Und wieder weg

Durch einen Riss in der Realität ist diesmal mein halber geschriebener Blog entschwunden, wer weiß in welches Zeitalter? Nun, ich hatte keine Lust mehr. Normalerweise wird das schnell gespeichert. Aber es ging um Bücher, hier die aufgereihten italienischen Krimis, die so unterschiedlich sind wie die Städte und Regionen, in denen sie spielen. Doch die Wortgewaltigkeit haben sie alle. Anders als Küstenkrimis, die sich hier auch im Norden verbreiten wie, also wie was denn nur? Es gibt auch zu jeder kleinen Stadt schon eine Serie im Fernsehen, , es liegt an der Anzahl alternder Schauspieler, die alle noch ein Kommissar werden müssen.

Fabio Nola mit „Commissario Gaetano und der lügende Fisch“ hat mir am besten gefallen- Neapel bietet einen großartige Kulisse. Diana Fiammetta Lama stammt auch aus Neapel: „Eine Leiche zu Ferragosto“ spielt auch mit viel Verwirrung. Und „Römische Liebe“von Andrea Isari war nicht ganz mein Fall. Manchmal langweilt es mich, wenn die Romane in der Welt der Reichen spielen, wobei sich natürlich ihre Verderbtheit zeigt, immer. Es geht ja schließlich um Verbrechen.

So im links abgebildeten Buch, auf das ich auch keine Lust mehr habe, auch wenn es sprachlich genial ist. Bilder tun sich auf vor dem inneren Auge, aber sie sind mir zu grell und schmerzen in den Augen.

Dagegen das rechts liegende Buch: „An das Wilde glauben“ – etwas ganz Besonderes. Nastassja Martin hat eigene Erlebnisse beschrieben. Und fertig bin ich damit noch nicht, ich werde es ehren und in Ruhe lesen. Und wieder weg war meine Seite, darum lasse ich es hierbei.

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Gartentag

Es ist doch eine Schreibetüde geworden, mit den Worten: Intuition-schuldig-rücken

wie in der >Schreibeinladung gefordert

https://365tageasatzaday.wordpress.com/2026/05/03/schreibeinladung-fuer-mai-2026-wortspende-von-werner-kastens/

Nun habe ich die Erklärung: Das Jott-Phänomen: Wenn Gegenstände spurlos verschwinden….(und später wieder auftauchen) Es passiert durch einen Riss in der Realität. https://www.mystikum.at/wp-content/themes/Mystikum-Magazin/ausgaben/Mystikum_Mai_2026.pdf

Und seit der Serien Akte X und Fringe wissen wir das auch : es gab da nichts was es nicht gibt. Nun könnte es sein, dass uns das selber geschieht. Eines Tages. Bisher eine hohe Kunst nur einzelner Schamanen, zwischen den Dimensionen zu reisen, zwischen den Zeiten und Orten, mag es sein, dass wir einfach nur unsichtbar werden dabei für andere.

Ach, für das Märchen vom Froschkönig habe ich auch eine weitere Interpretin entdeckt, eine Edelsteinfachfrau, die sogar hier im Norden workshops gibt, in Steinbergkirche. Fantastisch. https://edelsteinfundament.de/ Edith Helene Dörre.

Sie hat ein Buch zur homöopathischen Verreibung von Edelsteinen geschrieben, und ein Kapitel gibt es als Leseprobe. Und da- ein Märchen zu jedem Stein, hier ist es der Froschkönig zum Amethyst. Ich liebe diese Verbindungen, diese intuitive Herangehensweise und auch die Betrachtung, in der niemand je schuldig ist, sondern alles seinen Sinn findet.

Im Garten wachsen Erdbeeren und Habichtskraut, Zitronenmelisse mit Hohlzahn und alles Wilde mit dem Essbaren durcheinander. Nur die Brombeeren müssen weichen und auch Brennesseln sollen nicht an ihre Stelle rücken. Sie haben einen Platz, aber nicht allen. Ihre Samen ernte ich ebenfalls und röste sie ein wenig an.

Die Natur hat Instinkt, unser Körper auch. Wir wissen, was gut für uns ist. Die Intuition kommt durch den Geist, in der Homöopathie verbinden sich die Dimensionen und wirken auf eine Weise, die nicht erklärbar scheint.

