Schwarz oder Weiß, das ist hier die Frage…so beginnt das Lied, welches am Wochenende im musical „Zeitlinie Asylantis“ uraufgeführt wird…https://asylantis.de/2024/04/16/start/( Die Karten sind alle weg für Meldorf Ditmarsia) Ja, es bezieht sich auf die Polarisierung und Gegensätze, alle Texte haben diese Grundsatzfragen zum Thema.
Für mich war es immer : Schwarzweiß…weil ich komme aus der Fotografie, und verbrachte viel Zeit in den Kellern der Schwarzweißlabore, wo es neben den Polen vor allem um die dazwischenliegenden Grautöne ging, und die sind wichtig! Ein gutes Foto hatte die ganze Palette. Das scheint heute nicht mehr so einfach zu sein, digital und in echt.
MissMeta, die musical-Schöpferin, ist übrigens auch eine excellente Fotografin, und hat für die Show beamerhintergrund geschaffen, wir lassen uns überraschen.
Schwarz und Weiß, das Eine nicht ohne das Andere. Viel spannender finde ich doch, dass wir im Auge auch diese Sichtweise für das Nachtsehen einstellen! Manche Tiere gar sehen nur auf diese Weise. Und doch kommt es uns abstrakt vor. Der Unterschied zwischen der farblosen und der farbigen Welt ist ja der größere, wobei die „farblose“ in der farbigen noch enthalten ist. Bei den Filtern im Labor wird aus allen Farben zusammen genommen Schwarz, aus dem Weglassen- Weiß oder auch Nichts…Aber weiß ist nur „Nichts oder Leere“ ohne das Andere, wie den blauen Himmel dahinter. Leider haben wir derzeit wieder einen weißen bzw hellgrauen Himmel ohne alles.
Das Nichts, die Leere- das macht Angst und ist doch im buddhistischen Kontext der erstrebenswerte Zustand, aus dem heraus sich das Sein entwickeln kann. Es ist der Urgrund, die Buddha-Natur, den man gar nicht erstreben kann, weil dann ist da schon das Streben. Daher der Versuch, alles wegzulassen . Das Sein ist nicht an sich schon bunt, oder farbig…es durchläuft unendlich viele Stadien, es ist auch nicht an sich schon Materie, vorher gibt es unendlich viele Dichten und Umstände. Das Schwarz , das Dunkel ist auch Nichts und macht Angst. Und woher kommt das Licht…
Woher weiß man das, – darum haben viel große und kluge Geister meditiert, geträumt, nachgesonnen und beschrieben, was sie über Leben erfahren haben. Sie haben unterschiedliche Landkarten davon gemalt, und Strukturen dargestellt, um das Ganze zu erfassen. Theologien Theorien Wissenschaften sind daraus erwachsen, die immer komplizierter wurden und von den meisten Menschen nie verstanden werden. Aber sämtliche Geschichten, womöglich sämtliches Leben basiert auf dem Gegensatz.
Deshalb ist das Einfache so wertvoll, die Rückkehr , den Urgrund im Blick zu haben. Worauf zeichnet sich das Schwarz und Weiß ab? In der Fotografie ist des das Silber und das Licht, welches ein Bild erst ermöglicht. Ursprünglich, und die Chemie, Alchimie, die die Methode ist.
Das Schachspiel, wie auch andere Brettspiele, ist die häufigste Allegorie, und wird übrigens, wie in zahllosen anderen Werken, in den Romanen von Katherine Neville

Das Montglanespiel, Das Geheimnis der Acht, Roman 1990
Die Botschaft des Feuers, Roman 2008, Diana Verlag
in kunstvoller Form ausgeführt, wir lernen hier in spannender Weise, wozu die Gegnerschaft der Pole führt, Geschichtsunterricht vom Feinsten und Fantasy zugleich. Wir lernen über Elemente, Kraftorte und die Meisterschaft. Vor allem über Macht und Machtstreben.Ganz ähnlich tiefgründig wie in den Romanen von Barbara Wood, ist meine Ansicht.


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