Buch: Hilfe, ich liebe einen Narzissten

Überlebensstrategien für alle Betroffenen

Von Umberta Telfener, Goldmann 2017

Dieses Buch hat mir die Augen geöffnet. Mich wundert eigentlich nur, warum ich sie immer wieder verschlossen habe. Weil ich es so wollte….Und auch das wird hier ziemlich gut erklärt.

Ich mache hier jetzt keine Buchbesprechung. Ich will einfach nur darstellen, wie erleichtert ich bin, endlich zu verstehen was unerklärbar schien. Insofern ist dieses Buch sicher sinnvoller für mich als das letzte, in dem es um Seelenzwillinge ging….,

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Rapunzel

Eine Märchenaufstellung mit schamanischer Sicht

Das Beziehungsthema und der Zwiespalt, schon einige Male habe ich es mir beleuchtet…

Es begann diesmal mit dieser obigen spontanen Zeichnung, bzw. dem Satz in mir: Rapunzel, lass dein Haar herunter!

Danach musste ich erstmal das Märchen bzw die Versionen davon nachlesen. Da geht es um das Mädchen, welches der Zauberin versprochen wurde und von ihr im Turm eingeschlossen. Ein Prinz hört ihren Gesang und klettert heimlich am Haar empor, um sie zu besuchen. Als die Zauberin das entdeckt, schneidet sie ihr das Haar und verbannt das Mädchen in die Wüstenei. Der Prinz fällt vor Schreck vom Turm, erblindet durch die Dornen, irrt umher und als er das Mädchen aufgrund ihres Gesanges wiederfindet, wird er durch ihre Tränen wieder sehend.

Nun wird ein Mädchen der Zauberin gegeben, um von ihr ausgebildet zu werden und ihre Kraft übertragen zu bekommen, das war der alte Weg. Der Prinz hatte nicht die Kraft, um sie da herauszuholen.

Ich sehe in den weiblichen Figuren meinen inneren Zwiespalt, ich bin beide und handle auch als beide. Der Prinz will nun aber die Hexe nicht haben….er sucht sich wieder eine „Unschuldige“, Harmlose ohne Kraft….

Das Mädchen ersehnt ihn

Die Hexe verhöhnt ihn

Und tatsächlich wurde ich vom Hof(e) verbannt. Sitze in meiner Sackgasse, dem Elfenbeinturm.

Dann muss ich ja erstmal den Zwiespalt in mir versöhnen! Der bestand ja auch schon vor Beginn dieser Liebe.

Mal bin ich die Hexe, mal sehe ich sie im Aussen. Aufstellung:

1 die Zauberin

2 der Zauberstab

3 Rapunzel

4 der Prinz

5 Der göttliche Wächter

Ich stelle ein Feld auf mit vier Wächtern und dem Kristall, der immer in jeder Aufstellung „die göttliche Übersicht, Liebe, Gnade“ repräsentiert. Seine Sicht ist oft sehr wertvoll.

Bild 1 Der Zauberstab soll übergeben werden an das Mädchen. Sie will beides: den Zauberstab (mit Kristall) und den Prinzen. Er sagt, er hat auch einen Zauberstab. Das stimmt. Aber er will nicht an ihrer Seite sein, er ist zu feige, um sie zu befreien. Wenn er da stehen soll, dreht er sich um und schaut : auf die Welt. Die ist so schön bunt. (ist zu blind, um die göttliche Seite zu sehen)

Bild 2 Rapunzel befreit sich aus dem Turm und sie nimmt den Zauberstab von der Alten, weil sie es versteht. Sie ist nun mit ihrer Kraft und dem kleinen Kristall mit dem großen Kristall verbunden.

