Frühstück

Ein Beitrag zur blogparade von Amorak (Jess)

Jetzt geht mir langsam die Tassenlust aus, auch wenn ich mich freue über die vielen Leser und Leserinnen. Diese Kombination habe ich jeden Morgen vor mir, mit Roibostee und den Nachrichten im Radio. Das ist eine Konstante, die mir wichtig ist. Vorher kommen natürlich die Tiere dran, vier Katzen stürmen in die Küche, sobald ich mich erhebe.

Ich möchte nicht so jemand sein, die als youtube-vloggerin jeden Moment ihres Lebens beschreibt, und dabei entsetzlich langweilig ist, dafür habe ich auch nicht die Fähigkeit, mich gut darzustellen. Nur leider haben so manche, die es tun, diese Fähigkeit auch nicht. Ich schaue ab und zu bei Lara zu, wenn sie auf La Gomera ist. Und bin bestürzt, dass Leute, die einen Reiseblog machen, auch diese jungen, die wandern auf einen Berg und kriegen nicht mal hin, den Namen zu wissen!!! Das wäre doch das einzig wichtige, was einen Zuschauer interessiert!

Aber Lara, die war jahrelang auf der Insel, und hat unzählige langweilige videos gemacht über ihr Frühstück, und nun wandert sie im Valle Gran Rey herum, ohne sich auszukennen und irgendeinen Ortsnamen zu wissen. Wir erfahren nur, dass ihr die Füße wehtun. Das kann ich allerdings gut nachvollziehen, denn ich wohnte ein paar Jahre dort oben in La Viscaina und bin diese Wege sehr oft gelaufen. ( La Viscaina war der Name eines untergegangenen Schiffes von Kolumbus, der einst auf dieser Insel Wasser fasste.) Und weil ich immer Sehnsucht habe nach dem Ort, schaue ich auch die videos .

Ich glaube, am Ende geht sie in die Bar und ob da noch eine Tasse vorkommt, weiß ich nicht.Ich habe nicht bis zum Schluß durchgehalten. Aber ist es nicht schön da!

Wenn ich in La Viscaina im Obertal von Valle Gran Rey etwas empfehlen sollte, dann wäre es das „Macondo“ Der Name ist Lesern von Gabriel Garcia Marquez bekannt, es ist sicher kein Zufall, dass sich der Besitzer Roberto an Macondo erinnert fühlt. Man muss hoch hinauf bis zum Lomo de Balo und wenn man Glück hat, ist geöffnet. Es ist eine kleine Kaffeebar, mit einem Gericht, manchmal. Meine Freunde wohnen auch dort oben. Man hat eine grandiose Aussicht, über das ganze Tal bis hin zu dem Stück Meer, was man zwischen den Bergrücken erhascht. Und der Himmel. Das Macondo hat eine Terasse.

Und der Berg ist auch im Rücken. Ich merke schon, darüber schreibe ich wesentlich lieber. Immerhin, diesen Eindruck kann man im video ja auch erhalten.

Und zum Glück hat mein Bruder im Geiste, ein anderer Gomerafreund mir gestanden, dass er ebenfalls diese videos guckt. Wir haben vielleicht gelacht!

Tasse von Ellie

Ein Beitrag zur blogparade von Amorak

Dieses wunderbare Bild kommt von meiner Freundin Ellie gesendet. Es ist ein Mokkatässchen von Heike Greiner.

Und noch eine Keramikertasse hat sie in ihrer Sammlung, von einem Töpfer von den Externsteinen, wie sie schreibt, den sie einst in Wedel traf.

Auf Kunsthandwerkermärkte gehe ich selbst kaum. Aber Ellie verkauft ja selbst, und hat daher so viele Begegnungen. Sie arbeitet im Kiekebergmuseum, in der Nordheide, und zeigt dort das Filzen, Spinnen, natürliches Färben von Wolle und sie macht auch noch Musik auf ihrer Quetschkommode, singt dabei Frühlingslieder und ist überhaupt so ein herzlicher und kreativer Mensch. Gelernt ist sie eine Webermeisterin.

https://www.kiekeberg-museum.de/

Unter „Zuschauen und Mitmachen“ findet ihr sie.

