Ich bin noch sehr beeindruckt von der schamanischen Zeremonie, an der ich gestern teilnehmen durfte. Zu Gast im spirituellen Wohnzimmer war Ilin Kyn aus Jakutien, und wir eine Gruppe von 10 Frauen. Zuerst gab es ein Feuerritual draußen im Kalten, wir wurden gereinigt mit Rauch und gesegnet . Wir begrüßten die vier Himmelsrichtungen.
Später erklärte Ilin, die mit ihrem deutschen Mann in Jakutsk lebt, die Arbeitsweise von weißen und schwarzen Schamanen und manches mehr aus ihrer Heimat. Anschließend wurde gesungen. Das Singen, Besingen war ein Segen für sich und ungeheuer kraftvoll. Ich kann mich kaum erinnern, dass das normale Singen von Liedern jemals so viel ausgelöst hat. Als ich in der Mitte saß und besungen wurde, erhob sich ein Kraftfeld wie ein Tempel um mich herum, bei anderen liefen die Tränen und ich bin ganz sicher, dass hier Heilung geschah durch den Segen des Himmels. Denn die weißen Schamanen rufen nur die Geister des Himmels. Sie bereisen nicht die Unterwelt, um sich nicht mit den anderen Energien zu vermischen. Es ist fühlbar und ein Erlebnis, das so intensiv nachwirkt.
Mir gefällt das gut, dass keine Handlung und Gedanken dazu gehören, die etwas manipulieren. Welcher Segen gegeben wird, entscheidet die geistige Welt. Wichtig ist, dafür offen zu sein und den Segen zu empfangen. Dafür gibt es den geschützten Raum. Es war das erste Mal, dass ich eine authentische Vertreterin einer solchen Kultur selbst kennen lernen konnte. Und ja, es gibt da sicher eine Verbindung zu diesen Völkern im Osten von meinen Vorfahren her, allerdings wäre es mir sicher viel viel zu kalt dort.
Ich bin noch erfüllt und entspannt, dankbar für die Zeit, es einwirken zu lassen.


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