Regenbogen tribe

Es gab einmal eine indianische Prophezeiung, dass sich ein Stamm aus „many colors“ , vielen Farben wie ein Regenbogen bilden würde, um die Erde vor dem Untergang zu retten und zu heilen. oder so ähnlich.

Seit Jahrzehnten gibt es die rainbow gatherings auf der ganzen Welt, in großen Gruppen trafen sich internationale Hippies, musizierten und lebten zusammen für eine Zeitlang, an der Natur, organisierten gemeinschaftliche workshops, Kochgruppen, Rituale. Diese Treffen dürfen nie online bekannt gegeben werden. Derzeit ist das offensichtlich nicht so einfach, sich zu treffen. Auch waren sich die Menschen nicht immer einig und friedlich, die Festivalkultur brachte ein Konsumverhalten hervor. Manche verschmutzten die Natur, oder nahmen zu viele Drogen, oder wie ich es von einem Treffen auf einer kleinen Insel weiss, verteilten sich nach einem solchen Treffen auf privatem Grund 500 Hippies über die Insel, die kein Geld für eine Unterkunft hatten, schissen Ansässigen in die Gärten oder klauten das Obst. Es gab danach endlose Diskussionen, denn die ansässigen Ausländer waren selbst mal Hippies, die in den Höhlen wohnten, aber mussten sich über Jahrzehnte mit einer katholischen Bevölkerung arrangieren, die es nun mal nicht so toll findet, wenn nackte Frauen vor ihrer Kirche tanzen. Und es war ein hartes Leben, nicht einfach so frei und „alles gehört allen“, wie die jungen rainbow people es sich vorstellen. Heilung und Respekt vor der Natur fehlt eigentlich überall. Und ich selbst kann sagen, dass ich aus der Stadt kommend Zeit brauche, um die lebendigen Abläufe einer Landschaft erst zu begreifen und zu erkennen. Bis hin zur eigenen Ernährung ist ein Weg.

Ja, ich wollte mich eigentlich auf die Gruppe von Zeit im Wandel beziehen, wo wir nun auch als „Regenbogenstamm“ ausgerufen wurden. Wir haben hier in einem Kongress und online retreat, sehr fruchtbar, mehrere indianische Lehrer kennengelernt. Die TeilnehmerInnen sind wohl überwiegend Deutsche, so es ja in unserer Sprache stattfindet. Jetzt bin ich nicht wirklich sicher, ob mich gemeinsame Werte mit den anderen verbinden. Es ist doch etwas ganz anderes, wenn man sich in einer echten Gruppe persönlich gegenüber steht. So kann ich aus Erfahrung einer Geomantieausbildung sagen, es war ein ungeheuer heilsamer Prozess, wir alle hatten intensive Erfahrungen, das ist nun 15 Jahre her, und ich bin mit fast niemandem der 15 Teilnehmer mehr in Kontakt. Während des ganzen Jahres war es auch nicht so, dass ich alle gut leiden mochte, aber wir spiegelten uns die Lebensthemen, und die Geomantie gab dafür eine Struktur vor, in der wir alte Wunden fanden, und Orte und uns selbst erlösten von störenden Energien und vieles mehr. Es ist nicht so einfach wie ein Licht und Liebe senden per Mausklick. Es war auch wichtig, den hellsichtigen Lehrer dabeizuhaben!

Ich bin sicher, die TeilnehmerInnen, die sich jetzt gerade bei Alicia in Guatemala befinden, gehen durch ähnlich starke Prozesse. Das sind Initiationen auf dem Weg.

Im Moment scheint viel Chaos stattzufinden, und ich bin dankbar für jede dieser Gruppen, die sich ernsthaft in solche Prozesse begeben. Ich glaube, alle zusammen sind Zweige eines tribes, eines Stammes, an dem einmal neue Früchte wachsen werden. Und die Wurzeln finden wir in uns, in der Landschaft, den Ahnen und den Sternen.

Ky 3/2021

Kupferrot

Rote Haare, zum ersten Mal in meinem Leben habe ich nun rote Haare! Daran muss ich mich nun gewöhnen, dass mir eine aNDERE aus dem Spiegel entgegenguckt. Also toll schon irgendwie, mutig, und ein Zeichen für eine echte Veränderung. Es bedeutet sichtbar sein. Vorher war alles grau, auch die Kleidung und man verschwindet quasi, da guckt auch keiner mehr hin. Andrerseits gab es eine Zeitlang so viele alte Hennafrauen, dass sich alle ähnlich sahen, jetzt kenne ich halt keine mehr. Und was mit rothaarig alles so verbunden ist- von sexy bis hexenhaft bis aufdringlich…nee aber ich habe mich eher anders verändert, aufgrund einer Lebenserfahrung, die anders gelöst wurde als je zuvor. Wenn ich Glück habe, hat sich damit ein Trauma aufgelöst, mithilfe von Absicht und unterstützenden Taten kann ich mich anders verhalten. Auch der online Kongress, in dem ich Schamanen erlebte, viele Zeit im Wandel Gespräche, und mich zugehörig fühlte, hat mir dabei geholfen. Zur Zeit mache ich einen Intensivretreat mit, alles online und doch sehr verbunden. Zeremonien verändern etwas, Energie ist spürbar. Ich kenne Viele, die das nicht kennen und nicht glauben. Aber genau das sich darauf einlassen wird eben gebraucht, wenn Heilung und Wandel geschehen soll. Etwas Mut muss eben jeder aufbringen, der es in seinem Leben anders und glücklicher haben will. Man kann sich langsam an das andere gewöhnen.

https://www.youtube.com/channel/UCfnuAHWx8hIhA95Yc4CxUAw

Das ist das Angebot von Alicia Kusumitra, das ich hier mit Empfehlung weitergeben will. Das ist kein Hochglanzschamanismus wie ihn manche Profis geben, die perfekte Show abliefern. Hier ist alles authentisch, ein Familienunternehmen, aus dem Herzen heraus. Und zwar für die neue Zeit, nichts mit zurück – auch junge Schamanen, die von ihren Grosseltern gelernt haben, nutzen heute moderne Mittel. Das vermindert nicht die innere Kraft. Und eben die ist es, was wächst im Miteinander, im Lernen und Teilhaben.

Ja wer weiss, ob die Feuergöttin – Zeremonie etwas damit zu tun hat, die ich vor kurzem miterlebte. Danach jedenfalls träumte ich gleich dreimal von einer rothaarigen jungen Frau, bis ich dann in einer eigenen Traumaufstellung endlich verstand, dass sie ich ist. Also ich als junge Frau, die nun in ihrer Kraft ist, integriert in mein jetzt altes Ich, zusammen mit inneren Kindern, die auch ich sind, ich war und verwandelt die jetzige alte Frau sehen, die ihnen als Führung dienen kann. Das ist Integration und Heilung eigener verletzter Anteile, genial. Ich bin nicht nur alt. Ich bin so viel.

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