Die Leuchtende

Beitrag zur blogparade über Tassen von Amorak

Eine neue Blechtasse habe ich mir gegönnt, bei meinem heutigen Ausflug ins Sozialkaufhaus hoelp in Heide. Und die leuchtet so schön, dass man sie garantiert nicht irgendwo vergessen kann. Und die ersten Erdbeeren diesen Jahres ebenfalls…

Außerdem fünf Bücher….

Diese bunte Tassenparade habe ich stehen lassen. Es gab auch noch viel mehr. Wieder eine ganze Reihe von „Mutter ist die Beste“ – Aufschriften, sowie zahlreiche farbige Kleinkindbecher , immer aus Plastik, Teekannen, und irgendwie haben doch alle das Gleiche, offenbar. Ich glaube, zum ersten Mal im Leben habe ich alles, was man so hat. Vom Bräter bis zu Teekannen, Schöpflöffeln und all dem Zeug, was quasi nun verschenkt wird, weil es zu viel davon gibt. Ich frage mich, warum noch mehr davon hergestellt wird.

Eine Dame hatte Sachen abgegeben und sah sich das Sozialkaufhaus an. Sie tat so als gehöre ihr der Laden, es wäre wohl auch zu peinlich, da als Kundin zu sein. Es war ihr nicht freundlich genug, und da hatte sie allerdings mal recht…die Angestellten sind eben auch speziell und nicht nullachtfuffzehn.

Ich weiß noch gut, dass sie mal einen Schrank zu mir brachten, und erst den falschen ausluden, dann am Ende das Wenden nicht schafften. Menschen eben. Sozial.

Edle Tassen

Ein Beitrag zur blogparade von Amorak

Edle Tassen werden gesammelt und finden sich in einem Büffet.

Dieses steht im Cafe Tutgut in Koldenbüttel, nahe Friedrichstedt. Die Stadt war voller Touristen, das Cafe am Dorf gut mit einheimischen Familien gefüllt. Man wird dort wirklich sehr freundlich empfangen. Ich entdeckte das Cafe einmal vor Jahren durch eine bloggerin auf wordpress! Ihren Namen weiß ich nicht mehr, sie löschte den blog, der zu viel Privates enthielt.

So ein Cafe möchte schon den Eindruck eines gemütlichen Wohnzimmers erschaffen.

Doch mit meinem Wohnzimmer hat es wenig gemeinsam….es glänzt und edelt zu sehr.

Die verwendetetn Tassen eher sachlich und wenig prunkvoll, wohl wegen der Spülmaschine. Der Kuchen ist lecker, sonst käme das Volk vom Dorfe ja auch nicht. Die sind nämlich Experten für Sahnetorten hier, ich ließ dafür das Mittagessen ausfallen. Und immerhin war ich ja ein bisschen am Strand gelaufen. Dort sah ich dann am Deich auch die Osterlämmchen. Vielmehr recht freche Lammböckchen.

Und deren große Version sah ich noch bei der Koldenbütteler Kirche- ich machte wirklich auf Touristin heute, für den blog, also als bloggerin hat man ja ein Ziel!

Ups, das Schild ist nicht drauf…“Schafbock“, eine Plastik aus Methamorphit von Lothar Frieling, 2001.Ich finde die sehr gelungen fürs Dorf. Wo man ja kaum mal einen Widder mit Hörnern sieht. Aha, ein Umwandlungsgestein.

https://sh-kunst.de/kuenstler/frieling-b-lothar/

Sieh an, der Betonkopf findet sich auch im Dorf. Nun gut, Reimersbude, Witzwort, Oldenswort, alles um die Ecke und voll mit Ateliers von bekannten Künstlern.

Einmal ans Watt

Ich entdecke so gern Strukturen. Manche Schätze fand ich am Deich, bei Westerhever auf Eiderstedt.

Das Wasser ist immer weg, wenn ich komme. Und watttaugliche Schuhe hatte ich nicht, daher blieb ich am Rand.

Fast windstill und ohne Regen, Leute sind da auch nicht viele in Richtung Osterhever. Da sind die Schafe auf dem Deich und kacken alles voll. Und hinter dem Deich…hunderte Nonnengänse.

