Stillleben im Stillleben

Ein Beitrag zur Blogparade von Amorak (Jess)

Ehrlich jetzt, Stilleben mit drei LLL??? Es scheint wahr zu sein, wenn alle das so schreiben. Es macht mich ganz krank, das war doch mal anders?

Auch in meinem Kunstkalender steht es so, es macht wohl Sinn, weil es still ist. Das Bild mit der Tasse gefällt mir sehr, es ist ein Öl auf Holz Gemälde von John Frederick Peto, 1890iger Jahre, und heißt : Frühstück. Das ist aber nicht das heutige Kalenderblatt, welches aber ebenfalls ein Stillleben zeigt:

Alexej von Jawlwensky: Stillleben mit Flasche, Früchten und Figur. 1907-08, Öl auf Karton.

Eine Tasse ist dort auch drauf. Überhaupt enthält so ein Kalender, den ich jedes Jahr zu Weihnachten erhalte, eine ganze Menge Kunst, die ich noch nicht kenne, aber auch Bekanntes, so dass ich jeden Morgen – ohne Brille – erst mal den Künstler rate.

Ich bedanke mich bei Jess für die Idee zu dieser Blogparade, es hat Spaß gemacht, das tägliche posten viel leichter, und bei anderen einiges zu entdecken! Und es gab diesen Fokus auf etwas, der mir so oft fehlt…

Dies ist der letzte Tag, der April war nicht wie sonst von wechselhaftem Wetter geprägt. Heute Abend tanzen wir in den Mai, mal sehn, ob die Leute, bei denen wir zum Maifeuer eingeladen sind, wohl Helene Fischer hören…? Jedenfalls wird es eine Menge Gegrilltes geben. Ich kenne keinen, was es ein bisschen schwerer macht. Ja, mein Freund, der kümmert sich die ganze Zeit ums Feuer. Ich werde versucht sein, irgendwelche Tassen zu fotografieren….

Auf dem beiliegenden Amtsblatt wird übrigens die Neuanlage einer Photovoltaikgebietes angekündigt, gleich im Nachbarort, eine riesige Fläche -tot. Wir sind nicht glücklich damit. Es wird immer mehr, eine fürchterliche Verschandelung der Landschaft und des Lebensraumes. Unzählige Vögel leben von und auf den Weideflächen., Die Biogasanlage wird dagegen geschlossen- die vorher mit Subventionen gebaut wurde. Für die weitflächig Mais und nochmal Mais angebaut wurde.

Die Klassische

Ein Beitrag zur Blogparade von Amorak

Die fehlte ja noch: Die klassische Goldrandtasse, hier- am Katzentisch. So hieß der Tisch für alleinstehende Personen, die im Restaurant in die Ecke gesetzt wurden, früher. Die klassische Goldrandtasse hatte 11 Geschwister, und ein Service von jeweils einem Dutzend Untertassen, flachen Tellern, Suppentellern, 2 großen Kaffeekannen, Saucieren, Schüsseln in mehreren Größen, und vermutlich kam das so auch bei meiner Oma auf den Tisch.

So viele Verwandte habe ich nicht mehr wie diese Tasse, die ich mal geschenkt bekam, nur noch drei der Tassen sind da, aber alles andere. Neulich sah ich mal eine ganze Kiste voll auf dem Flohmarkt, alles für’n Zehner. Mir ist es ja ziemlich egal, ob alles zusammen passt, und die gute Stube existiert auch nicht mehr. Es war jedenfalls einstmals wertvoll und guter Ton in guten Häusern, wie man so sagte, eben die, die sich das leisten konnten. Aber sicher bin ich aus gutem Hause, so wie diese Tasse. Aber eben etwas ramponiert.

So wie mein spanisches Kätzchen, schon 14 Jahre alt und zahnlos, die letzte von 26 aus einer Familie. Wir haben was erlebt zusammen! Und manchmal schleckt sie auch von Goldranduntertellern ihre Milch.