Belladonna- das Mittel der Tollkirsche , es hilft mir. Ich denke dabei „Wilde Frau“ und nicht „Schöne Frau“, wie der Name sagt. Sie hilft mir, zu der mir innewohnenden Natur zurückzufinden, aus der Anspannung hinaus. Eine echte Tollkirsche habe ich wohl noch nie gesehen. Da soll man Respekt vor haben. Sonst geht es Richtung „verrückte Frau“

Fliederhecken

Wir kommen in die lila Phase. Alles mögliche ist lila, vom Gundermann bis Veilchen, und überall sind hohe Fliederhecken. Entlang der Gärten und Felder . Auch weiß blühts noch, aber davon wird es eine neue Phase geben , wenn der Weißdorn kommt. Er ist später als die Schlehen und Kirschen. Das Gewitter hat deren Blüten abgeworfen.

Martha der Kartha.

Die Luft war süß- der Kirschlorbeer hat unvergleichliche Düfte, aber nun ist es wieder etwas kälter.

Ich habe meine Schlüssel wiedergefunden, dafür vermisse ich eine Sendung, die ich für jemand anderen aufbewahrte. Ich kann suchen wie ich will, sie wird erst auftauchen, wenn ich nicht suche. Das ist das Prinzip. Aus Prinzip- wie heißt das wohl?- tauchen manche Dinge genau dann wieder auf, wenn ich sie von neuem bestellt habe. Es werden immer mehr, oder soll ich sagen, weniger? Die Wärmflasche verschollen. Und ich kann mich nicht erinnern.

Ja gut, die habe ich lange nicht gebraucht. Aber das andere war erst vor drei Tagen, in denen ich leider sehr viel umgeräumt habe. Dennoch, die Erinnerung bleibt da stehen und geht nicht weiter…

Berberitze. Auch diese Namen muss ich jedes Jahr neu erinnern. Labkraut, Storchenschnabel, Schöllkraut. Ich denke ein wenig über die Etüdenwörter nach, aber in welchem Text mag ich das Wort schuldig verwenden? Vielleicht nicht schuldig. Ein Herrchen ist gestorben, und der liebe Hund landet im Tierheim, weil er nicht dafür gesorgt hat, wer ihn bekommen soll. Das ist schade.

Aber wer würde je mein Testament finden und wer würde je meine Katzen haben wollen…aber bis dahin leben die vielleicht gar nicht mehr.

Bücher von heute

Heute fand ein Garagenflohmarkt im Dorf der Bärtigen statt. Es ist viel größer als mein Dorf. Bei uns gibt es keine Männer im Alter von etwa vierzig, die lange Bärte tragen, Bären von Männern, die im Garten und Landschaftsbau tätig sind und Familien mit Kindern haben, die entweder Motorrad fahren oder Wacken-Fans sind oder selbst in einer Heavy-metal-Band spielen. So sehen sie aus, ich habe nicht gefragt. In jenem Dorf gibt es sie, freundlich, und es ist auch ein wunderschönes Dorf. Eichhörnchen rannten über die Straße, überhaupt nicht scheu.

Und es gibt da auch alte Damen, die lesen. Junge Damen auch, aber die lesen wohl erotische oder romantische Geschichten. Auch Vampir-stories sind in bei den Gothic-Ladies, für die es hier auch jährliche Festivals gibt, in denen man sich seltsam kostümiert. Schwarze Szene heißt das. Das entnehme ich der Zeitung.

Es ist ein wenig der Gegenentwurf zur Idylle mit den Blumenkübeln, aber es ist auch ein Massenevent. Man könnte natürlich auch zur Mittelalterszene gehören.

Das Schöne ist, man kann mit Jedem reden.

Pferdesachen, Hundebetten, Taschen aus Marrakesch. Mit Elefanten bestickte Seidenkissen, Holzenten, Festkleider. Kindersitze, Waffeln, Steineketten, ein Gummikanu mit Paddeln. Holzdrachen aus China. Schlittschuhe, Langspielplatten von Donovan, Kuhhörner, – das ist ja richtig gut, um mein Gedächtnis zu üben. Und am besten danach alles wieder zu vergessen.

Dorfflohmarkt

Das war super. Ich verkaufte selbst, und kam zu nichts anderem. Nette Leute, tolles Wetter.

Schönster Hof in bester Lage.

Noch ein Bild vom Sonnenaufgang. Ich „machte“ ein paar Blüten-Essenzen, die nun Sonnenuntergang-Vollmond-und Sonnenaufgangsenergie gespeichert haben. Ich, neue Latzhose und rote Stiefelchen aus Ziegenleder. Von der Freundin.

MAI

Das Feuer war groß, es sang, es formte Drachen und Dreizack, lebte auf und sank wieder zusammen. Nicht einmal an dem ganzen Abend dachte ich an Walpurgisnacht. Es war ein friedlicher Abend, und der Mond ging auf hinter uns. Dann kamen zwei Mähmaschinen größeren Ausmaßes angerast und mähten mitten in der Nacht die angrenzende Wiese.