Farben von Flechten, auf Schlacken zur Deichbefestigung. Sand , an manchen Stellen auch dunkel.Wo sich hier Bernstein verbirgt, habe ich noch nicht rausgefunden. Soll aber, sagt der alte Herr vom Flohmarkt, der eine große Kiste voll davon hat.

Und Meeresblumen…das sind die Schätze, die ich mitnahm.

Blasentang, Mövenfedern, aber die unzählbaren Muscheln liess ich da….

Ein Glück, dass der Regen Pause machte, auch gestern abend zum Osterfeuer.

Und dann ist noch der Papst gestorben heute früh.

Die kaputte Tasse

Ein Beitrag zur blogparade von Amorak

Auch für diese Tassen gibt es ein Plätzchen in meinem Herzen – weil sie einmal so schön waren und lange in Gebrauch. Es ist in der „heiligen“ Hütte, dem Weidentipi, um die Feuerstelle herum.

Da hat sich einiges angesammelt und wächst manchmal zu, wird aufgebuddelt, wurde zum Mäusenest, zu Natur sozusagen. Haben wir auch schon mal aus Wut eine Tasse zerschmissen. Ist vorgekommen.

Ein richtiges Mosaik ist es nicht, wie beim Nachbarkünstler, dessen einzigartigen Garten ich schon mal beschrieben habe.

Die Blechtasse

Beitrag zur Blogparade von Amorak

So eine Blechtasse muss ich immer haben, denn das ist die outdoor-Tasse, die auf Ausflüge mitgenommen wird, in Kombination mit einer Thermoskanne.

Sie hat also schon ein bisschen mehr gesehen als die anderen Tassen. Vom Steinzeitpark könnte sie erzählen, wo ich vor Jahren noch als Steinzeitfrau zu Gast war und wo die Blechtasse versteckt werden musste. Wie alles was nicht natürlich und steinzeitlich aussah. Noch gilt die Regel für das Treffen im Sommer. Andererseits gibt es ja nun auch eine Zeiteninsel, auf der ein Wikinger und ein Eisenschmiedt lagern, nur Blechtassen haben die auch nicht.

Dafür war meine Tasse schon am Meer, auf Bluesfestivals und bei Freunden zum Lagerfeuer, zur Sonnenwende, wo immer man draußen so länger sich aufhält. Längere Reisen gab es schon ein paar Jahre nicht mehr. Gefahr besteht grundsätzlich, dass die Tasse vergessen wird, sobald ich anderswo bin. Das Verrückte ist nur, dass sich alles irgendwie wiederfindet.

Als Symbol für das Reisen habe ich den VW-Bus stehen, den Mini-Hippie-Bus. Manche haben einen echten, angemalt lieber nicht mehr. Lieber nicht auffallen. Aber mit solchen Riesencampern wie die Rentner heutzutage unterwegs sind, würde ich mich nicht sehen lassen, abgesehen von den absurden Preisen und den Kosten des Unterhalts. Ich finde sie hässlich. Ich mag es einfach, wie die Blechtasse , Emilleschüsseln, Wassereimer, Ascheeimer. Und kein Plastik, so wie es bei Picknickgeschirr öfter und praktischerweise vorkommt.

Als ich auf La Gomera vor 15 Jahren einwanderte, kannte ich eigentlich alle so, die im Tal lebten. Man kam sich auf diesen Steintreppen und Wegen entgegen, sah sich schon von weitem. Und einmal trug ich so eine Regenjacke. Eine Freundin kam mir entgegen und sagte, als sie bei mir ankam: Ich dachte, du bist eine Touristin! Also die Hippiekleiderordnung hat sich seither auch gewandelt, ABER Plastikjacken, Trekkingboots, Jack Wolfskin-karierte Kurzarmhemden, die sind wirklich massenhaft zu sehen und jeder resident vermeidet die. Karierte Hemden sind dagegen hier in Norddeutschland bei Männern das ultimative Modeerlebnis.

Schneelöwen

Von Photo Dharma from Penang, Malaysia – 033 Snow Lion, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=35300277

89 Snow Lion, Tibetan Temple, Bodhgaya

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33 Snow Lion, Tibetan Temple, Bodhgaya

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Photo Kayute sonnenspirit 2025

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