Frühstück

Ein Beitrag zur blogparade von Amorak (Jess)

Jetzt geht mir langsam die Tassenlust aus, auch wenn ich mich freue über die vielen Leser und Leserinnen. Diese Kombination habe ich jeden Morgen vor mir, mit Roibostee und den Nachrichten im Radio. Das ist eine Konstante, die mir wichtig ist. Vorher kommen natürlich die Tiere dran, vier Katzen stürmen in die Küche, sobald ich mich erhebe.

Ich möchte nicht so jemand sein, die als youtube-vloggerin jeden Moment ihres Lebens beschreibt, und dabei entsetzlich langweilig ist, dafür habe ich auch nicht die Fähigkeit, mich gut darzustellen. Nur leider haben so manche, die es tun, diese Fähigkeit auch nicht. Ich schaue ab und zu bei Lara zu, wenn sie auf La Gomera ist. Und bin bestürzt, dass Leute, die einen Reiseblog machen, auch diese jungen, die wandern auf einen Berg und kriegen nicht mal hin, den Namen zu wissen!!! Das wäre doch das einzig wichtige, was einen Zuschauer interessiert!

Aber Lara, die war jahrelang auf der Insel, und hat unzählige langweilige videos gemacht über ihr Frühstück, und nun wandert sie im Valle Gran Rey herum, ohne sich auszukennen und irgendeinen Ortsnamen zu wissen. Wir erfahren nur, dass ihr die Füße wehtun. Das kann ich allerdings gut nachvollziehen, denn ich wohnte ein paar Jahre dort oben in La Viscaina und bin diese Wege sehr oft gelaufen. ( La Viscaina war der Name eines untergegangenen Schiffes von Kolumbus, der einst auf dieser Insel Wasser fasste.) Und weil ich immer Sehnsucht habe nach dem Ort, schaue ich auch die videos .

Ich glaube, am Ende geht sie in die Bar und ob da noch eine Tasse vorkommt, weiß ich nicht.Ich habe nicht bis zum Schluß durchgehalten. Aber ist es nicht schön da!

Wenn ich in La Viscaina im Obertal von Valle Gran Rey etwas empfehlen sollte, dann wäre es das „Macondo“ Der Name ist Lesern von Gabriel Garcia Marquez bekannt, es ist sicher kein Zufall, dass sich der Besitzer Roberto an Macondo erinnert fühlt. Man muss hoch hinauf bis zum Lomo de Balo und wenn man Glück hat, ist geöffnet. Es ist eine kleine Kaffeebar, mit einem Gericht, manchmal. Meine Freunde wohnen auch dort oben. Man hat eine grandiose Aussicht, über das ganze Tal bis hin zu dem Stück Meer, was man zwischen den Bergrücken erhascht. Und der Himmel. Das Macondo hat eine Terasse.

Und der Berg ist auch im Rücken. Ich merke schon, darüber schreibe ich wesentlich lieber. Immerhin, diesen Eindruck kann man im video ja auch erhalten.

Und zum Glück hat mein Bruder im Geiste, ein anderer Gomerafreund mir gestanden, dass er ebenfalls diese videos guckt. Wir haben vielleicht gelacht!

Tasse von Ellie

Ein Beitrag zur blogparade von Amorak

Dieses wunderbare Bild kommt von meiner Freundin Ellie gesendet. Es ist ein Mokkatässchen von Heike Greiner.

Und noch eine Keramikertasse hat sie in ihrer Sammlung, von einem Töpfer von den Externsteinen, wie sie schreibt, den sie einst in Wedel traf.

Auf Kunsthandwerkermärkte gehe ich selbst kaum. Aber Ellie verkauft ja selbst, und hat daher so viele Begegnungen. Sie arbeitet im Kiekebergmuseum, in der Nordheide, und zeigt dort das Filzen, Spinnen, natürliches Färben von Wolle und sie macht auch noch Musik auf ihrer Quetschkommode, singt dabei Frühlingslieder und ist überhaupt so ein herzlicher und kreativer Mensch. Gelernt ist sie eine Webermeisterin.

https://www.kiekeberg-museum.de/

Unter „Zuschauen und Mitmachen“ findet ihr sie.

