Heilige Kühe

Ja, es gibt da so ein Sprichwort mit den heiligen Kühen. Ich bin mal wieder als Sprachpolizei unterwegs…und zwar fand ich ausgerechnet in einem schamanischen Buch von Villoldo- kein Unbekannter- den Ausdruck: Heilige Kühe schlachten. Das kann natürlich am Übersetzer liegen, aber unpassender gehts ja wohl nicht. Es kann auch sein, dass da einer ein paar Bücher zuviel schreibt, die am Ende nur noch Gemeinplätze von sich geben. Heilige Kühe jedenfalls werden in meinen Augen nicht geschlachtet, weil sie heilig sind. Basta. Wenn man damit unsere Süchte, schlechten Gewohnheiten und Überzeugungen meint, dann sollte man das anders nennen. Denn an denen ist ja nichts Heiliges. Sicher, ja, auch in Indien handelt es sich „nur“ um ein Konzept (als Schamane sollte er es aber besser wissen). Es ist ein kollektives Übereinkommen mit alter langer Tradition und enthält somit eine Menge Energie, und wer einmal in einem Bus in Indien sass, der unglücklicherweise in einem staubigen Dorf mit einer Kuh kollidierte, wird sich erinnern, dass der Busfahrer nur noch Gas gab, um lebend aus der Situation wieder herauszukommen.

Jedenfalls sollte sich ein schamanischer Autor, der selbst an eine uralte Tradition anknüpft und uns diese nahebringen will, anderen Traditionen, speziell spirituellen, Respekt genug entgegenbringen. Oder Bewusstheit.

Schamanenstab

Das ist einer. Es bedeutet einfach, dass das, was da dran ist, Bedeutung für mich hat. Es hat auch mit der eigenen Kaft zu tun, die weiter reicht als die Hände. Alle möglichen Dinge wurden erfunden, um Kraft zu repräsentieren und auszuüben. Mensch hat sich mit Tieren, Pflanzen und Steinen verbunden, und das gab ihm Einsichten, die weiter reichten. In Traum, Trance und anderen Bewusstseinszuständen- oft stellten diese sich ein in Situationen von Gefahr- geschah etwas unerklärliches: Hilfe erschien. „Schamanenstab“ weiterlesen

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