Bild 3 Nun teilt sie mit ihm den Zauberstab, (die Macht), der zunächst zwischen ihnen steht. Beide erkennen das Göttliche und die leuchtende Welt und sehen, es gehört zusammen. Das ist IHR Weg aus dem Turm, dem Abgeschlossensein . Zuletzt steht der Stab nicht zwischen ihnen, sondern vor beiden, als gemeinsame Kraft und Werkzeug, um zu erschaffen und zu gestalten. Da ist er schon der weise Narr und nicht mehr der Prinz. Die alte Zauberin, die Meisterin, steht an der Seite des Göttlichen.

Es kann so kommen.

Es erfordert Mut.

Kayute Mai 2021

Selbst-Verachtung

https://youtu.be/XT84A280wVo

Dieses video von Dami Charf befasst sich mit dem Thema „Selbsthass- Der große Irrtum der Psyche“

hier der dazugehörige Artikel: https://traumaheilung.de/selbsthass-der-grosse-irrtum-der-psyche/

Und es hat mir gestern die Antwort auf eine Frage gegeben, die seit Wochen in mir die Antwort suchte, tatsächlich aber hätte ich die schon viel eher suchen können.

Die Strategie, sich selbst zu boykottieren, um möglichen Schmerz zu vermeiden, kann nicht zu Glück und Frieden führen. Ich fand eine absurde Form von Beziehung, in der der andere ebenso ist, und somit man sich weh tut.

Es kann auch zu Selbstzerstörung führen, zu der man sich des Anderen bedient.

Das ist wohl häufig mit den sogenannten toxischen Beziehungen gemeint. Aber tatsächlich tragen wir dies in uns selbst, und wurde durch unsere Erziehung verinnerlicht- so dass wir uns selbst für falsch, wertlos und schuldig wahrnehmen, oft versteckt, denn im Aussen suchen wir sowohl Andere, die uns dies gegenüber ausdrücken, als auch ständige Rechtfertigung, den Kampf darum, endlich anerkannt zu sein.

Und – ist das nicht das ganze gesellschaftliche Malheur? Gerade jetzt zeigt es sich doch deutlich, wie verzweifelt so mancher um seine Identität ringt.

Die meisten von uns wissen es ja nicht einmal. Wir kämpfen tapfer und verzweifelt um Anerkennung von Aussen, beschimpfen uns selbst, wenn wir irgendetwas nicht schaffen, nicht können, nicht sind.

Das Verhalten wird in der Erziehung gegründet, und erst internalisiert, später dann auch auf andere angewendet, die uns verachtenswert erscheinen. Das tritt nicht zufällig hervor, im letzten Jahr, in dem das ganze Land gegängelt und erzogen werden soll, für schuldig erklärt, und viele sich zu Erfüllungsgehilfen machen, während andere es einfach nicht noch ertragen können.

Ist es nicht an der Zeit, das Nicht-Ertragen ernst zu nehmen und ihm die Notwendigkeit zuzugestehen, die anderen Leiden und Leidenden zuerkannt wird?

Es ist doch offensichtlich, wenn auf ein Fass voller Demütigung, auch Selbstsabotage, noch von oben gedrückt wird, dann fällt nachher alles auseinander. Gewalt entsteht nur so.

Das eskaliert, in jeder Beziehung, und zieht Kreise. Fühlt man sich nur noch gut, wenn man andere verachten kann, weil man sich unerkannt selber verachtet? Und wie schafft man aus dem Erkennen eine Veränderung?

Simulation

In den letzten Wochen habe ich so einiges an „Ahnenarbeit“ gemacht, unter anderem mit einem aufgezeichneten Seminar von Sabine Wolf mit dem Namen „Magie des Herzens“ (kristallmensch TV). Diese wollte ich schon lange lange vorstellen, doch fehlen mir die richtigen Worte bei der großen Fülle an Material, das der neu gegründete kristallmensch e.V. Verein nun nach ihrem Tode zur Verfügung für Viele aufbereitet. https://kristallmensch.net/kristallmensch-verein/

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Identität

Das Thema ist essentiell- womit identifizieren wir uns, wie wird das geprägt. Und können wir da auch wieder raus? Darum teile ich hier die Analyse von Alexander. Ich glaube? Ich bin mir gewiss?

