Der Morgen

Es scheint tatsächlich frühlingshaft zu werden. Ich öffne die Hintertür, der Fasan kreischt weiter entfernt in regelmäßigen Abständen. Hähne höre ich noch keine, die sind wohl noch eingesperrt wegen der Geflügelpestgefahr.

Dann bellen die jungen Hunde eines Nachbarn, sie spielen . Als nächstes höre ich wie immer seine Stimme: Schluß jetzt! Ich falle immer vor Lachen fast vom Zaun. Die andere Nachbarin allerdings schreit ihren Hund an, als wäre er taub, sie ist ein Drachen. Ein unermüdlich sich abrackernder Drachen, kräftig und man fühlt sich unweigerlich wie ein fauler Sack, wenn man sie im Garten ackern sieht wie einen Mann. Ihr Mann fiel vom Trecker und kann nun nicht mehr alles machen. Da kommt dann der Schwiegersohn und hilft. Ja, hätte ich auch gern…

Gestern hat ein Freund ein paar Bäumchen umgesägt bei mir, sie wachsen und wachsen…Von wegen Bäume pflanzen. Die pflanzen sich von selbst, massenweise Birken und Weißdorn und Ahorn und Ilex und eigentlich ist das schon eher ein Wald. Die Frist ist nun um, wegen der Vögel. Schafe sind auch noch nicht da. Bestimmt wird es noch mal kalt bis zum wirklichen Frühjahr. Ein anderer Nachbar redet mit den Kaninchen, die er in einem kleinen Stall hält, und ich rede natürlich mit meinen Katzen.

Nach dem Sägen redet man auch mit Menschen, über ihr Rheuma und die Gliederschmerzen, die nicht mehr weggehen wollen. Man macht trotzdem weiter, jammern will man nicht. Muss ja.

Die Vögelchen hingegen sind in heller Aufregung und Freude, das Herumgeflirte ist schon im Gange. Wahrscheinlich sind die Spatzen wieder in der Dachrinne nachher, und die Schwalben wenn sie kommen, begutachten die Garage, aber seit wieder junge Katzen im Haus sind, wird das als ungeeignet verworfen. Das Theater muss ich auch nicht wieder haben.

Das Käuzchen habe ich auch schon gehört abends. Hu hu.

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