Aufräumen

Gestern habe ich einen Aufräum-Ratgeber durchgeblättert. Magic Cleaning von Marie Kondo. Nun ja, sie ist Japanerin und sie hat vermutlich auch eine Zwangsneurose. Sie machte einen Beruf daraus. Doch ich erinnere mich sehr gut, in Japan geht man achtsam mit den Dingen um, und es ist üblich, schöne Dinge sparsam und kostbar zu verwenden. Mein Traum. Ich folgte ihrem Rat nicht, mit der Kleidung zu beginnen…aber ich sortierte drei Kisten Bücher aus. Wie komme ich zu 200 Büchern? Ich bin zu lange nicht mehr umgezogen. Dabei gebe ich die meisten eh schon weiter, in die Tauschhütten, zu Freunden. Leider gehe ich auch gern auf Flohmärkte, aber nicht zum Verkaufen. In Japan trägt man keine gebrauchte Kleidung, das hat mit dem Glauben zu tun, den Ehren der Verstorbenen. Darum ist die Ratgeberin so besessen vom Wegwerfen. Wenn man Platz hat, also solange man Platz hat, findet sich für all das erst mal eine Ecke. Das ist der Fehler. Und gebrauchte Kleidung ist so billig, dass sogar ich mir viel davon leisten kann.

Ich kenne ein paar echte messies, viel schlimmer als ich. Aber den Sammeltrieb habe ich auch. Wie meine Eltern. Besondere Steine, besondere Hölzer, Kristalle, Pyramiden, Kartendecks, eigentlich ist die ganze Wohnung ein Altar. Aber man verstopft sein Leben…mit Erinnerungen. Das Interessante ist, dass mein Gedächnis nicht besser wird, ganz im Gegenteil. Es ist gar nicht mehr so wichtig, mich an alles zu erinnern. Es war nämlich zu viel.

Und ja, bei Dingen wie Schmuck und anderen, da ist schon Energie der Vorbesitzer drin, auch in den Häusern selbst, das ist ja eine der Aufgaben von Geomanten, die unschönen Seelenabdrücke und ähnliches abzulösen. Im feng shui-die chinesische Geomantie – ist auch für alles eine bestimmte Himmelsrichtung vorgesehen und nach Elementen sortiert. Es ist kompliziert, finde ich. Aber die Grundidee habe ich im Seminar von Sabine Wolf- Die dritte Haut- gelernt.

Buch: Hilfe, ich liebe einen Narzissten

Überlebensstrategien für alle Betroffenen

Von Umberta Telfener, Goldmann 2017

Dieses Buch hat mir die Augen geöffnet. Mich wundert eigentlich nur, warum ich sie immer wieder verschlossen habe. Weil ich es so wollte….Und auch das wird hier ziemlich gut erklärt.

Ich mache hier jetzt keine Buchbesprechung. Ich will einfach nur darstellen, wie erleichtert ich bin, endlich zu verstehen was unerklärbar schien. Insofern ist dieses Buch sicher sinnvoller für mich als das letzte, in dem es um Seelenzwillinge ging….,

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Buch: Die drei Lieben deines Lebens

Zwillingsflamme, Seelenpartner und karmische Liebe

von Kate Rose, Ansata Verlag, 2021

Dieses Buch ist ein Ratgeber, und es ist nicht so esoterisch, wie es scheint. Tatsächlich geistern diese Begriffe seit geraumer Zeit in der Liebeswelt herum, und auch ich fragte mich natürlich, was das wohl sein könnte. Denn jeder benutzt sie anders. Die Autorin fasst es in sehr amerikanischer Weise, sie ist Beraterin priviligierter Frauen, so scheint es, denen nur eins im Leben Probleme macht: der Partner. Das Buch richtet sich explizit an Frauen.

Doch sie bringt es auf den Punkt: Viele richten sich lange nach den Erwartungen anderer, nach der klassischen romantischen Vorstellung einer Gesellschaft, und gehen an sich selbst vorbei.

Darum geht es: Der eine bringt das Schlechteste in uns hervor, der andere das Beste. Ja, die Selbstoptimierung ist hier aber nicht gemeint. Die Autorin ist Kunsttherapeutin, und sie weiss sicherlich, was solche Ideale anrichten. Dennoch haben wir sie alle irgendwie.

Gewiss, ich hatte mehr als drei Lieben, und eine Rückschau ist nicht verkehrt. Besonders das, was karmische Liebe genannt wird- wobei es hier eine sehr praktische Sicht ist, die Karma nicht als Schicksal im religiösen Sinne betrachtet, – hat auch mich im Leben an meine Grenzen gebracht, viel wurde aufgelöst, manches hat sich wiederholt und ich möchte das gern in eine Erklärungsstruktur bringen, die sich nicht im psychologischen einengt.

Nun kann man die auch noch verwechseln, die falsche Zwillingsflamme gibt es auch, und ich glaube das ist so einigen Frauen passiert, die ich kenne. Solchen, die sich bereits länger auf dem spirituellen Wege befinden, oder es glauben zu sein , und das sind viel mehr als es Männer gibt, es sei denn sie sind aus indigenen Kulturen. Ich weiss nicht, ob die sich solche Fragen stellen…

Mir geht es immer um das, was kann ich und was muss ich noch lernen. Es hat mir geholfen, davon zu lesen, dass sie alle ihren Sinn haben, auch die schwierigen Zeiten.

Ich empfehle das Buch, auch wenn Schubladen nicht immer gut sind.

Ja, ich bin unsicher, ob es diese Zwillingsflamme gibt, und vor allem nicht auszudenken, wenn das dieser schreckliche Typ wäre…wer weiss, er hat schon Seiten in mir hervorgebracht, die ich bisher nicht kannte. Schreckliche Seiten, aber auch die Bereitschaft zu Vergebung. Und was genau ist Liebe, war das alles Liebe, ist das Liebe…im Dickicht der Prägungen.

Was wirklich zählt: die grosse Seelenfamilie.

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