https://www.arte.tv/de/videos/RC-024503/die-durrells-auf-korfu/
In den letzten Wochen habe ich alle vier Staffeln dieser Serie gesehen! Das kam, weil eine Freundin derzeit öfter auf Korfu weilt. Ich war dort nie. Aber ich hörte von Lawrence Durrell, und zwar standen seine Bücher im Regal meiner Eltern, als ich jung war. In den sechzigern.siebzigern. Also ich las Teile des Alexandria-Quartett wohl mit 16, 17. Und es nährte meine Sehnsucht nach der Welt. Ich las auch Anais NIN, Simone de Beauvoir, und Henry Miller. Und all das, weil sie echt waren, ihr Lebensentwürfe keine Geschichte, sondern gelebt. Das war überhaupt das lustigste…der Auftritt von Henry Miller in dem Film.
Die Serie nährt auch. Geschrieben vom kleinen Bruder Gerrald Durrell.über die Familie und die Kindheit. Das Leben in einem anderen Land zu damaligen Zeiten. Wunderschön umgesetzt.
Und auch ich lebte dann in anderen Landen, folgte dem Ruf, der vielleicht eine Suche war, und damals ist nun auch schon recht lange her. Ob ich darüber schreibe ? Nie. Ich schreibe Tagebücher über meinen langweiligen Rentnerinalltag, die Auswanderungen sehe ich nicht mehr verklärt und vom verzweifelten Wunsch getragen, wieder fort zu kommen. Ja ich weiß, Alexandra David-Neel, die hat es auch im Alter noch getan, und manch andere Heldin meines Lebens. Irgendwie haben es da nicht die Massen getan. Es waren meist Engländer, die im Zuge der Eroberungen ihrer kolonialistischen Krone in diese Länder gespült wurden, und ihre Ehefrauen, die darüber schrieben. Sie waren unsre Inspiration. Auch Mother Mira, Mira Alfassi sah Asien durch ihren Diplomaten-Ehemann, war begütert und wurde später zur rechten Hand von Sri Aurobindo, der in Pondicherry einen Ahram gründete. Diesen Ort habe ich besucht und er ist etwas Besonderes.
Ebenfalls das Tagebuch von Irina Tweedie: „Der Weg durchs Feuer. Tagebuch einer spirituellen Schulung“ hat mich trotz des Umfanges unendlich begeistert und nicht mehr losgelassen. Vor all diesen Damen gab es noch eine, deren Romane ich wohl schon in der Kindheit verschlang; Die Bücher von Pearl S. Buck findet man häufig auf den Flöhmärkten wieder, und sie beschrieb das Leben in China, wie sie es als Kind einer amerikanischen Missionars-Familie hautnah miterlebte. Sie wurde berühmt damit.
Ohne Schriftsteller wäre mein Leben nicht vorstellbar, wäre unendlich öde gewesen, aber natürlich habe ich eine Menge eigene Erlebnisse hinzugefügt , wobei ohne Reisen wäre das wiederum unendlich öde gewesen. Erinnerungen sind die heutige Süße.


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