Er klappert schon

Den Storch unseres Dorfes hörte ich heute früh. Im anderen Dorf sind schon beide da. Und es werden die Motorräder angemeldet, die Wohnmobile und die Boote wieder ans Wasser gefahren. Der Dorfflohmarkt und die Kulturtage sind schon angekündigt. Die beruhigende Kontinuität der alljährlichen Wiederholung. Ich bin schon stundenlang draußen. 17 Grad sind so was von warm, da bricht der Schweiß aus beim Harken.

Dieses Jahr ist anders, denn ich plane eine Reise für September. Da kann ich mich dann freuen, auch wenn der Sommer wieder zu Ende geht. Besser jetzt als zu spät. Es ist ja schon wieder drei Jahre her. Und man kann ja auch eine schlechte Erfahrung durch eine gute ersetzen. Das bezieht sich eigentlich eher auf das Reisen mit ANDEREN. Alleine reisen war immer gut, ich treffe ja dort Freunde. Aber dennoch ist es sehr anstrengend. Ob man mit denjenigen dann klarkommt, zeigt sich erst im Spannungsfeld dessen.

Kleine Wunder und Zeichen: Obwohl ich die Farbe für die Küchenwand dreimal neu anmischte, traf ich exakt den richtigen Farbton wieder. Ohne messen und abzählen der Menge ( wie beim Kochen)

Als ich früh erwachte, schien der Mond über den Spiegel (siehe Beitragsbild) durch eine Lücke zwischen Häusern, durch eine Lücke in meinem Vorhang exakt so, dass ich ihn sehen konnte. Das ist immer wieder erstaunlich, diese Lichteffekte. Ich nehme sie wahr, weil ich etwas darauf trainiert bin. Spiegel sind speziell. Neulich nahm ich mal unser Trommeln auf mit dem Selfievideo, und da erschien mein ganzes Zimmer -spiegelverkehrt. Das war eine ganz seltsame Erfahrung. Man sieht das zwar manchmal auf Fotos, da ist was verkehrt. Aber alles war -verkehrt! Nun, im Grunde ist das bei Fotos natürlich immer so….sie sind ein Abbild.

Zwei Wochen Reise, „Urlaub“, im Hotel…das ist für mich auch irgendwie „verkehrt“. Am Ort, wo ich mich Zuhause fühle. Allerdings empfindet glaube ich eine Million Menschen die kleine Insel als ihr Traumzuhause, da würde es dann schon ein wenig eng. Wir können eigentlich froh sein,wenn wir überhaupt noch dorthin kommen, fliegen können, und wer weiß, wie sich die Umstände noch entwickeln. Und ich bin froh, dass ich ein friedliches naturnahes Zuhause habe.

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