Schildkröten

Heute ist hier Schildkrötentag.Auch wenn ich an den Schreibetüden nicht wirklich teilnehme- Bilder habe ich da einige, da hatte ich mal eine Schildkrötenphase, die begegnet mir auch als weise Alte in der Unteren Welt. Hier mit etwas Spiegelung, kein gutes Foto.

Mein allererstes Haustier war eine Schildkröte. Ich durfte natürlich keines haben. Aber ich sparte mein Taschengeld und ging zur Zoohandlung, 10 Jahre alt, oder jünger? Da suchte ich die große Tosca aus.

Ich trug sie in den Händen nach Hause und war erstaunt, als sie mich anpinkelte. Das sollten doch ganz saubere Tiere sein, hatten mir andere Kinder versichert…Nun, Zuhause angekommen, wurde ich von meiner Mutter zur Rede gestellt. Ich behauptete, die Schildkröte einer Freundin hätte Junge bekommen. Offensichtlich war die aber schon alt und groß…Meine Mutter sagte streng: Schau mir mal in die Augen! Ich tat es und wurde sehr rot. Lügen kann ich nicht gut, aber ich perfektionierte es sehr, so dass ich mich selbst verlor. Also man kann lügen, wenn man „nicht da ist“.

Das Rotwerden ereignete sich dann immer, wenn mir jemand in die Augen sah. Ziemlich übel, solche Zwänge, wenn da, wo Nähe sein sollte, Bestrafung angesagt ist. Ich sah lange niemanden an. Und ich habe auch Freunde, bei denen es so ist. Ja, autistisch vielleicht. Aber man sieht so viel in den Augen. Die Wahrheit nämlich. Deshalb ist es schwer, mich anzulügen.

Die Schildkröte ist verlässlich.

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