Ich habe viel erforscht, wer und was ich sein könnte, das Ich abzulegen und was ist das überhaupt. Hier sehen wir, warum so Viele nicht aus ihrem Konstrukt herausfinden und sich sehr dagegen wehren.

https://www.youtube.com/watch?v=vaMj3VykXoE

Über einen Film

Über das Buch kann ich nichts sagen. Magical Mystery oder die Rückkehr des Karl Schmidt von Sven Regener (2013) wurde zu einem Film gleichen Titels (2016). Es geht darin um jemanden, der „abgestürzt“ war,  in der Psychiatrie gewesen war und sich nun aus dem Milieu der Beschädigten wieder ein Leben zurückholt. Genau wird nichts über die Krankheit ausgesagt. Nur dass vermutlich Drogenmissbrauch dazu geführt hat.

Es ist ja eine Komödie. Soweit das möglich ist. Mit wirklich plattem Humor.

Erst denke ich, der Film hat das Thema verschenkt. Karl trifft auf seine alten Kumpels, die immer noch wie die Irren weiterfeiern, und er wirkt dazwischen wie ein Fels in der Brandung. Es stellt sich heraus, dass er das auch ist, denn die anderen werden immer irrer und hüpfen wie die Deppen auf Trip durch die Nächte. das Ganze spielt sich ja in der Szene der Technomusik und ihrer DJs ab.

Charly Hübner spielt den Karl, und durch die prägnanten Sätze kommt doch etwas Tieferes durch die Nebel der oberflächlichen künstlichen Fröhlichkeit um ihn herum. Einerseits will er wieder dazugehören, andererseits hat er mit dem Leiden zu kämpfen, muss auf sich aufpassen und  merkt, was er dazugewonnen hat durch diese Erfahrung.

Leider aber – und so ist es – ist sein Status in der Gesellschaft grundsätzlich abgewertet , als verrückt gelten ja die, welche nicht mehr klarkommen. Deutlich sieht man die „normal Verrückten“, die akzeptiert werden, egal ob Alkohol oder andere Drogen auf dem Tablett stehen. Doch nun sind es diese, die ihn wieder aufnehmen; wie er sagt: die nehmen jeden mit, sogar ein Meerschweinchen, und sogar einen wie mich. Der Satz trifft ins Herz.

Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, das Selbstbewusstsein braucht lange, um sich zu erholen. Die Selbstverständlichkeit der Identität wurde gebrochen. Das Bild von Realität wurde erschüttert. Aber in der Zerbrochenheit kann man nicht bleiben, man muss versuchen, sich wieder zusammenzusetzen. Und das scheint hier im Film als nicht einfach, aber gelingend, und kann ja durchaus Mut machen.

Die Frage ist, warum will man Mitglied im Deppenzirkus sein….

Die von Sozialarbeitern betreute WG wird als Team vorgestellt, sehr echt,…doch auch die miteinander arbeitenden DJs werden als Team vorgestellt, und der Spielraum der Freiheit ist da recht groß. Ich glaube das ist der Schlüssel. Den Betreuten wird die  Freiheit entzogen. Sie wird ihnen nicht zugetraut.

Sie trauen sie sich selbst nicht mehr zu. Die anderen fangen nicht immer Sinnvolles mit ihrer Freiheit an.

Und jetzt schlage ich doch nicht etwa die Parallele zu unserer aktuellen Entmündigungssituation, nein. Ich bin da halt sehr hellhörig, weil ich durch einen solchen Prozess gegangen bin. Die üblichen Kategorien von verrückt und normal sehe ich anders, vielleicht weil ich ernsthaft versucht hatte, wieder normal zu werden.

Man kann nur noch auf sein eigenes Gespür für die Wahrheit vertrauen.

Und der soundtrack, by the way, der war richtig gut. Musik ist die beste.

Der Film ist noch für eine Woche in der Mediathek von arte zu sehen.

