Guten! Das macht aber nichts. Die Homöopathie- in diesem Fall Belladonna , hilft sofort. Ich erstand noch einen Krimi von Fred Vargas, eine meiner liebsten Krimiautorinnen, und habe nun Tage mit Schmökern und Blätter fegen vor mir.

Musik

Wir sind wieder mittendrin: Die Gardinger Musikantenbörse läuft seit ein paar Wochen. https://www.musik-fuer-garding.de/programm#A5 und es macht Spaß.

Gestern war der Platz an der Kirche voll, und es wurde getanzt auf dem Pflaster. Dabei sind immer bekannte Gesichter, der Verein, der all das ausrichtet und nette Begegnungen. Mir tun die Füße weh, aber was solls. Viele der Musiker haben schon die Lebensmitte überschritten, auch die Zuschauer lieben rock n roll, Blues, oldies und sixties von altgedienten Profis. Es sind fünf Bühnen, die jeden Dienstag in der Altstadt aufgebaut- und ab 23 Uhr auch wieder abgebaut werden.

Im Alten Rathaus, das in eine Kunstgalerie umgewandelt wurde, auch ein Verein, singen Liedermacher mit eigenen Texten, ebenso im Friedrichs auf kleiner Bühne. Für jeden was dabei. Es gibt eine Ausstellung mit großformatigen Bildern von Wolfgang Groß-Freytag zu sehen.

Es ist ein gewisser Kult für uns- wir lernten uns vor sechs Jahren eben dort kennen, wie auch andere Paare übrigens, Musik verbindet. Das Fest gibt es schon seit 25 Jahren und viele der lokalen Musiker spielen in wechselnden Verbindungen. Sie sind immer dabei, die anderen stehen in einer Warteschlange. Mein Leben hat sich seither verändert, ich kenne plötzlich so viele Leute, wie ich vorher niemanden kannte! Hier kennen die sich seit 50, 40, 30 Jahren…das kommt bei mir nicht vor…ich bin ständig umhergezogen. Jetzt schätze ich das Ankommen umso mehr. Mit 10 Jahren Anwesenheit ist man immer noch neu. Das ist so auf dem Dorf, aber bei den Hippies und in der Musikszene, da wird jeder aufgenommen und man merkt, das man manches gemeinsam hat. So ähnlich wie auf La Gomera. Fast jeder ist dort auch schon mal gewesen, damals, in den Achzigern oder so.

Also- nächste Woche Tom the crow und Lutz Drenkwitz! Man sieht sich.

Fast Mai

Und es fühlt sich fast so an! Ich lag zwei Stunden an der Sonne, bevor es wieder nass von oben kam. Und gestern war ich in einem Jugendclub. Das ist das Schöne am Dorf. Die erste band nämlich bestand aus alten Herren (Freunde der Freunde) und einer schönen ukrainischen Sängerin, die Musik fetzig. Hart und herzlich. Schwarz. Das Emblem der band ist eine Spinne. Draußen gab es eine große Feuerschale, man blickte über die Durchfahrtstraße auf unendliche Wolken bis zu den rot blinkenden Windmühlen. Die zweite band wurde mir zu spät. Immerhin war der Beginn schon um 20 Uhr und das Ganze liegt um die Ecke. Junge Leute waren auch da.

Die Maifeuer finden auf vielen Dörfern statt, unseres wird wohl auf dem Acker sein,wo der Riesenhaufen Gebüsch von abgesägten Knicks mit dem Trecker zusammengeschoben wird. Und der Acker ist nicht gerade trocken. Meine Straße wurde aufgerissen und die meisten Zufahrten gesperrt, so etwas ungünstig für Besucher und ich habe mich schon dreimal in der Umgebung verirrt; man denkt man kennt die kleinen landwirtschaftlichen Wege, aber nein! Mit dem Fahrrad wäre es nett, aber mit dem Auto kann man stecken bleiben.

Und es ist Frühling! Endlich Frühling. Da ist die Sonne schon wieder und der Flieder beginnt zu duften.

Webseite erstellt mit WordPress.com.

Nach oben ↑