Wir hatten Nudelsalat und Musik aus dem Baustellenradio.

Das Fest

Das Fest der weißen Göttin, der Birken und Weissdorne, der Schlehen und Flieder, des Kirschlorbeer und der Kirschbäume-morgen gibt es das Maifeuer. Dann gibt es dazu den Vollmond.

Wo die Hühner wohnen.

Am Klev mit Blick auf die Marsch

Wo die Geister wohnen,

bewegte Schatten. Das werden wir morgen auch in den tanzenden Flammen sehen. Frieden ist wieder eingekehrt. Ein explosiver April liegt hinter uns.

Ich höre noch interessante Aspekte der Homöopathie, über Edelsteine und Märchen, von Edith Helene Dörre. Von Reeta Pohjonen aus Finnland. Eine solche Fülle überall. Ich bin froh.

Life

Ein Durcheinander! Hund im Haus Oha. Entweder Hund draußen und Kater drin oder umgekehrt, oder am besten ich gehe den ganzen Tag spazieren was auch schön ist.

Weil überall die Birken grün werden.

Klassisches Grün.

Wie sich gerade herausstellt, ist Martha doch ein Kater! Wie soll ich mich nun umgewöhnen?

Über das Tohuwabohu schreibe ich lieber nicht. Ich gehe jetzt Wäsche aufhängen. Hund raus,…

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.

Den Satz kennen wir sicher alle seit unserer Kindheit. Und das Schweigen über so manches wurde unausgesprochen gelehrt. Ich frage mich, ob Menschen damit etwas verloren geht, wenn sie nicht reden. Andererseits reden über alles und nichts. Der Satz begegnete mir nämlich abgewandelt in einer Werbung, sehr geschickt mit einem Firmennamen verknüpft. Ich erinnere ihn nicht.

Als junge Frau war ich quasi stumm vor Scham, Wut und auch vom Fehlen der Worte. Es gab keine passenden Worte. In Therapien musste ich dann reden, aber heute denke ich oft wieder: Die Worte fehlen, passen nicht, werden falsch verstanden. Viele verbinden mit bestimmten Worten auch sofort bestimmte Denkbahnen. Für mich ist alles in Bildern. Autoren reden in Bildern, deshalb ist Lesen so wohltuend. Auch die spanische Sprache verwendet viele bildhafte Ausdrücke. Jemand kann etwas sagen und ich sehe das sogleich als Bild vor mir.

Und darum fällt mir das abstrakte Reden so schwer. Ich fange an, Diskussionen zu verabscheuen. Ich fühle mich nie verstanden, gleich von welcher Seite. Ich lebe zum Teil mit Leuten, die nicht mal ganze Sätze sprechen, das ist hier so üblich. Ich lebe mit Katzen, deren Sprache sich über den Körper ausdrückt und ich verstehe sie durch Beobachtung, sie verstehen mich auch durch Beobachtung, soweit nötig…über die Zeit und die Erfahrung. Aber da gibt es natürlich eine Beschränkung.

Ich bin eine Beobachterin. Das Leben unter fremden Sprachen hat mich geprägt, ich kann den Klang noch heute erkennen, ohne mehr als drei Worte zu verstehen. Auch da war ich oft zu Stummsein gezwungen, denn ich würde nicht verstanden werden. Manche Sprachen liebte ich zu lernen und zu hören, zuerst das Französische. Englisch war so normal, dass ich gar nicht merke, wenn ein Film auf englisch läuft. Ich kann sofort umschalten, darin träumen. Ich kann auch gut imitieren, dh den Klang umsetzen. Das Spektrum lässt grüßen.

Aber auch das lernt sich durch Reden. Die Beschränkung, die ich empfinde, könnte vielleicht durch das entstehen, was nicht gesagt werden kann. Nicht aus erzwungener Stille, sondern weil Stille und die unendliche Weite darin nicht gesagt werden kann. Mancher geht ab und zu zu einem buddhistischen Schweigetag. Wir schweigen auch in unserer Meditation. Und doch ist dadurch Vertrautheit und Zusammenhalt entstanden, eine größere Sensibilität für das , was dann gesagt wird. Dankbarkeit für das Mitteilen von persönlichen Gefühlen, die man eben nicht mit den Meisten teilen kann.

Gold und Silber, wir haben Schmuckstücke mit beiden Metallen, und ich verwende kolloidales Silber und Gold für etwas, was sich auf der Haut zeigt. Gürtelrose zum Beispiel, da kommt sie wieder mal und spricht zu mir: etwas, was mir entgangen ist.

