Kann es das geben, ein Zimmer zuviel? Für mich schon. Dieses Zimmer ist deshalb das Kofferzimmer. Da ist alles abgestellt, was zuviel ist, aber vielleicht manchmal gebraucht wird. Was normalerweise im Keller wäre, oder auf dem Dachboden. Das Zimmer hat ein Wandregal aus Holz und eine Holztäfelung, es erinnert mich immer an eine Hütte, so wie ich am liebsten wohnte- in Holzhütten. Allerdings ist es etwas muffig dadurch.
Zum Schlafen zu muffig. Das finden die Katzen allerdings nicht. Denn wenn es sich machen lässt, erobert jede ihr eigenes Zimmer. Innerhalb des Zimmers gibt es dann noch erst-Klasse-Plätze, so wie dieser Sessel. Er ist uralt und seit Generationen im Katzenbesitz. Und wer hat ihn nun? Das ist der sogenannte wilde Kater, also der zuletzt gekommene. Einfach gekommen.
Der nächste Erste-Klasse-Platz ist auf der Fensterbank über der Heizung. Da hat sich Chilli breit gemacht. Sie ist einfach breit, so viel Fell ist unglaublich. Es beeindruckt die anderen ob ihrer schieren Größe. Ja, und da gibt es so viele Fensterbänke mit gemütlichen Plätzen, immerhin lebten hier mal viel mehr Katzen. Es regnet.

Spaziergang war gestern wieder möglich, für mich, aber manche Stellen doch sehr glatt. Besonders am Quellgrund, wo einige Bäche vom Hang herunter auf den Weg fließen. Da bin ich vor zwei Jahren mal aufs Steißbein geknallt. Heute regnet es, was mich der Aufgabe enthebt, die Straße zu harken von all den hingewehten Zweigen und Zapfen. Der Nachbar ist nun auch in Rente, der hat es schon gemacht.
Die anderen gegenüber haben die Weihnachtsdeko abgebaut.


Was sehen wir hier? Das übliche Reviergerangel der Damen. Es genügt sich mit Blicken, Gesten und Knurren. Und im Demolieren meines Teppichs, denn das Kratzen mit den Krallen ist eine Form der Markierung. Martha kam erst letzten Februar zu uns, einfach gekommen . Sehr insistierend vor der Tür gesessen. Sie ist sehr bedacht, ihren Platz zu erhalten.
Und es geht dabei auch um die Nähe zu mir, denn ich werde ebenfalls besessen. Aber nicht bekratzt sondern umschmeichelt. Dies ist das Morgenzimmer mit dem laptop, wo ich immer mit dem ersten Kaffee sitze, hier im Osten, wo es sonst hell ist.
Schöne Fotos habe ich mit der Kamera gemacht, nur habe ich sie nicht hochgeladen. Der Blumenstrauß vom Geburtstag hielt eine Woche, heute entdeckte ich, dass manche Blumen mit einem Draht umwickelt waren, der oben im Köpfchen steckte. Aua, wer macht denn sowas! Den schönen Schein auf Kosten der Grausamkeit herstellen, das ist vermutlich gar nicht so selten. Blumen im Winter sind eben immer mit gemischten Gefühlen zu betrachten. Und Köpfe hängen lassen, das geht ja gar nicht.
Ständig überlege ich, welche Sachen ich denn nicht mehr brauchen würde, wenn ich denn nur ein Zimmer hätte. Oder in eine Hütte ziehen würde, ein Wohnmobil oder so…Geht ja gar nicht. Und es gab mal Zeiten, wo ich nur den einen Koffer besaß.


tja, ich habe von 18 bis 25 aus einem Koffer gelebt, bin umgezogen, wenn der leer war. Das war meine Freiheit, aber auch Beliebigkeit. Dann wurde Ich ein Wir und drum herum wuchs ein Haushalt an…..
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Ich erlebte das nach Jahren so, dass er mir schwerfiel, sesshaft zu werden. Ich hatte auch keine Lust, mich um Raum und Haushalt zu kümmern…Beliebig sagt es, ja. Andrerseits hatte ich mir immer schöne Orte ausgesucht,und die vermisste ich dann…
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