Plattform

Ich bin hier auf einer Plattform, das ist mir bewusst. Irgend jemand hat die aufgebaut und stellt die Mittel zur Verfügung. Und das sogar umsonst- naja. Ohne Werbung geht das nicht. Und ohne unser Aller Inhalte geht es auch nicht, so klein unsere einzelnen Beiträge auch scheinen mögen.

Mir wurde gerade eine neue Plattform vorgestellt von Bekannten, sie nennt sich Tribe und soll spirituell sein. Oder werden. Das Vorstellungsvideo ist für mich abschreckend genug um hier darüber zu meckern…Erst mal sind es drei Männer, wieder nur Männer, und es geht um business. Das Wort Freiheit ist zwar groß geschrieben, aber letztendlich….https://tribe.de/free/about . Seht selbst.

Das video ist mit großkotziger Musik hinterlegt, vollkommen hektisch und auch die gezeigten Gebäude- ich glaube sie bauen die- scheinen mir nur Betonklötze zu sein.Ich mag das nicht mal angucken! Wir Spirituellen sollen uns nun beteiligen und unsere Gaben da reingeben, während uns noch mitgeteilt wird, wie viele Millionen die da investiert haben!!

Ich erinnere mich an eine andere Plattform namens Momanda, wo es das schon einmal gab. 2011 eröffnet, ist das heute nur noch für bekannte professionelle Autoren und Seminarleiter offen, die Verträge abschließen müssen, die die Massen anziehen.

Wir waren damals ein bunter Haufen tolle interessante Leute, so einige davon kenne ich noch, es ist ja nicht so lange her. Wir diskutierten im Forum,, boten unsere Gaben an, informierten, es gab ALLE spirituellen Wege, echte und falsche. Mit Lile an Eden machten wir sogar ein Buch zusammen, das der freien Energie helfen sollte! Das alles fiel in sich zusammen. Es geht um business, und das scheint mir doch bei den Jüngeren nur noch digital zu existieren.

Viel Fingerspitzengefühl fehlt mir da. Ich glaube, das Neue wird von Frauen erschaffen, auch sie erlernen die Mittel für Erfolg- zum Beispiel den workshop von Madita Böer zur souljourney https://mesa-schule.de/würde ich empfehlen, ebenso Sonja Emilia rainbow, https://www.schamanismus.net/Das sind Frauen, die den schamanischen Weg über lange Jahre von indigenen tribes erlernt haben.

Das nämlich regt mich wirklich auf: so eine Plattform „Tribe“ zu nennen. Die alte Form von Stammeskultur ist nicht wirklich für die neue Welt geeignet! Und doch ist es die Form, die den größten Zusammenhalt bietet und die größte Verbindung zu den Ahnen. Es ist gelebte Welt und nicht digital. Computerspiele imitieren all das und etliche Filme.

Aber Stammeskulturen haben auch seltsame Formen hervorgebracht: Immer die Abgrenzung zu anderen, grausame Rituale und Tabus, Abwertung andersartiger Mitglieder bis zur Tötung, das ist bekannt aus Büchern und Erfahrungen von Forschenden.

Meine Empfehlung dazu ist „Der letzte Schamane“ von Juri Rytcheu ( aus Sibirien) , ein Roman über die Zerstörung von Stammeskultur. Denn das ist das Seltsame: Die echten Stämme werden nicht geschätzt oder unterstützt. Ganz im Gegenteil, gelten sie in ihren Heimatländern immer noch als rückständig, werden überhaupt nicht gehört oder verstanden, und es ist zu befürchten, dass sie jetzt auch in Bolivien keine Stimme mehr erhalten, wo sich der erste indigene Präsident des Landes mittlerweile im Dschungel vor seinen Gegnern verschanzt. Aber man will alles von ihnen haben: Ihr Land, ihre Farben und Ideen und ihr Wissen, ihre Pflanzen und Drogen und Geschichten.

Kunst ist in all diesen ursprünglichen Stämmen eine wichtige Form für Ritual, Zeremonie, Kleidung und so weiter. Ich finde das Fehlen von Gefühl für Schönheit und natürliche Ästhetik ein Manko, ein Fehlen von Verbindung. Nana Nauwald ist ebenfalls eine Künstlerin, die mit dem Indigenen lebt und daraus schöpft auf vorbildliche Weise. Ich denke ja nicht, dass Männer das nicht können.

Zappenduster

Zappenduster wird es hier gerade, vormittags um elf, und der angekündigte Sturm scheint sich zu nähern. Doch bisher kein Windhauch! Nur nass. Das Wort kommt vielleicht vom Zapfenstreich, den es früher um Mitternacht einst gab? Ich kenne es von meiner Mutter. Das wurde auch schon mal als „Drohung“ ausgesprochen: So, jetzt wirds gleich zappenduster….

Jedoch prompt, nachdem ich über das ganz Hiersein geschrieben hatte, träumte ich einen lebhaften Traum, in dem ich auf Mallorca weilte. Nicht etwa, dass ich danach Sehnsucht hätte, nein wirklich nicht. Der Traum war eine komplexe Geschichte, wo ich so viel Sand in den Sandalen hatte, dass ich nicht dazu kam, am Strand zu laufen….dann wurde ich angesprochen und zum Billiardspiel eingeladen. Hu, das machte ich schon etwa 25 Jahre nicht mehr. Allerdings hatte ich abends an ein ziemlich besonderes Billiardspiel gedacht, lange her, in Italien.

Da war ich in Umbrien am Lago Trasimeno, und war auf den Berg gestiegen, auf dem Franz von Assisi mit dem Wolf sprach, lange her, viel länger her. Das war schon ein kreisförmiger Aufstieg gewesen, einzig deshalb gemacht, weil ich Angst hatte, in die komische Seilbahn zu steigen, die einen auch hinaufbefördert hätte. Und danach im Cafe sah mir der Kellner tief in die Augen. Plötzlich war es, als wenn sich alle Chakren öffnen und ich weiß gar nicht, ich war nicht spirituell bewandert damals. Jedenfalls spielte ich mit meinem Freund Frank Pool Billiard und es geschah, dass ich alle Kugeln treffsicher einlochte und gewann. Klar, ich war nicht schlecht gewesen in dem Spiel, aber das…man sieht das manchmal im Film.

Ein Film. Den ich sehr gut erinnere. In dem sich mein Herz komplett geöffnet hatte und ich damit so überfordert war, denn da kam unglaublich viel Schmerz hoch. Ein paar Wochen später lag ich für kurz im Krankenhaus und das war, als Lady Diana starb und zwei Tage später Mutter Teresa, oder umgekehrt? Das vergißt man nicht.

Seither jedenfalls bin ich Franz von Assisi verbunden, wegen der Tiere sowieso. In der Stadt selber war ich gar nicht. Ich habe noch eine Assoziation zu zappenduster: Leuchttürme. Bildlich gesprochen, denn das sind wir selber, man sagte auch Lichtarbeiter zu uns, oder so.

Die gute Susanne Lohrey hat das Thema aufgegriffen in ihrem neuen video.

Sie ist ein Medium, und mehr noch Psychologin, die immer klar und deutlich war. Lässt sich nicht von den falschen Leuten vereinnahmen oder ins Bockshorn jagen.

Bestimmt war Franz von Assisi das auch, und dann benutzte man ihn, baute eine riesige Kathedrale über seine Hütte. War bestimmt auch ein Kraftort! Nach meiner Reise, irgendwann. da stürzte ein Teil der Kathedrale in Assisi ein. Echt wahr.

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