overload

Dank eines schreibenden Kollegen begegneten mir die Begriffe overload, meltdown und shutdown, und zwar um Struktur in dem Erleben eines Asperger Autisten zu beschreiben. Endlich kann ich, was mein Leben ausmacht und so schwer zu erklären ist, einmal in solch einfachen Worten sagen. Aufgrund intensiver und ungefilterter Wahrnehmung, die man auch genauso gut als erweitert und weitreichender bezeichnen kann, ist der Speicher ziemlich schnell voll. Overload. Wenn ich dann nicht entsprechende Methoden zum meltdown, also herunterkühlen, anwenden kann, dann kommt es zu einem shutdown – ich muss dicht machen, bin nicht mehr erreichbar, ansprechbar, kann sehr plötzlich einen Ort, Kontakt, ein Geschehen verlassen. Ich werde auch unfreundlich, wenn ich nicht mehr zuhören kann. In der Tat tue ich das sehr oft, weil der Rückzug und die Zeit zum Abarbeiten des Erlebten absolut notwendig für mich ist. Wenn ich nach ein paar Stunden mit vielen Menschen zwei drei Tage allein als angemessen empfinde, freue ich mich auf das nächste Erleben. Selbstverständlich finden das die meisten Menschen schwierig.

Ich mag meine Eigenschaften. Ich finde genaue Wahrnehmung wichtig, als Bilderschaffende sehe ich ständig Interessantes, ich kann auch auf diese Weise dokumentieren, sortieren und verinnern. Innere Bilder sind eine Landkarte. Diese Fähigkeit gibt mir intensive Erfahrung und die ist gar nicht so einfach zu teilen mit anderen. Ich möchte sie nicht missen, die Erfahrungen., besonders der Natur und ihrer Wesenheiten.

Spirituelle Landschaften habe ich erkundet, weil dort die erweiterte Wahrnehmung als erstrebenswert gilt, die ich schon hatte. Ich fühlte mich aber immer von Lehren und Lehrern eingeschränkt, weil der stufenweise Lernweg für mich nicht gelten konnte! Deshalb sollten Suchende immer direkten Kontakt mit ihren Lehrern haben, wenn diese gut sind, finden sie den individuellen Weg für jeden. Ich fand ihn selbst, auf vielen Reisen. Er ist nicht linear und ich werde gut geführt von Innen.

Eine telepathische Wahrnehmung erkennt natürlich, was hinter dem Gesagten steht. Das finden die anderen unangenehm, ausser sie suchen einen Schamanen auf, damit er das erkennt. Aber das tun ja die wenigsten. Es ist ja auch nicht immer schön, was man sieht und kann mich dann lange beschäftigen. Darum würde eine Arbeitsweise von stundenweise abgerechneten Terminen absolut nicht in Frage kommen. Ich habe mich wirklich sehr gewundert, wie andere das hinbekommen. Ich bin einfach anders, ich dachte alle Spirituellen wären so. Aber das ist nicht so! Ich müsste dann aus der Normaltrance immer rauskommen, um zu kommunizieren. Das ist zu anstrengend. Mit Katzen ist es nicht notwendig, die verstehen.

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