Verflixte Idee

Ich habe keine Idee, worüber ich schreiben will. Ich habe keine Idee, wenn die Sonne nicht scheint. Dabei erschaffen wir doch die Realität mit unseren Ideen. So sollte es sein. Sitze am Ofen und gucke ins Feuer. Ab und zu einen Scheit nachlegen. Das Radio läuft mit irgendwelchen Hits von damals. Es ist immer noch zu kalt. Da kommt keine Frühjahrsstimmung auf, bei 6 Grad mit Ostwind. War letztes Jahr genauso, Ostern eisig.

Da war ich aber auf einer Reise gewesen, wo es richtig schön warm gewesen. Ging aber alles so schnell vorüber wie ein Traum. Die Fotos sehe ich jeden Tag an seither, und träume weiter.

Das wird dann wohl auf meiner Visitenkarte stehen,die ich demnächst machen muß, wenn ich meine Bilder ausstelle auf so einer Veranstaltung der Stadt. Was für eine verflixte Idee. Wie stelle ich mich dar, was bin ich? Zwar im sachlichen ist Fotografin und Geomantin richtig. Aber in Wahrheit bin ich Träumerin. In anderen Kulturen ist das ja auch ein echter Beruf, ich horche und durch Wahrnehmung aller möglichen Realitäten kommen sie ins Leben. Die, die sonst keiner sieht. Dafür bin ich da, und manchmal finden sie auf mein Zeichenpapier.

Andere Menschen nennen sich Visionäre, Erschaffer und Co-Creatoren, und setzen Projekte um. Ich habe da viele nicht beendete, nicht zu Ende gelebte Ideen, und bin ganz froh, dass ich nicht bei einer hängenblieb. Ich hatte immer viel Lust auf neues, um die nächste Ecke gucken. Da guckte ich dann so lange, bis ich es erfaßt hatte, und dann weiter. So wird man natürlich nicht erfolgreich. Wer will das schon….

Jetzt habe ich so viel angehäuft, dass ich nicht mehr leichtfüßig davon schweben kann. Katzen, Holz und Geräte, mehr als notwendiges, die nächste Ecke habe ich schon tausendmal gesehen, Ich bleibe hängen, ohne dass es eine Idee gibt! Jeden Tag Katzenklo und fegen. Das wäre woanders genauso…

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