Die Leuchtende

Beitrag zur blogparade über Tassen von Amorak

Eine neue Blechtasse habe ich mir gegönnt, bei meinem heutigen Ausflug ins Sozialkaufhaus hoelp in Heide. Und die leuchtet so schön, dass man sie garantiert nicht irgendwo vergessen kann. Und die ersten Erdbeeren diesen Jahres ebenfalls…

Außerdem fünf Bücher….

Diese bunte Tassenparade habe ich stehen lassen. Es gab auch noch viel mehr. Wieder eine ganze Reihe von „Mutter ist die Beste“ – Aufschriften, sowie zahlreiche farbige Kleinkindbecher , immer aus Plastik, Teekannen, und irgendwie haben doch alle das Gleiche, offenbar. Ich glaube, zum ersten Mal im Leben habe ich alles, was man so hat. Vom Bräter bis zu Teekannen, Schöpflöffeln und all dem Zeug, was quasi nun verschenkt wird, weil es zu viel davon gibt. Ich frage mich, warum noch mehr davon hergestellt wird.

Eine Dame hatte Sachen abgegeben und sah sich das Sozialkaufhaus an. Sie tat so als gehöre ihr der Laden, es wäre wohl auch zu peinlich, da als Kundin zu sein. Es war ihr nicht freundlich genug, und da hatte sie allerdings mal recht…die Angestellten sind eben auch speziell und nicht nullachtfuffzehn.

Ich weiß noch gut, dass sie mal einen Schrank zu mir brachten, und erst den falschen ausluden, dann am Ende das Wenden nicht schafften. Menschen eben. Sozial.

Edle Tassen

Ein Beitrag zur blogparade von Amorak

Edle Tassen werden gesammelt und finden sich in einem Büffet.

Dieses steht im Cafe Tutgut in Koldenbüttel, nahe Friedrichstedt. Die Stadt war voller Touristen, das Cafe am Dorf gut mit einheimischen Familien gefüllt. Man wird dort wirklich sehr freundlich empfangen. Ich entdeckte das Cafe einmal vor Jahren durch eine bloggerin auf wordpress! Ihren Namen weiß ich nicht mehr, sie löschte den blog, der zu viel Privates enthielt.

So ein Cafe möchte schon den Eindruck eines gemütlichen Wohnzimmers erschaffen.

Doch mit meinem Wohnzimmer hat es wenig gemeinsam….es glänzt und edelt zu sehr.

Die verwendetetn Tassen eher sachlich und wenig prunkvoll, wohl wegen der Spülmaschine. Der Kuchen ist lecker, sonst käme das Volk vom Dorfe ja auch nicht. Die sind nämlich Experten für Sahnetorten hier, ich ließ dafür das Mittagessen ausfallen. Und immerhin war ich ja ein bisschen am Strand gelaufen. Dort sah ich dann am Deich auch die Osterlämmchen. Vielmehr recht freche Lammböckchen.

Und deren große Version sah ich noch bei der Koldenbütteler Kirche- ich machte wirklich auf Touristin heute, für den blog, also als bloggerin hat man ja ein Ziel!

Ups, das Schild ist nicht drauf…“Schafbock“, eine Plastik aus Methamorphit von Lothar Frieling, 2001.Ich finde die sehr gelungen fürs Dorf. Wo man ja kaum mal einen Widder mit Hörnern sieht. Aha, ein Umwandlungsgestein.

https://sh-kunst.de/kuenstler/frieling-b-lothar/

Sieh an, der Betonkopf findet sich auch im Dorf. Nun gut, Reimersbude, Witzwort, Oldenswort, alles um die Ecke und voll mit Ateliers von bekannten Künstlern.

