Aus dem Kartendeck von Felix Baritsch zog ich mal wieder eine Heilkarte, die es in sich hat. Also insgesamt haben die alle viel zu sagen, doch “ Innere Autorität “ als Thema, das haut mich doch um. Unerlöster Zustand: Bevormundung, steht da und im erlösten Zustand : Selbstbehauptung. Das ist nicht weniger als mein Lebensthema, mit dem ich immer wieder kämpfe.
Als Homöopath setzte Baritsch diese Themen zu bestimmten Krankheitsgeschehen in Bezug, in diesem Falle eine Kinderkrankheit, die ich auch als Kind hatte, doch das ist lange vergessen. Die missverstandene Selbstbehauptung nicht. Oder ich komme erst jetzt der Sache auf die Spur, auf die Zusammenhänge. Denn was ich immer tat, war abzulehnen, was andere mir sagen wollten, die etwas zu sagen hatten. Und ich hatte natürlich nie etwas zu sagen. Ich konnte mich zwar entziehen, der Fremdbestimmung, aber sie taucht immer wieder auf. Die eigene Kraft war nicht dahinter, so dass ich unsichtbar blieb.
Ein Heilkraftort, so etwas ist das Bild der Karte, mit der man sich auch ein Heilwasser kreieren kann. Ein Bild, der Löwenkopf mit der Federkrone eines indigenen Häuptlings, und im unerlösten Teil so etwas wie Lamas, die Schutzmasken tragen. nein nein, es sind keine Schafe….Das Bild von den Wölfen im Schafpelz oder überhaupt von den dummen Schafen ist mir sowas von über, und das ist es auch nicht. Es tragen ja nicht alle Wölfe Schafpelz und schon gar nicht sind Wölfe schlecht. Innerhalb ihres Rudels kennen sie ihren Platz- es gibt auch eine wunderbare homöopathische Arznei für Menschen, die damit Probleme haben : Lac lupi, die Milch der Wölfin.
Und das ist mein Neuanfang in diesem Jahr: Da sein. Wie der Löwe. Auch Lamas sind ja eigentlich recht stolze Tiere, ebenso wie Schafe gibt es welche in meiner Nachbarschaft. Nur wenn sie krank sind, dann verstecken Tiere sich, damit keiner ihre Schwäche sieht. Vielleicht gewöhnt man sich so etwas an, und auch wenn längst gesund, hat man vergessen, ganz da zu sein.
Ich würde gern an einem Kraftort wohnen, mit tosenden Wellen des Atlantiks, Winden und Sonne. Doch hier muss ich der Kraftort sein. Hier ist Nebel, sind Moore, sind efeuberankte Bäume, ein gänzlich anderes Feld. Gesund bedeutet so viel mehr als das Fehlen von Problemen. Gesund ist der entsprechende Umgang mit Problemen. Den delegiere ich nicht an einen Arzt, der keine Zeit hat und mich nie so gut kennt wie ich selbst.
Und Respekt zu zeigen, das ist ebenfalls gesund, denke ich. Für aufrechte ehrliche Menschen. Ist ein Entwicklungsweg, denn das normale ist es noch nicht. Man tut so, alle möglichen Gutmenschen werden hingestellt als solche, als hELDEN IN EINEM KONSTRUIERTEN dRAMA.
Wir haben auch viel Blödsinn gemacht, als wir jung waren. Darum muss ich mir gewiss nichts sagen lassen von diesen blassen jungen Halbgaren. Mumpf. Mupf.


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