Etwas ist mir zu nahe gegangen, ich wollte es lieber nicht merken. Jemand ist mir auf die Pelle gerückt und ich fühlte mich bedrängt. Es gibt hier wirklich sehr distanzlose Leute, rücksichtslos, und grundsätzlich in Sprichwörtern redend, was ich auch von meiner Mutter kannte, den Großeltern, die vom Lande kamen. Ja, ich passte mich schon an. Aber Ich bin das nicht. Da ist so viel mehr an Reichtum in mir, auch ein Wort, welches wir mit Gold UND Silber verbinden. Das Silber ist Synonym für Geld. Aber dieser Reichtum an Empfindungen, für die es kein Gegenüber gibt, oder sehr wenige, der ist das, wo ich denke- der fehlt diesen Menschen. Fast schon kollektiv.

Und damit will ich nicht sagen, dass ich etwas Besonderes wäre. Im Außen bin ich das ganz sicher nicht. Und während ich diese Woche den Menschen im Homöopathiekongress lausche, https://livinghomeopathy.de/online/, fühle ich mich auf einmal in der richtigen Sprache geborgen. Die wissen, wovon sie sprechen! Synonyme, Synchronizitäten, Empfindungen, eine ganze Welt kann gesagt werden. Vielleicht auch schön, weil es ein internationaler Kongress ist, von Australien bis Niederlande, die Veranstalter auf Zypern leben und das, worum es geht, universell ist.

Ich will fest daran glauben, dass dies ein Schritt zu einem besseren Menschsein ist, dass alle Menschen diese Feinheiten und diesen Reichtum eines Tages erkennen.

Und sich wehren dagegen, dass genau das unterdrückt werden soll mit allen Mitteln, die den geistig Armen zur Verfügung stehen.

Wie im Film

Manchmal kommt es mir so vor, gerade, als sei ich in einem Film. Die Idylle. Szenen, wie man sie aus irgendwelchen Filmen kennt, so als ich auf dem Hocker saß und das Gartentor grün anstrich. Mir fällt kein spezieller Film ein, in dem das vorkommt. Außer natürlich Huckleberry Finn, das erinnerte ein Freund- und das war auch einstmals ein Liebling von mir. So wollte ich sein, frei und frech. Ohne Eltern, es erschien mir erstrebenswert und traumhaft. Vielleicht habe ich mir also dieses Leben hier schon vorher erträumt.

Das frische Grün, die vielen Grüns – ich nehme sie intensiv wahr, als sei es kaum echt, so strahlend das Licht. Das kann ja sein, dass das Licht anders geworden ist. Und auch ist der blaue Himmel ja ein Luxus, ein Juwel, kaum auszuhalten so strahlt es. Ich fahre durch Alleen und die Hühner sind zum Glück auch endlich wieder draußen. Im Ort wird schon wieder ein Haus abgerissen. Zwei Tage, dann ist da nichts mehr übrig. Das bedeutet, dass da alte Leute sterben, und keiner will mehr so wohnen.

Als sei es das erste Mal, als sei es das letzte Mal- so kann man aber gar nicht denken. Die grünen Stühle habe ich auch einmal angemalt, sie stehen immer nur im Weg und ich gebe sie an den Flohmarkt weiter.

Das Haus ist nicht meines.

Das Grün aber, das Dunkle, ist hier die Traditionsfarbe für Türen und Fenster. Grün und Weiß. Dabei sind viele alte Höfe nicht aus roten Ziegeln, sondern aus gelben, was ich noch schöner finde. Zumindest wenn jemand sein Leben dem Hof und seiner Renovierung gewidmet hat, das gab es in meiner Generation und das sind auch nicht die Häuser, die abgerissen werden. Obwohl sie meist groß und schwer zu heizen sind.

Es gibt auch noch echte Landwirte, da sind diese Häuser umgeben von modernen Stallbauten mit Solartechnik auf dem Dach. Junge Frauen sitzen auf den Treckern und managen die Melkmaschine. Diese Menschen sind stolz und eine ganz andere Spezies als wir. Sie haben so viel Kraft, die Kälte macht ihnen gar nichts, während ich ständig fröstelig bin und Schichten von Pullovern trage, worüber so manches Mal gelacht wird. Meine Angst vor Kälte ist auch nicht normal, aber ich habe nun mal Jahre im heißen Klima gelebt.

Es sind drei Grad Celsius morgens. Insekten habe ich noch nicht viele gesehen, obwohl nun so viele Bäume schon blühen. Einige kleine Hummeln sammeln Nektar an den winzigen Gundermannblüten, die mittlerweile den ganzen Rasen überziehen. Rasen ? Eher nicht, das ist alles Moos. Es ist schön weich. Ich lebe in einem Traum. Ich lebe in einem Film. Wie mag der Film heißen?

„Bevor der Zaun völlig auseinanderfällt“

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