Du hast nicht alle Tassen

Zur challenge der „Tasseli“ vonApril 2025.

„Du hast nicht alle Tassen im Schrank“, ein beliebtes Sprichwort, und huch, auf dem ersten Bild sind ja gar keine Tassen. Aber doch, die liegen garantiert im Garten…

Das muss ich erklären, denn der Spruch ist der Titel eines neuen Liedes von Tom the Crow, welches er neulich anlässlich des Musikerstammtisches in Albersdorf vortrug und mit seinem Humor sehr viel Applaus bekam. Es war nämlich ein sehr liebevolles Liebeslied. Und oft auch wahr, dass die Tassen im Garten herumliegen. Dennoch kann das ein sehr stimmungsvoller spannender Ort sein. Tom ist eine kleine Berühmtheit in unseren Orten, er tritt sicherlich bei der Gardinger Musikantenbörse im Sommer wieder auf.

Ja, da sind ja meine Tassen. Nicht ganz scharf, das handy habe ich anderswo vergessen und muss nun zur Kamera greifen. Da ist die Automatik kaputt. Aber was ich sagen will,im übertragenen Sinn, den der Satz wirklich hat: Im Oberstübchen, im Kopf, im Speicher des Wissens, da scheine ich manchmal und immer öfter nicht alles im Schrank zu haben. Vielleicht ist das auch ganz normal…aber so oft wie mir die Milch überkocht oder der Kaffee….oder das Teesieb in einem eleganten Schlenker in die dreckige Sauce fällt, oder oder oder.

Ich bin nämlich ganz im Hier und Jetzt. Sobald ich mich umdrehe, sehe ich etwas und habe ganz vergessen, dass hinter mir ein Topf auf dem Herd steht. Bis es zischt und qualmt. Ich könnte auch sagen, ich lasse mich super leicht ablenken. Besonders von lebenden Wesen. Die reden ja nicht mal, und trotzdem. Wenn ich Redende um mich hätte, würde ich gar nicht mehr zu mir selbst kommen. Das passiert etwa eine Woche im Jahr, wenn ich Besuch habe.

Ich kenne jemand, der nur eine Tasse benutzt. Das ist praktisch, und er hat keinen Abwasch. Natürlich ist es ein Mann. Doch es würde mir leid tun um all die schönen anderen Tassen, die passend zum Getränk und zur Stimmung genau wie die Kleider ausgewechselt werden können.

Morgen gibt es wieder scharfe Bilder.

Kürbistasse

Nun bin ich also dabei, jeden Tag eine Tasse zu zeigen, wie von Juzicka-Jess (Amorak) für den April als Blogparade angeregt. Wenn ich mal so viele Tassen finde. Dieses schöne Ding ist eine Tasse aus einem Kürbis gefertigt, vermutlich in Mexiko. In Gebrauch sind solche Tassen für Matetee, mit dem dazugehörigen Strohhalmlöffel, durch den man trinken kann ohne Teeblätter einzusaugen. Ein metallener Löffelstrohhalm.

Ich benutze sie selten, doch ich freue mich an Natürlichem und Handwerkskunst.

Mir wurde von einer Freundin gezeigt, wie man den Mate richtig trinkt, allerdings ist er mir so viel zu stark. Sie wuchs auf in Chile und fährt dort auch jährlich hin. Es ist so eine Art Nationalgetränk dort, ebenso in Argentinien. Ich bin ja schon dem Kaffee verfallen, und daher ist noch zusätzliches Koffein nicht zuträglich für meine Nerven.

Ach sieh mal genau hin, im Hintergrund gibt es noch eine Tasse auf einem Foto. Ein Reisefoto, während des Wartens auf die Fähre auf Teneriffa entstanden, im Cafe.Im Hafen von Los Christianos. Da fotografiere ich praktisch alles, was ich freudig wiedererkenne, auf jeder Reise in vertraute Gefilde. Es ist leider schon 2 Jahre her.

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