 

Verrückte Gedanken blog

Ab und zu erzähle ich meine Gedanken zur Zeit auf video, in einer playlist namens Geomantisches Nähkästchen. Ehrlich gesagt, sieht es da ein bisschen wirr aus, in meinem Nähkästchen. So kommen eben auch in so einem video- absolut authentisch und unprofessionell, – viele Themen vor, die ich nicht vorher geordnet habe. Aber, so sieht es in meinem Kopf meistens aus. Und zwar finde ich das gar nicht verrückt. Mein Titel hier ist provokativ. In meiner Erfahrung laufen viele Themen des Lebens parallel ab, und vieles zeigt sich im Kleinen, was auch im Gesamtsystem geschieht.

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blog 22.5.2020

Es gibt ja viele, die sich zur Zeit wieder an früher erinnern, und die Sprüche, dass DAS so nie wieder passieren dürfe, und so weiter. Dabei gibt es brilliante Analysen darüber, warum das alles so passieren kann.

Dazu zitiere ich jetzt Wilhelm Reich. Aus “ Die Entdeckung des Orgons“, Seite 204

„…In Wirklichkeit war Hitler nur der Ausdruck des tragischen Widerspruchs in den Menschenmassen, des Widerspruchs zwischen Freiheitssehnsucht und realer Freiheitsangst.

Der deutsche Faschismus sprach es klar aus, dass er nicht mit dem Denken und dem Wissen der Menschen, sondern mit deren kindlichen Gefühlsreaktionen operiere. Weder das politische Programm noch irgendeine der vielen verworrenen wirtschaftlichen Versprechungen, sondern in der Hauptsache der Appell an ein dunkles mystisches Gefühl, an eine unbestimmte, neblige, doch ausserordentlich kräftige Sehnsucht brachte den Faschismus zur Macht und sichter ihn in der Folgezeit. Wer  dies nicht begriff, begriff auch den Faschismus nicht, der eine internationale Erscheinung ist. Der Irrationalismus in der Willensbildung der deutschen Menschenmassen ist an folgenden Widersprüchen darzulegen.

Die deutschen Menschenmassen wollten „Freiheit“. Hitler versprach ihnen autoritäre, absolut diktatorische Führung mit dem ausdrücklichen Auschluss jeglicher Meinungsäusserung. 17 von 31 Millionen Wählern trugen Hitler 1933 im März jubelnd zur Macht. Wer die Dinge mit offenen Augen sah, wußte: Die Menschenmassen fühlten sich hilflos und zur Verantwortung für die Lösung der gesellschaftlichen chaotischen Probleme im alten politischen Denkrahmen-und -system unfähig. Der Führer sollte und würde es für sie tun.“ Zitat Ende

Dem ist ja nichts hinzuzufügen.

Es gibt heute einige wirksame therapeutische und Verstrickungen aufdeckende Methoden, die im übrigen auch von Firmen und Konzernen zur Lösungsfindung angewendet werden. W. Reich konnte seine Erkenntnisse damals nicht öffentlich äussern. Und irgendwo beginnt ja die Unfähigkeit….heute wieder vor neuen Herausforderungen, die keiner recht überblicken kann. Die Gehorsamkeit wird schon getestet.

 

Gedanken zur Zeit

Einige tracks meiner Lebensspur laufen parallel und treffen sich immer wieder in Kreuzungspunkten. So habe ich gerade mit einer Übungsreihe Kriya-Yoga begonnen, das kannte ich so noch nicht und habe mich spontan entschlossen, wegen der Wirbelsäule und um mich zu beruhigen, etwas zu tun, dass ein Ziel hat. Die erste Übung ist eine Art von rebirthing. Das macht man 40 Tage. Und so werde ich jeden Tag neu geboren. Das ist irgendwie toll. Es gibt jeden Tag Gelegenheit, das Ziel für dieses Leben zu wählen.

Ja, und dann fielen mir durch eine Wohnungsauflösung Kisten mit Büchern in die Hände. „Gedanken zur Zeit“ weiterlesen

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