Moder

Fallobst. Feuchte Wärme, widerlich. Überall Schnecken auf Vergammelndem, Fliegen, Wespen. Die Vögel freuen sich an Bäumen voller Kirschen. Schnecken kriechen auf tote Mäuse und fressen die Augen.

Regenzeit. So war es in Asien, da sammelten sich riesige Insekten wie Skorpione und Spinnen in den Feuchträumen, die Kakerlaken waren alltäglich, die Kobras lagen im Bad oder auch mal im Bett. Oder große Schlangen klauten ein Huhn.

Schnecken tun ja nichts. Sie sind harmlose Wasserwesen und verschwinden beim ersten Sonnenstrahl. Wenn es den denn gäbe. Eine dichte weiße Wolkendecke, – soll man es so nennen?-lastet über uns und das sei dann Sommer. Normale Wolken gab es gestern, da waren wir baden in der Eider und die jungen Leute im Steinzeitpark versammelten sich zum letzten Male diese Woche, bevor sie sich nach dem experimentellen Zusammenleben wieder in alle Winde zerstreuen.

Es riecht nach Verwesung. Was tun mit den ungegessenen Mäusen.

Ich habe zwölf Gläser Apfel-Mirabellenmus geschafft. Und das war erst der Anfang. Sehr früh eigentlich. Die Bäume hängen voll dieses Jahr, auch Birnen kommen noch. Brombeeren. Hagebutten.

Ich mag es trocken. Wenigstens einen Windhauch. Ich würde ja nichts sagen, wenn es eine Ausnahme wäre. Aberdas ist es nicht. Ab und zu wird uns ein Tag mit Sonne gegönnt. Der nächste ist dann schon wieder so, eine Art Nichtwetter. ich will ja nicht behaupten, das wäre Absicht. Aber wer weiß schon, wie sich die kilometerlangen solarAnlagen auswirken oder die hohen Windräder. Es weiß nämlich keiner, weil es keiner wissen will. Wir sind an der Küste, hier ist normalerweise Wind!

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